Samstag, 20. März 2010

Hotel am Altmarkt

Man hat nun auch damit begonnen, die Nordseite des Hotels abzurüsten.




Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Fassade sieht schon sehr edel und hochwertig aus.
Der Schwung in der Fassade, die unterschiedlichen Fluchten von Regelgeschossen und Staffelgeschoss sowie die größer werdenden Fenster, verleihen dem Gebäude eine gewisse Dynamik.

Anonym hat gesagt…

Viel zu glatt … Wo sind Erker, Gesimse, Unterteilung usw? Am Altmarkt guck ich mir echt viel lieber die alten DDR-Bauten an.

ChriSGD hat gesagt…

An Nr. 1:
Man staunt doch immer wieder an welch trivialen "Gestaltungselementen" sich manche erfreuen können. Dieser Platz heißt 'ALTMARKT' und braucht keine Dynamik, und schon gar nicht durch größer werdende Fenster.

Anonym hat gesagt…

Dynamik kann man auch mit einer gegeliederten Fassade und kleinteliger Gestaltung erreichen, wie es sich für einen Altmarkt gehören würde.

René hat gesagt…

Um es mal so auszudrücken, der Bau ist okay. Es hätte schlimmer kommen können bei den teilweise kruden Entwürfen der letzten Zeit. Man muß aber auch sagen, dass es dem Anspruch von Dresden nicht gerecht wird. Eine Rekonstruktion hätte natürlich kaum Sinn gemacht, da das Umfeld einfach zu neu ist. Vertane Chance ja, Katastrophe nein! Trotzdem sollten sich das Architekten & Stadtplaner mal einen neuen Kurs ausdenken. Aus der Richtung wirk alles momentan angestaubt und miefig! Da muß mal mit einem Besen durchgekehrt werden!

Anonym hat gesagt…

An ChriSGD:

Die "Gestaltungselemente" sind trivial? Dann kann damit jeder Besucher des Altmarktes etwas anfangen, denn trivial kommt von lat. trivialis, d.h. "jedermann zugänglich", "altbekannt"!

An Nr. 4:
Kleiteilige Bebauung wäre hier völlig fehl am Platz, da es sich bei allen anderen umliegenden Gebäuden um Blöcke handelt!

ChriSGD hat gesagt…

An Anonym darüber:

Ich muss dir doch nicht erklären, dass das Wort trivial im allg. deutschen Sprachgebrauch vorwiegend im Sinne von "belanglos" oder "voll krass einfach" gedeutet wird. Hatte leider kein Latein, vielleicht bin ich deshalb bei mancher architektonischer Gewalttat auch schnell damit am Ende.

Ich glaube mit Kleinteiligkeit meinen wir Kritiker bestimmt nicht eine 4-Meter-Parzelle, eine Aufteilung in zwei bis drei unterschiedliche Fassadenabschnitte wäre nett gewesen. Und außerdem muss man sich ja nicht unbedingt die schlechten Qualitäten eines Platzes oder einer Straße (fehlende Kleinteiligkeit, unzureichende Geschlossenheit, falsche Proportionen, ...) zum Vorbild für die Art der künftigen Gestaltung machen. Im Übrigen sind die Blöcke der Ost- und Westseite durch Vorsprünge, Balustraden und Variation der Dächer eine für die damalige Zeit wirklich bemerkenswerte Lösung, die auch heute noch kaum jemanden stören dürfte.
Und nochmal, die Dresdner Innenstadt bietet in ihrer teilweisen Ödnis genügend Raum für moderne Architektur und große Blöcke. Ich verstehe nicht, warum man in fundamentalistischer Manier immer wieder den ohnehin kleinen "Rückzugsraum" für uns "Rückwärtsgewandte" (blabla) attackieren muss. Hat sich die GHND in die Gestaltung des Wiener Platzes eingemischt? Nein, aber vielleicht hätte sie es tun sollen!

Anonym hat gesagt…

An CriSGD:

Habe ich Sie attackiert? Mit nichten! Ich habe lediglich meinen persönlichen Geschmack zum Ausdruck gebracht. Sie dagegen haben meinen Meinung "abqualifiziert"...

