Donnerstag, 8. April 2010

Baustelle Waldschlößchenbrücke










Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wenn schon eine Brücke sein mußte, warum keine schöne, da häte Dresden seinen Stolz beweißen können. Dieses Ding sieht aus wie eine Brücke der Bahn irgendwo hinter Riesa !

Mein Favorit:

http://archlab.de/projekte/historische_bauten/waldschloesschenbruecke_dresden_61/be_bruecke_01.html

Grüße, Rolf

ChriSGD hat gesagt…

Richtig, wie die Hafenbrücke Riesa, nur größer.
Rolf, dein Favorit hat ziemlich plumpe Füße, aber die Variante ist dennoch schöner als alle anderen des Workshops.

Ich habe vor zwei Jahren selber mal einen Entwurf gemacht:

http://www.region-dd.spacequadrat.de/Waldschloesschenbruecke/

Pictura Urbana hat gesagt…

Horst Uhlig (CDU) gerät beim Anblick sicher ins Verzücken.

http://picasaweb.google.com/PicturaUrbana/EineBruckeAphorismenDesHorstUhligCDU#

Annoyed to tears hat gesagt…

Leute, bitte nicht schon wieder. Langsam kommts mir echt zu den Ohren wieder raus.
Nein, auch ich bin kein Freund der Brücke, aber in den letzten 10 Jahren war doch nun wirklich genug Zeit, alle mehr oder weniger sinnvollen Argumente in aller zertretenen Breite zu erörtern. Zumindest hab ich in den letzten Jahren nur noch Geschrei gehört, aber keine neuen, überzeugenden Standpunkte.

"You know, this is gonna happen, so just come to peace with it."

Anonym hat gesagt…

Wer könnte denn von einem so brisanten Thema gelangweilt sein? Ein Welterbe wird doch nicht alle Tage so sinnlos zerstört - und das mitten in Deutschland. Einfach so tun, als wäre nichts los, das haben die Brücklebauer sich vor Jahren schon gedacht.
Wir sollten auch weiterhin unsere Brückenstreitkultur pflegen, das ist der einzige Trost, der uns bleibt.
Wir können ja mal ein Brainstorming machen mit dem Thema "Die Brückenfans sind dumm, weil...", wer fängt an?

Anonym hat gesagt…

Also, die Brückenfans sind dumm, weil sie daran denken, daß es nach dem bevorstehenden Ausfall des Blauen Wunders eigentlich nur gerade mal auf 15 km keine einzige Brücke gibt (die nächste steht in Pirna).

Die Brückengegner sind hingegen intelligent, weil es ihnen überhaupt nichts ausmacht, künftig von Weißig bis zur Albertbrücke im Stau zu stehen.

ChriSGD hat gesagt…

Ich denke nicht, dass jemand dumm ist, bloß weil er für oder gegen die Brücke ist. Es geht ja nicht um die Einlagerung von Atommüll in der Altenberger Pinge. Die Brücke hat bei objektiver Betrachtung Vor- und Nachteile, es liegt lediglich im Auge des Betrachters, ob man eher dies oder jenes als wichtig empfindet.
Ich persönlich war auch eher gegen die Brücke, aber ich nehme auch das Votum des Bürgerentscheides zur Kenntnis.

Und wenn die UNESCO plötzlich meint, die Brücke wäre trotz der im Antrag offen gelegten Planung doch ein Problem, dann muss man schon hellhörig werden. Ich habe mit einer Person gesprochen, die Einblick in die Strukturen der Organisation hat und mir wurde gesagt, dass man an Dresden wohl ein Exempel statuieren wolle und dass es auch um UNSECO-interne Machtkämpfe gehe.

Die UNSECO behauptet ja, dass die Stadt einen anderen Standort genannt hätte: Seit mindestens 2001 ist die Brücke in stinknormalen Stadtplänen eingetragen und es gibt auch sowas wie Internet. Wie eingehend haben sich die Entscheider bei der UNESCO eigentlich mit dem Projekt beschäftigt? Peinlich!

