Freitag, 20. August 2010

Amtsgericht | Lothringer Straße

Stand der Arbeiten am Neubau des Amtsgericht Dresden in der Lothringer Straße:




Kommentare:

Petersburg hat gesagt…

Das Gericht ist eigentlich ein sehr qualitativ hochwertiges Gebäude. Einer der wenigen Reste vom alten Dresden. Hier kann man noch die hochwertige Handwerkskunst erkennen, die unsere "modernen" Bauküstler leider verlernt haben. Deren "Baukunst" beschränkt sich auf via CAD-Programme am PC entworfene Kuben. Wieso braucht man zum Zeichnen eines Kubus eigentlich einen Computer?

Aus diesem Viertel (Gericht, Günzstrasse, Güntzplatz etc.)könnte man noch etwas machen. Zusammenhängende Gebiete mit erhaltenen Gebäude sind in der Dresdner Innenstadt eine absolute Seltenheit. Aber ich fürchte, ebenso wie in der Friedrichstadt wird die "Generation Kubus" mit ihrer Arroganz, Inkompetenz und Zügellosigkeit auch diese Chance gründlich in den Sand setzen.

Frage:
Bekommt dieser super-"moderne" Bau auch diese hässlichen Fenster aus Strichcode? Weiss das jemand? Wo kann man den Entwurf noch mal sehen, bitte?

mit bestem Gruß

Petersburg hat gesagt…

PS: meine Frage hat sich leider erübrigt. Wie ich befürchtete: STRICHCODE.


http://img.competitionline.de/upload/images/448xx/normal/44887_bild4_gross.jpg

Warum hat man nicht das Gebäude konsequent mit einer ruhigen, konventionellen Fassade ausgestattet? Es scheint doch zu gehen - wenn man nur will:


http://img.competitionline.de/upload/images/448xx/superteaser/44883_bild1_gross.jpg



Aber man will halt nicht - man will zwanghaft "modern" sein um jeden preis, und glaubt, dies Auffallen zum jeden Preis zu erreichen. Es ist schon eine ungeheure Leistung, selbst die letzten Reste dieser schwer zerstörten Stadt mit Gewalt zu verhunzen. Die Architekten bringen selbst dies fertig. Mehr als traurig!

Anonym hat gesagt…

@ Petersburg
hier ein bissl runterscrollen und schon gibts ein Bild, und irgendwie erinnern mich die Felster an "NH" etc.

Anonym hat gesagt…

link hier :-)

http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=606270&page=17

Pollock hat gesagt…

Guten Tag Petersburg,

die Dokumentation des Wettbewerbes finden Sie hier:
http://www.competitionline.de/wettbewerbe/5601

Aus den Plänen können Sie übrigens ersehen, dass es sich bei dem geplanten Erweiterungsbau nicht um einen solitären Kubus, sondern um die Schließung des Blockrandes handelt.
Städtebaulich halte ich die Erschließung über den Hof [Vorschlag 3.Preis) und überhaupt den Entwurf für interessanter.

Zwei Fragen noch zu ihrem Post:
Was verstehen Sie mit "aus Strichcode"? und wann ist etwas "aus Strichcode"?
Die Anforderungen an heutige Büro- und Verwaltungsgebäude sind verständlicherweise andere als vor 60 Jahren. Nutzungsflexibilität und natürliche Belichtung [d.h. Einsparung von Primärenergie zur künstlichen Beleuchtung] sind Kriterien, denen sich ein Planer nicht entziehen kann - eine rein aus "klassischen" ästhetischen Gesichtspunkten entwickelte Fassade ist bei Neubauten daher kaum mehr durchsetzbar. Sie verstehen, dass hat gar nichts mit dem Schön-Finden von Fassade X oder Y zu tun, soll Ihnen nur verdeutlichen, warum es soche "Strichcodes" gibt.

Dann dämonisieren Sie immerfort den sog. Kubus:
Was sind die historisch nachempfundenen Häuser am Neumarkt anderes, als Kuben mit Satteldach?
Die mögen Sie doch?
Satteldächer entstanden einst, weil ein Flachdach weder statisch, noch abdichtungstechnisch in den Griff zu kriegen war. Heute ist das anders. Nur weil Sie es vielleicht gewohnt sind und erwarten, dass ein Haus ein schräges Dach hat, ist das ja nicht unbedingt richtiger.
Oder verstehe ich Sie hier miss?

