Dienstag, 11. Mai 2010

B&B Hotels & Friedrichpassage

Auf den Bildern sieht man die Kreuzung Weißeritzstraße, Ecke Friedrichstraße im Stadteil Dresden-Friedrich-
stadt. Auf dem Grundstück gegenüber dem im letzen Jahr eröffneten "Leonardo-Hotel" baut derzeit B&B Ho-
tels ein Budget Hotel im unteren Preissegment. Hier hat man mit dem Hochbau begonnen. An der Ecke gegen-
über baut die Florana KG ab diesem Jahr das Stadteilzentrum "Friedrichpassage"








Kommentare:

Darki hat gesagt…

Was für eine traurige Ecke. Überbreite Straße, hässliche neue Gebäude in Plattenbauoptik, Verfall, Leerstand. Die Friedrichstadt ist wirklich ein stark geschundener Stadtteil.

martinsdorf hat gesagt…

Eine Kiste wie die andere !

Stefanius hat gesagt…

sieht fast aus wie die Canaletto Passage

...@Darki stimmt nicht, noch hat die Ecke einen gewissen Rest Charme....

CarloW hat gesagt…

Das B&B nach Dresden kommt, find ich gut! In der Friedrichstadt kann sich meinetwegen die reine Zweckarchitektur austoben!

Anonym hat gesagt…

Schön das an dieser Ecke endlich etwas passiert. Sicher ist das einfache Archtitektur. Aber ohne diese Bauprojekte würde der Leerstand und Verfall nur noch weitergehen. Wer möchte denn auch in einem der ärmsten Stadtteile von Dresden in Nobelarchitekur investieren? So gesehen ist es ein Lichtblick für die Friedrichstr und gleichzeitig verschwinden auch die ganzen Baulücken. Die Friedrichstadt gesamt gesehen ist schon genügend zerstückelt.

Anonym hat gesagt…

Was eine häßliche Meile. Und nur um Leerstand zu vermeiden einen Betonkübel nach dem anderen zu produzieren halte ich für Schwachsinn! Dann lieber begrünen, Bäume pflanzen und abwarten. Tja, Elbflorenz ist das nicht im Ansatz...

THE WOERTH hat gesagt…

Ich denke, das hat nicht im geringsten etwas mit dem "armen Stadtteil" zu tun. Die Mikrolage ist sogar recht ordentlich - immerhin Lauflage Yenidze, Elbufer, Landtag, Kongreßzentrum, barockes Ensemble Friedrichstraße mit Großklinikum... Die Architektur ist regionaluntypischer graukalter dachloser Modernistenstandard und in anderen Vierteln (und Städten) ebenso zu finden.

Meine Meinung: Lieber Brache als ein fortwährender Verlust an Dresdner Identität.

PeterBln hat gesagt…

Wir haben hier mit zwei Dingen zu tun:

Einmal mit unpassender, ekelerregender Neoplattenbau-Architektur, die übrigens hochgradig unmodern ist. Die 1960er Jahre sind vorbei, auch wenn der uneinsichtiger Herr Nettekoven sie sich noch so sehr zurückwünscht. Diese Schund-Architektur hat mit Modernität nichts zu tun , sondern m.E. mit gewollter Verhässlichung der Stadt. Sie ist unmodern.

Zum zweiten aber, was ich noch problematischer finde als schmucklose, grobschlächtige Kuben, sind diese morbiden, wild durcheinander gewürfelten Schüttelfenster. Sorry, ich kann sie nicht mehr sehen. Strichcode-Schema wie auf dem ALDI-Kassenbon (inklusive 666 - Mark of the beast). Diese Unsitte greift immer mehr um sich in der Stadt, wie ein bösartiger Tumor, der das gesunde Gewebe zerfrisst. Architekten reicht es scheinbar nicht mehr, die Stadt mit Betonkuben zu überfluten. In Ermangelung Architektonischer Fähigkeiten verfährt man nach der Strategie "Auffallen um jeden Preis".

Die Architekten-Nomenklatura hofft noch immer darauf, die Bevölkerung akzeptiert diese Clownerei als den "Zeitgeist". Wird sie nicht.

Zeitgeist ist eine kulturell-geistige Strömung, sie ist entweder oder sie ist nicht da. Man kann Zeitgeist nicht "von oben herab" verordnen, auch wenn raffgierige Baulobby & inkompetente Architektenschaft sich dies noch so sehr wünschen.

