Mittwoch, 17. März 2010

Rundblick Dreikönigskirche | Innere Neustadt

Die Innere Neustadt und Umgebung, aufgenommen vom Turm der Dreikönigskirche:












Kommentare:

Frankfurter hat gesagt…

Herzlichen Dank für die wie immer wunderschönen Aufnahmen! Die beiden letzten Bilder schmerzen sehr - man hat doch tatsächlich die unsäglichen Platten an der Albertstraße renoviert - ich fasse es nicht!!

Anonym hat gesagt…

Sehe ich die Plattenbauten denke ich an Dynamit...

Darki hat gesagt…

Tja Leipzig reißt Innenstadtplatte ab...Dresden saniert...vollkommen gaga!

hyp hat gesagt…

Nicht unbedingt.
Natürlich sind die Platten in der Neustadt kein schöner Anblick, aber sie sind nunmal Heimat mehrerer hundert Haushalte. Alternativ könnte man diese Leute auch irgendwohin umsiedeln, aber wohin? Teure Neubauten oder aufwändige Leerstandssanierungen kommen für die meisten Bewohnern von Platten wohl eher selten in Frage.

Die Gebäude stehen in bester Innenstadtlage. Das Leitbild der hohen Dichte im Stadtzentrum ist aus meiner Sicht als Verkehrsplaner grundsätzlich nicht verkehrt, so können relativ viele Menschen ihre Mobilität (= Befriedigung von Ortsveränderungswünschen)im Umweltverbund auf kurzen Wegen erfüllen.
Am Ende würde es beim Abriss wohl auf außenliegende Standorte hinauslaufen, an denen für die gleiche Mobilität wesentlich mehr Verkehr erzeugt wird. Und dann primär mit dem Kfz, statt wie in zentraler Lage bisher zu Fuß und mit der Straßenbahn.

Im Zweifelsfall sind also die Platten weg, die Belastung der Innenstadt durch Kfz-Nutzer nimmt aber zu.

Anonym hat gesagt…

@ hyp
so, sie denken dieser plattenbauten-haufen entspricht dem Leitbild der innerstädtischen dichte? na, dann muss ja Dresden für sie vollends entwickelt sein! wo sind wir bloß hingekommen - denn der gleiche mist wird mir als Stadtplanungsstudent in der Uni auch gelehrt!
eine zukünftige bebauung würde mindestens ebenso viele wohnungen vorhalten- und würde man alle innerstädtischen brachen dresdens(robotron areal, ferdinand platz, leipziger straße, postplatz, friedrichstadt etc.)bebauen, da würde es garnicht so viele reiche geben um die achso arme bevölkerung zu vertreiben!

Alles für das alte Dresden! greg

harry hat gesagt…

bilder hervorragend, weiter so!
gruß harry

Darki hat gesagt…

Meine Hochachtung Greg, dass sie ob der Gehirnwäsche das eigenständige Denken nicht verlernt haben. Behalten sie sich das bei. Mitläufer gibt es genug.

Gruß

Stefan hat gesagt…

Die Platten gehören doch sicher der Gagfah und sind damit in privater und nicht städtischer Hand. Der einzige Grund, warum die sie nicht zurückgebaut werden, ist Wirtschaftlichkeit. Sanieren ist wirtschaftlicher als abreißen und neubauen. Außerdem hat Dresden mehr innerstädtische Brachflächen als die meisten anderen Städte, wodurch es kaum Mangel an Grundstücken für Investoren gibt.

Da ich aber ebenfalls kein Freund von Platten bin, bleibt nur der Trost, dass man die Platten vielleicht nach 20+X Jahren zurückbaut und das Areal neu entwickelt. Städtebaulich sind die Platten insbesondere als Randbebauung eher eine Abwertung des Viertels. Man weiß nicht so recht, ob man in einer Siedlung am Stadtrand oder im Zentrum ist. Die Verdichtung und Kleinteiligkeit fehlt. Das ändert auch die Sanierung nicht.

Piltz hat gesagt…

Erstmal vielen Dank für die immer wieder wunderschönen Bilder. So bleibe ich immer auf dem aktuellen (Zu)Stand meiner alten Heimatstadt.
Richtig Greg,aber wann werden in der Innenstadt wieder bezahlbare Wohnungen gebaut,die auch noch ansprechend in´s (alte)Stadtbild passen.Vorher gibts eher noch so einen Commerztempel.Tagsüber shoppen und ab 20 uhr tote Hose. Die Menschen leben von/in ihrer Stadt und die Stadt lebt von ihren Menschen.

hyp hat gesagt…

Wie sehen denn die Alternativen aus? Ersatz durch historisierende Neubauten (aka Rekonstruktionen)? Wer soll dort wohnen?

Dresden hat im Gegensatz zu vielen anderen Deutschen Großstädten den Vorteil, dass noch recht viele Leute in der Innenstadt wohnen - Das geht auch anders. Wer die "Stadt der kurzen Wege" propagiert, kann nicht im gleichen Atemzug Menschen aus der Innenstadt nach Prohlis oder Gorbitz verbannen.

Nein, ich bin kein Freund der Fertigbauweise, auch die großflächige Zeilenbebauung um die Innenstadt ist so ziemlich das langweiligste, was diese Stadt zu bieten hat. Für mich ist die schönste Form des Städtebaus die gründerzeitliche Blockrandbebauung mit grünen Innenhöfen - Trotzdem verlange ich nicht, z.B. Johannstadt oder Strehlen wieder aufzubauen.

Fakt ist, die Neubauten à la Neumarkt sind für die meisten Dresdner unbezahlbar. Was spricht denn dagegen, auch andere Einkommensschichten in der Innenstadt zu behalten?