TourDresden hat gesagt…

Mir hätte eine Realisierung des zweitplatzierten Entwurfs von Tchoban Voss deutlich besser gefallen, dennoch muss ich sagen dass ich von dem Bau positiv überrascht bin. Die Materialität ist hochwertig, und gerade weil das Gebäude aus jeder Perspektive anders wirkt, kann ich dem Entwurf eine gewisse Rafinesse nicht absprechen. Auf jeden Fall hat sich der Verfasser Gedanken gemacht, trivial ist dieser Bau keinswegs. Ich muss sagen, dass ich das ewige, plumpe „Bashing“ von zeitgenössischer Architektur mittlerweile einfach nur noch abtörnend finde und nicht mehr weit davon entfernt bin, meine Mitgliedschaft in der GHND zurückzugeben. Dass die Befürworter des Wahren, Schönen, Guten so wenig Gepflegtheit im Umgang mit andersdenkenden Menschen zeigen, finde ich immer wieder befremdlich. Schönheit hört nicht an der stuckverzierten Fassade eines Gebäudes auf, sondern ist letztlich eine Angelegenheit des Herzens – von dort nimmt findet sie ihren Weg auch in die Gestaltung äußerer Dinge. Die Fassade eines Gebäudes alleine macht noch keine schönere, freundlichere, lebenswertere Stadt.

Holger hat gesagt…

@Thomas/Tour Dresden: Du darfst aber nicht die GHND mit dem Bashing gleichsetzen! Das man sich Unmut verschafft ist klar, aber war es doch gerade die GHND die sich für halbwegs qualitätvolle Neubauten am Neumarkt eingesetzt hat. Du weißt, was wir sonst dort stehen hätten!

Der Bau am Altmarkt ist okay aber mehr nicht. Mich stört er auch nicht, nur wäre halt (wiedermal) mehr drin gewesen. Warum soll man sich aber mit Mittelmäßigkeit zufrieden geben?
Ist das unser Anspruch? Was sitzen für Leute in den Gremien, die solche Entwürfe durchboxen, wo es in der Tat bessere gibt? (Siehe 2. Platz Wilsdruffer Kubus, 2. Platz Altmarkt 7)Was sind die Ziele?

Gruß Holger

le Graf hat gesagt…

Wer wann und wo plump "gebasht" hat, nur seinen Geschmack geäußert hat oder gar sachliche Kritik geübt hat, sollte nur im Einzelfall beurteilt (oder verurteilt) werden.

Zum Gebäude: Ich bin gespannt wie die Hochwertigkeit der Fassade in 10 Jahren wirkt. Und mit welchen Gestaltungselementen oder Charme das Gebäude dann punkten kann.

ChriSGD hat gesagt…

Ich habe SIE Anonym X mitnichten persönlich angegriffen und habe nur meine Meinung dagegen gestellt, das heißt nicht, dass ich "abqualifiziere".

Und dass ich notorisch gegen sog. zeitgemäße Architektur wettere, ist eine Lüge und kann aus meinem Beitrag überhaupt nicht abgeleitet werden. Ich und viele andere Barockis sind nämlich viel aufgeschlossener als man uns nachsagt. Südlich vom Külz-Ring wünsche ich mir wenigstens am Ferdinandplatz nun endlich mal Architektur mit Wiedererkennungswert, so wie UFA-Kristall, Centrum-Galerie, mal ne LED-Fassade, auskragende Bauteile, gemusterte Fassaden, was wie Hundertwasser oder Gaudi, einfach kein Eiheitsbrei. Dresden muss besonders sein und alle sollten mehr Ansprüche stellen und nicht immer mit den kleineren Übeln zufrieden sein, das bringt uns nicht ins Spitzenfeld europäíscher Städte zurück.

So, Waffenstillstand!

THE WOERTH hat gesagt…

@TourDresden:

Differenzierte Kritik muß und soll erlaubt sein! Kritik an sogenannter "moderner" Architektur (ich hätte von Dir eigentlich nicht erwartet, daß Du auf den polemischen Modernistenbegriff "zeitgenössisch" reinfällst) pauschal als "Plumpes Bashing" zu verurteilen, ist dagegen alles andere als differenziert.