Sonntag, 7. Februar 2010

Motel One | Palaisplatz

Am Palaisplatz beginnt man seit diesen Tagen mit dem Hochbau des zukünftigen Hotels, im Erdgeschoss wer-
den dazu die ersten Wände gesetzt. Anfang 2011 soll alles fertig sein. Hier nochmal der Verweis auf einen äl-
teren Beitrag mit Hintergrundinformationen zum Bau.












Kommentare:

Ben hat gesagt…

Das ist der archtektonische Anspruch von Dresden im 21. Jahrhundert? Arm!

Anonym hat gesagt…

korrekt, das ist der Anspruch Dresdens im 21. Jh. und zwar am "Palaisplatz". landgraf

Harry hat gesagt…

Muß dem Ben recht geben, weiter mit dem architektonischen "Mist" gehts 200 m Luftlinie auf der Heinrich Str.!!!

Gruß Harry

Darki hat gesagt…

Tja...und nebendran verfällt ein dresdentypisches historisch wertvolles Gebäude...während dieses 0815-Ding entsteht...ich werd's nie kapieren. So aufwendig ist die Fassade nun auch nicht, dass eine Sanierung zu teuer käme.

Gruß

Edwin hat gesagt…

@Darki: Nicht dass ich das Motel toll finden würde, im Gegenteil halte ich es für hässlich und überflüssig. Aber was hat ein Motel/Hotel Neubau mit nem sanierungsbedürftigen Wohnhaus zu tun? Wenn ich ein Hotel bauen will bau ich ein Hotel, und denke nicht: ach ne, saniere ich doch lieber das benachbarte Wohnhaus was nicht mir gehört mit dem Geld?! Oder wie ist der Einwurf zu verstehen?

T. hat gesagt…

Das Hotel ist meiner Meinung nach der realisierter Geschmack von Will, Wurff und Stadtplanungsklüngel unter dem Deckmantel des "ehrlichen" Bauens!
Grüße T.

Anonym hat gesagt…

Ich denke die Frage über architektonischen Anspruch oder Mist erübrigt sich von alleine, denn laut Bautafel sind an dem Projekt nicht einmal Architekten, sondern nur Tragwerksplaner etc. beteiligt. Über das Ergebnis an der Hauptstraße mag es unterschiedliche Meinungen geben, aber die gibt es immer! Wenn man es aber im 26 Ring, mehr noch an dieser Stelle!, nicht für nötig hält, Leute dafür heranzuziehen, die es gelernt haben, Gebäuden eine schönes Äußeres und Inneres zu geben, dann fragt man sich, ob es die Stadt finanziell so nötig hat, so etwas zu zulassen!

Darki hat gesagt…

@Edwin..es ist nicht so, dass aus einem Wohnhaus kein Hotel machbar wäre...und zum Besitz...wie wäre es mit kaufen? Magst du am 26er Ring wohnen...ich nicht...so wäre was für's Stadtbild getan und ein Haus gerettet.

Naja...wo ein Wille ist, da ist ein Weg...wo kein Wille ist, ...

Gruß

Platter hat gesagt…

@Anonym (23:39): vollste Zustimmung!!!

Anonym hat gesagt…

Also, ich fände es sehr vernünftig, wenn man künftig generell auf Architekten verzichten könnte - dann entsteht wenigstens nur ein belangloses Gebäude wie dieses hier und nicht etwas extrem häßliches wie all der übrige Neubau-Mist.

Analog könnte man sicher auch auf sinnvolle Weise sehr viel Geld sparen, wenn man den Denkmalschutz einfach abschaffen könnte - wenn er ein Bauvorhaben wie an der Hauptstraße absegnet, wozu brauchen wir ihn dann? Um renovierungswilligen Inhabern von Altbauten unüberwindliche Hürden in den Weg zu legen? Also, weg damit!

Anonym hat gesagt…

Was ein moderner Schrott! Das Problem ist in meinen Augen nicht mal fehlender Wille seitens der Architekten, die können es einfach nicht anders. Was lernt man denn heute im Architekturstudium? Ornamentik ist des Teufels, Grundzüge des Baustoffwesens, Statik des Kästchenstapelns, wo kaufe ich am billigsten ein und wie rede ich es anschließend schön. Mehr können die doch nicht mehr.
So werden ganze Städte verschandelt. Leider feht es aber auch am politischen Willen, die Ästhetik und Geschichte unserer Städte zu erhalten. Kein Wunder - sind doch alle diese Bauten in Zeiten des "preußischen Militarismus" etc. entstanden. Damit gibts eine einfache Formel:
Schönheit und Ästhetik der Architektur = Nationalistisch, überholt, ewiggestrig. Modern und häßlich = jung, dynamisch, richtungweisend und gut!
Traurig, wie gedankenverloren heute unsere Städte und Landschaftsbilder unwiederbringlich zerstört werden!

