Mittwoch, 20. Oktober 2010

Hotel | Dr.-Külz-Ring

Momentaner Zustand - Die Fassade zum Külz-Ring wurde gestrichen, außerdem rüstet man schon den rück-
wärtigen Teil ab.





Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wir bauen für Menschen? Natürlich... Dresdner sind wohl keine Menschen oder was? Erstens, Das wird wieder nur ein Hotel, also ein Bau für Auswärtige. Zweitens, das ist ein abstoßender, menschenunfreundlicher grauer Betonblock. Drittens, gehts doch eh wieder nur ums Geld, um Umsatz, um Profit...
Märchen könnt ihr woanders erzählen!

Bryan hat gesagt…

Wenn es ums Profit gehen würde.

Paris hat 27 Millionen Touristen jährlich, und zwar aus dem Ausland.

Die bringen Geld nach Paris. Kein unwesentlicher Faktor.

Warum Dresden besuchen, wenn alles wie Sonstwo aussieht? Auf den Neumarkt sich ausruhen reicht nicht.

gmargtrader hat gesagt…

LOL

Veranstaltung am 21. Oktober 2010 im Stadtarchiv Dresden

Der Dresdner Klub e. V. hatte für morgen, 21. Oktober 2010, 18 Uhr bis 20 Uhr zur Diskussionsrunde mit Baubürgermeister Jörn Marx eingeladen. Im Stadtarchiv Dresden sollte es um das Thema „Vorwärts in die Vergangenheit? Probleme in der Stadtentwicklung Dresden“ gehen. Den lange geplanten Termin musste Baubürgermeister Marx aufgrund dringender anderweitiger Verpflichtungen absagen. Die Diskussionsrunde wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Diesen Artikel finden Sie im Web-Auftritt unter http://www.dresden.de/de/02/035/01/2010/10/pm_078.php

Calm hat gesagt…

Danke für die Info zur Veranstaltung - bezeichnend, dass man nirgednwo in der Presse davon lesen konnte.

Ich frag mich an dieser Stelle, wie ein Jörn Marx Baubürgermeister der Residenzstadt sein kann. Er hat Angst vor den Dresdnern, was man gerne mal "terminlichen Verpflichtungen" begründet. Dieser Mensch identifiziert sich in keinster Weise mit Dresden (sinnbildlich seine Bewerbung in Mönchengladbach).

Fort mit ihm und durch fähige Leute ersetzen! Fähige Leute, die nicht gegen den Großteil der Dresdner agieren! Unbd bei der Gelegenheit gleich das ganze Stadtplanungsamt mit austauschen!

THE WOERTH hat gesagt…

Ja, es ist wirklich nicht zu fassen. Die sind tatsächlich so verblendet, dass sie die Problempunkte der Stadtentwicklung gerade in dem Bereich sehen, in dem es halbwegs gut läuft. Bestimmt wird ausgiebig darüber schwadroniert werden, dass der Neumarkt gescheitert ist und sich Dresden mit seiner ewiggestrigen Disneylandkultur lächerlich macht.

Und währenddessen kann in aller Ruhe die halbe Innenstadt zügig (und selbstverständlich ohne jede Diskussion) versaut werden - das neueste Beispiel wäre die millionenschwere Bezuschussung der armen Florana durch die Stadt Dresden, damit diese ihr vorbildliches 60er-Jahre Megaparkhaus direkt neben dem "kleinen Kaiserpalast" auf der Bautzner Straße errichten kann. Zu solchen Themen sind selbstverständlich auch keine Diskussionsrunden nötig, denn es ist ja wohl Konsens, dass eine solch weitsichtige, zukunftsgewandte und zeitgemäße Stadtplanung nicht diskutiert werden muss.

der Wolf hat gesagt…

Ja, die bisherige Neumarktbebauung ist ganz "unmöglich".
Deshalb hat DD auch den Bundespreis für Städtebau erhalten... Aber Herr Marx wird das wohl ganz anders sehen.

