Samstag, 27. November 2010

Rampische Straße | QII/3

Am Haus Rampische Straße 27 kann man erste Ansätze des zukünftigen Holzerkers erkennen:




Kommentare:

ji hat gesagt…

Das letzte Bild ist einfach grausam … Keiner Altstadt sollte man sowas antun.

PS: Ich meine natürlich nicht die Kirche im Hintergrund. ;)

der Wolf hat gesagt…

zum lezten Bild:
Da bekomm ich echt Hassgedanken, wenn ich diesen Murks sehe!
Ich will dabei sein, wenn sie dieses Gitter abreißen werden!
Ich schlage vor, das abgeflexte Gitter dem Architekten in den Vorgarten zu stellen---als "modernen Akzent der bewußt weh tut".

petersburg hat gesagt…

BOAAAAh ist das abartig hässlich....!!! Wer eine solch pervers-widerwärtige Architektur absichtlich in eine Stadt inmplantiert (eine so schwer zerstörte auch noch!), der begeht meiner Ansicht nach einen Akt der Gewalt. Das ist ja beinah schon verbrecherisch, was Walter Kaplan hier zu verantworten hat. (gemeint ist das unterste Bild, mit dem Gitter-"Palais". Eigentlich eine Unverschämheit, diese Widerlichkeit auch noch "Palais" zu nennen. Ist ja beinah zynisch......)

Kaplan ist der schuldige Architekt an diesem perversen Gitter-Monstrum namens "Neues Palais", hahaha kann man ja gar nicht ernst nehmen! Unglaublich...

Dass du, lieber Wolf , Hassgedanken hast, kann ich sehr gut verstehen, denn das ist m.E. die normale menschliche Reaktion - du spiegelst lediglich wider, was das Monstrum ausstrahlt: Wut, Hass, Zerstörungslust.

Welch unglaublich brutales aggressives Monstrum. Man fragt sich, was für psychische Probleme haben eigentlich Architekten und Stadtplaner? Geistig normal ist das jedenfalls nicht, eine solch widerliche Brutal-Architktur zu errichten. Pfui Teufel mir wird übel wenn ich mir das Ding anschaue. Dieses Ungeheuer plus die unkünstlerisch-primitive Tiefgarage
verhunzt die ganze ansonsten wunderbar gestaltete Salzgasse! Ich hoffe die Schuldigen der 3. Zerstörung Dresdens werden ihre gerechte Strafe bekommen.


PS: damit ihr's wisst, meine Lieben - Kaplan, der Schuldige dieses Monstrums, residiert privat im unzerstörten Altbauviertel der Neustadt, in einem - achtung festhalten - denkmalgeschützten reichverzierten Stuck-Ballsaal .

Noch Fragen, Hauser?

pendler hat gesagt…

Das ist bestimmt das Grundgerüst für ein Banner mit der Aufschrift "Barockstadt Dresden". Nur ist leider vorher das Geld ausgegangen...

Absolut unverständlich. Ich möchte da nicht rausschauen müssen. Ist ja wie im Knast.

Max hat gesagt…

Das einzig Positive an diesem abartigem Gebilde ist:

Es war die Ursache zur Gründung der GHND.

Dadurch wurden einige neue Bausünden (leider nicht alle) verhindert.

der Wolf hat gesagt…

also ich finde, am derzeitigen Zustand gibt es auch was Gutes: wir haben ein gutes Anschauungsstück, um unsere Argumente zu verdeutlichen.

Stellen wir uns mal vor: das Gitter kommt weg und das Dach wird arttypisch mit Ziegel gedeckt, dann würds gar nicht so schlecht aussehen.
Wichtig aber wäre, daß der Herr "Architekt" beim Umbau zusehen muß...vielleicht besteht dann ne Chance auf Heilung.

BenniDD81 hat gesagt…

auf der erde sterben täglich tausende menschen an hunger und ihr zerbrecht euch über solche dinge die köpfe! steckt eure energie lieber in wichtigere dinge. ihr solltet euch schämen!

Anonym hat gesagt…

Totschlagargumente sind bei keiner Diskussion hilfreich! Es gibt immer Wichtigeres zu tun. Kein Grund warum man nicht global denken und lokal handeln kann und sollte!

Alternativpüppi hat gesagt…

@Benni

1. Schon traurig, wenn solche Argumente Weltsicht suggerieren sollen, dann aber den begrenzten Horizont des Posters entlarven.

2. denn siehe anonymen Post, ist es ja nicht ausgeschlossen, dass die meisten hier sich trotz ihrer teils hart geführten Auseinandersetzungen für das "Große und Ganze" interessieren und mit ähnlichem Eifer dort für Verbesserungen einstehen, wie sie es hier auch tun.

3. ach und schäm Dich, dass Du Deine eigenen Prinzipien untergräbst, indem Du hier Deine Zeit zum Weltretten verschwendest!

OT

Ich finde auch, dass es kaum ein besseres Argument für Leitbauten-Rekos gibt als diesen üblen Kontrast. Wahrscheinlich auch einzigartig, da man selten Kontroversen in solch "fleischgewordener" Form nachvollziehen kann.

petersburg hat gesagt…

Achtung - wollt ihr eine Unglaublichkeit hören? Der Architekt des Kaplan-Palais behauptet, nicht seine LeCorbusier-Ideologie, sondern den Mensch in den Mittelpunkt zu stellen. Entschuldigung??? Hier seine Originalworte, Achtung festhalten sonst fallt ihr um:

"Dresden ist mittlerweile Heimat für mich. Deshalb engagiere ich mich für eine sozial ausgewogene Stadtentwicklung, die allen Bürgern urbane und damit menschliche Lebens- und Bewegungsräume schafft, den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt (...).

