Samstag, 6. März 2010

Altmarkt 7 | Nordseite

Die Sicht-/Wetterschutzplane beim Hotel am Altmarkt ist an der Nordseite gefallen und gewährt einen Ein-
blick auf die Fassade des Gebäudes und die Wirkung des Baukörpers zum Platz hin.










Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Oh je, trotz allem Optimismus ist es nun doch schlimmer als befürchtet geworden. Ein großer grauer Block - das hat Dresden so nicht verdient. Vielleicht sollte man die gelben Baucontainer besser stehen lassen, damit wenigstens noch etwas Farbe, Kontrast und Kleinteiligkeit auf dem Altmarkt verbleiben?? MK

Nicky hat gesagt…

Einfach nur hässlich! Warum bitte konnte man sich nicht an der West- & Ostseite des Altmarktes orientieren?!

Anonym hat gesagt…

Man kann es sich gar nicht vorstellen: dieser seelen- und gesichtslose, versteinerte und graue Platz war einmal das pulsierende Herz der berühmten und stolzen Stadt Dresden... Das Gefühl bei diesem Anblick ist nicht einmal mehr Traurigkeit sondern Wut über das was in diesen Jahren mit und in meiner Heimatstadt geschieht. Tigi67

Anonym hat gesagt…

So große Blumenkübel gibt es gar nicht, die diese Schande von einem Gebäude einmal verstecken könnten...

ChriSGD hat gesagt…

Der Klotz sieht aus als wäre gerade der Rohbau aus Betonfertigteilen abgeschlossen. Hier kann man nicht mal über Details streiten, denn es gibt keine. Pfui, wie kann man nur so unsensibel meine Heimat zerstören. Es ist ein Punkt erreicht, wo meine Traurigkeit in Agression umschlägt. Diese Ignoranz gegenüber der Seele der meisten Dresdner ist einfach nur abartig. Ach, gäbe es nur sowas wie die RAF gegen die Großklotzmafia. Betonköpfe sind hart aber nicht unbesiegbar.

Anonym hat gesagt…

Schuldigung fuer meine schlecte Deutsche Sprache, aber ich wollte etwas addieren. Die Gebaude ist ja haesslich. Was ich finde noch schlimmer ist, dass der Teil am links versteckt der Aussicht des Kirches. Schade.

Pictura Urbana hat gesagt…

Schade, dass die Altmarkt-Fassade diese "Nase" hat, sonst hätte sie gelingen können. Das Fensterformat ist unpassend. Aber für Dresdner Verhältnisse ist das Gebäude trotzdem nicht schlecht. Immerhin kein Kasten.

Anonym hat gesagt…

Ach ja, das ist also die heutige Architektur, die so zeitgemäß und toll ist, daß wir angeblich die "rückwärtsgewandte Kulissenarchitektur" wie am Neumarkt nicht benötigen.

Ein Kasten, mit einem Stummeldach und einer Rasterfassade, die so wirkt, als wäre sie noch im Rohbau. Dafür aber sicher bald preisgekrönt und mit schönen Worten im Marketingtext bejubelt.

Wenn dies wirklich alles ist, was die heutige Architektur zustande bringt, dann ist das ganz schön armselig...

THE WOERTH hat gesagt…

Na, ist ja alles genau so eingetroffen, wie ich es vorhergesagt habe. Bravo! Und meine X-tra-Gratulation geht an Stadtplanung und Jury, denn auf deren Nasenauswahl sind sie wohl zurecht stolz gewesen. Vollidioten.

Anonym hat gesagt…

WARUM MACHT MAN SOWAS??!!

Anonym hat gesagt…

Ich habe mir das Gebäude (vermutlich im Unterschied zu einigen Kommentatoren vor mir) schon vor Ort angesehen und sage gerne, dass mich die Wirkung des Baukörpers am Platz wirklich begeistert.
Die "Nase" ist zwar verglichen mit der diagonalen Sicht auf die Kreuzkirche von vor 1945 nicht so gut, aber durch die in den 50er Jahren festgelegte Aufweitung des Platzes die beste Lösung, um hier kein riesiges Loch zu haben - meiner Meinung nach.
Der nun geschlossene Platzraum im Süden ist phantastisch. Die Fassade mit den exakt detaillierten Sandsteinplatten und den Marmorpfeilern wirkt sehr edel.

Anonym hat gesagt…

Also, ich bin auch ganz begeistert! Cool und straight, vor allem der Kontrast zwischen dem Gebäude und den hellen vorgelagerten Gebäudeteilen im Container-Style mit ihrer provokanten und modularen Struktur und den schön herausgearbeiteten Details in Verbindung mit der leuchtend gelben Farbe begeistert!

