Dienstag, 20. April 2010

Altmarkt 7

Ergänzende Ansichten vom Neubau Altmarkt 7:










Kommentare:

Carlo Wedekind hat gesagt…

Sparkassenarchitektur der 90er Jahre. Bis auf das "edle" Aussenfassadenmaterial Sandstein hat das Gebäude nichts zu bieten außer das es einen Raum füllt.

PeterBln hat gesagt…

Kann echt nicht wahr sein, wie die diese Stadt mehr und mehr verhunzen.....unglaublich!

PeterBln hat gesagt…

PS:
Architekt Pfau sollte sich in Grund un Boden schämen! Der ist nämlichj ausgerechnet noch "echter Dresdner"....wenn schon die Dresdner selber ihre Stadt so brutal missachten und gewaltsam verhunzen, dann kann dieser Stadt wohl niemand mehr helfen! Sehr traurig !!!!!!

Anonym hat gesagt…

Das wollten ja die Herrschaften. Nun haben Sie es. Grandios verhunzt.

Thomas hat gesagt…

Aus dem Blinkwinkel der Kreuzgasse bemerkt man leider wieder einmal die Unfähigkeit der heutigen städtebaulichen Gestaltung. Im Historismus hätte hier ein schöner Kopfbau das Ende der Gasse gesäumt, und hätte ZUSÄTZLICH auch die Altmarktseite schön wirken lassen. (da bin ich mir relativ sicher). Der Komplex wirkt völlig deplaziert und erinnert an westdeutsche (wiederaufgebaute) Städte, wo alles größtenteils irgendwie nicht passt! Schade!

Anonym hat gesagt…

Man kann wütend werden wenn man solch einen Mist sieht!
Plump, billig-wirkend, kastenhaft, häßlich!
Aber eben wirtschaftlich...
Bitte schnell abreißen oder mit Grafitti auf den rechten Platz verweisen.

Anonym hat gesagt…

Ich möchte gern mal all die Kritiker fragen was für euch gute Architektur ist? Puppenstübchenarchitektur ala Neumarkt? Dieses Gebäude ist modern, edel, zeitgemäss und zurückhaltend. Ein wenig VW-Design, nicht aufregend aber zeitlos und wesentlich schöner als anderen bisher entstandenen Projekte am Altmarkt! Würde gern wissen wo die gleichen Kritiker waren als z.B. die Centrum Galerie, Dorint Hotel, Prager Spitze, Riegel Taschenbergpalais usw usw entstanden sind? Das ist billigste Abschreibungsarchitektur aber komischerweise hielten sich da die Kritiker bei allen diesen Projekten sehr zurück. Und vielleicht sollten die Kritiker mal über den Dresdner Tellerrand schauen was in anderen deutschen Städten als gute Architekur verkauft wird. Ich glaube so gesehen können die Dresdner mit vielen Neubauten sehr zufrieden sein! Und noch etwas. Wenn es mal gute Entwürfe gibt die nicht in ein Schema passen schreien ebenfalls die gleichen Kritiker: Hier will sich wieder ein Architekt verwirklichen der sich wenig um die Anpassung an vorhandene Bausubstanz kümmert usw... Egal wie und was gebaut wird. Es wird gemeckert und genörgelt ohne Ende. Das ist leider auch typisch Dresden.
Grüsse eines Ex-Dresdners der in einer absolut hässlichen westdeutschen Stadt lebt.

Rolf hat gesagt…

Das hat keinen Zweck mit diesen Leuten sachlich zu diskutieren! Die sind nicht interessiert - die wissen schon alles. Natürlich darf jeder seine Meinung sagen.
Aber jemandem der nur meckert wird man auch nicht zuhören. Die Art der Argumentation lässt keine ernsthafte Auseinandersetzung zu. Das braucht noch viele Jahre, nicht nur in Dresden! Die Verunsicherung und Suche nach Identität ist groß, da greift man gerne zu einfachen Argumenten, wie in der Politik.
Rolf / DD

Anonym hat gesagt…

Die letzten beiden Meinungen kann ich nicht teilen.
Diesen Klotz kann man nicht schönreden, er ist unzeitgemäß, tatsächlich häßlich und unterliegt in jeder Hinsicht dem Minimalprinzip (außer seiner Größe). Gewiß geht es noch schlimmer - aber soll man sich stets am Niedrigeren orientieren? Das ist irgendwie typisch neudeutsch!