Passend zur kalten, idetitätslosen Bauweise, haben wir Funktionsträger, die keine emotionale Bindung zu ihrem Umfeld haben. Brave Parteisoldaten, die genau das umsetzen was ihnen als Direktive (von wem auch immer) vorgegeben wird, damit der Posten weiterhin gesichert bleibt!

Was muß geschehen, damit sich einmal pro Woche mind. 1000 Dresdner vor dem Rathaus versammeln, um gegen Marx, sein Stadtplanungsamt und diese inkompetente "Gestaltungskomission" zu demonstrieren!?

Ich selbst bin kein guter Redner, wohne mittlerweile (leider) wieder in Stuttgart, sonst hätte ich schon längst SELBST das Wort ergriffen!

Darki hat gesagt…

@The Woerth,

es wäre schön, wenn die Mehrheit der Dresdner dieses abgekaterte Spiel auch durchschauen würde, aber ich denke, das tut sie nicht und stimmt sogar noch obrigkeitstreu zu.

Achja...Dresden baut sich übrigens ein zeitgemäßes Denkmal der heutigen Politik...eine begehbares Loch mit Blick auf Dresdens Abwässer (am Seetor)...für eine Viertel Mio. Da kann man sich dann im wahrsten Sinne die Sch**** ansehen, die das Rathaus verbockt hat. Bravo.

Stefanius hat gesagt…

so jetzt frage ich mich gerade... wo steht geschrieben, das Florana die Fördergelder erhalten hat, von denen der Neubau Bautzner Str. abhängt? Bis auf einen Foren eintrag kann ich nicht einmal im Neustadt Ticker etwas finden.

Weiterhin würde mich interessieren, woher hier einige das Wissen über den Inhalt des Vortrages vom "Dresdner Klub e.V." nehmen? Ich konnte nichts finden und Unterstelle einem Verein, welcher u.a. von Herrn Nadler gegründet wurde, per se erst einmal nichts schlechtes.

Ich glaube es wäre angebracht wenn einige mal Ihre oberflächliche Polemik Schiene verlassen würden um auf die Sachebene zurück zu kommen.


"Vergleichbar dem Wiederaufbau der Warschauer Altstadt unter Jan Zachwatowicz[1] muss die Einstellung Hans Nadlers ähnlich wie jene von Margarete Kühn in Berlin oder jene der insgesamt rekonstruktionsfreudigen bayrischen Denkmalpflege nach 1945 im Zusammenhang mit den baukulturellen Verlusten durch den Bombenkrieg gesehen werden: Gegenüber der Schule von Denkmalpflegern, die sich an den nach langer Diskussion schließlich 1964 in der Charta von Venedig festgelegten Grundsätzen orientierte, glaubte Nadler daran, dass Rekonstruktion nicht bloß "Ausnahmecharakter" (Artikel 9) haben dürfte, da er den Begriff der Identität, die durch Denkmalpflege konserviert werden soll, weiter gefasst sehen wollte."

THE WOERTH hat gesagt…

Zu Deiner ersten Frage: Stand in der SZ.

Aber wenn wir schon gerade am fragen sind, ich hätte auch noch 3:

1. Woher wusste ich, dass an genau dieser Stelle ein Kommentar von Stefanius erscheinen würde? ;)

2. Oberflächliche Polemik? Wer, wo und wann genau?

3. Wer genau hat "das Wissen über den Inhalt des Vortrages vom "Dresdner Klub e.V." und wann hat er dies hier verlauten lassen?

THE WOERTH hat gesagt…

Zitat www.dresdnerklub.de:

"Die Gründung des Klubs geht auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters von Dresden, Walter Weidauer, zurück, der offenbar von höheren Regierungsstellen, insbesondere von Walter Ulbricht, dazu ermuntert wurde."

"Gründungsmitglieder des “Klubs der Intelligenz“ waren 1953 Prof. Lea Grundig (Malerin), Wolfgang Ullrich (Zoodirektor) und Dr. Hans Nadler (Architekt).
Alle drei Klubs wurden zum “Dresdner Klub der Intelligenz” zusammengeführt und dem Kulturbund unterstellt."