Dazu auch ein Auszug aus der SZ vom 3.7.04:
Verwundert ist Timm (Europabeauftragter von DD und bei der Präsentation vor Ort) auch darüber, dass die Fotomontagen einer möglichen Waldschlösschenbrücke auf der Konferenz überhaupt keinen Anstoß erregten, das Wort „Waldschlösschenbrücke“ überhaupt nicht gefallen sei, genauso wenig wie „Semperoper“ oder „Frauenkirche“.

Außerdem wird bei Deutschland die Messlatte besonders hoch angelegt. Wenn man sich andere, noch nicht von der Liste genommene Welterbestätten anschaut, weiß ich nicht warum gerade Dresden trotz der gemachten und absolut notwendigen Zugeständnisse (verschlankte Konstruktion, deutlich kleinerer und begrünter Tunneleingang, Geschwindigkeitsbeschränkung bei Nacht für die Hufeisennase + Renaturierungssmaßnahmen) unbedingt den Titel abschließend verlieren musste.

Rote Liste:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Liste_des_gef%C3%A4hrdeten_Welterbes

Die UNESCO und der oben zitierte Herr Uhlig sind zwei Seiten einer starrsinnigen lobbyistischen Medaille.

Es wird auch zu beobachten sein, wie sich die UNESCO beim Mittelrheintal abschließend positioniert. Auf 100 Flußkilometern gibt es dort keine Brücke. Ich bin dort früher öfters mit dem Zug durchgefahren und mir wird nicht ersichtlich, warum eine einzige Brücke den Reiz der gesamten Landschaft zerstören soll. Da muss doch irgendwie ein gestalterischer Kompromiss möglich sein. Die sollen auch mal daran denken, wie viel Umweltzerstörung durch die weiten Umwege und durch Ausbau, Instandhaltung und Lärmbelastung der zu den nächsten Brücken hinführenden Straßen entsteht.

Anonym hat gesagt…

@Chrisgd:
Also den Lobbyismus der Unseco mit dem der Autolobby auf eine Stufe zu stellen finde ich grundverkehrt. Dresden wollte den Welterbetitel und hat sich zu deren Schutz verpflichtet. Darüber, wie sehr die Brückenplanung bei dem Antrag offengelegt wurde oder nicht gibt es mehrere Versionen. Soweit ich weiß beinhaltete die englische Kurzfassung den fatalen Fehler, dass "elbabwärts" statt "-aufwärts" geschrieben wurde.
Dass der Schutz von Kulturgut eine Lobby hat ist gut und richtig, sonst würde bald alle Täler so aussehen wie inzwischen das Elbtal. Der "Fortschritt" hat dagegen seit 200 Jahren eine Lobby, die unseren Planeten inzwischen in eine stinkende Müllhalte verwandelt hat.
Um mein Brainstorming mal fortzusetzen: "Die Brückenfans sind dumm, weil sie keinen Sinn für landschaftliche Schönheit haben, dafür unreflektiert auf die Segnungen der Technik vertrauen."

Anonym hat gesagt…

"Der "Fortschritt" hat dagegen seit 200 Jahren eine Lobby, die unseren Planeten inzwischen in eine stinkende Müllhalte verwandelt hat."

Ja stimmt, früher war alles besser, da hockte man in armseligen Hütten, ohne Heizung, ohne Hygiene, ohne Wasser und starb im Schnitt mit 25 Jahren. Aber die tolle Natur hat natürlich alles herausgerissen. Da schwamm man einfach über die Elbe! Ja, daß da noch keiner draufgekommen ist!

Oder wir fördern den Kauf von Amphibienfahrzeugen mit 5000 Euro! Ist sicher toll für unsere Industrie.

Zurück zur Natur! Aber bitte mit vollem Lohnausgleich und allen Sozialleistungen. Und mein iPhone und Internet hätte ich auch gern weiter...

Anonym hat gesagt…

"Ja stimmt, früher war alles besser, da hockte man in armseligen Hütten, ohne Heizung, ohne Hygiene, ohne Wasser und starb im Schnitt mit 25 Jahren. Aber die tolle Natur hat natürlich alles herausgerissen. Da schwamm man einfach über die Elbe! Ja, daß da noch keiner draufgekommen ist!"

