Donnerstag, 7. Oktober 2010

Leipzig | Paulinum

Vor mehr als anderthalb Jahren berichteten wir vom Bau des Paulinum am Augustusplatz in Leipzig. Der
Bau neigt sich nun der Fertigstellung entgegen, Teile davon sind bereits geöffnet.




Kommentare:

der Wolf hat gesagt…

es ist so schade, daß an dieser historisch bedeutenden Stelle keine Totalreko realisiert wurde.
Die nun entstehenden Baukörper verdeutlichen lediglich die Dimension dessen, was früher hier einmal stand, mehr aber auch nicht.
Bei aller Größe in der Wirkung - Seele haben diese Gebäude trotz ihrer aufgebrochenen Fasadengliederung leider nicht.

Eine Riesenchance wurde da vertan, über die man in Leipzig in einigen ewiggestrigen Kreisen sogar stolz zu sein scheint.
Das was hier nun entsteht ist weder Fisch noch Fleisch. Schade.

THE WOERTH hat gesagt…

Habe ich diese Schieferplatten heute nicht schonmal irgendwo in diesem Blog gesehen? Man muss nicht wirklich weit scrollen. ;)

THE WOERTH hat gesagt…

Aber abgesehen vom etwas tristen Erscheinungsbildes des "Café Felsche" (das ich insgesamt für wenig gelungen halte, Potential groß, Umsetzung unbefriedigend), kann ich mit dem Bau leben. Eine Reko hätte ich in jedem Fall bevorzugt, dennoch ist diese Architektur m.E. als kreativ, orignell, repräsentativ und des Standorts würdig einzustufen. Das gefällt. Ganz im Gegensatz zum erbärmlichen Nachbarn in der Grimmaischen, den ich gerne mit der Maus in den Investorenschundrecycler verschieben würde. Den vorderen Teil der Grimmaischen Straße halte ich für insgesamt unbefriedigend, gleich im Riegelanschluß befindet sich aber ein einfühlsames Eckgebäude im neoklassizistischen Stil und rotem Satteldach, über dessen Errichtung ich mich vor einigen Jahren enorm gefreut hatte. Zu sehen auf dem vierten Bild.

der Wolf hat gesagt…

Wie unterschiedlich doch Leipzig zu Dresden ist: hier noch die Kleingliedrichkeit und erstaunlich viel alte Bausubstanz, selbst im Stadtzentrum, dort die weiträumige Betonwüste (Prager Straße/DrKülz-Ring/Petersburger Str). Das alles steht in DD im krassen Kontrast zum rekonstruierten Altstadtkern, der mit der "Reststadt" kein homogenes Ganzes bildet...

alternativpüppi hat gesagt…

Kann Wolf nur zustimmen... Als Dresdner ist es immer wieder schmerzhaft, die städtebauliche Fragmentierung der sogenannten Dresdner Innenstadt bewundern zu dürfen. Gerade die besagten Betonwüsten sind nicht nur auf den ersten Blick als billigste Investitionslösung erkennbar, sondern aufgrund ihrer monofunktionalen Nutzbarkeit auch alles andere als nachhaltig.

Die Leipziger Innenstadt hingegen erscheint viel homogener und geschlossener. Es entsteht beim Flanieren ein echtes Großstadtgefühl, trotz oder gerade wegen der kleingliedrigeren Neubebauung und punktuellen Restaurierung.

Als Fan von Teilrekonstruktionen mit modernen Elementen empfinde ich das Paulinum als gelungenen "Neubau".

Auch Dresden zeigt an manchen Stellen, dass es besser geht als Prager Straße & Co. Der HBF, der kleine Schlosshof oder auch die Neugestaltung des Militärhistorischen Museums sind dafür gute Beispiele.

ji hat gesagt…

Was soll denn der Unsinn? Die rekonstruierte Altstadt (auch wenns mancherorts nur eine "Stadtraumwirkungsreko" ist) ist homogen zum eigentlichen Erscheinungsbild Dresdens. Wenn, dann ist das Quader- und Riegelzeugs einschliesslich der DDR inhomogen zum Rest. Dieser immer wieder unterschwellige Hohn über den Neumarkt im gesamten widert michh an. Würde man überall in Dresdens Innenstadt wie am Neumarkt bauen, so hätte man in etwa soetwas, wie es in Leipzig steht. Ja, da ist Leipzig zu beneiden, aber dennoch freut man sich mit dem Brüderchen. Reko wäre besser, ja. Aber wenigstens hat sich die Moderne da mehr Gedanken gemacht als vielerorts in Dresden (florana zB). Ein nettes Ensemble mit dem Uniturm will mir trotzdem nicht in die Augen fallen …