Noch schöner die aus Metall ausgeführte und offensichtlich sogar drehbare innovative Diagonalstruktur mit raffiniertem Teleskop-Mechanismus, die entfernt an einen Kran erinnert, jedoch gekonnt die Farbe der vorgelagerten Gebäudeteile aufnimmt und hochtransformiert!

Auch die der eigentlichen Fassade vorgelagerte, begehbare und auskragende Struktur aus Metall und Holz flasht den sorgfältigen Betrachter mit geschultem Blick und greift auf geradezu geniale Weise das/den Genius Loci auf.

Alles in allem ein Meisterwerk, ganz im Geist der heutigen Zeit, noch nie war es so wertvoll wie heute - fast so wertvoll wie ein kleines Steak! Für manche ist es sogar die breiteste Praline der Welt!

Anonym hat gesagt…

Deshalb machen Diskussionen in Dresden soviel Spass: Einer redet über Städtebau und Architektur, der Nächste findet sich ganz toll, wenn er über die Baustelleneinrichtung Witze reißt. Super Basis. Kein Wunder, dass die Architekten null Bock auf Dialog haben.

Anonym hat gesagt…

Da muß ich Ihnen leider recht geben - ironisch gemeinte Aussagen wie "dass mich die Wirkung des Baukörpers am Platz wirklich begeistert" sind in einem ernsthaften Forum wirklich fehl am Platze.

Architektur ist eine ernsthafte Aufgabe für eine harte Zeit - Hartz IV-Architektur sieht nur halt mal so aus wie auf dem Bild: ehrlich, billig, überflüssig.

Ich finde die Kulissenarchitektur auf dem Neumarkt auch schrecklich, schade, daß die international renommierten Stararchitekten wie Braunfels in Dresden kaum zum Zuge kommen... und der Braunfels-Entwurf für den Neumarkt mit seinen dünnen Beton-Säulchen nicht realisiert wurde. Oder Libeskind... wie heißt es doch so schön: ein bißchen Schief muß sein.

Anonym hat gesagt…

ABREISSEN!
Das ist sowas von menschenfeindlich und häßlich!
Pfui bah!
Und für die Verantwortlichen: Das müßte man unter Strafe stellen. Da geht einem ja das Messer in der Hose auf. Moderne Architektur? Nein danke! Gibts da eigentlich schon einen button? Würde ich mir sofort an alle Jacken stecken!!!

THE WOERTH hat gesagt…

Die Kreuzkirche würde das "Loch" bestens füllen. Besser jedenfalls als der angedockte Wilsdruffer Kubus. Zudem wäre die Symmetrie der Altmarkt-Südseite gerettet, wenn Legohaus und Nachbar die gleichen Proportionen hätten. Auf solche höchst abstrakten Verweise auf Vorkriegszustände kann ich demgemäß blendend verzichten. Ebenso wie auf Kommentare der Modernistenfraktion, die differenziert denkenden Menschen Naivität und fehlende Diskussionkultur vorwerfen, nur weil ihnen selbst die Argumente ausgehen.

Zugute halten muß man dem Gebäude einigermaßen lokaltypische Materialwahl und Dachziegelfarbe.

Anonym hat gesagt…

ich finds schön, nicht so verschnörkelt. typisch für dresden ist ja ganz klar die Prager Straße, richtig modern.

Anonym hat gesagt…

Nein - das ist nicht schön! Ja, das ist häßlich, ganz ehrlich! Mehr gibts dazu nicht zu sagen!

Anoblöd hat gesagt…

Könnten sich die feigen Herren die unter "Anonym" oder Anoblöd oder sonstwas posten sich vielleicht endlich mal angewöhnen, unter einem Namen zu posten? Und wenn es "Tätärää" oder "Mausi88" ist (wir sind ja von Modernisten Kreativität gewohnt).

Es macht nämlcih einen besonders ano-blöden Eindruck, wenn Anonym-blöd sagt ein Gebäude sei hässlich, und unmittelbar danach sagt Anonym-blöd das Gegenteil.
Abgesehen davon dass ihr damit äusserst hirnlos wirkt: dies ist ist eine diskussionsseite eines Blogs. Wie soll man Euch ansprechen, mit "Herr 7. März 2010 20:38" ?

Weia....

Anonym hat gesagt…

KuL Fan

einfach straight und cool,freue mich über die intellektuelle Zurückhaltung des Gebäudes, schade das die Fassade nicht durchgängig glatt ist

Anonym hat gesagt…

Also ich find anonym posten schön! das ist richtig modern

Matthias hat gesagt…

Hier kann man sich mal ansehen, was Knerer & Lang für die Altmarktsüdseite vorhatten: http://www.das-neue-dresden.de/pdf/Wettbewerb-Altmarkthotel-1-4.pdf

dagenen wirkt der jetzige Entwurf wie eine Offenbarung! Warum gibt es keine Baukunst mehr? Der Entwurf ist ja fast schon menschenfeindlich!