In deinen Worten äußert sich der verbreitete Kleingeist, der die Segnungen des Fortschritts verabsolutiert und die Kritiker mit ebenso kleingeistigen Argumenten als ewig gestrig abstempelt. Dieser Kleingeist scheint blind zu sein für die immensen Zerstörungen, die die kritiklose Bejahung des "Fortschirtts" uns beschert hat.

PeterBln hat gesagt…

Ich bin dafür, die Brücke umzubenennen in "ADAC-Brücke" oder "Autolobbyisten-Brücke". Damit aus dem Namen wenigstens klar hervorgeht , wer sie eigentlich wollte....nämlich nicht die Menschen in Dresden, sondern die uns regierende Banken-und Konzerndiktatur.


PS:
Auch "Herbert-Fessenmayr-Brücke" wäre eine sinnvolle Alternative - in Erinnerung an einen herausragenden Dresdenzerstörer und einen der unfähigsten Stadtplaner den Dresden jemals hatte. Nur
von den heutigen Stadtplanern wird "Fessy" an Unfähigkeit noch übertroffen. Falls all dies nicht passend erscheint, wäre mein letzter Vorschlag: "Brücke der Korruption", denn schließlich legen moderne Architekten ja doch so viel Wert auf Ehrlichkeit. Voilà, damit wäre doch im Namen alles ausgedrückt. Egal wie das Volk sich entscheiden wird - einen solch schönen Namen wie "Waldschlösschen" halte ich für dieses Mahnmal der Elbtalzerstörung nun wirklich für unpassend....

Anonym hat gesagt…

Die Stadt Dresden kann sich darauf verlassen, dass sie für die Brücke noch sehr lange Schmähungen hören wird. Was sich die Machtelite so schön als Symbol ihrer "vorwärts immer"-Einstellung gedacht hat, ist längst mit den Begriffen Kulturbarbarei, Starrsinnnigkeit und Kleingeist verknüpft. Dass viele Dresdner auf ihre Brücke so stolz sind, lässt diese Attribute auf sie abfärben und stellt die Eigenschaft Dresdens als Kulturstadt in Frage.
Sensibilität für landschaftliche Schönheit, Angemessenheit in der Weiterentwicklung der Stadtlandschaft, Respekt vor dem Welterbe - solche Kultiviertheit ist offenbar nur einer Minderheit zu eigen. Man werfe nur einen Blick auf den Postplatz. Auch dort zeigt sich die stolz-arrogante Maßlosigkeit unserer Elite. Man kann diese Haltung mit drei Buchstaben ausdrücken: C D U.

Edwin hat gesagt…

@PeterBln: Wenn die Menschen in Dresden die Brücke nicht wollten, warum haben Sie dann im Bürgerentscheid mehrheitlich dafür gestimmt?

Immer diese hohle Phrasengedresche...

PeterAnti-Lobbyist hat gesagt…

@Edwin

Wenn etwas hohl ist, dann sind es unreflektierte Beiträge. Wie die Menschen in Dresden denken, weisst du doch gar nicht, da es keine aktuelle Abstimmung gibt. Die Politiker wissen schon sehr gut, warum sie sie verboten haben.


Bischen Nachhilfe:

Die Menschen können nur so entscheiden, entsprechen der Information die sie erhalten. Wenn du dich für ein Medikament entscheidest, wird deine Entscheidung plötzlich ganz schnell anders aussehen, wenn bekannt wird dass es gefährliche Nebenwirkungen hat,die (zum Zeitpunkt deiner Entscheidung) nicht im Beipackzettel erwähnt waren. Wie du siehst, können ganz kleine unterschlagene Informationen so gewaltige Unterschiede ausmachen, dass sie zwischen Ja und Nein entscheiden.

Zum Zeitpunkt der "Abstimmung" war ein entscheidender Faktor nicht bekannt. Interessant, dass du unerwähnt lässt warum du Angst hast vor einer neuen Abstimmung? Die würde nämlich heute, da neuer Beipackzettel, etwas anders aussehen.