ji hat gesagt…

PS: Ich sprach übrigens den user Wolf an … sry

MarcelB hat gesagt…

Ich finde das Gebäude sieht unheimlich und kalt aus! Da sind mir die Neubauten in Dresden wenn nicht immer kleingliedrig und mit "Aha - Effekt" schon lieber! Dresden wird von so vielen Menschen als schön empfunde weil es Sympatisch wirkt. Ich wohne jetzt schon seit vielen Jahren in Berlin und kann Berlin, Dresden und Leipzig sehr gut vergleichen und ins Verhältnis setzen. Leipzig ist für mich unter Strich die Stadt mit am wenigsten Metropolcharakter.

Lipsius hat gesagt…

@MarcelB:

Lustig, wie die Wahrnehmung unterschiedlich sein kann. Als Leipziger nehme ich DD immer wie ein großes verschlafenes Dorf war, während LE deutlich metropolenhafter ist, allein durch die immer noch und auch größtenteils baulich erhaltene Gründerzeitstruktur. Das Zentrum ist lebhaft und schön und wird immer schöner, da sein Einwohner, Studenten, Touristen allesamt vereint. In echt sieht der Unineubau übrigens nicht kalt aus, er fügt sich ganz prima in das bunte Bild des Augustusplatzes ein. Und als Student kann ich auch nur sagen, dass es sich in dem Bau nicht nur gut studiert, sondern dass es ein großer VOrteil ist, dass die Uni im historischen Kern steht und kein Vorstaftcampus ist. In DD hätte man an den Stadtrand eine Würfelkolonie gebaut, würde ich meinen. Ist ja auch so :)

André hat gesagt…

lustig, dieses dresden-leipzig-bashing unter den sachsen. als ehemaliger berliner finde ich beide städte nicht wirklich metropolenhaft im sinne einer wirklichen metropole. über das insgesamt urbanere, geschlossenere stadt- und touristenzentrum verfügt natürlich leipzig. dresden wirkt nur von der wunderbaren elbkulisse aus großstädtischer. leipzig besitzt zudem natürlich auch die größeren gründerzeitgebiete, deren historismus mich ziemlich an berlin erinnert. ich muss gestehen, als ehemaliger student war ich von den hochgepriesenen leipziger kultur und studentvierteln (siehe südvorstadt etc.) wie so einige doch recht enttäuscht. architektonisch sowie vom lebensgefühl her punktet diesbezüglich die äußere neustadt(sowieso für die meisten das eigentliche dresden). das gestand mir sogar meine leipziger freundin. ich würde auf ein glattes unentschieden setzen;-). ne, macht das mal unter euch aus;-)...

Anonym hat gesagt…

1943-0815
Habe gerade meinen Barcode-Leser über die Fassade laufen lassen. Obige Zahl wurde mir dabei ausgegeben.

Petersburg hat gesagt…

Ich finde es müßig, Dresden und Leipzig zu vergleichen. Leipzig ist traditionelle Handelsstadt, Dresden Sitz eines Monarchen mit entsprechender Kunst- und Kultur. Kann man kaum vergleichen.

Dazu kommt, dass in der Dresdner Innenstadt ja ausser ein paar Einzelbauten kaum etwas stehenblieb - eine erschüttternde Luftbildaufnahme der 1950er (gibts irgendwo auf der GHND Website im Archiv) zeigt eine riesige, praktisch leere Fläche! Allein wenn ich an diese Aufnahme denke ist das jedesmal aufs Neue erschütternd. Bei Leipzig war das anders, auch bombardiert, aber nicht total ausgelöscht. Ich finde, auch wegen des Zerstörungsgrades kann man beide Städte nicht vergleichen.

@André: na, mit Berlin kannste det sowieso nich verjleichen, wa! Uns kann keener! :)

THE WOERTH hat gesagt…

Oh, Dresden - Leipzig, wie schön und lange nicht mehr gehabt. Da kann ich mich natürlich nicht zurückhalten: Wie ich es schon oft geäußert habe, ist mir Dresden deutlich sympathischer. Ich halte es für tendenziell gepflegter, bürgerlicher, repräsentativer, atmosphärischer. Und natürlich ist Dresden VIEL mehr als eine kleine Altstadt, eine urbane Neustadt und jede Menge Platten. Die landschaftliche Lage, das Klima und die vielen noblen und kleinstädtisch anmutenden Stadtviertel schaffen ein beschauliches Flair, das geradezu das Gegenteil von Leipzig darstellt. Leipzig im direkten Vergleich empfinde ich in vielen Bereichen als zu hektisch und zersiedelt, zu großstädtisch und "arbeitermäßig". Das war jetzt ein wenig undifferenziert und ein paar Ecken in Leipzig gefallen mir selbstredend auch sehr gut! Höxxxt subjektiv, das alles, aber wemma scho dabei sind: Mein Votum für Dresden. :)