Anonym hat gesagt…

neueste Statistiken:
Dresdens bevölkerung ist auch im Jahr 2009 um 0,7% oder 3.700EW auf nun mehr 515.000EW gestiegen- noch 2 Jahre und einem um 0,2% größeren Wachstum und die Residenzstadt ist erstmals seit mehr als 150 Jahren wieder bevölkerungsreicher als Leipzig!!!

Nun, mit diesen Zahlen im Rücken und der seit Jahren ununterbrochenen Beliebtheit Dresdens als Wohnsitz hätte die Stadt schon längst durch eine kluge kleinteilige Bodenpolitik Wohnungsbau-Wachstum generieren könnnen. Es scheiterte allein daran, daß bislang kaum Kleinst-Grundstücke zur individuellen Miethausbebauung ausgewiesen wurden.Braucht es tatsächlich 20 Jahre um eine Bebauung wie vorgesehn am Schützenplatz zu initiieren?
Die Plattenbauten in der Zirkusstraße gehören der Genossenschaft Johannstadt-bei diesen spielt Wirtschaftlichkeit kaum eine rolle, da sie ihre Kosten geschickt auf all ihre Anteilhaber verteilen können.
Ich könnte mir auf diesem Gebiet gut eine an den historichen Kontext und Fluchtlinien anlehnende Bebauung vorstellen- in einer Architektur die künftige Mieter für ansprechend halten. Wichtig bleibt- um bezahlbare Mieten zu garantieren, im innenstädtischen Bereich einen Branchenmix zu erzeugen, der aus Handel im Erdgeschoss, Büro/-Dienstleistung im 1.OG und hierüber Wohnungen besteht. nur ein solcher stellt ein langfristig festes Fundament für einen Investor dar - doch wird dies zu selten beherzigt(wiener platz,envia gebäude am HBF, erweiterung altmarkt galerie etc.)
Positiv heraus zuheben bleibt unter vielen Neubebauungen der Neumarkt - welcher sich meines Erachtens nach Vollendung festigen wird!!! greg

Anonym hat gesagt…

@greg
Schöner Kommentar der hoffen lässt.
Das Konzept zum Schützenplatz mit den kleinen Parzellen stammt im übrigen ebenfalls von K+L. Kann man ja der Vollständigkeit halber auch mal erwähnen.
Einen Entwicklungsplan für die innere Neustadt gibt es schon länger. Da sind ebenfalls viele kleinere Parzellen und Flächen für Wohnungsbau vorgesehen. Auch ein weiterer Platz nördlich vom Jägerhof ist da geplant..

Anonym hat gesagt…

Was läuft denn da? Man kann ja fast schon Vetternwirtschaft annehmen? überall nur noch Knerer&Lang, Knerer&Lang, Knerer&Lang, ...

Anscheinend haben wir keine besseren Architekten.

Anonym hat gesagt…

Ziemlich dummer Kommentar..
es spricht einiges dafür, sich mit den Leuten zu beschäftigen, die man kritisiert..
alles andere ist sinnlos und unsachlich

Anonym hat gesagt…

Mir wäre es lieber die Herrschaften würden sich mit Dresden mal eher auseinandersetzen. Wenngleich beschäftigt man sich als Bürger der Stadt lieber mit dem was die Architekten erschaffen bzw. fabrizieren und nicht ob sie Hundebesitzer sind oder gerne Spinat essen um darin Gründe zu suchen, warum sie der schlichten Globigkeit anhängen. DAS halte ich für sinnlos.

Anonym hat gesagt…

Greg, wenn du Stadtplaner bist, komm nach Dresden! :D

Ich vergleiche mal mit der Stadt, in der ich wohne. Überall niedrige Bauten anstatt solcher Plattenbauten und alles ist voll mit vielen Bevölkerungsschichten und das Leben pulsiert. Und teuer ist es auch nicht immer. Bin momentan auf Wohnungssuche und habe auch so Sachen wie 800€/Monat warm mitten in der Alstadt vorgefunden. Wäre in Dresden viel mehr historisches Zeugs vorhanden, wäre der Neumarkt auch weniger teuer, denn dann wäre überall viel mehr von diesem Angebot und die Preise würden etwas runter gehen, was wiederum viel breiteres Publikum ansprechen würde. Viola, Platz für die Leute, die in den Plattennestern hausen. Das mit dem Verkehr ist Blödsinn, die Plattenbauler fahren auch mitm Auto zum Einkaufen in den Elbepark etc., weil "um die Ecke" nur der gleiche Plattenbau vorzufinden ist (oder der nächste), der mit nichts weiter als Wohnungen vollgestopft ist. Hier in Düsseldorf hast du dank Kleinteiligkeit fast in jeder Strasse kleine Supermärkte, Restaurants, Imbisse, Banken, Drogeriemärkte etc, alles zu Fuss erreichbar dank Kleinteiligkeit. Ich wohnte selbst in Plattenbausiedlungen und dort bin ich mehr Auto gefahren, um mir alltägliches zu besorgen, als hier, garantiert!

Carlo Wedekind hat gesagt…

Der Blick von der Dreikönigskirche ist einerseits schön, andererseits sehr ernüchternd - insbesondere wenn man in Richtung Johannstadt schaut. Ich hoffe sehr, dass die Stadt eine Perspektive entwickelt, diese faden Plattenbausiedlungen irgendwann einmal zurückzubauen oder ganz abzureissen. Platz für alternative innerstädtische Bauprojekte hat die Stadt zur Genüge!

PS: Um wirklich eine der schönsten Städte zu werden, muss dies einfach geschehen!