THE WOERTH hat gesagt…

Pollock, anscheinend bedenken Sie bei Ihren Ausführungen nicht, dass Dresden im Zweiten Weltkrieg einen hochgradigen Identitätsverlust erlitten hat. In einer solchen kriegszerstörten Stadt sollte eine Rückgewinnung von Identität über allem stehen - auch über Gewinnmaximierung und Energiesparideen. Flachdachkuben sind dresdenuntypisch und werden höchstens einem austauschbaren Allerweltstrend gerecht, nicht aber dem "bezaubernden Akkord" von Erich Kästner. Pro Regionaltypik!!!

Pollock hat gesagt…

Lieber The Woerth,
ich habe mit meiner Ausführung lediglich versucht zu erläutern, nach welchen Maßgaben heutzutage gebaut wird. Von einigen wenigen besonderen Bauten abgesehen [Museen, Ministerien, Bibliotheken] haben wir es heutzutage bei Neubauvorhaben mit Investoren zu tun - und denen ist Regionaltypik im Großen und Ganzen schnurzpiepegal... die Immobilie muss sich a) rechnen und b) gilt es, die Auflagen der genehmigenden Behörden mit Minimalaufwand zu erfüllen.
Würden in Dresden mehr Unternehmen ansässig sein, die sich der Stadt verpflichtet sähen, würde sich mit Sicherheit eine anspruchsvollere [und wohl auch dem spezifischen Stadtbild Dresdens verbundenere] Architektur entwickeln.
Nur muss ich hier leider viel zu oft im Konjunktiv schreiben. Faktisch ist der Idealismus, den z.B. die Hapimag an den Tag legt, heutzutage viel zu selten zu finden.

Arwed hat gesagt…

@Petersburg

Die Perspektive, die Sie gut finden und die Ansicht, die Sie ablehnen, zeigen ein und denselben Entwurf! Sogar die selbe Gebäudeseite. Vielleicht warten Sie lieber bis das Haus fertig ist, dann wird für Sie die Meinungsbildung einfacher.

@The Woerth

Soll das Amtsgericht ein Satteldach bekommen, wenn noch nicht einmal das Landgericht ein (sichtbares) geneigtes Dach hat?

Petersburg hat gesagt…

@Woerth

Volle Zustimmung!

Anonym hat gesagt…

Wieso kann hier in diesem Forum mal nicht einer wirklich sachlich über Architektur in Dreseden reden?

Da wird jeder gleich nieder gemacht, der nur den Anschein erweckt, ihm gefalle die moderne Architektur in Dresden (siehe Altmarkthotel). Kann man nicht einfach antworten: Ok, dir gefällt das, mir aus bestimmten Gründen nicht. Stattdessen werden sie beschimpft als Lobbyisten oder Ihnen wird das Urteilvermögen abgesprochen, da sie sich schon mit so "billiger" Architektur zufrieden geben...
Und irgendwelche Weltverschwörungstheorien will man eigentlich auch nicht lesen!
Schade, denn das trübt die herrlichen Bilder die wir fast täglich von dem Betreiber der Seite geliefert bekommen, dafür vielen Dank! Ich für meinen Teil erspare mir demnächst wohl das Lesen der Kommentare...

Ach ja, und bevor sich einer beschwert: Dies ist der erste und letzte Kommentar von mir und ich ziehe es aus oben genannten Gründen vor anonym zu bleiben!

THE WOERTH hat gesagt…

Aus ebendiesem Grund müsste die Stadt Dresden Verantwortung übernehmen und den Investoren Vorgaben machen. Die rechtsverbindliche Gestaltungssatzung am Neumarkt, die die 63000 Unterschriften gefordert hatten, wäre ein erster Schritt gewesen. Es gab eine Zeit, da war Dresden in diesem Punkt deutschlandweit vorbildlich. Die Ergebnisse sehen wir heute z.Bsp. in den industriefreien, durchgrünten und charaktervollen Stadtvierteln wie Striesen oder Löbtau, eigentlich Viertel für die untere bis mittlere Schicht. Wie es dort heute ohne diese politischen Regularien aussehen würde, kann man im wenige Fahrstunden entfernten Berlin betrachten.