Darki hat gesagt…

Ich kann die Hack-Debatte Leipzig-Dresden nimmer lesen und ich empfinde es auch als äußerst uneffektiv ständig Öl ins Feuer zu gießen - von beiden Seiten. Beide Städte haben ihre Vorzüge und auch ihre Schattenseiten - belassen wir's hier an der Stelle dabei. Ich selbst finde das Paulinum nicht übel - selbstverständlich hätte auch ich mich über eine Reko gefreut, aber war ja nicht. Das übliche Modernistengrau passt hier auch ausnahmsweise mal hervorrragend an den Platz, der auch in seiner Umgebung in Grautönen gehalten ist ( Weisheitszahn, Kroch-Hochhaus, ...). Eine deutliche Verbesserung zum vorherigen DDR-Plattenbau. Beim Gebäude in der Grimmaischen Str. muss ich the Woerth zustimmen, sieht sehr billig aus und erinnert mich in seiner Plastikoptik an den Bau An der Frauenkirche 22 am Neumarkt in Dresden.

der Wolf hat gesagt…

@ji:

Sie haben mich wohl missverstanden. Ich bin ein großer Fan des alten Dresden, und als solcher ein großer Befürworter für die Rekos am Neumarkt.
Daß der neu entstandene Altstadtkern eine Insel bildet, die ohne Bezug zum Umfeld steht, dürfte doch jedem klar sein.
Ich bin deshalb sehr dafür, daß auch außerhalb der inneren Altstadt Rekos endlich realisiert werden, und nicht noch mehr Moderne am Neumarkt Einzug hält!

@Petersburg: Der Vergleich zwischen Leipzig und Dresden beschäftigt mich deshalb, weil ich mich frage, ob der Unterschied (in der konträren Erscheinungsform der beiden Städte) auf die Zerstörungen im 2. WK, oder aber eher auf die Tabularasa-Methode (Totalberäumung der Innenstadt)nach 45 zurückzuführen ist.

@the woerth:
sehr treffend charakterisiert!
Die Lage Dresdens macht erstaunlicherweise den Verlust innerstädtischer Kleinteiligkeit wieder wett.

der Wolf hat gesagt…

@Andre und Darki:

Es geht mir nicht darum zu bewerten, vielmehr wollte ich charkterisieren.
Ich kenne beide Städte sehr gut und kann auch nicht sagen, welche die schönere, lebenswertere ist - muß man das?
Nein, mir kam es mit meiner Frage darauf an, differenzierte und wertfreie Charakterisierungen zu hören, so wie sie hier treffend vorgetragen wurden. Rankingkämpfe sind in der Tat müßig, und bringen nix, weil sie den KERN der Frage nicht berühren.

THE WOERTH hat gesagt…

Eben. Gerade weil die beiden sächsischen Metropolen so enorm differieren, ist es nicht ganz abwegig, dass diese Unterschiede auch desöfteren von Hinz&Kunz aufgezeigt werden. Solange man sich nicht unnötig angiftet, finde ich die unterschiedliche Wirkung von unterschiedlichen Städten auf unterschiedliche Menschen durchaus interessant.

@Wolf: Schon vor der Zerstörung waren Leipzig und Dresden auf absolut unterschiedlicher Wellenlänge, demgemäß ist die "konträre Erscheinungsform" nicht nur auf Krieg & Wiederaufbau zurückzuführen. In Leipzig gab es beispielsweise kaum Villenviertel, während halb Dresden aus Villen bestand. Ebenso unterschieden sich die Arbeiterviertel in ihrer städtebaulichen Struktur - manches davon ist auch auf strenge baupolitische Regularien in Dresden zurückzuführen.

der Wolf hat gesagt…

@The Woerth:
danke für die charakterisierenden Ausführungen - sehr interessant...man lernt nie aus.

Luik hat gesagt…

@Anonym, 8.10.2010, 3:28
Anonym (warum wird der eigenlich nicht abgemahnt?), können Sie erklären, warum Sie dieses Gebäude als 0815 abwerten? Meiner Wissen gibt es so ein Gebäude bisher noch nicht und ist daher keineswegs als "gewöhnlich" oder "nichts Besonderes" zu bezeichnen.