PeterBln hat gesagt…

Achtung - wenn Ihr diese Terminologie hier lest:

"Puppenstübchenarchitektur ala Neumarkt? Dieses Gebäude ist modern, edel, zeitgemäss und zurückhaltend"


und ähnliche Propaganda die den Anschein einer "Privatmeinung" erwecken soll, dann dann dürft ihr davon ausgehen dass es sich hier um Architekturstudenten, Praktikanten bei Knerer & Lang oder sonstige Autoren handelt die im Auftrage der Baulobby billige Agitation betreiben.

Es ist nachgewiesen dass dies geschieht - Herr Kulke von der GHND hat ja den Agitator Matthias Horst (auch noch Vorstand der Architektenkammer Sachsen) dabei in Flagranti erwischt und enttarnt. (Siehe GHND News Website). Matthias Horst, der mit dieser unehrlichen Methode pro-Kubus Agitation betreibt (anstatt sich die Frage zu stellen warum die Bevölkerung seine Ekel-Architektur ablehnt) wohnt übrigens im ......ihr wisst schon.

:D

(Antonstraße /Neustadt: unzerstörtes Altbauviertel www.horst-architekten.de/).

Aber nun zurück zur Propaganda. Ein Beispiel:

Typisches Merkmal der Propaganda ist Diffamierung des Gegners , in der Architektenpropaganda im Konkreten: "Puppenstuben", "Disneyland", "Angst vor dem Neuen". Kennen wir alles zu Genüge, es wird langweilig. Ziel der o.g. Puppenstuben-Terminologie:

Der Gegner wird als dumm, albern und ängstlich dargestellt ("Angst vor dem Neuen"). Dass jede Sache, egal welche, irgendwann einmal neu war, muss nicht näher betrachtet werden. Was Disneyland betrifft: Ein kommerzieller Freizeitpark in den USA , hat mit Öffentlichen Angelegenheiten (Stadtplanung) einer Sächischen Residenzstadt herzlich wenig zu tun. Und auch das Argument, alles was kleiner sei als ein gigantischer Klotz sei automatisch eine "Puppenstube", ist natürlich völliger Blödsinn: Dann wären selbst die historischen Zentren von London, Paris, Amsterdam etc. allesamt Kinderstädte.

Also, liebe Freunde: Achtet genau auf die Terminologie der Anti-Dresden Hetzer. Sie sind relativ leicht zu entlarven. Die Gründe für die Propaganda ist einfach: während ihr die Rückkehr zu Schönheit und Menschlichkeit in der Baukunst im Sinne habt, und die Gestaltung Eurer Stadt, hat die Baulobby nichts von alledem im Sinne: ihr alleiniges Ziel ist es, sich selbst die Taschen zu füllen, auf Kosten der Allgemeinheit. Wir Bürger? Wir stören die hohen Herren da doch nur beim sich-bereichern.

Warum eigentlich hässliche Architektur? Ganz einfach:

Die Herren Baulobbiysten, raffgierigen Manager und Spekulanten sitzen allesamt, wie z.B. Herr Nettekoven, in wunderschönen Stuckvillen im Rheintal - so ist es ihnen ziemlich egal, wie verschandelt das Elbtal aussieht.

Anonym hat gesagt…

Zitat "...und ähnliche Propaganda die den Anschein einer "Privatmeinung" erwecken soll, dann dann dürft ihr davon ausgehen dass es sich hier um Architekturstudenten, Praktikanten bei Knerer & Lang oder sonstige Autoren handelt die im Auftrage der Baulobby billige Agitation betreiben."

Haben Sie sich eigentlich schonmal auf Verfolgungswahn untersuchen lassen? Hier geht es um Architektur nicht um Leben und Tod. Wenn man ihr Hasstiraden hier zu beinahe allen Beiträgen ließt muss man von ausgehen, dass ihnen das nicht mehr ganz klar zu sein scheint.

lorenz hat gesagt…

Merke: Obacht bei der Wortwahl! "Agitation", "Propaganda" und "Hetze" in einem Beitrag... wow!
Diese Worte im Kontext haben erst dazu geführt, daß Dresden wieder aufgebaut werden muss.

