Mittwoch, 11. August 2010

Königspavillon | Hauptbahnhof

Deutlich erkennt man bereits die Wiederherstellung des ursprünglichen Daches beim Königspavillion.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Super! :)

Aber schade, dass an dem Ende des Platzes weniger Menschen entlang strömen. Man hätte die Prager Strasse eher irgendwie aufgabeln müssen, um die Leute fächerartig zwischen den 5 Würfelhäusern durchzuführen. Leider steht mittendrin auf der Prager ein sinnloser Bau als Wand, das Wiener Loch locht so vor sich hin und nicht zwischen allen Würfelhäusern sind Lücken … FEHLPLANUNG!

der Wolf hat gesagt…

Schön, daß nun endlich auch der Königspavillion wieder hergerichtet wird. Früher war dort ein kleines Filmtheater untergebracht. Ich hoffe sehr, daß die Qualität der zukünftigen Nutzung überdurchschnittlich und ebenso originell wie die vorherige ausfällt.

Der Bereich Prager Str./St.Petersburger Str. gehört m.M. nach zu den größten innerstädtischen Problemgebieten Dresdens.
Man verläßt den Hbf und steht erstmal vor der Kopie des sog. "Kugelhauses", samt den anderen 0-8-15-Kuben und Kisten die in diesem Gebiet in den letzten Jahren lieblos hochgezogen wurden. Dahinter erstreckt sich dann das "Wiener Loch", nebst Sozialistischer Platte.
Das ganze ist so weitläufig und kalt, so durcheinandergewürfelt, daß man bemüht ist, so schnell wie möglich diese Beton-Wüste hinter sich zu lassen.

In Leipzig ist das anders: hier überquert man den Bahnhofsvorplatz und ist im Nu in einem Gewirr aus Kleinteiligkeit, die Vergangenheit atmet und zum Verweilen einlädt.

Die Anonymität und Kälte die sich in DD vom Hbf bis zur Kreuzkirche erstreckt, läßt bis heute erahnen, wie groß die Katastrophe des 13. Feb. 1945 gewesen sein muß.
Angesichts dieser Erkenntnis kann einem "Nachgeborenen" bis heute recht wehmütig zu mute werden, und man möchte ausrufen: Dresden? Das gibt es nicht mehr! Den Dresden, das war nicht die Aneinanderreihung einzelner Sakral-und Profanbauten, nein, Dresden, das war ein Gesamtkunstwerk, daß heute nur noch auf alten Fotos, Filmen und in der Erinnerung der Älteren noch lebendig ist.
Ich spreche der Moderne (in ihrer jetzigen Form) jegliche Fähigkeit ab, Dresden jemals wieder zu dem zu machen was es über Jahrhunderte war: eine Perle der Kultur, die in der Welt einen Namen hatte.