Sollte besagter Klub tatsächlich regionaltypische Architektur menschlichen Maßes und die Stärkung verlorengegangener Identität zum Ziel haben, wäre der Dialogtitel denkbar ungünstig gewählt.

Stefanius hat gesagt…

@ The Woerth

zur 1. Frage, hast Du zufällig einen Link ? Ich kann nämlich wirklich nichts finden...

und zu den weiteren Fragen ...

weil Du mich überwachen lässt ? ;-)
Polemik war auf die Aufschreie im Blog bezogen, welche aus meiner Sicht, momentan einer entsprechenden Grundlage entbehren..

Und ja Du hast Recht, der Titel läßt nichts gutes vermuten, und Nadler ist tot. Allerdings macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, nach gut Dünken einen Generalverdacht auszusprechen.

THE WOERTH hat gesagt…

Sicher, also warten wir's ab.

SZ vom 16.10.2010:

"Äußere Neustadt

Die Stadt soll die Florana KG beim Bau eines Park- und Geschäftshauses in der Bautzner Straße 33 bis 35 finanziell unterstützen. Der Neustädter Ortsbeirat stimmte in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig für einen Zuschuss in Höhe von 980000 Euro. Das Geld soll aus dem Topf der Parkplatzablösegebühr zur Verfügung gestellt werden. Die Gebühr wird fällig, wenn ein Bauherr nicht die vorgeschriebene Zahl an Parkplätzen schafft."

Und hier noch ein Bild von dem abartigen Teil:

http://www.florana.info/content_images/images/Bilder/Persp-Bautzner.pdf.jpg

Hans-Hubert hat gesagt…

Das sieht doch schick aus :)

Gibt es hier irgendwo das Thema Strassenbau? In der SZ vom 21.10.10hier der Link:

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2592414

steht welche Strassen saniert werden. War vond en Stadtherren mal einer in Striesen? Ich glaube nicht. Ich muss über die Schandauer wenn ich nach hause will und diese Straße ist mehr als kaputt -> Ausbau nicht vor 2016. Was für ein genialer Plan !!

THE WOERTH hat gesagt…

Hast Du evtl. noch ein paar fundiertere (und weniger subjektive) Argumente als "schick"?

Zum anderen Thema: Rate mal, warum Du noch jahrelang über diese Ruckelpiste fahren wirst. Genau! Die Mehrkosten bei der Waldschlösschenbrücke wurden von der Stadt als Grund für die vorläufige Nichtsanierung der Schandauer (und weiterer Straßen) genannt.

THE WOERTH hat gesagt…

Zitat SZ zur Königsbrücker Straße:

"Ob sie mit zwei überbreiten Spuren ausgebaut wird, wie es die Verkehrszahlen und der Luftreinhalteplan nahelegen, oder der FDP-Wirtschaftsminister die noch wesentlich teurere vierspurige Lösung durchsetzt, ist weiter unklar."

Jawohl, Herr FDP, Dresden braucht ganz dringend weitere Autobahnen im zentralen Stadtgebiet. Vor allem im größten (bald nicht mehr) zusammenhängenden erhaltenen Gründerzeitviertel.

THE WOERTH hat gesagt…

Da fällt mir ein, auch die Frau Oberbürgermeisterin hatte sich ja vor einiger Zeit lautstark für die vierspurige Autobahn ausgesprochen.

Dresden ist in den besten Händen!

Hans-Hubert hat gesagt…

Naja mir gefällt es einfach, reine Geschmackssache und vollkommen subjektiv. Ich denke mal das man seinen eigenen Geschmack auch nicht begründen kann und muss.

Achso ok, die Mehrkosten für die Waldschlößchenbrücke sind der Grund. Na gut da fahre ich natürlich sehr gern noch ein paar Jahre über die Buckelpiste. War ja für einen guten Zweck.