Luik hat gesagt…

@Anonym
Das ist alles nur Satire und Kasperletheater! PeterBln meint das eigentlich gar nicht so... Er sucht halt jemanden den er ärgern kann und freut sich, wenn ihm jemand auf den Leim geht! Das hat schon geklappt in diversen Foren wie z.B. "TourDresden", "GHND" und "Architectura Pro Homine" und jetzt versucht er es eben hier...

Carlo Wedekind hat gesagt…

Man kann mit dem Gebäude trotzdem leben.

vitruv hat gesagt…

Das Gebäude ist vermutlich das Maximum, was die Architekten entwerfen konnten. Die "Nase" ist gestalterisch wirklich der Tiefpunkt, da passt NICHTS. Warum das Flachdach??? In der gesamten Umgebung gibt es kein Flachdach. Warum diese "klaren Linien"? Das drückt doch nicht als kreative Armut aus. Ich würde dem Bau eine 3- geben.

Anonym hat gesagt…

Lebt, Arbeitet, seit Rentner oder Arbeitslose in Dresden und wenn es auch nicht passt dann zieht halt nach Görlitz oder was weiß ich wohin!

Aber nervt nicht weiter rum! Egal ob gut oder schlecht. Wem es nicht passt ist nich gezwungen in Dresden zu bleiben.

PUNKT!

Stefanius hat gesagt…

wenn jemandem etwas nich passt, engagiert er sich. Es ist die geistlose Passivität von Leuten wie meinem Vorredner, welche das Land langsam vor die Hunde gehen lässt.

Punkt!!

Darki hat gesagt…

Genauso ist es Stefanius, wohin blinde Obrigkeitshörigkeit führt, hat die Geschichte bewiesen.

Was soll die Flucht nach Görlitz bewirken? Dass man in Dresden wieder Ruhe hat? Mein Gott, diese Stadt scheint ja noch provinzieller zu sein als ein Dorfkaff. Ich hatte vor einiger Zeit mal ein Zitat aufgeschnappt, was hier so wunderbar passt: "Nichts ist provinzieller als um Gottes Willen bloß nicht provinziell wirken zu wollen."

Na dann Dresden...werde ein neues Bielefeld, wenn du meinst, dass es dich weiter bringt, aber wundere dich nicht...wenn dich Städte wie Leipzig abhängen.

Ad Bilder: Diese Nase ist absolut misslungen. Die Ansicht von der Kreuzgasse ist ein Armutszeugnis. Sie bildet keinen Abschluss der Gasse, sondern "glotzt" zur Hälfte unbeholfen und keinerlei bezugnehmend in sie hinein.
Wenn ich auch zum restlichen Bau noch positive Punkte fand, hier finde ich keine.

Gruß von einem NICHT-Renter (24 Jahre)

Bernd hat gesagt…

Es ist eine traurige "Streiterei" - diese negativen und weltverschwörerischen Theorien, von wegen alles moderne ist Böse hat uns Dresdnern einen ambitionierten und guten Entwurf im Versuch des Wiederaufbaues der Stadt gekostet, das Neue Gewandhaus. So wird es Dresdens Innenstadt schwer haben ein lebendiges Zentrum zu werden.
Bernd, Dresden

Anonym hat gesagt…

Gewandhaus - gut?! Vielleicht, aber dann bitte im Elbepark wo es hinpasst und nicht am Neumarkt, wo es der Elefant im Porzellanladen waere.

Luik hat gesagt…

@Darki
"Na dann Dresden...werde ein neues Bielefeld, wenn du meinst, dass es dich weiter bringt, aber wundere dich nicht...wenn dich Städte wie Leipzig abhängen."

Vorsicht mit solchen Aussagen! Rede nicht schlecht von Städten, die du vielleicht gar nicht so gut kennst!

Darki hat gesagt…

Lieber Luik, ich habe Bekannte da...sorge dich also nicht darum, welche Städte ich kenne und welche nicht.

Viele Grüße

Luik hat gesagt…

@Darki
Nun, ich will Bielefeld auch nicht auf eine Stufe stellen mit Dresden, dazu sind die Städt historisch einfach zu verschieden! Aber man muss doch sagen, dass Bielefeld durchaus seine Qualitäten hat und besser als sein Ruf ist...

qwertz hat gesagt…

Ziemlich polarisierende Meinungen hier. Egal welcher Anschauung man ist muss man doch zugeben, dass dieses Ergebnis äußerst unbefriedigend und ohne jede Inspiration ist. Sicherlich hätten hier wenige etwas gegen herausragende moderne Architektur gehabt. Um bei den Städte-Metaphern zu bleiben: Pforzheim trifft es eher

PeterBln hat gesagt…

Aber nervt nicht weiter rum! Egal ob gut oder schlecht. Wem es nicht passt ist nich gezwungen in Dresden zu bleiben. PUNKT!

