Mittwoch, 21. April 2010

British Hotel




Kommentare:

ChriSGD hat gesagt…

Die schöne Dame lässt langsam ihre Hüllen fallen. Oh, wie schön bist du! Lassen wir das Altmarkt-Bauerntrampel im Sandsteinmantel außer Acht und wenden uns den schönen Dingen zu, denen die unserer wunderbaren Stadt würdig sind, dem unverwechselbaren Ergebnis aus Handwerkskunst, Mäzenatentum und dem Selbstverständnis dieser Stadt etwas besonderes schenken zu wollen. Wir werden dich lieben und präsentieren, du schönes British Hotel.

Anonym hat gesagt…

Dies ist die alt-ehrwürdige, zierlich-liebliche und ewig schöne Schwester des plump-klotzigen Altmarktttölpels mit der klobig-häßlichen Nase.
Und wer nun auf innnere Werte plädiert, der sehe sich mal das Innere beider Bauten an.
Die Architektur der damaligen Zeit war Kunst, die der heutigen ist schlicht Schrott!
Heiner

mschmidt hat gesagt…

Whoa boys, I agree - but you can't make love to a building.

vitruv hat gesagt…

Früher war vielleicht nicht alles besser, aber schöner. Da sollen sie noch weitere 100 Jahre ihren unterkühlten Formen predigen, für mich ist und bleibt die Moderne gescheitert. Sie hätte sich auf einzelne Solitäre beschränken müssen, denn im Städtebau hat sie voll und ganz versagt.
Es ist wohl gerade die Abwendung von menschlichem Maß, insgesamt eine menschenfeindliche weil gefühlskalte Sprache, was die moderne Architektur am ehesten noch als Symptom einer seelisch verarmten Gesellschaft rechtfertigt. Und das Schönheitstabu lässt die Reformunfähigkeit einer kapitalistischen Gesellschaft erkennen, die so lange weitermacht, bis es kein Geld mehr zu verdienen gibt.

Anonym hat gesagt…

and mschmidt:
Yes...but you can make love IN a building...;-)

Darki hat gesagt…

Vitruv, also besser hätte man es nicht schreiben können. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Anonym hat gesagt…

Als überzeugter «Modernist» muss ich konstatieren: Sehr schön, zu beobachten, wie in Dresden wieder alte Gebäude entstehen! Diese Versuche der Architekten, einzelne Gebäude in «zeitgemässer Formensprache» zu bauen, ist jedoch komplett gescheitert: Das hat weder mit Moderne noch was mit kritischer Rekonstruktion zu tun. Auf den Plänen war auch ich noch von der Mischung überzeugt, jetzt leider nicht mehr. Es ist platter, verloren geglaubter Postmodernismus, wie man ihn heute nur noch bei Sparkassen und Fachmärkten vermutet. Vor allem die Fassade vis-à-vis der Frauenkirche sollte dringendst umgestaltet werden. Ansonsten: Kompliment an die Beteiligten!

vitruv hat gesagt…

@ "Modernist":
Auch ich sehe die Versuche eher mit gemischten Gefühlen. Wäre es nach der GHND gegangen, wären die "Füllbauten" weder als Rekos noch "modern" entstanden, sondern als Bauten mit Putzfassaden, normalen Ziegeldächern und Sandsteingewänden. So wurde über Jahrhunderte gebaut, was wäre daran altmodisch? Was nun gebaut wurde ist eine gezähmte (Post-?)Moderne, die sich mit Zwang von ihren Nachbarn zu unterscheiden versucht.
Dennoch ist es die bessere Alternative im Vergleich zu so manchen kühnen Planungen, die dem Platzbild deutlich mehr geschadet hätten.
Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass das Stadtplanungsamt den von der GHND geforderten harmonischen Gesamteindruck bewusst gestört hat, um das Gesamtprojekt einer größeren Kritik auszusetzen. Ich spreche daher auch von Sabotage am Projekt Neumarkt. Die neuerlichen Angriffe zur Bebauung der Gewandhaus-Freifläche. Spricht eine deutliche Sprache.

Carlo Wedekind hat gesagt…

Was haltet ihr von dem Begriff "Pavillionarchitektur" in Anlehnung an die Pavillions von Weltausttellungen (EXPOs)?!

Die Ministerien der einzelnen Bundesländer in den Ministergärten in Berlin empfinde ich immer als solche.

Die interessante Frage ist, ob so was in eine Innenstadt passt ... Als Konzept wäre so was wahrscheinlich sogar interessant.