Freitag, 2. April 2010

Bauschild Quartier VIII | Swissotel

Bautafel mit den Visualisierungen vom zukünftigen Quartier VIII an der Schloßstraße/Ecke Sporergasse.
Hier kann man einen virtuellen Rundgang durch das zukünftige Quartier machen (Linktip von Pictura Urbana)








Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Herrliche Baukunst! Wenn doch nur nicht ständig dieser Modernistenquatsch dazwischen wär. Wahrscheinlich wird der fertige Neumarkt irgendwann unter Denkmalschutz gestellt, als Zeichen einer Epoche der Verbindung von Rekonstruktion und Moderne, sodass man die missglückten Bauten nicht so einfach ersetzen können wird. Nichts ist undenkbar...

Pictura Urbana hat gesagt…

Wer es noch nicth kennt, sollte sich mal den virtuellen Rundgang anschauen:
http://www.youtube.com/watch?v=SuJFpkGuGNo

Anonym hat gesagt…

Ein wunderschönes Quartier ensteht hier!!! Mit dem modernen Teil des Löwenhofes kann man meiner Meinung nach sehr gut leben. Hier harmoniert das Zusammenspiel der verschiedenen Stilepochen wunderbar, mit dem Punkt, dass sich die Moderen hier zurücknimmt und daher ästhetischer daherkommt.

Minuspunkt des ganzen Quartiers ist der Eckbau des ehemaligen Zehmschen Hauses. Was sich der Architekt dachte erschließt sich mir def. nicht! Moderne Neuintepretation? Nein Danke!
Eines der besten modernen Häuser am Neumarkt könnte der Entwurf von Heike Böttcher werden. Gerade hier hat man nach dem schlechten Entwurf im Quartier III mit dem schlimmsten gerechnet. Hier gefällt vorallem der Mut zum Ornament! Mehr davon!

Der Eckbau Sporergasse/Schloßstraße stellt wieder das typische "Neumarkt-Kompromiss Ding dar, frei nach dem Motto "wir müssen unbedingt was hippes Moderenes mit reinbringen". Hier bleibt zu hoffen, dass die Fassade im Laufe der Jahre nachgebessert wird! Das wirkt zu veraltet und langweilig. Gerade an dieser Ecke wäre der Böttcher Bau interessant gewesen.

Ansonsten Danke Herr Dietze Baywobau für dieses traumhafte Quartier!!!! Es wird die Stadt ungemein bereichern!

Thomas

Mirko P. hat gesagt…

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen.
Dieses Quartier kann zu einem wahren Schmuckstück werden. Auch ich finde die modernen Elemente teilweise recht gelungen. Mann kann auf alle Fälle damit leben.
Leider ist auf der Bautafel nur vom Schloßhotel die Rede. Was wird eigentlich mit dem Löwenhof? Verzögert sich hier der Baubeginn oder wird da noch ein eigenes Schild aufgestellt?

PeterBerlin hat gesagt…

Für mich ist eigentlich beinah ein Traum wahrgeworden: Überlegt Euch doch bitte mal, fast das gesamte Viertel zwischen Zwinger im Westen, Wilsdruffer im Süden und Kurländer Palais im Osten wird in wenigen Jahren fast vollständig rekonstruiert sein. Die Bausünden am Neumarkt (Mussolini-Haus mit Ekelglasdach von Prisco, fragwürdige Glaswand von Dietze am "Juwel" etc.) sind rein fläschenmäßig minimal. Über 90 prozent des Neumarkts sind traumhaft.

Und was dieses Projekt betrifft: Das ist die fehlende Verbindung zwischen historischem Stadtkern West (Zwinger/Schloss etc.) und historischen Stadtkern Ost (Neumarkt/Frauenkirche/Cosel/Kurländer).
Es werden auch hier einige ganze Strassenzüge völlig neu erstehen. Ich muss sagen, bis auf eine einzige Fassade finde ich alle gut bzw. mindestens akzeptabel. Was ich allerdings scheusslich finde, sind diese primitiven Strichcode-fenster, sieht aus wie ein Kassenbon. Was soll das darstellen, eine Hommage an den Überwachungsstaat? New World Order am Neumarkt? Ausserdem, auf diesen Bildern nicht zu sehen: einen Dietze'schen Hinterhof finde ich reichlich seltsam, dort schliesst sich eine schöne Bürgerhausfassade unmittelbar an einen äussert bizarren Bauhaus-Hinterhof im 1920er Jahre Stil an. Ich habe im Prinzip nichts gegen Bauhaus wenn es gut gemacht ist (Bsp. Wörner + Partner in der Landhausstrasse oder Köckeritz/Salzgasse), aber diese riesigen Glasfenster und endlos-Balkone sehen äusserst merkwürdig aus, und macht Altstadt-flair an dieser Stelle ziemlich zunichte.