Pollock hat gesagt…

@ The Woerth:
Könnten Sie Ihren Berlin-Vergleich bitte präzisieren, so pauschal erschließt sich mir nicht ganz, vorauf sie anspielen?
Was Ihr Hinweis auf das Werkzeug der Gestaltungssatzung betrifft, bin ich nicht der Meinung, dass diese grundsätzlich eine bessere Bauqualität erzeugt. Vielmehr können sich solche Satzungen auch in das Gegenteil umkehren und gute und sinnvolle Architektur verhindern, weil viele Satzungen streng interpretiert restriktiven Charakter haben.
Im Übrigen vertrete ich die Auffassaung, dass unsere Bauordnungen den zuständigen Bauprüfern einen ausreichenden Ermessensspielraum zubilligen, um gestalterisch inaktzeptable und stadträumlich unpassende Projekte so nicht zu genehmigen, sondern Nachbesserung zu verlangen.
Aber wie gesagt, das hängt eben auch vom Engagement und der Verantwortung des zuständigen Sachbearbeiters ab.
Ich habe bereits an anderer Stelle mein Unverständnis zum Ausdruck gebracht, wie das B&B-Hotel Ecke Weisseritz- / Friedrichstraße ohne dachartigen Abschluss genehmigt hat werden können. Gibt es hier einen B-Plan der dieses ermöglicht?
Wenn nicht, hätte das Gebäude doch nach §34 BauGB also "in Eigenart der näheren Umgebung" errichtet werden müssen.
Für mich ist es in Teilen überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, nach welchen Grundsätzen in Dresden Baugenehmigungen erteilt werden....

THE WOERTH hat gesagt…

Berlin Wedding, Friedrichshain & Co: Mietskasernen mit schlechten Wohnbedingungen, versiegeltes Wohnumfeld, Industrie und Gewerbe inmitten des Wohnquartiers oder den Innenhöfen, billige und lieblose Bauweise, ...

Dresden Löbtau (Arbeiterviertel, erbaut unter strengen politischen Regularien): Komplett industriefreie Zone, starke Durchgrünung, hochwertige Gestaltung der Mietshäuser (Vorgaben bzgl. Grundrisse, Geschosshöhe, Architektur & Materialität), Einzelbebauung in gepflegtem Wohnumfeld (Mindestabstände), ...

Franz Bieberkopf hat gesagt…

Ach Gottchen - Löbtau mit dem guten alten Friedrichshain zu vergleichen. Warum vergleichen Sie denn nicht Löbtau mit Camden Town oder Williamsburgh .... irgendeinem anderen beliebigen Stadtteil irgendwo auf der Welt, wo Sie schon mal mit der Straßenbahn durchgefahren sind und sich gefragt haben, wie können die armen Leute hier nur hausen. Zum Glück gibt es Dresden wo die kleine Welt in Ordnung ist ? Ich freu mich schon auf den nächsten Beitrag von Ihnen !! Jetzt sind wir wiedermal auf dieser _Dresden ist aber besser als Paris_ Ebene angekommen.
nu gudd ....

THE WOERTH hat gesagt…

Der Herr Bieberkopf möchte polemisieren? Ich lasse Ihnen die Freude. Bzgl. der Arbeiterviertel und strengen Bauvorschriften in Dresden empfehle ich Ihnen mal ein paar Lektüren (z.Bsp. von Volker Helas und der Sächsischen Denkmalpflege / Amazon), dann wird es sicher ganz schnell sachlicher. Verpreche ich! Liebe Grüße aus einer anderen heilen Welt - weit, weit weg von Dresden...