THE WOERTH hat gesagt…

Och Luik, jetzt reichts aber mit dem Kindergarten. Schau Dir doch einfach mal die Leute an, die ich in letzter Zeit so "abgemahnt" habe - evtl. fällt Dir ja was auf. Im Übrigen bin ich hier kein Moderator und jeder andere (auch Du) kann gerne etwas dazu beitragen, dass hier ein bißchen Ordnung reinkommt. Also anstatt munter durch die Gegend zu sticheln, hättest Du besagten Anonym einfach selbst drauf hinweisen können. *kopfschüttel*

Petersburg hat gesagt…

Luik: wenn wir jeden Tag nur hier hereinkämen um Leute abzumahnen, hätten wir viel zu tun...

Luik hat gesagt…

@The Worth
Genau, dass habe ich getan, und mir fällt auf, dass es sich ausschließlich um Beiträge handelt, die nicht oder sagen wir mal weniger deiner Meinung entsprechen! Ich bin sofort dabei, wenn wir hier zu einer fairen und sachlichen Diskussion kommen (was du ja auch in der Regel beachtest, dass will ich ausdrücklich sagen!). Aber trotzdem ist mein Eindruck, dass oft mit zweierlei Maß gemessen wird...

Aber zurück zum Gebäude, das ist doch das eigentliche Thema hier! Ich finde den Bau äußerst gelungen, und dieser "Strichcode" ist eigentlich keine so neuartige Erfindung, wenn man sich das hier anschaut: http://de.wikipedia.org/wiki/San_Michele_de_Murato

THE WOERTH hat gesagt…

@Luik: Dann hast Du entweder nicht richtig geschaut oder besitzt eine verzerrte Wahrnehmung. ;)

Erst gestern habe ich zwei anonyme Schreiberlinge zur Namensfindung aufgefordert - und die Beiträge waren garantiert auf meiner Wellenlänge. Petersburg gehört ebenfalls eindeutig der historisierenden Fraktion an und ich habe ihn vor Kurzem klar und deutlich zur Sachlichkeit ermahnt. Bei hiesigem anonymen Beitrag habe ich nur deswegen nichts geschrieben, weil ich ganz einfach nicht im Blog anwesend war und zwischenzeitlich die Diskussion weitergelaufen war.

Aber eigentlich habe ich auch gar keine Lust, mich hier rechtfertigen zu müssen. Kinderkram.

Zurück zum Sachthema! :)

Luik hat gesagt…

@The Worth
Doch, das habe ich gesehen! Aber wenn ich mir anschaue, dass Perückes Eintrag vom 06.10.10 mit „ohne Inhalt“, „unangenehm“ oder „arrogant“ bezeichnet wird, obwohl er keinen User persönlich beleidigt hat und im Gegensatz dazu die Beleidigung eines Users „Perri, geh' dich begraben" mit "Sowas muss nicht sein" kommentiert wird, ist dort meiner Meinung nach eine eindeutige Wertung in deinen Worten zu erkennen. Zudem wurde Perücke noch unterstellt, er würde Herrn Bobel beleidigen, obwohl er ihn in seinem Betrag überhaupt nicht erwähnt hat! Also, wer liest hier nicht richtig?
Das ganze dann als „Kinderkram“ abzutun, tja, das lasse ich mal unkommentiert!

THE WOERTH hat gesagt…

Luik, jetzt fang bitte nicht noch an, irgendwelche Phrasen aus dem Zusammenhang zu nehmen. "Ohne Inhalt" war mehr oder weniger von Perücke zitiert, um ihm die Augen zu öffnen, dass er mit Steinen im Glashaus sitzt - und "unangenehm arrogant" habe ich den Beitrag genannt, weil er in meinen Augen genau das gewesen ist. Und bei Petersburg stand ja dann auch noch ein wenig mehr.

Da Herr Blobel bisher der einzige Grundstückseigentümer im angesprochenen Gebiet ist, war selbstverständlich auch er gemeint - wer denn sonst?? Davon abgesehen hat Perücke ja jederzeit die Möglichkeit, eventuelle Fehlinterpretationen richtigzustellen.

Da Du gerade am Korinthen lesen bist und ich mich, wie gesagt, hier nicht stundenlang rechtfertigen will (auch den anderen Nutzern zuliebe), war es das von mir. Ich werde von jetzt an nur noch auf Sachbeiträge von Dir antworten.