Sagen wir mal so: Mit einem hässlichen Beton-Hinterhof ohne Flair könnte ich noch leben, wir sind ja seit Prisco's Ruhrpott-Flair im 1970er-Stil bescheiden geworden, was die Hoffnung auf romantisch-schöne Hinterhöfe in der Dresdner Altstadt betrifft. Aber zumindest sieht man Prisco's High-Tech Stahl/Glas- Gestänge nicht vom Neumarkt aus, aber der bizarre Dietze-Hinterhof ist völlig offen zur Strasse hin und stört absolut, finde ich.

Ansonsten ist das Projekt auf jeden Fall zu begrüssen , aber ich hoffe dass Dietze hier noch zu einigen kleinen Änderungen bereit ist. Er müsste doch inzwischen selbst begriffen haben , dass schöne Architektur sich auch sehr viel besser verkauft als Bauhaus-Retro von der Stange.

Und noch was: Ich hoffe dass Dietze diesmal wissenschaftlich korrekt rekonstruiert, nicht mit Plaste und Fiberglas zwischen Betonplatten, wie bei der Salomonisapotheke. Ich persönlich kann zwar mit "falschen" Rekos gut leben (was wollen die Modernisten eigentlich? Rekos mit Plaste sind doch nichts weiter als "Rekos mit Mitteln unserer Zeit", also voll "Zeitgeist", oder?). Nur fürchte ich dass Herr Dr. Hertzig vermutlich im Dreieck springen wird wenn Dietze wieder einmal unsachgemäß mit Fiberglas und Plaste rekonstruiert.

Eines jedoch ist besonders schön: die Schlosstrasse wird wieder neu erstehen. Ich denke es wird ein völlig neues, ungewohntes Feeling sein, von Zwinger und Schloss kommend durch Altstadtstrassen zu gehen und bei der Frauenkirche wieder herauszukommen. All das haben wir der unermüdlichen Arbeit der GHND zu verdanken! Ein Hoch auf die GHND! Eine der besten Bürgerinitiativen die jemals existierten, und die unfähigen Politikern und geschmacksverirrten Investoren auf die Finger klopft - mit erstaunlichem Erfolg.

Dass der Neumarkt steht, ist alleine IHR Werk.
Unendlichen Dank, liebe GHND!

mit bestem Gruße

Darki hat gesagt…

Wie bereits vor einiger Zeit schon in diesem Blog von mir kundgetan, ein sehr lobenswertes Projekt mit einer hohen Anzahl von Rekonstruktionen. Schade ist leider auch hier wieder der Versuch das Gesamtergebnis durch im Grunde leicht zu behebende Kleinigkeiten zu verschlechtern. Allen voran der Neubau für das Zech'sche Haus. Die Strichcodefenster sind zwar nicht sonderlich schön, werden aber aus der Gasse heraus und auch vom Stallhof aus, so denke ich, kaum als störend wahrgenommen werden. Anders sieht es da schon bei diesem grauen (Sichtbeton???-)Dach aus. Dieses wird erheblich das Flair dieser Ecke einschränken. Ein rotes Ziegeldach wäre hier dringend nötig. Das Gleiche gilt für den anderen Neubau in der Schössergasse. Wieder muss man sich mit einem dunklen Dach hervortun, auch hier wären rote Ziegel eindeutig die bessere Wahl gewesen - ziemlich dumm, sich durch solche Kleinigkeiten das Ergebnis zu vermiesen. Insgesamt würde ich mir bei den modernen Füllbauten auch endlich mal Mut zur Farbe wünschen. Grau-Weiß-Schwarz kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Der Eckbau Sporergasse/Schlossstraße ist schon mal ein sehr guter Abweichler aus dieser Monotonie.