Der Hauptgrund aber ist, und dafür ist hier kein Platz: Die von dir so liebevoll in Schutz genommene Banken- und Konzerndiktatur (für mich Schwerverbrecher und Hochkriminelle) hat eine enorme Finanzmacht, und daher auch die Macht, Leute zu beeinflussen. Du glaubst, die Propaganda der Nazis und Allierten sei vorbei? Was früher Propaganda hiess, gibt es noch immer, allerdings viel gefährlicher weil subtiler und weitgehend unbemerkt. Die Propaganda von heute heisst "PR" - Public Relations und ist haargenau das selbe, nur eben noch wesentlich wirksamer. PR-Leute kennen alle Kniffe der Massenbeeinflussung, bereits vor 100 Jahren bediente man sich Freudscher Psychologie für die Kriegspropaganda. Der ADAC (lt. Satzung angeblich ein Verein, in Wahrheit ein milliardenschwerer Großkonzern), und die von Dir so rührend in Schutz genommene Baumafia nebst Autolobbysten haben das Bürgerbegehren so aggressiv mit Werbekampagnen begleitet, wie es z.B. die GHND aufgrund fehlender finanzieller Möglichkeiten bei ihrem damaligen Bürgerbegehren nicht hatte. Deine reaktionären Politiker wie Fessenmayr, Marx, Orosz etc. sind ja eigentlich keine Politiker, sondern Kasperle-Theater figuren, die Bewegungen werden von anderen diktiert. Dieses Bürgerbegehren zur Korruptionsbrücke (ich weigere mich diesen Euphemismus "Waldschlösschen" zu übernehmen) wurde von solch einer aggressiven Werbekampagne begleitet, dass die "freie Entscheidung" angezweifelt werden darf. Schön bunter Beipackzettel, Nebenwirkungen werden verschwiegen. Der einzige, dem dieses "Medikament" nützt, ist Baumafia und Straftäter im Baugewerbe, die Millionenbeträge in graue Kanäle verschwinden lassen. Auf der ganzen Welt wird seit Jahren versucht, Autos aus den Innenstädten zu bringen, um den völligen Verkehrskollap zu verhindern - in Dresden bringt manh die Autos statt dessen hinein. Dumm, dümmer - Dresdner Politiker. Ich betone "Politiker". Nicht die Dresdner selber sind dumm. Aber sie sind zu vertrauenselig, und ich hoffe sie wachen endlich auf und begreifen, dass westliche Demokratie nur eine billige Show ist, ein Schmierentheater, und dass Politiker alles mögliche im Sinn haben, nur nicht das was sie sollen: Den Willen des Volkes erfüllen. BDR-Politiker erfüllen grundsätzlich den Willen der Banken-und Konzerndiktatur, und arbeiten gegen das Volk. Beispiel Sophienkirche, Beispiel Neumarkt-blockierung wo immer es geht, Beispiel anti-demokratischer Gestaltungsbeirat, und auch diese Brücke braucht kein Mensch - ausser Politikern und denen die daran Millionen verdienen. Hoffentlich wachen die Dresdner bald auf!

Panja hat gesagt…

@Peter: Du hast natürlich in vielen Punkten recht. Trotzdem gehört zu unserer Zeit die Mobilität und Dresden als Wirtschaftsraum (wir sind ja schließlich keine provinzielle Kleinstadt) braucht diese ebenfalls.
Mich stört viel mehr die Gestaltung der Brücke, nicht das da eine hinkommt. Hätte es nicht auch eine Sandsteinbrücke nach Augustusbrück'schm Vorbild sein können? Das wäre alles möglich gewesen, so im MOment zerstört es natürlich den Landraum gewiss!

Anonym hat gesagt…

@Panja:
Die Brücke ist nicht notwendig, sie soll SYMBOL FÜR MOBILITÄT sein. Dabei wurde selbstverständlich gezielt auf latente Komplexe der Elbtalbewohner gesetzt. Aber eben durch ihr VErhalten hat sich Dresden schlimmer als jede Kleinstadt verhalten. Die unverschämte Arroganz, mit der die UNESCO behandelt wurde, ist eine unsagbare Peinlichkeit.
Eine Sandsteinbrücke ist ein schlechtes Symbol vor "unsere Zeit" und "Mobilität". "Unsere Zeit" wird von Lobbyisten definiert. Die Brücke wird sicherlich den Preis der deutschen Stahlindustrie gewinnen.