Dass hier jemand gewaltig etwas gegen demokratische Debatten hat - die notwendig sind in einer Demokratie - ist offensichtlich. Aber ich stelle mir die Frage, wie kommt es dass jemand eine Bausünde vehement verteidigt und sogar so weit geht, die Kritiker aus Desden fortschicken wollen? "Egal ob gut oder schlecht", wie darf man das verstehen? Es ist egal wie gebaut wird, man hat es gefälligst hinzunehmen was Politiker einem vorsetzen, und wem es nicht passt, soll die Stadt verlassen? Entschuldigung?

Eine solche innere Einstellung ist nicht nur äußerst seltsam - man muss sich vor allem fragen, welche Ursachen sie hat. Wer profitiert davon, dass Spekulanten, Konzerne und Baulobby uns Klötze und Kuben vor unsere Nase knallen kann, wie sie will?

Anonym hat gesagt…

bääääääääääääääh, Plattenbauwand reloadet.

PS: PeterBLN hat volkommen recht.

vitruv hat gesagt…

Die Nase steht dort so "cool", dass es einen fast fröstelt. Das ist steingewordene Prüderie, Selbstverzicht auf alle Sinnlichkeit. Was Herr Freud den Architekten wohl attestiert hätte.

Steinlaus hat gesagt…

Typisches Mittelmaß: passt irgendwie in die Umgebung, aber ansonsten wenig inspiriert.

Pollock hat gesagt…

Die Architekten für die hier so genannten „Bausünden“ zu verdammen ist meines Erachtens oberflächlich und trifft nicht den Kern des Problems. Richtig ist, – und da sind sich hier vermutlich sowohl die Liebhaber des nachgebauten „Alten Dresdens“ [das ja nun mal nicht das alte Dresden ist, so gern man sich das einreden möchte], als auch die Befürworter einer zeitgemäßen Baukultur [wie immer diese subjektiv interpretiert werden möchte] einig – dass die Mehrzahl der aktuellen Bauvorhaben in der Dresdner Innenstadt keinen Gestaltungspreis verdient. Vieles ist banal und beliebig, schlechte Architektur ist es damit allerdings noch nicht.

Wer den finanziellen Rahmen beim Bau eines Hotels mit der nh-Kette als Anker-Mieter kennt, der weiß, dass dieser schlicht und ergreifend keine aufwändigere Architektur ermöglicht, das Gesamtimmobilienkonzept konnte daher einem so neuralgischen Ort wie dem Altmarkt im Grunde nicht gerecht werden.

Womit ich mich persönliche (schon seit Jahren – nicht nur bei diesem Projekt…) frage, welche Strategie die Stadt verfolgt, wenn sie ein um das andere Bauvorhaben [Kugelhaus, Erweiterung der Altmarktgalerie, Wiener Platz – Bebauung, Hotelbau gegenüber des Japanischen Palais und nun den Hotelbau am Wiener Platz] genehmigt, ohne ein schlüssiges Gesamtkonzept für die City zu haben. Die Innenstadt wird „irgendwie“ verdichtet / restauriert, aber im Grunde wird genommen, was man kriegen kann; die ECE möchte erweitern, und niemand besitzt offensichtlich das Rückrat, diese Erweiterung an eine gestalterische Mindestqualität zu knüpfen, geschweige denn zu erörtern, ob die Aufenthaltsqualität nicht leiden wird, wenn an jeder Ecke das gleiche Filialisten-Einerlei zu finden ist.
Ähnliches [klar, das ist nur eine Mutmaßung] stelle ich mir am Altmarkt vor: da kam nach Jahren des Stillstandes ein Investor mit der nh-Kette im Schlepptau und mangels Alternative und damit endlich was passiert nimmt man halt den Spatz in der Hand.