ICH FINDE ES UNPASSEND, HIER UM PERSONEN ZU DISKUTIEREN! WIR SIND HIER NICHT IN EINER ERZIEHERINNEN-TEAMSITZUNG!

PS: Ich heiße "the woErth"! Soviel Zeit sollte sein, sonst nenne ich Dich ab jetzt Luke Sky... ;)

Anonym hat gesagt…

Es ist halt so, dass man nicht immer alle anderen abmahnen muss, man kann einmal eine andere Meinung als anders hinnehmen. So dreht sich nach einiger Zeit alles nur noch um gewisse Befindlichkeiten gewisser Teilnehmer , bzw wie sie einen Kommentar verstehen bzw ihren eigenen verstanden haben wollen. So wird die Diskussion schön langsam mühsam.

THE WOERTH hat gesagt…

Bitte einen Nicknamen in das dafür vorgesehene Feld eingeben.

Anonym hat gesagt…

quod erat demonstrandum

THE WOERTH hat gesagt…

Wenn das hier so weiter läuft, wars das bald wieder mit der Sofortveröffentlichung von Beiträgen. Schade.

Es ist respektlos, Beiträge ohne Nicknamen zu verfassen, obwohl man weiß, dass es einen Großteil der Bloggemeinschaft stört.

THE WOERTH hat gesagt…

Zitat: "Es ist halt so, dass man nicht immer alle anderen abmahnen muss, man kann einmal eine andere Meinung als anders hinnehmen."

Das Wort "Abmahnung" ist ja nun ein sehr strenges Wort. Und "alle anderen" ist Polemik. Dem Rest stimme ich zu. Wobei ich die Aussage auf "Begründete Meinung" einschränken würde. Wir haben doch sicher alle im Deutschunterricht gelernt: These - Begründung - Beispiel. Und das nicht ohne Grund! ;)

Um "Befindlichkeiten gewisser Teilnehmer" sollte es nicht gehen, da stimme ich Ihnen ebenfalls zu und habe das selbst auch immer propagiert.

Und manchmal muss eine Aussage eben erklärt werden, niemand ist perfekt, weder Schreiber noch Leser...

Die lateinische Floskel kommentiere ich nicht, weil ich mich auf einem deutschen Blog befinde und demgemäß in Deutscher Sprache diskutieren möchte. Schon alleine aus Respekt vor den Menschen, die kein Latein in der Schule hatten.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit (und näxxxtes Mal vielleicht mit Nicknamen, das wäre nett)! :)

Luik hat gesagt…

@The Woerth!

Sorry für den Tip(p)fehler, kommt nicht wieder vor...

FSM hat gesagt…

@the woerth:
Auch ohne Latein gelernt zu haben wäre ich wohl in Mathe durchgefallen, wüsste ich nicht, was "q.e.d." bedeutet ;)

Mal völlig losgelöst von Architektur und Städtebau hätte ich als Student jedoch ein ganz anderes Problem mit dem Bau: Ich empfände es als anmaßend und inakzeptabel, mich zum Besuch der Aula in eine Kirche begeben zu müssen! Sakralbauten betrete ich nur sehr selten, und wenn, dann aus architektonischem Interesse. Trennwand hin oder her, wenn ich mich in einer Universitätsaula umsehe und auf der anderen Seite des Raumes einen Altar und christliche Symbolik erblicke, kann ich mich dort nicht wohl fühlen.

ji hat gesagt…

@Wolf
Oh, da hab ich mich wohl um 180° verlesen. ^^ Naja, war spät. =)

@LeipzigDresden
Sind halt wie Geschwister. Selbe Familie, aber manchmal streitet man sich um ein Spielzeug und hat sich innerlich trotzdem sehr lieb.

@Sachsenstädte und Berlin
Berlin ist Leipzig+Dresden+Chemnitz, nur eben nicht soweit auseinander und ohne Erzgebirge und Elbe (selbst die Spree ist in der Lausitz hübscher als in Berlin =P ). Das finde ich gerade am sächsischen Dreieck so spannend, nur könnten die Seitenverbindungen noch etwas besser sein (Verkehrsverbund, schnellere Bahnen, Autobahnausbau). Dann wäre der Verbund, der flächig wohl grösser ist als Berlin, auch deutlich attraktiver. Landschaftlich ist das Dreieck eh fast unschlagbar in Deutschland. Da können die sächsischen Geschwister doch stolz sein. ^^

@anonyme
Sprecht sie doch mit der Uhrzeit an?

Petersburg hat gesagt…

Anonyme sind ein Ärgernis.