(Walter Kaplan)

Kann nicht wahr sein, oder? Genau diese Worte spricht ausgerechnet der Erbauer dieses Bauwerks zwischen Salzgasse und Coselpalais, eine der übelsten Stellen Dresdens. Jemand, der das Kulturerbe Dresden so mit Füssen tritt, spricht von " Bürgern urbane und damit menschliche Lebens- und Bewegungsräume schaffen und den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen". Unglaublich.....

Achtung, es kommt noch dicker:

"Der Bürgerwille ist zu berücksichtigen (Königsbrücker Straße). Grundsätzlich gilt: Rechtzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger schon in der Planungsphase, um eine Entwicklung wie bei der Waldschlößchenbrücke zukünftig auszuschließen. (...)"


Wie bitte - "Bürgerwillen berücksichigen"? Sagt ausgerechnet derjenige, wegen dessen Bau sich die GHND gegründet hatte - um eben dem Bürgerwillen mehr Gehör zu verschaffen? "Rechtzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger schon in der Planungsphase"?? Ich lache!

Dazu kann ich nur sagen: Hätten Sie sich auch nur eine Sekunde an Ihre Worte gehalten,
Herr Kaplan, dann wäre ihr Bauwerk niemals erbaut worden.

Schlusszitat:

"Das will ich erreichen - Geben Sie mir bitte Ihre Stimme!"

Das hätten Sie gerne, Herr Kaplan!

PS:
Die ZEIT schreibt:

"Trotzdem glaubt der Architekt Walter Kaplan, der zusammen mit einem Geschäftsfreund Millionen in die Restaurierung des Orpheum-Saales mit seinen schönen schmiedeeisernen Säulen gesteckt hatte, an die Anziehungskraft der alten Ballhäuser. Mit neuen Veranstaltern will er es noch einmal versuchen. "Wenn es wieder schief geht, können wir ja mit unserem Büro dort einziehen."

(Die ZEIT, 05/2000)

Frage:

Warum möchte der Erbauer denn lieber in einen reichverzierten Gründzeit-Ballsaal einziehen - und nicht in den Bau, den er selber entworfen hat? Nicht gerade sehr überzeugend, Herr Kaplan. Wundert aber hier auch niemanden,dass sie lieber in einen denkmalgeschützten Ballsaal einziehen möchten, als in den Bau- den sie ihren Mitmenschen zumuten. Hauptsache sie selber wohnen schön, nicht wahr? Sehr unglaubwürdiger Architekt

Dase hat gesagt…

Dass diese zugegebenermaßen nicht besonders hübsche, aber doch recht urbane Ecke als eine der übelsten Dresdens bezeichnet wird, zeigt mal wieder auf, wie weit sich der Schreibende durch ewiges Aufgeplustere und Echauffieren von der Realität entfernt hat. Aber das kommt eben davon, wenn man sich geradezu inzestiös gegenseitig aufschaukelt, weil man nur mit Gleichgesinnten in entsprechenden Foren abhängt. Glückwunsch, die Herrschaften versprühen geradezu Sympathie.

Miller hat gesagt…

die Moderation behindert die freie Meinungsäußerung!
Das nimmt die Lust hier etwas zu posten!

Urs karpatoluschky hat gesagt…

@Dase

Natürlich ist das alles andere als die 'übelste Ecke DDs', und genau das ist das Problem - nämlich, dass hier eine relativ authentische Ecke verschandelt wird. Ganz ohne Rekonstruktionsaufwand bestand hier ein hübscher Platz mit (bis auf das Coselpalais) originalen Bauten.
Die Errichtung eines Gebäudes zwecks Platzschluss bzw formaler Abrundung war mE eine durchaus wünschenswerte Verbesserung des Vorkriegszustandes, allerdings nicht in dieser Form, worüber sich die allermeisten einig zu sein scheinen.

Peter aus DD hat gesagt…

@Dase: "nicht besonders hübsche, aber doch recht urbane Ecke"? Dass es sich hier um eine "urbane" (städtische) "Ecke" handelt ist ja keine so überwältigende Erkenntnis. Diese ganze Gegend ist heute zum Glück auch wieder eine schmucke, bis auf die ein oder andere Ecke! Und mal ehrlich, dieses Gebäude von Herrn Kaplan ist doch, auch dank dieses total sinn- und nutzlosen, fehlproportionierten türkisen Monstergitters schlicht und ergreifend eines der hässlichsten, das jemals in Dresden gebaut worden ist. Wozu dient dieses Gerüst denn, wenn es nicht da ist um unser Auge zu verwöhnen?
Wenn ich mir nun die Kommentare des verantwortlichen Architekten zu Gemüte führe, während ich mir gleichzeitig das Bild jenes grottenhässlichen Baus anschaue, dann entpuppen sich seine zunächst noch wohlklingenden Phrasen als ebenso leer und verlogen wie seine eingebildeten architektonischen Fähigkeiten. Es muss doch erlaubt sein solche Hässlichkeiten so schlecht darzustellen, wie sie es tatsächlich sind. Oder etwa nicht?

THE WOERTH hat gesagt…

Zitat Dase: "Glückwunsch, die Herrschaften versprühen geradezu Sympathie."

Das sagt der Richtige.