Stefan hat gesagt…

@Matthias
Am besten gefällt mir von denen nps tchoban voss (Berlin), wenn man sich die Nase wegdenken würde. Die Nase war ja Wille der Stadtplaner, oder?

Knerer&Lang ist ziemlich eindeutig der schlechteste Entwurf.

Matthias hat gesagt…

@Stefan: auf jeden Fall war der Enwturf von Tchoban/Voss am besten! Der sah ja auch gewisse Ornamentik vor. Noch besser war ja deren erster Entwurf! Der hat sich gut an den Stalin-Barockbauten orientiert und hätte so ein akzeptables Bild abgegeben.

Mit der Nase sollte die Vorkriegssituation angedeutet werden. Finde ich nach den Bildern zu urteilen sinnvoll. Ohne Nase wäre das alles noch langweiliger und beliebiger.

Zum Thema Knerer & Lang: man müßt echt mal anfragen, wo dort nur ein Ansatz an Ästhetik zu sehen ist? Das ist in meinen Augen einfach menschenfeindlich und pures provozieren! Unverständlich, wie sowas den dritten Platz machen konnte. Andererseits bei DEN Verantwortlichen auch kein Wunder. Am besten man entwirft am häßlichsten, dann hat man realistische Chancen zu gewinnen. Toller Anspruch. Siehe hierzu auch "Wilsdruffer Kubus"!

Grüße Matthias

THE WOERTH hat gesagt…

Die Prager Straße ist typisch für Dresden? Gute Nacht! Die Prager ist typisch für ein paar wenige Jahre dresdenuntypisches Bauen in Dresden. Nicht mehr und nicht weniger, Eure Anonymität (der modernistische Kollege wird schon wissen, warum er seinen Stuß anonym verfasst).

Michael hat gesagt…

Knerer & Lang sind nun einmal die Lossow & Viehwegers unserer Zeit!

Anonym hat gesagt…

@the woerth: 100% agree!

Minze hat gesagt…

Michael: Witzig, wenn es Ironie war!

Hans der Hamster hat gesagt…

also wenn ich durch Dresden gehe sieht der Großteil aus wie die Prager Straße, das objektiv vorfindbare ist nunmal das typische. ich find das Elbufer, Vorstädte etc. auch besser aber der große Rest ist nunmal Platte, da nützt es auch nichts sich die Katastrophenstadt schönzureden! selbst jetzt verkommen an der Münchner Straße, Nürnberger Ei die herrlichen und raren Gründerzeitler, in bester Lage! da sage ich echt gute Nacht "Elbflorenz"

Sven hat gesagt…

Lossow & Viehweger unserer Zeit??? Fehlt bloß noch, dass jemand sagt er wäre der neue Semper! Das war eine ganz andere Liga, das waren Baumeister & Künstler.

THE WOERTH hat gesagt…

"das objektiv vorfindbare ist nunmal das typische." So ein Unsinn! So kann nur jemand reden, dem es an geschichtlich-kultureller Bildung und an Gespür für die ureigene Identität Dresdens mangelt.

Mausi88 hat gesagt…

^ das sagt einer der (andernorts) wegen einem neunziger-Jahre Füllbau von der "sozialistischen Prägung" des Erfurter Angers schwadroniert, Dresden ist größtenteils in Beton gegossener Marxismus-Leninismus, so siehts aus!

THE WOERTH hat gesagt…

Liebstes Mausilein, Du wirst mich doch nicht etwa verwexxxeln? Kann mich beim besten Willen nicht erinnern, irgendwann irgendwo solch einen Unrat verfasst zu haben. Im Normalfall denke ich eigentlich nach, bevor ich etwas schreibe. Ansonsten hat Dein letzter Satz reichlich wenig mit meinen vorigen Ausführungen zu tun, und ich kann Dir zu Deiner neu in's Spiel gebrachten Thematik selbstverständlich zustimmen. ;) Zumindest, wenn man Deine Aussage auf die kriegszerstörten Bereiche reduziert. Letzlich verwexxxelst Du und Dein Hansi, glaube ich, die jahrundertelange gewachsene Identität, Aura, Geschichte und Kultur einer Stadt mit ein paar Jahrzehnten ideologischer ÜBerformung und erzwungener Abkehr von gewachsenen Strukturen. Beste Grüße...

ji hat gesagt…

Echt kein Vergleich zum alten Altmarkt mit Renner und Germania etc. Diese sterile Glattheit mit nur zarten Zugeständnissen an die wahre Identität Dresdens tut so in den Augen weh. Wieso bauen diese Modernisten nicht in Berlin? Da regt sich niemand über sowas auf und verspricht mehr Rendite als das da oben in der Kulturstadt Dresden.