Montag, 18. Januar 2010

Tiefgarage | Salzgasse

Die Stadt Dresden erneuert derzeit im Bereich Quartier II u.a. die Gehwege und die Straßenbeleuchtung. Wei-
terhin unklar erscheint der Zustand der Tiefgarage in der Salzgasse. Momentan ist diese geschlossen und ma-
cht in ihrem Zustand nicht den besten Eindruck. So fehlen teilweise Glasscheiben und auch der Betonsockel
präsentiert sich ungeschützt. Dagegen spricht einen kürzliche Verfugung der Risse mit Eboxidharz, ebenfalls
am Sockel. Es gab Vorschläge, die Einfahrt um 90° zu drehen; selbst "nur" eine Wegnahme des Daches würde
eine Aufwertung erzielen. Der kürzlich fertiggestellte Innside Premium Hotel verfügt über ca. 40 Tiefgaragen-
plätze, die an die bisherige Tiefgarage angebunden wurden. Hier wäre eventuell als Lösung auch eine kom-
plette Einfahrt über das Hotel möglich?










Kommentare:

Afgh hat gesagt…

weg mit der einfahrt! das war auch so eine "weitsichtige" entscheidung des stadtplanungsamt!!! man, man und sowas steht in lohn und brot!

Anonym hat gesagt…

Das KuPa ist echt ein Traum!!!! Da sieht so wunderbar aus, jeder derzeitige Architekt sollte vor diesem Bau niederknien!

Marcus hat gesagt…

ích bin sehr gespannt, wenn es beim Kopfbau Rampische Straße losgeht!

THE WOERTH hat gesagt…

Die Stadt hat echt nen Tiefgaragen-Tick. Zwei monströse Einfahrten direkt nebeneinander für zwei verbundene Tiefgaragen! Diese Teile kann man in Dresdens Innenstadt schon gar nicht mehr zählen. Alles für's Auto in der Autostadt Dresden. Bloß keinen Zentimeter zu viel laufen. Der Rest muß Kompromisse eingehen und das Stadtbild ist nebensächlich.

Anonym hat gesagt…

Wäre wirklich die optimale Lösung, die Tiefgarageneinfahrt des Hotels zu benutzen und den alten verschandelden Eingang zu beseitigen.

Anonym hat gesagt…

Meine Vermutung ist auch, dass die zwei Einfahrten nur eine Übergangslösung ist. Die große Einfahrt auf der Salzgasse wird hoffentlich verschwinden.
@The Woerth: Nicht gleich Überschäumen.

Anonym hat gesagt…

naja ich fand auch immer das es nicht sein muss aber andererseits ist es ja besser auch nicht so

HK hat gesagt…

... weshalb denn gleich abreissen, so eine schicke Tiefgarangeneinfahrt taugt doch zu vielerlei... man könnte eine Grundschule daraus machen, vielleicht ein zweites Klokino etwa... was wird aus dem Projekt eigentlich... soweit ich mich erinnere, stand im Juli 2009 ein Artikel in der SZ zur gesicherten Finanzierung/bevorstehenden Installation dieser UBahn schlechten Geschmacks... ???

Vielen Dank für die Bilder, freut mich auch zu hören, dass der Jazz wieder ins Kurländer kommt.

Peer hat gesagt…

Ich fordere hiermit den Eigentümer der Tiefgarage zum Abriss des häßlichen Aufbaus auf!

THE WOERTH hat gesagt…

Wie kann man auf die Idee kommen, diese Garageneinfahrt würde abgerissen werden? Das käme ja einem Schuldeingeständnis gleich - dafür ist die Dresdner Stadtplanung viel zu stolz. Nach zehn Jahren Beschäftigung mit der CDU-Autofahrerlobby in Dresden kann man nur noch überschäumen.

F. hat gesagt…

hey the woerth! wieso ist denn die cdu an allem schuld? das stadtplanungsamt ist doch gar nicht politisch ausgerichtet. vielleicht wird es neu besetzt aber dann findet nur ein austausch des problems statt! denkst du, mit spd und grünen oder der linken hätten wir das alte elbflorenz zurück? never! siehts ja, was 40 jahre ddr gebracht haben! man sollte nun vielmehr in die universitäten schauen, und dort eine neue architektengeneration heranziehen, die auch mal wieder was von gestaltungslehre versteht! ich denke letzendlich ist man da aber auf einem guten weg!