Klar ist, dass in der Stadt gebaut werden muss, nicht nur, weil tatsächlich Bedarf da ist, sondern damit die Baubranche nicht noch drastischere Einschnitte hinnehmen muss – diese Verantwortung hat die Stadt. Die Stadt hat aber mehr noch die Verantwortung, die urbane Qualität zu erhalten und zu entwickeln, dafür muss sie Visionen fördern, damit Investoren auch den Glauben haben [denn darum geht es in dieser Branche…], ihr Geld in einen zukunftsfähigen Standort zu investieren.

Die bessere Architektur kommt dann [meistens] von selbst, den Architekten muss nur auch ein Minimum an gestalterischer Freiheit ermöglicht werden.

PeterBln hat gesagt…

@Pollock

Sorry, ich habe nach 3 Sätzen aufgehört Ihren Unsinn zu lesen, ich bekam nur das hier mit:

- Architekten können nichts für ihre Gebäude, andere sind schuld (Im Stadtplanungsamt sitzen auch Architekten, schon gemerkt?)

- Architekten werden von undefinierbaren bösen Mächten in Schranken gezwängt und brauchen einfach mehr Freiheit (d.h. man sollte "modernen" Architekten noch mehr Chancen geben ihren Quatsch und sich selber zu verwirklichen, ohne Rücksicht auf das Nachbargebäude), dann klappt alles schon.

- Rekonstruktionen sind nur "nachgebaut", d.h. irgendwie was für Doofies oder Nostalgiker, nicht für Intellektuelle Heroische Menschen (vermutl. Architekten?) wie Sie.

- Wieder mal ist von "Liebhabern des "Alten" Dresdens die Rede, wenn damit eigentlich lediglich das gemeint ist was typisch für Dresden ist und immer war. Die mythische Einteilung der Welt in gut und böse: in "altes" (d.h. böses) Dresden und in "neues" (d.h. Kuben und Kisten, also "gutes" )Dresden.

Seltsamerweise ist nie von "altem" Paris oder "altem" London die Rede, obwohl dort noch viel mehr von der "bösen bösen alten" architektur steht als die drei, vier Gässchen am Neumarkt? Ja, und die ist dort sogar "echt", keine bösen Rekonstruktionen. Aber wieso werden Prag-, Brüssel-Venedig-, Rom-,Paris-fans etc. nicht als "olle Spießer & Nostalgiker" diffamiert die sich nur reaktionären, unmodernen verstauben Krempel ansehen wollen? Mir scheint eher, dass es hier gar nicht um "alt und neu" geht, sondern das mit diesem "gut/böse"- Unsinn von bestimmten Lobby-Interessen versucht wird, den Einfluss des starken Bürgerengagement auf das Baugeschehen in Dresden systematisch zu schwächen und zu blockieren. Gott sei dank hat die GHND eine sehr starke Stellung in Dresden, und die Propaganda der Bauylobby nur mäßigen Erfolg.

PeterBln hat gesagt…

2)
Herr Pollock:

Die Menschen in Dresden haben sich für den Wiederaufbau entschieden, Herr Pollock - nicht dafür, den Herren grössenwahnsinnigen Architekten eine Spielweise für einen Themenpark "gescheiterte Architektur-Experimente" bereitzustellen. Dafür ist mir, und vielen anderen Menschen auch, unser Stadtraum zu schade.

"Moderne" Architekten haben mehr als genug Chancen gehabt in über 60 Jahren seit der Zerstörung, das Versprechen ihrer damaligen "vorwärtsgewandten" Auftraggeber "Dresden schöner denn je" wahr zu machen. Welch ein abgrundtiefes Armutszeugnis für Architekten der "moderne" Wiederaufbau ist, das brauchen wir nicht lange zu thematisieren - ich empfehle Ihnen einen kurzen Blick in die Freiberger Strasse. Sorry - das Vertrauen der Menschen in Architekten und ihre großmäuligen, arroganten aber leeren Versprechen wurde immer und immer wieder aufs neue nicht nur enttäuscht, sondern, Herr Pollock: missbraucht. Jüngstes Beispiel: Wilsdruffer Kubus, ECE-Verhässlichung der Wilsdruffer, und über das Hanswurst-Haus von Herrn Pfau kann man ja fast noch froh sein. Und sagen Sie bitte nicht, um beim Bsp. ECE zu bleiben, nur die Firma ECE sei schuld an der hässlichen Schund-Architektur. Schauen Sie: ECE hat einen Architekten, welcher plant und "kreativ" ist. Investoren können nur das bauen, was Architekten ihnen anbieten. Viel anzubieten haben sie leider nichts: Computerkenntnisse, Kenntnisse rechter Winkel und Grundform des Kubus, viele kluge intellektuelle "Vorwärts"-Worte, und das war's.
Wenn der Schund-Architekt für die unfähige ECE nichts für sein Gebäude kann, dann kann logischerweise auch Knerer & Lang nichts für ihren Dreck in der Hauptstrasse, und nur Herr Nettekoven ist schuld. Sorry - das ist ja absurd.