THE WOERTH hat gesagt…

Genau deshalb hatte ich weitere Argumente abseits von Geschmacksfragen angefordert - mit keinem Wort jedoch "eine Begründung für Ihren Geschmack" verlangt.

Zitat: "Reine Geschmacksache."

Eben nicht. Das ist eben nicht reine Geschmacksache. Dresden ist eine Stadt, die der Welt gehört - und der Welt genommen wird. Einzelne Befindlichkeiten interessieren da kein bißchen.

Letztlich bleibt mir noch zu sagen, wie interessant ich es finde, dass sich auch hier wieder der Kreis schließt. Selbstverständlich sind Sie Pro Waldschlösschenbrücke, das wusste ich, noch bevor Sie auch nur ein Wort dazu gesagt haben. Wer für den kulturell-städtebaulich-geschichtlichen Reichtum dieser Stadt keine Antennen hat, der stört sich selbstverständlich weder an Altmarktgalerie noch an Floranaparkhaus noch an der Zerstörung einer weltweit einzigartigen (Stadt-)landschaft. Genau solche unsensiblen und desinteressierten Menschen sitzen dummerweise auch zuhauf in verantwortlichen Positionen und zerstören somit den Menschen das Lebensumfeld, die die Bedeutung und Tragweite dieses Verlustes erkennen. Aber was schreibe ich, Sie verstehen ja doch kein Wort von dem, was ich Ihnen mitteilen möchte...

der Wolf hat gesagt…

@Darki: ich glaube, man darf nie aufhören, daran zu glauben, daß Menschen doch noch aufwachen.

Ich denke schon daß es (mit der richtigen Methode) Möglichkeiten gibt, den Leuten die Augen zu öffnen, in dem man ihnen zeigt, was für Verhältnisse da bei der Stadt herrschen.
Mit dem Verweis auf Stuttgart hätte man ein Beispiel an der Hand, um zu zeigen, das (intelligenter) Widerstand durchaus etwas zum Guten bewegen kann!

Dresden ist zu kostbar- und die Chancen die sich jetzt durch den Wideraufbau ergeben- sind zu einmalig, als das man dies einer korrupten Politikerbande überlassen sollte (selbstverständlich gibt es auch noch Volksvertreter die ihrem Namen alle Ehre machen, aber die stellen definitiv die Ausnahme dar.)

Für alle die an einem weiterführenden Gedankenaustausch interessiert sind, hier meine Adresse:

godi2@hotmail.de

THE WOERTH hat gesagt…

@Wolf:

Finde ich Klasse, Ihr Engagement! Schade, dass wir uns nicht früher über den Weg gelaufen sind...

der Wolf hat gesagt…

@The Woerth: ja, mag sein, doch:
verloren ist was man aufgibt, finden Sie nicht?
Wenn Sie nicht mehr aktiv mitmischen wollen/können, so wäre es schön, Sie zumindest beratend an unserer Seite zu wissen.

Ich weiß auch noch nicht, was ich von Stuttgart aus für DD tun kann, aber etwas tun MUSS ich, den kritisieren allein nützt nichts.

THE WOERTH hat gesagt…

Das Leben besteht ja dann doch noch aus etwas mehr und das hat mich Dresden mehrere Jahre lang vergessen lassen. Demgemäß würde ich es weniger "aufgeben" nennen, als einen wichtigen Schritt für mich selber. ;)

Wo ich "beraten" kann, werde ich dies aber gerne tun.

der Wolf hat gesagt…

@The Woerth:
es ist so schlimm, daß diese Form der Demokratie dem Bürger im Prinzip keine Mitsprache in entscheidenen Fragen einräumt, die sein unmittelbares Umfeld prägen.
Viel schlimmer aber ist, daß sich so viele mit diesem Zustand bereits abgefunden haben, oder verständlicherweise keinen Sinn mehr sehen (oder keine Kaft mehr haben) weiter zu kämpfen.
Und trotzdem: ein Versuch ist es wert, und sei es "nur" dem eigenen Gewissen gegenüber...