Pollock hat gesagt…

Hallo "The Worse" (find ich auch lustig...),
auch wenn ich es nicht ganz so giftig formulieren möchte, aber Herr Bieberkopf hat schon irgendwie recht, der Vergleich Löbtau / Friedrichshain klappt irgendwie nicht ganz. Zwar hat der Status des Sanierungsgebietes Ende der 90er ( Anfang 2000 dazu geführt, dass in Löbtau viele findige Steuersparer die Häuser saniert haben, aber die Lebensqualität hat das kein bischen aufgewertet, da möchte man doch lieber am Boxhagener Platz wohnen, als am troslosen Bonhöfferplatz, von der Katastrophe Löbtauer Straße ganz zu schweigen....

THE WOERTH hat gesagt…

Ja, jetzt hängt Euch halt nicht so an den genannten Stadtvierteln fest. Es geht doch nur um eine klare Tendenz, dafür muß man gar nicht mal Berlin zu Rate ziehen. Schon in Leipzig sehen Arbeiterviertel ganz anders aus. Und dort gab es eben auch die strengen Bauvorschriften nicht. Selbst das heute extrem bürgerlich erscheinende Striesen zählte früher keineswegs zu den "besseren" Vierteln.

Ich wollte nur zeigen, dass die Politik durchaus regulieren kann, wenn sie will.

Stefanius hat gesagt…

@ Pollock

ehe man auf einen Beitrag antwortet, sollte man Ihn erst lesen und dann wenigstens im Ansatz verstanden haben !!!

Dase hat gesagt…

@ Franz Bieberkopf/Pollock: das ist ganz einfach nachzuvollziehen, Herrn Woerth sind die besagten Stadtteil und allgemein besagte Stadt einfach zu kosmopolitisch und Multikulti, wie er desöfteren bereits geäußert hat. Das Ganze hat also weniger mit Architektur zu tun.

Ansonsten zeigt der zweite Kommentar von Petersburg (der hier sonst ob seiiner nüchternen Kommentare eher positiv auffällt) leider, was immer wieder zu beobachten ist, wenn Rekofreunde ihnen nicht genehme Architektur beurteilen: man schaut nicht so genau hin. Schon peinlich, dass dann ein und derselbe Entwurf einmal als "Strichcode-Monster" und dann gleich darauf mit "man könnte doch, wenn man wollte" bezeichnet wird. Das weist auf eine ungesunde mangelnde Distanz und Nüchternheit bei der Betrachtung heutiger Architektur hin und sorgt nicht unbedingt dafür, dass man ernster genommen wird. Nur so als Tipp.

THE WOERTH hat gesagt…

Dase, lies doch bitte mal meinen letzten Kommentar. Nichts gegen Leipzig und auch nichts gegen Berlin. Thema waren Bauvorschriften und Regulierungen seitens der Stadt/Politik und ihre Auswirkungen - sonst nichts.

Pollock hat gesagt…

Werter Stefanius,
nur weil ich um eine Ecke weiter gedacht habe sehen Sie den Zusammenhang nicht mehr?
Naja, nehmen Sie's sportlich.

Ach ja, bei Ihnen manifestiert sich die Richtigkeit von Aussagen ja auch in der Anzahl der Ausrufezeichen ;-)

Stefanius hat gesagt…

@Pollock

gut, dann lassen Sie einfach weiterhin ihre Gedanken kontextlos im Nirvana ihrer Ecken zerfasern. ;-)
Nur erschwert das eine Debatte ungemein.

@Dase haben Sie eigentlich auch sachliches beizutragen oder sind sie eine Art "Petersburg" der moderne ?

Petersburg hat gesagt…

Hallo Herr Dase,

Den Satz "Man könnte wenn man wollte", habe ich definitiv auf keine Strichcode-Fassade bezogen. Haben Sie die Entwürfe denn gesehen? Die Nordseite hat eine Strichcode-Fassade, eine weitere Seite (vermutl. Hof) hat dies nicht. Möglicherweise ist Ihnen dies entgangen? Ich bitte Sie, genauer hinzusehen.

Wenn zwei völlig verschiedene Fassaden eines Gebäudes auch zwei völlig verschiedene Bewertungen enthalten erscheint mir das nicht peinlich, sondern eigentlich sehr logisch.

mit besten Grüßen

Dase hat gesagt…

@ Petersburg:

bei den von ihnen verlinkten Visualisierungen handelt es sich nicht um zwei völlig verschiedene Fassaden, sondern um ein und dieselbe Eingangsseite, erkennbar an gleicher Fensterzahl, Eingangssituation, Andocken an das Bestandsgebäude auf der Linken Seite, etc. Die abwechselnd links- bzw. rechtsseitigen assyemtrischen Fenster sind (wahrscheinlich soll das der 'Strichcode' sein) sind ebenfalls vorhanden. Etwas genauer hinschauen, bitte.