Grüße

Benny hat gesagt…

Hier entsteht wirklich was Großartiges! Aber wenn ich schon das Strichcodegebäude sehe könnte ich kotzen. Immer diese Sucht großartige Projekte zu verunstalten geht mir nicht in den Kopf rein.
Leicht bedauerlich finde ich den Eingang zum Löwenhof/Schössergasse, hier hätte ich mir die Hummelplanung sehr gut vorstellen können http://www.arte4d.de/Bilder/ghn/large/gal_ghnd_02.jpg

Aber mal davon abgesehen ist der Rest sehr gut gelungen, ich kann es kaum erwarten den fertigen Bau real zu sehen:)...mehr Information speziell zum Löwenhof gibt es hier http://www.cosmo-dresden.de/q8_2.2.html

Möge es mit dem Q7 auch schnell vorangehen, um dem Jüdenhof mit dem Dinglingerhaus ein festen Halt zu geben.

THE WOERTH hat gesagt…

Auch sämtliche Problempunkte dieses Quartiers gehen auf's Konto der in Dresden seit einem Jahrzehnt unbehelligt agierenden Gestaltungskommission. Ich bedanke mich auf's Neue recht herzlich bei diesen vier, fünf Leuten sowie bei den Dresdnern, die diese Gruppierung immer wieder durch ihr braves CDU-Wahlkreuzchen bestätigt haben (und dies auch weiterhin tun werden).

St´. Benno hat gesagt…

@The Worteh: 100% agree!!! Du hast aber noch das Stadtplanungsamt vergessen. Diese ganzen Leute sind der Sargnagel des komplett historischen Neumarkts! Das gute ist, noch so ein Ding können die sich nicht leisten. Dann bricht der Volkes Zorn aus!

Anonym hat gesagt…

Als eigentlich Konservativer muss ich konstatieren, dass die CDU Dresden für mich unwählbar ist!

Die Entscheidung zum Bau der Waldschlösschenbrücke, die langweilige Ausführung der Brücke, der damit einhergehende Verlust des UNESCO-Weltkulturerbetitels (ein für die Stadt teures Desaster!), die mangelnde Förderung wichtiger Kulturprojekte (Stichwort: Operette, Neubau Philharmonie) und scheinbar völlig unqualifiziertes oder sogar fehlendes "Baupersonal" (Stichwort: Altmarktgalerie, Hickhack Neumarkt und Hauptstrasse) bedrohen die großen Chancen der Stadt!!!

Wer jetzt noch das fehlende Geld in den Umbau eines Kulturpalastes pumpt, den so kein Wählender will, zeigt vollends, dass er kein Gespür für das hat, was Dresdner und die Touristen in dieser Stadt wollen.

Carlo Wedekind aus Hamburg

Ronny hat gesagt…

Hi,da muss ich Herrn Wedekind voll Recht geben,unnötige Gelder für z.B.:
Kulturpalast,Waldschlößchenbrücke,Altmarktbauten,wo die 50er-Jahrbauten der DDR dagegen gut aussehen.
Dann das Betondenkmal für die Sophienkirche u.s.w....
Mal sehen wie es auf der anderen Elbseite weitergeht...hoffentlich hat man aus den Baufehlern gelernt!

Gruß Ronny

Benny hat gesagt…

Das dümmste meiner Meinung nach was die Stadt in den Sand setzen wird ist der Abriss bzw. der Umbau des Kulturpalastes zur einer Passage mit Schlosstraßen "Leitbauten", nach Plänen der Sachsenbau. Lieber streitet man sich Jahre lang und erhält diesen Solitär und investiert sinnlose 40 Mio. Euro?!

Darki hat gesagt…

40 Mio. Euro? Das wäre schön...die Sanierung wird mind. 90 Mio Euro verschlingen!

Benny hat gesagt…

wer mal richtig kotzen will, der sollte sich unbedingt mal die einfallslosen, unkreativen und langweiligen Planungen (u.a. Strichcode Gebäude) des Q7 anschauen http://www.dresden.de/media/pdf/stadtplanung/Neumarkt_q_7_Expos___Werkstattverfahren_1.pdf

achja die Sachsenbau war halt nicht gut genug :p

C. hat gesagt…

@benny: den absoluten Bock schießen "Gustavs + Lungwitz GbR" und "Schulz und Schulz" (Wilsdruffer Kubus ab. Auf jeden Fall Danke für den PDF Tip!

Nochmals muß darauf hingewiesen werden, was die Gestaltungskommission für eine große Gefahr darstellt. Es war zumeist ein Klüngelhaufen aus dem Feßenmeyr-Dunstkreis aber trotzdem schätze ich ihre Bedrohung noch als sehr hoch ein!