ChriSGD hat gesagt…

@Peter
Auch wenn mir Deine Kritik an unserem System zu sehr Endzeitstimmung verbreitet, hast du schon auch irgendwie recht, dass die Menschen bezüglich ihres Konsums und ihrer Meinungen beieinflußt werden. Diese Meinungsmache kommt aber von allen Seiten, es gibt inzwischen ja auch so was wie ne Klimaschutzindustrie. Versteh mich nicht falsch, ich spende regelmäßig für den BUND, aber wenn ich manchmal sehe, was man so als "Forschung" verkauft und wo ich mir denke 'Lasst doch die armen Tierchen lieber in Frieden leben oder verschwindet mit euren Lärm und Schrecken verurschenden Forschungsschiffen aus den Schutzzonen'. Ich finde jedenfalls, dass die Entscheidung der UNESCO trotz schlechter Informationspolitik der Stadt Dresden realitätsfremd und kleinlich war (siehe auch oben, 10.04.).
Was ich nicht weiß, ist natürlich wie die Stadt auf persönlicher Ebene mit der UNESCO umgegangen ist, der Ton macht ja bekanntlich die Musik. Ich kann bis heute nicht verstehen, dass man sich nicht einigen konnte, weil schließlich Fehler auf beiden Seiten gemacht wurden. Außerdem wurde eine sich logischerweise verändernde Kulturlandschaft mit schützenswerten Naturelementen aber nicht eine reine Naturlandschaft geschützt. Eine gewisse Anzahl an Brücken muss schon in einer beiderseits des Flusses gelegenen Großstadt erlaubt sein. Wäre denn eine Straßenbahnbrücke nach Kaditz/Mickten auch nicht möglich gewesen?
Der Brückenplan war der UNESCO bekannt und man fand daran zunächst keinen Anstoß. Die Dresdner und ihre Gäste wurden dann kollektiv für teils selbst verschuldete Informationsfehler haftbar gemacht, das ist einfach nur ungerecht.

Ein Zitat:
Das alleinige Dokument, das – in den Konferenzsprachen der UNESCO abgefasst – den Delegierten zur entscheidenden Beratung vorlag, war der Evaluierungsbericht der Organisation ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege und Gutachter der UNESCO). Deren Gutachter, der Finne Jukka Jokilehto, hatte darin versehentlich die falsche Lagebeschreibung „5 km down the river from the centre“ (5 km flussabwärts des Stadtzentrums; richtig wäre gewesen: 2,5 km flussaufwärts) angegeben, nachdem er im September 2003 Planungsunterlagen und Örtlichkeit inspiziert hatte.[9]
Unstrittig ist, dass ICOMOS Verursacher des aus diesem Fehler resultierenden Informationsdefizits war. Offen blieb bisher, inwiefern andere (Landeshauptstadt, UNESCO-Kommission, …) die Möglichkeit oder Pflicht zur rechtzeitigen Korrektur der falschen Standortangabe gehabt hätten.

Ich glaube auch nicht, dass die Entscheidung heute so viel anders ausfallen würde. Die meisten Menschen sind nun mal extrem autofixiert und viele derjeingen, die vielleicht nur drei mal im Monat auf ner Brücke im Stau stehen, stellen dann sowas wie den Schutz der Kulturlanschaft ganz fix hinten an und das um so mehr als dass die W-Brücke von Ihnen nur als Transitraum genutzt wird, weil sie ganz woanders wohnen. Achso, ich gehöre nicht dazu, obwohl ich Auto habe, fahre ich ganzjährig Fahrrad!

ChriSGD hat gesagt…

@Panja
Eine Sandsteinbogenbrücke hätte ich auch gerne gehabt, aber da standen ja wieder Richtlinien entgegen, nach denen neue Brücken keinen Strompfeiler mehr haben dürfen. Das ist natürlich keine moralische Rechtfertigung nur eine juristische. Ob das eine sinnvolle Vorschrift ist? Sicher nicht bei einem Fluß wie der Oberelbe mit diesem geringem Schiffsverkehr. Beim Rhein kann man das hingegen verstehen. Ich meine grundsätzlich, dass ein Kapitän, der sein Schiff in einen Schleusentrog manövrieren kann (und für mehr Schleusen machen die Schiffer sich ja stark), der sollte auch durch zwei Pfeiler fahren können.