StefanK hat gesagt…

Der Empörungsschrei unter den Kommentaren über die Architektur des Gebäudes ist ja recht groß.

Aber mal ne ersthafte Frage: Da es keine historische Vorlage zum Wiederaufbau für diese Stelle gibt, muss ja zwangsweise etwas Neues entworfen werden. Wie hätte das eurer Meinung nach sonst aussehen sollen? Wenn man hässlich definieren kann, muss man ja auch schön definieren können.

M. hat gesagt…

Naja, Stefan es geht um etwas mehr Gestaltung. Niemand verlangt an der Stelle eine eher sinnlose Rekonstruktion aber etwas mehr darf es doch schon sein, oder? Der Bau ist ja extrem belanglos. Mit den einfachsten Mitteln wird hier ein Bau hochgezogen. Geiz ist geil!

Hoffen wir, dass das nicht alles irgendwann mal wie Westdeutschland (70er Jahre Beton Architekur) versifft!

Anonym hat gesagt…

Da sehe ich zwei Alternativen für eine bessere Gestaltung:

Entweder ein historisierender Bau, der sich harmonisch einfügt - wie das Bülow Palais gleich um die Ecke.

Oder moderne Architektur, die auf ihre Umgebung Bezug nimmt und die es in Dresden durchaus auch gibt: ich finde beispielsweise die Bauten am Schillerplatz recht gelungen, ob das jetzt die Sparkasse ist oder das Maison Bleue.

StefanK hat gesagt…

Mehr Gestaltung fände ich auch schön. Wir leben aber nunmal in der Geiz-ist-geil-Gesellschaft. Schnäppchen und Sonderangebote bestimmen unser Konsumverhalten. Viele Leute gehen lieber im billigeren Lidl als im Konsum einkaufen. Genauso reicht es vielen im 3-Sterne-Hotel statt im Kempinski zu übernachten. Für diese Klientel entsteht hier ein Hotel, welches Tiefstpreise für seine Kunden anbieten möchte, und somit auch so gut es geht am Bau spart. Das scheinbar unser Zeitgeist. Hochwertige Architektur wird wohl dementsprechend eher Ausnahme bleiben. (Soll eher Erklärung als Zustimmung sein)

Inwiefern hat eigentlich die Stadt das recht hinsichtlich Architektur dem Investor reinzureden? Das geht doch nur, wenn auch eine Gestaltungssatzung rechtskräftig verabschiedet wurde, oder? Das ist ja bisher nur am Neumarkt der Fall. Viele würden das wiederum als staatliche Bevormundung ablehnen.

Anonym hat gesagt…

Zumindest in Bayern gibt es hier häufig recht detaillierte Vorgaben zu Dachform, Farben usw. - selbst die Art der Fenster ist beim Haus meiner Eltern vorgegeben worden (die müssen nämlich aus Holz sein). Und das in einem Viertel, in dem früher allerhand scheußliche Beton-Architektur genehmigt wurde, so daß es jetzt eigentlich schon fast egal wäre... ob hier die gesetzlichen Regelungen auf Landesebene abweichen, weiß ich nicht.

Anonym hat gesagt…

Ich denke, schon an der Farbgestaltung könnte man - bei nahezu gleichbleibenden Kosten - Einiges verbessern. Der Entwurf ist ja in weiß - schwarz gehalten. Das kommt, wie ich finde, ziemlich "nüchtern" bzw. "trist" rüber. Man könnte Pastelltöne wählen, wie etwa in der nahe gelegenen Königsstraße. Das sähe freundlicher aus.

Anonym hat gesagt…

..Sehr schön finde ich die Farbgestaltung des neu eröffneten Bülow Palais in der Königstraße. Daran könnte man sich auch für die Farbgestaltung des Motel One ein Beispiel nehmen.

THE WOERTH hat gesagt…

Schwarz-Grau-Weiß sind aber die Farben der Modernisten. Das Hochhaus am Albertplatz wird ebenso aussehen. Dresdentypische Farben interessieren den Modernisten nicht, standardisierte Langeweile-Trends dagegen sehr.