Seltsamerweise gab es vor 100 Jahren auch Bauherren und Architekten, auch damals konnte man theoretisch behaupten "nur Bauherr ist schuld - der Architekt kann rein gar nichts für seinen Schund". Aber die Gründerzeitarchitetkur erfreut sich noch heute einer solchen Beliebtheit, dass Szeneviertel, Kultur und Leben sich stets in Gründerzeitviertel wenn nicht gar "Puppenstuben"-Viertel entwickeln. Irgendwie sollten sie nicht nur jammern, Herr Pollock, dass alle Welt so böse böse zu den völlig unschuldigen (wo doch so hervorragend bauenden) Architekten, ist, sonder sich einfach mal fragen: Warum wird der Müll von Knerer & Lang, Pfau und Konsorten rigoros abgelehnt? Wahre Kunst braucht keinen gesponsorten Applaudeur und kein staatlich verordnetes Klatschen. Einfach mal sich selber fragen, warum der Beifall ausbleibt und der Herr "unschuldige" Architekt nur Buh-rufe bekommt für seinen Egozentriktrip.

Tipp: der Herr Architekt sollte sich einfach mal anschauen, wo er selber wohnt - und sich dann einfach mal fragen, ob anderen Menschen vielleicht nicht sehr ähnliche Bedürfnisse haben wie er selber? Einfach mal nachdenken, Augen aufmachen und aufhören sich selber zu belügen - dann wäre schon viel erreicht.

In diesem Sinne.

vitruv hat gesagt…

Vor "Puppenstübchearchitektur" warnen in der Regel die, die unseren Widerstand gegen die Kästen lockern wollen. Damit werden insbesondere Laien eingeschüchtert, die dann glauben, dass Experten den "geschulten" Blick haben.
Ich plädiere für ein selbstbewusstes Laientum, das sich seiner Überzeugungen bewusst ist. Außerdem hätte ich lieber eine Puppenstube als ein Stahl-Glas-Konglomerat.

Anonym hat gesagt…

Wer stoppt endlich diese Militanten wie PeterBln der keinerlei andere Meinung akzeptieren kann als nur die eigene(wahrscheinlich richtige)? Jeder kann seine Meinung äussern aber bitte auf einem sachlichen Niveau! Oder sind sie es persönlich Hr. Kulke der unter dem Synonym PeterBln auftritt?

Darki hat gesagt…

Viel schlimmer finde ich dieses penetrante anonyme Posten. Sind Sie des Lesens nicht mächtig? Der Inhaber dieses Blogs bittet die Kommentatoren doch inständig ebendies NICHT zu zun. Auch das ist eine Form von Respekt.

Anonym hat gesagt…

was bringt es unter einem fiktiven Namen zu posten Hr oder Fr Darki? Nichts. ist doch egal ob anonym oder Batman, Darth Vader oder eben PeterBln... hier schreibt ja sowieso keiner seinen richtigen Namen. Ist ja auch völlig egal solange es anständig zugeht. meine Meinung....

Pollock hat gesagt…

@Anonym [und da hätten wir dann das Problem]
Grundsätzlich ist es natürlich richtig, dass ein Pseudonym genauso anonym ist, wie anoynm zu posten, jedoch erleichtert ein Name das Adressieren von Kommentaren, und das ist - gerade bei der hiesigen Debatte - meines Erachtens durchaus von Nutzen...

Anonym hat gesagt…

Schreibt doch z.B. einfach "@Anonym 12:12 Uhr" wenn ein spezieller Beitrag ohne Namen gemeint ist. So schwer ist das doch nicht und die wahrscheinlichkeit, dass jemand exakt zur selben Uhrzeit am naechsten Tag wieder anonym schreibt ist gering. Und wenn doch, einfach das Datum dazu schreiben.
Viele Gruesse, anonym

Edwin hat gesagt…

@Pollock: Danke für den differenzierten Beitrag, eine Seltenheit in den Kommentaren hier.