Edwin hat gesagt…

@Peter: Woraus schließt du denn bitte dass ich "Angst vor einer neuen Abstimmung" habe?

Und ab "Die von dir so liebevoll in Schutz genommene Banken- und Konzerndiktatur (für mich Schwerverbrecher und Hochkriminelle)" wars mit dem Ernstnehmen deiner Beiträge es vorbei, sorry aber für so einen Blödsinn ist mir echt meine Zeit zu schaden. Ich nehme irgendwen in Schutz, wo denn? Weil ich auf die EINZIGE repräsentative Umfrage zur Wldschlösschenbrücke hinweise die gemacht wurde, und die nunmal mit einem Pro-Brücke geendet ist. Wieviele Umfragen soll man denn zu ein und dem selben Bauprojekt machen, bis dir das Ergebnis passt?

Und natürlich, die "Baumafia" nehme ich auch "in Schutz". Die hat das natürlich erstens bitter nötig dass sie meinen Segen hat, und zweitens lieferst du mir bestimmt gleich mal den Beitrag von mir aus dem du das ableitest. Manche Leute haben echt schwer einen an der Waffel!

Und zu guter letzt, ich hab beim Bürgerentscheid GEGEN die Brücke gestimmt (ich wohne nämlich in DD, im Gegensatz zu vielen Wichtigtuern die sich hier äußern), da ich sie damals wie auch heute ablehne. Auch wenn das jetzt schwer in dein Weltbild passt. Ich respektiere aber die Meinung der Mehrheit der Dresdner Bürger, auch wenn sie meiner nicht entspricht. Den Schritt hast du offensichtlich noch nicht vollzogen.

Ninco hat gesagt…

Peter. ein bißchen zuviel Schwarzmalerie ist mir auch dabei! Ich meine, es gab eine Bürgerentscheidung (Gott sei Dank) und der fiel halt pro Brücke aus und repräsentiert die Meinung der Dresdner. Falsche Informationspolitik hin oder her aber diejenigen (Beteiligung 50%?) werden sich wohl schon ein Urteil gebildet haben. Schlimmer sind die, die nicht wählen gegangen sind aber die dürfen sich nicht beschweren, denn sie hatten die Chance!

Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass man die Brücke hätte sinnvoller in die Landschaft eingliedern können

Anonym hat gesagt…

@ninco:
Ich finde es garnicht gut, dass ein Bürgerbegehren gestartet wurde. Denn eine zuvor fehlinformierte Öffentlichkeit zur Wahlurne zu bitten untergräbt die Demokratie. Erstens wurden bis dahin beschönigende Visualisierungen gezeigt, zweitens wurden die zu erwartenden Preissteigerungen nicht erwähnt, drittens wurden veraltete Verkehrserhebungen zugrunde gelegt, viertens wurde die Tunnelalternative politisch unterdrückt, fünftens wurde der drohende Konflikt mit der Unesco ignoriert (das Wort Welterbe fiel nicht!), sechstens wurde massiv Werbung gemacht (CDU und ADAC haben eben viel Geld). Usw. usw. Jetzt zu sagen, "Gott sei Dank" seien die Bürger gefragt worden ist gelinde gesagt blauäugig.

THE WOERTH hat gesagt…

Das: "bam oida! fett kraasses brücke oder was!" habe ich nicht geschrieben. Da hat jemand meinen Namen mißbraucht. Ich bitte den Moderator, diesen Eintrag zu löschen oder als "anonym" zu kennzeichnen.

Ich werde mich zu diesem Thema nicht mehr äußern. Es ist alles gesagt.

dave7201 hat gesagt…

So sehe es besser aus,wenn unbedingt eine Brücke sein muß,Projektbild von 2006.

Gruß Ronny


Brücke:http://archlab.de/media/projekte/waldschloesschenbruecke_dresden_61/be_bruecke_01.jpg