Es scheint darüberhinaus eine Korrelation zu geben zwischen der Häufigkeit des Veröffentlichens anonymer Beiträge, und dem diametral korrespondierenden Sinken des IQ.

Thomas hat gesagt…

Dresden und Leipzig zu vergleichen ist irgendwie immer spannend. Solche Vergleiche können ja auch einen Nutzen haben? An Leipzig gefiel mir immer das Flair ganz gut, wirkte auf mich eher wie eine Metropole als Dresden. Andererseits gefällt mir Leipzig abseits der Inennstadt kaum, auch beim Umland punktet DD mehr. Eigentlich hat es The Woerth ganz gut beschrieben. Ich denke aber, jeder bringt seine persönlichen Erlebnisse mit rein und so zeichnet sich jedes Bild irgendwie selbst!

THE WOERTH hat gesagt…

Was kennst Du denn von Dresden "abseits der Innenstadt", Thomas? Ich finde eigentlich, gerade außerhalb des Zentrums kann Dresden punkten - und zwar in Sachen Lebensqualität. Die wenigsten Menschen leben ja für gewöhnlich im touristischen Kernbereich...

@ji: Wenn die Anrede anonymer Personen das einzige Problem wäre, wäre es ja eigentlich gar keines. Natürlich kann man (wenn auch umständlich) Uhrzeit und Datum mit angeben, aber die an anderer Stelle bereits ausführlich erörterte Kernproblematik berührt Dein "Tipp" leider nicht.

@FSM: Natürlich ist diese Floskel nicht gänzlich unbekannt, geht ja auch eher ums Prinzip. Gerade im APH-Forum wird ganz gerne mit Latein um sich geworfen - ich finde das völlig unnötig, haben wir doch eine wunderschöne Muttersprache, die jeder versteht.

THE WOERTH hat gesagt…

Entschuldigung Thomas, ich hatte Deinen Beitrag wohl nicht sorgfältig genug gelesen. Meine Frage ist somit hinfällig. ;)

Anonym hat gesagt…

Anonymus meint:
"Es scheint darüberhinaus eine Korrelation zu geben zwischen der Häufigkeit des Veröffentlichens anonymer Beiträge, und dem diametral korrespondierenden Sinken des IQ."
Im Namen aller Anonymen:
Dieser Satz ist reichlich verworren. Man kann ihn auch so lesen: je häufiger anonyme Beiträge, desto weniger häufig ('diametral korrespondierend') das Sinken der Intelligenz.

An sich wäre ja dies nicht der Rede wert, stammte er nicht von jemandem, der sich ganz offensichtlich intelligenzmäßig einiges zugute hält...
Abgesehen davon haben wur natürlich die beleidigende Intention des Autors bemerkt,denn er hat es zweifellos gegenteilig gemeint. Wenngleich seine Formulierungsgabe hiezu nicht ganz ausgereicht hat.


FSM meinte:
"Trennwand hin oder her, wenn ich mich in einer Universitätsaula umsehe und auf der anderen Seite des Raumes einen Altar und christliche Symbolik erblicke, kann ich mich dort nicht wohl fühlen."
Sie haben da wirklich ein gewaltiges Problem, das mein aufrichtigstes Bedauern herbeiruft. Leider leben wir - noch - ein einem Land, in welchem christliche Symbole omnipräsent (für Mr Wörth: 'allgegenwärtig') sind. Ich weiß nicht, wie Sie den Aufenthalt in einer normalen Stadt verkraften können, bei all diesen Kirchtürmen, Kreuzen, Säulen, Statuen. Vielleicht wäre Eisenhüttenstadt ein heißer Tipp für Sie.
Andererseits ist Ihre Seite gar nicht so schlecht gewählt: die Zeit arbeitet eindeutig für Sie. Zumindest soferne Sie mit dem Halbmond weniger Problem haben sollten (was aus Ihrem Text, der nur von 'christlichen' Symbolen spricht eher hervorgeht).

FSM hat gesagt…

@_fill_name_in_here_:
Ich habe keine Probleme mit Kirchen, Synagogen, Moscheen, Tempeln und sonstigen Sakralbauten im Stadtbild. Auch wenn ich durchaus kritische Positionen zum Theismus bzw. zu einzelnen Religionen einnehme, bedeutet das noch lange nicht, dass ich Sakralbauten ablehnend gegenüber stehe.
Aber zur Religionsfreiheit gehört für mich nunmal auch die Wahlmöglichkeit, keine Andachtsräume aufzusuchen. Das Verlegen eines Raumes einer Universität in eine Kirche sehe ich aber auch als einen Konflikt mit der proklamierten Freiheit der Wissenschaft, eine Disziplin, in der sich das Christentum (wie viele andere Religionen auch) in der nahen Vergangenheit nicht gerade hervorgetan hat.