Wolfgang hat gesagt…

Ja Gestaltungslehre ist das Stichwort, ein Architekt sollte in erster Linie Künstler sein und nicht ein besserer Dipl.-Bauingenieur. Wie hochwertige,moderne Architektur aussehen kann sieht man wenn ein künstlerisch hoch veranlagter Mann wie Santiago Calatrava plant.

Wolfgang hat gesagt…

im übrigen wird natürlich gebaut was bestellt wird, hier zeigt sich der mangel an gut betuchtem, einflussreichem und kunstaffinen Bildungsbürgertum. jetzt bestimmt ausschließlich ein Konglomerat aus engstirnigen Dogmatikern in Stadtverwaltung und scharf kalkulierenden Bauunternehmenn. irgendwelche Idioten werden schon in den Katastrophenbau einziehen

Stephan hat gesagt…

"hier zeigt sich der mangel an gut betuchtem, einflussreichem und kunstaffinen Bildungsbürgertum"

Na ja, das glaube ich nicht, denn sonst müßte es ja beispielsweise in Stuttgart wesentlich besser aussehen, da es dieses Bürgertum hier gibt, das nötige Kleingeld vorhanden ist und man auch im Allgemeinen recht konservativ ist und mit der DDR natürlich auch nie etwas zu tun hatte.

Dennoch wird hier (und das trifft eigentlich auf die ganze Region zu) in einem Maße wertvolle Bausubstanz abgerissen und durch Neubauten übelster Sorte ersetzt, wie es für Dresden heute nicht mehr vorstellbar wäre.

Ich sehe da kein Dresden-spezifisches Problem, sondern ein generelles Problem der heutigen Zeit (auch in der ehemaligen Reko-Hauptstadt München wird doch nur noch verglast, siehe Stiglmaierplatz und Co.).

Ich würde sogar sagen, daß es nirgendwo in Deutschland ein größeres Interesse an traditioneller Architektur gibt als in Dresden, denn dort regen sich immerhin noch relativ viele Leute über solche Projekte auf, während dies in Stuttgart wirklich überhaupt niemanden interessiert (außer vielleicht mir :-).

Martin K. hat gesagt…

@Stephan:
also ich bin auch Dresdner und muß berufsbedingt dummerweise in diesem Stuttgart leben. 100% Übereinstimmung, daß S. baulich (dazu auch verkehrstechnisch, kulturell und menschlich) eine Katastrophe ist. Sind wir also schon zwei in der Diaspora!
Es zeigt aber auch, daß Geld nicht der alleinige Punkt ist. Es ist doch auch und in erster Linie eine Frage der der Kultur, des Kunstverständnisses (Architektur sollte ja auch Kunst sein), der Heimatliebe- verbundenheit, der Tradition, des Stolzes und der Idendität. All diese gibt es doch noch in Dresden so stark wie kaum in einer anderen Stadt (und das war auch zu DDR-Zeiten nicht anders!). Das Schlimme ist doch aber, daß all diese Tugenden von der Stadtverwaltung schmählichst verraten werden und dadurch den Leuten auch noch die letzte Hoffnung genommen wird. Es könnte alles sooo schön sein in Dresden...

Stephan hat gesagt…

@ Martin:

ich bin tatsächlich gebürtiger (bayerischer) Schwabe, plane aber für dieses Jahr den Umzug nach Dresden :-)

THE WOERTH hat gesagt…

@F: Die CDU ist sicher nicht an allem Schuld, aber ein paar konkrete Punkte möchte ich Dir gerne auflisten: Sie möchte keinen historischen Neumarkt, sie setzt sich unverhältnismäßig für den Ausbau der Infrastruktur ein, sie hat jahrelang für ein modernistisches Gewandhaus gekämpft, sie hat die 63000 Stimmen des GHND-Bürgerbegehrens ignoriert, sie lässt sich bei Veranstaltungen der GHND im Gegensatz zu Vertretern anderer Parteien nicht blicken, sie hat Pühringer, Blobel und die Unesco unsanft aus der Stadt gejagt, sie ist Schuld an der Zerstörung einer deutschlandweit einmaligen Kulturlandschaft, sie ist arrogant, selbstherrlich und intransparent - für mich genügend Punkte, um mal einen Blick in die Parteiprogramme zu werfen. Z.Bsp. in das der Bürgerfraktion.