Fazit: Unmoderne Architektur, hoffnungslos unzeitgemäß, da hilft auch kein Tarnanzug aus dümmlichen Schüttelfenstern. Widerwärtiger, ekelerregender Anblick. Man sollte Pfau und Nettekoven zwingen, in solche Gebäude einzuziehen. Ich garantiere, sie werden sich mit Händen und Füßen dagegen wehren.

PeterBln hat gesagt…

Wir haben hier mit zwei Dingen zu tun:

Einmal mit unpassender Neoplattenbau-Architektur, die übrigens hochgradig unmodern ist. Die 1960er Jahre sind vorbei, auch wenn der uneinsichtiger Herr Nettekoven sie sich noch so sehr zurückwünscht. Diese Schund-Architektur hat mit Modernität nichts zu tun , sondern m.E. mit gewollter Verhässlichung der Stadt. Sie ist unmodern.

Zum zweiten aber, was ich noch problematischer finde als schmucklose, grobschlächtige Kuben, sind diese morbiden, wild durcheinander gewürfelten Schüttelfenster. Sorry, ich kann sie nicht mehr sehen. Strichcode-Schema wie auf dem ALDI-Kassenbon (inklusive 666 - Mark of the beast). Diese Unsitte greift immer mehr um sich in der Stadt, wie ein bösartiger Tumor, der das gesunde Gewebe zerfrisst. Architekten reicht es scheinbar nicht mehr, die Stadt mit Betonkuben zu überfluten. In Ermangelung Architektonischer Fähigkeiten verfährt man nach der Strategie "Auffallen um jeden Preis".

Die Architekten-Nomenklatura hofft noch immer darauf, die Bevölkerung akzeptiert diese Clownerei als den "Zeitgeist". Wird sie nicht.

Zeitgeist ist eine kulturell-geistige Strömung, sie ist entweder oder sie ist nicht da. Man kann Zeitgeist nicht "von oben herab" verordnen, auch wenn Baulobby & Architektenschaft sich dies noch so sehr wünschen.

Fazit: Unmoderne Architektur, hoffnungslos unzeitgemäß, da hilft auch kein Tarnanzug aus dümmlichen Schüttelfenstern. Widerwärtiger, ekelerregender Anblick. Man sollte Pfau und Nettekoven zwingen, in solche Gebäude einzuziehen. Ich garantiere, sie werden sich mit Händen und Füßen dagegen wehren.

Anonym hat gesagt…

PeterBln:
Vortrefflich formuliert! Das trifft genau den Punkt!
Beste Grüße

Pollock hat gesagt…

Ehrlich gesagt,finde ich persönlich den Entwurfsansatz nicht so verdammenswürdig, wie einige hier im Forum, verglichen mit ähnlichen Projekten in ähnlichen Lagen [Seniorenheim am Lenéplatze, Seniorenheim an der Albertbrücke, Hotel neben der Yenidze etc.] ist hier doch wesentlich mehr über die städtebauliche Situation nachgedacht worden.
Begrüßenswert vor allem, dass das Sockelgeschoss - wie sonst so gerne mit Collonaden in den Stadtraum einbezogen wird.
Bedenken kommen mir wieder einmal bei der Visualisierung des Bauschildes. Dies verspricht viel, doch vermute ich mal, dass das Gebäude keine Weißbeton-Verkleidung erhalten wird, sondern irgendwann im schnöden WDVS-Kleide dastehen wird. Mehr ist bei Investoren gemeinhin nicht rauszuholen, umso weniger je weiter sich der Standort vom Zentrum entfernt.
Aber immerhin: das Gebäude beschreitet einen neuen Weg, es versucht gar nicht erst, den Charme der Gründerzeitbebauung nachzuahmen, sondern definiert diese Ecke mit seiner sehr puristischen Fassade aus Rahmen und Glasfeldern neu.
Meine Meinung: besser als so viele andere Gestaltungsansätze in Dresden und bei weitem keine Plattenbauarchitekur [schon prinzipiell: wo sind da Platten?]

THE WOERTH hat gesagt…

Pollock hat geschrieben: "das Gebäude beschreitet einen neuen Weg, es versucht gar nicht erst, den Charme der Gründerzeitbebauung nachzuahmen, sondern definiert diese Ecke (...) neu."

Ein neuer Weg? Bloß nicht anpassen und eingliedern, selbstbewußt auftreten, Eigenständigkeit beweisen, zeitgemäße Akzente setzen, Regionaltypik außer Acht lassen, ... = Modernistenstandard.