Ebenso, wie Büros des Einwohnermeldeamts nicht in Moscheen liegen, Bücherhallen nicht in Bahá'í-Tempeln und in Gerichten keine Abbildungen Seiner Heiligen Nudeligkeit hängen, sollten Universitätsräume meiner Meinung nach nicht in Kirchen untergebracht werden.

Ich bitte dabei auch immer zu bedenken, dass in Sachsen nur 25% der Bevölkerung christlich ist. Und das ich nicht muslimisch bin, hätten Sie an meinem Nickname (so Sie denn wüssten, was dies ist und wie man ihn nutzt) problemlos erkennen können.

THE WOERTH hat gesagt…

@ unsägliches Anonym:

An exakt dieser Stelle hat sich vor Kriegszerstörung eine Kirche befunden, ob Ihnen das jetzt passt oder nicht. Und es ist mehr als redlich, nun an diesem Ort daran zu erinnern.

Anonym hat gesagt…

anonymus sagt:
Sie haben ja recht, Mr Woerth, außer, dass es sich hier nicht um eine Kriegszerstörung handelt. Abgesehen davon, dass Sie sich im Adressaten geirrt haben.

THE WOERTH hat gesagt…

Naja, war schon auch ne Art Krieg: Der kalte Krieg!

Ansonsten: FSM war natürlich gemeint. Des anonyme Zeugs bringt mich ganz durcheinander.

BITTE EINEN NICKNAMEN IN DAS DAFÜR VORGESEHENE FELD EINGEBEN!!!

THE WOERTH hat gesagt…

Zitat ji: "Landschaftlich ist das Dreieck eh fast unschlagbar in Deutschland."

Das halte ich für ein Gerücht. ;)

ChriSGD hat gesagt…

@The Woerth
Freiburg + Umgebung ist natürlich auch im Kreise der Favoriten ;-)

@ji
das direkte Umland von Leipzig finde eigentlich ziemlich grottig. Völlig zersiedelt und mit Gewerbe und Infrastruktur vollgemüllt, der waldärmste Bezirk Deutschlands, auf mich wirkt das wenig reizvoll.

@alle
Das Einzige, worum ich Leipzig beneide sind ein paar Kanalabschnitte in Plagwitz und einige Straßenzüge im Zentrum. Aber das gegen die Brühlsche Terrasse und den Neumarkt einzutauschen - niemals!!! Das Leipziger Gefüge mag nicht schlecht sein, wenn auch räumlich sehr begrenzt, aber historische Bauwerke von Weltruhm kann ich nicht erkennen. Wenn der Neumarkt, Postplatz und Wallstraße und Ferdinandplatz bebaut sind, muss sich Dresden auch in dieser Hinsicht nicht mehr verstecken. Ich bin heute im Lichterschein über die Marienbrücke zurück nach Berlin, dieses erhabene Gefühl ist unersetzlich.
Es ist absolut eine Frage des Geschmacks zu welcher Stadt man tendiert, ich will niemandem persönlich zu nahe treten, aber Leipzig erscheint mir deutlich die negativen Seiten westlicher Großstädte zu adaptieren. Gerade im Leipziger Osten strahlen die Gründerzeitgebiete nicht den Charme einer Neustadt oder von Striesen aus, sondern eher den vom östlichen Gürtel um die Kölner City, irgendwie leicht asozial. Aber jedem das Seine, manche brauchen es eben schäbig, um sich heimisch zu fühlen. Es ist eigentlich schade, dass dies für viele ein Kriterium für Urbanität zu sein scheint.

Das Paulinum ist (an diesem Platz) nicht schrecklich aber uneinladend und kalt, auch wenn es laut einem Blog-Eintrag in Original nicht so sein soll. Es sieht aus wie eine amerikanische Reko. Die Seitenteile erinnern mich wiederum an 90er-Jahre-Bauten von Versicherungen in Düsseldorf. Da gefällt mir ja der Wildruffer Kubus besser und den hab ich heute im Zwinger stehend wieder in aller Stille verflucht.

THE WOERTH hat gesagt…

Besten Dank, Chris. Die Leipziger Tieflandsbucht zähle ich (abgesehen von der entstehenden Seenplatte) sogar zu den landschaftlich unattraktivsten Regionen Deutschlands!