ChriSGD hat gesagt…

@Pollock
"da möchte man doch lieber am Boxhagener Platz wohnen, als am troslosen Bonhöfferplatz"

Dass die Lebensqualität kein bisschen aufgewertet wurde würde ich so nicht bestätigen.
Ich habe meine Kindheit bis zum 10. Lebensjahr direkt am Platz gewohnt.

Unser Haus hat heute kein undichtes Dache mehr, gegenüber wurde das Chemikalienlager bebaut, die alte Dreckschleuder an der Nossener Brücke ist Geschichte und die Suffköppe sitzen jetzt woanders. Was mir allerdings negativ auffällt, ist die Anzahl der noch verbliebenen Geschäfte. Das war früher in der Planwirtschaft mit "Super"märkten in der Größe eines Wohnzimmers einem exra Geschäft für die Leergutannahme noch anders.

Früher bin ich dort in den Büschen in die Hundehaufen getreten und hab in ausgewohnten Häusern gespielt und auf trostlosen Garagenhöfen in den Pfützen gebadet. Sicherlich nicht ideal für Kinder (aber immerhin allergiefrei!!!) Heute bin ich öfter am Boxhagener und trete eben dort in Hundekacke. So mit über 30 möchte ich inzwischen lieber in Löbtau als in Friedrichshain am Boxhagener Platz wohnen, weil ich nicht jeden Tag Lust darauf hab von den Wohnungslosen an der Warschauer Brücke angebettelt zu werden. Nicht umsonst hat Löbtau seit der Sanierung wieder kräftig an Einwohnern zugelegt, denn nicht jeder möchte offenbar eine Kneipenmeile unter seinem Schlafzimmer haben.

Löbtau hat ja auch gar nicht die entsprechende Bedeutung innerhalb der Stadt wie Friedrichshain, Löbtau hat für mich eher so den Charakter wie Weißensee in Berlin, schon etwas weg vom großen Trubel.

ChriSGD hat gesagt…

@Pollock
Keine Ahnung, ob in der Friedrichstadt für das B&B eine B-Plan existiert, es scheint eher nicht der Fall zu sein, da damit solche seltsamen Dinge eigentlich eingedämmt werden. Meines Erachtens ist der §34 BauGB zu schwammig. Hier wurde offenbar allein schon die Tatsache einer einheitlichen Traufhöhe als ausreichend angesehen. Für mich persönlich wird das Ortsbild durch den Bruch in der Dachlandschaft beeinträchtigt, für den Sachbearbeiter war dies offenbar nicht der Fall. Vielleicht hat er sich auch am Hotel Altstadt orientiert oder an der geplanten Florana-Bebauung. Dafür fehlt aber eigentlich ein zusätzliche Geschoss.

Ähnliches Problem besteht ja auf der Hauptstraße. Hier möchte man sich in der Beurteilung wohl lieber an den Platten als den Bürgerhäusern und dem Königstraßenviertel orientieren. Beides sind m.E. stärkere Anhaltspunkte und daher bevorzugt als Grundlage heranzuziehen. Auf meine Nachfrage beim Stadtplanungsamt kam nur heiße Luft. Wenn ich reich wäre, würde ich dagegen klagen.

Petersburg hat gesagt…

@Dase


Sie müssen mal genauer hinschauen. Es sind zwei völlig verschiedene Fassaden. Kann eigentlich jeder sehen.

THE WOERTH hat gesagt…

Petersburg, es handelt sich tatsächlich um dieselbe Fassade. Die Skizze kann allerdings durchaus verwirren, da man auf den ersten Blick auch die dunklen Rechtecke für Fenster halten könnte (das wäre dann der Strichcode). Die tatsächlichen Fenster (helle Rechtecke) wurden zu allem Übel dann auch noch in zwei verschiedenen Tönen visualisiert.