THE WOERTH hat gesagt…

@Stuttgart-Kritiker: Es ist weder ein Geheimnis noch eine Neuigkeit, daß Stuttgarts Innenstadt komplett versaut ist. Es soll aber noch andere Städte in Baden-Württemberg geben: Zum Beipsiel Freiburg. Ich empfehle einen Besuch zwecks Relativierung von Pauschalmeinungen.

Stav Axenfeld hat gesagt…

hey the woerth! du hast sicherlich recht mit dem was du geschrieben hast aber ich glaube nicht, dass es bei anderen großen parteien anders wäre! da sind im hintergrund immer noch lobbyisten, den jegliches kunstverständnis am arsch vorbeigeht. die sitzen in ihrer villa am comer see und wollen "investieren"!

nichts destotrotz steht sachsen und dresden gut da, dank der cdu! und jemandem, der sich nicht für architektur und ähnliches interessiert nörgelt dann halt nicht an der thematik rum. auch mir ist das unverständlich nur ist es nun halt mal so.

ansonsten gute einstellung zu allem! laßt uns allen weiter briefe/mails an die wichtigen stellen schicken!!!

Anonym hat gesagt…

Schwer vorstellbar, dass das Innside Premium Hotel sein Grundstück komplett als Tiefgarageneinfahrt her gibt! Das ist ja auch eine Belästigung´, wenn genau darüber mein Hotelzimmer ist! Andererseits war diese Tiefgarage nie wirklich groß, oder? Ich meine, sie hätte nur eine Ebene? So ist ein wirklich starker Verkehr eigentlich nicht gegeben?

HK hat gesagt…

Wenn man dieser Tage an der Einfahrt vorbeikommt, hört man im Treppenhaus Schleifarbeiten und in der Einfahrt selbst sind Handwerker dabei, die Löcher und Risse der Wandung mit Gips aufzufüllen... sieht also ganz danach aus, als ob dieses Bauwerk stehen bleibt... ein Jammer

Stephan hat gesagt…

@Freiburg-Aktivist:

"Ich empfehle einen Besuch zwecks Relativierung von Pauschalmeinungen"

Ich habe ja nur von der Region Stuttgart gesprochen, und hier werden leider selbst eigentlich wunderbar erhaltene Ensembles wie Esslingen, Bad Cannstatt oder Ludwigsburg auf völlig ignorante Weise verschandelt bzw. zerstört.

Zu Freiburg möchte ich mich lieber nicht äußern, damit die Diskussion hier nicht zu sehr von Dresden abdriftet...

Stav Axenfeld hat gesagt…

Hallo H.K.! Dass sind schreckliche Neuigkeiten, die Du hier schreibst! Wie kann man echt nur so dumm und einfallslos sein und dieses Ding sanieren????????????!!! Oh mann, diese Stadt treibt einen in den Wahnsinn!

Zu Stuttgart: die Gegend ein Traum aber Stuttgart selber ein Alptraum. Ich glaube, da gibt es auch nichts mehr zu retten!

heiji hat gesagt…

Das mit den zwei Einfahrten nebeneinander sieht für mich nach Schildbürgerstreich aus. *rolleyes* Das gute an Tiefgaragen: die Autos würden sonst vor der Frauenkirche parken!

Kann man seine Arbeit eigentlich nicht aus Stuttgart mit nach Dresden nehmen? ;)

THE WOERTH hat gesagt…

Stav hat geschrieben: "Dass sind schreckliche Neuigkeiten"

Warum Neuigkeiten? Keine Ahnung, wie man überhaupt am Erhalt dieser Einfahrt zweifeln konnte. Das System Dresden ist m.E. völlig durchschaubar.