Der m.E. einzige Grund, weshalb Leipzig heute mit Dresden mithalten kann, ist der deutlich geringere Zerstörungsgrad. Vor dem unglückseligen Weltkrieg war Leipzig im direkten Vergleich zumindest städtebaulich eine "gewöhnliche Großstadt", die von amerikanischen Touristen schon auch mal links liegen gelassen wurde.

Bekanntlich wurden ja leider gerade die deutschen Schatzkästlein zerstört.

Petersburg hat gesagt…

Wenn ich ehrlich bin, mir gefällt der modernistische Bau! Und das will was heissen wenn ausgerechnet ich das sage, bin ja für mein Modernisten-Bashing bekannt..... Stimmt, sieht tatsächlich aus wie ne Amerikanische Reko, würde auch gut ins Art-Deco Viertel in Miami passen.

Da sieht mans mal übrigens wieder - was nach USA passt, passt eventuell auch nach Leipzig (internationale Messe- und Handelsstadt), aber in Dresden würde solch ein Ding grotesk aussehen......schönes Beispiel dafür,wie entscheidend der Ort ist.

Wenn ich ehrlich bin , ist es dennoch schade um die Paulinerkirche. Alleine wegen des Symbolwerts, schliesslich war das kein Kriegsschaden, sondern Ulbricht'sche Kulturbarbarei. Man hätte sie alleine aus Trotz wieder aufbauen sollen. Und dann diese Amerika-Reko eben an eine andere Stelle, wieso immer entweder/oder? Ich finde beides gut, Reko Paulinerkirche aber dieses Ding ist auch interessant. Auf jeden Fall hat das Ding was....möchte fast sagen, es gefällt mir.

ABER, das geht auch eben nur in einer Stadt die halbwegs intakte Bausubstanz hat, Städte wie Leipzig oder München können so etwas verkrafte, für Städte wie Dresden wäre das tödlich. Der Ort ist entscheidend.

THE WOERTH hat gesagt…

Im Grunde ist der Bau ja auch nicht modernistisch, sondern man kann ihn durchaus als modern durchgehen lassen. Modernistisch = um jeden Preis modern sein wollen, aber in Wirklichkeit peinlich altbacken sein = pseudomodern (z.Bsp. entartete Bauhausklone in Grau / Schwarz / Weiß / Rot)

ChriSGD hat gesagt…

Mich gruselt es ein wenig beim Anblick des Gebäudes. So stelle ich mir in einem SciFi-Film die Zentrale einer bösartigen Sekte vor. Wenn ich jetzt gleich einen Albtraum habe, verklage ich den Betreiber dieser Seite wegen Verbreitung teuflischer Zeugnisse. :-)

@Petersburg
das mit dem "zum Trotz wieder aufbauen" empfinde ich genauso. Ich habe IHN heute wieder im Radio gehört, was für ein Dummkopf.

@the woerth:
ja, das stimmt, obwohl der Bau mir nicht sonderlich gefällt, so ist er doch wenigstens einprägsam. Wenn das Objekt jemandem gefällt, so kann man sich wenigstens die Gründe dafür vorstellen. In solch einem Fall kann ich persönlich auch ein mir fremdes Gebäude eher akzeptieren, ist vielleicht eine unterbewusste Anerkennung für Kreativität abseits des eigenen Geschmacks.
Grenzen werden dabei natürlich durch den Ort vorgegeben. Wenn ich das mal vergleiche: das Gewandhaus von Cheret & Bozic hätte ich auch unter der Betrachtung des gestalterisch Eigenständigen akzeptieren können, aber eben nicht an einem historischem Marktplatz.

Dase hat gesagt…

Die weitaus meisten Leipziger finden den Bau deswegen gut, weil er nach einer jahrelangen Diskussion mit teilweise unversöhnlichen Lagern das geschafft hat, was die unsäglichen anderen Wettbewerbsentwürfe des ersten und zweiten Wettbewerbs (der langestreckte unmaßstäbliche Bau entlang der Grimmaischen Straße ist ja noch ein Zeugnis dessen) nicht geschafft haben: eine Brücke zu schlagen und die Lager halbwegs zu versöhnen. Aus genau diesem Grund konnte dieser Bau nur an diesem Ort entstehen und genaus deswegen gibt es auch keine Reko. Man darf eben nicht vergessen, dass das Grundstück der Uni und nicht Stadt odoer Freistatt gehört. Zum besseren Verständnis empfehle ich das Büchlein "Der große Wurf" von Birk Engmann.

Insgesamt würde ich den Bau im Übrigen ähnlich wie Petersburg eher in Richtung Postmoderne/Art Deco einordenen, vielleicht sogar amerikanischer Art.