Dass PeterBln darauf wieder nur mit Schaum vorm Mund reagieren kann ("großmäulig, arrogant, Schund, Dreck, etc.pp.") ist ja nun nichts neues mehr.

Darki hat gesagt…

PeterBln mag deutlich über das Ziel hinausschießen...mit seinen Kernaussagen trifft er aber den wunden Punkt oder besser die wunden PunktE(!)

Anonym hat gesagt…

@Pollock 23:54
Ich finde ihren Kommentar ziemlich treffend, kann aber auch die Gedanken von PeterBln nachvollziehen. Ich glaube schlussendlich muss man den Finger jedoch in der Tat in Richtung Stadtverwaltung zeigen, denn hier haette man mit klaren Vorgaben vor dem Verkauf der Grundstuecke an Investoren gleich verhindern koennen, dass sich hier Investoren einkaufen, die nicht den finanziellen Spielraum und/oder Willen haben, mehr als banale Architektur zu finanzieren.

Diese Mindestanforderungen den Kaeufern nicht vorzugeben fuehrt dann meines Erachtens nach zwangslaeufig - aufgrund (oft kurzsichtigen) unternehmerischen Handelns - dazu, dass Architekturbueros zum Zuge kommen, die ausser banalen Kuben zum Billigpreis eben nichts auf die Reihe bringen. Anders herum gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit geeignetem Kleingeld und Willen nicht in der Lage sein soll, irgendwo auf der Welt einen Architekten zu finden, der anspruchsvolle und der Umgebung angemessene neue Gebaeude entwerfen kann.

Anonym hat gesagt…

Nachtrag zu 17:25
In der Schlussfolgerung heisst das also, dass man durchaus auch heute anspruchsvoll bauen koennte, denn einen faehigen Architekten wird man immer irgendwo auftreiben koennen. Daran liegt es nicht.

Woran es meines Erachtens nach liegt, ist dass die Dresdner Buerger sich mit diesem belanglosen Bauten zufrieden geben und nicht mehr fordern. Dadurch wird (mit den wenigsten Ausnahmen) kein Investor freiwillig mehr Geld fuer gute Architektur investieren, wenn billige Bauten schon 95% des Ziels erreichen. Ebenso wird bei der Stadtverwaltung niemand den politischen Druck der Buerger spueren, mehr Qualitaet einzufordern.

Das ist schlussendlich das Problem von Dresden: Die grosse Masse der Leute gibt sich zu schnell mit banalitaeten zufrieden anstatt Architektur von (Welt-)Niveau einzufordern. Woran das liegt weiss ich nicht, aber ich finde es ist deutlich zu sehen.

Johannes hat gesagt…

Ich finde den Bau ganz ok. Er passt hier gut zum Umfeld, wenn ich auch glaube, dass der Altmarkt, wäre er nicht zerstört worden, heute schöner wäre. Gut gefallen mir: das rote Dach, der recht freundliche, helle Sandstein und eine recht schöne Fassadengliederung. Potential sehe ich noch bei der Fassadenoberfläche, die mir etwas kahl vorkommt. (und, auch wenn es hier nicht unmittelbar hingehört: Ich hoffe, dass am Neumarkt, wo die Situation meines Erachtens anders ist als am Altmarkt, die Gewandhausfläche unbebaut bleibt und die historische Ladenzeile von Gottfried Semper wieder hergestellt wird.)

THE WOERTH hat gesagt…

Anstrengend das alles...

Ich möchte daher nur noch mal dafür plädieren, anonyme Beiträge zu verbieten, da die freiwillige Selbstregulierung, wie üblich, nicht funktioniert. Ich möchte wissen, mit welchem Nicknamen ich kommuniziere - dieser hat schließlich auch eine "Beitrags-Vergangenheit", so daß man Ansichten und Auftreten der jeweilige Person im Laufe der Zeit einschätzen und dies in der Kommunikation berücksichtigen kann. Am besten wäre ja eine notwendige Registrierung, bevor man Beiträge verfassen kann.

Grüße von einem alten Bekannten, der hier noch keinen einzigen anonymnen Beitrag verfasst und daher sicherlich inzwischen "seinen Ruf weg hat".