Freitag, 5. November 2010

Romain Rolland Gymnasium | Weintraubenstraße

Sanierung des von Hans Erlwein erbauten Romain Rolland Gymnasium in der Weintraubenstraße.






Kommentare:

Stefanius hat gesagt…

der Anbau verschandelt die ganze Ecke ......

Anonym hat gesagt…

Wie armselig der Kastenanbau wirkt. Wie armselig, was unsere Architekten nur noch schaffen. Wie häßlich plötzlich ein ganzer Straßenzug wirken kann.
Wie edel und vornehm doch die damals Schaffenden (Architekten und Auftraggeber) gewirkt haben - wie öde und häßlich doch die gegenwärtige Generation baut. Hoffentlich reißt man das bald wieder ab.

Everybody*s Darling hat gesagt…

Hier wird in einigen Kommentaren übertrieben. Es ist keine Glanzleistung der Architektur, doch als Schulbau gelungen. Hell und nicht so düster wie der Erlweinbau. Düster meine ich jetzt die innere Ausstrahlung der Gebäude. Der Erlweinbau entstammt halt einer anderen Zeit. Es ist dennoch schade, dass es die Moderne nicht schafft eine adäquate Fassadengestaltung zu entwickeln.

THE WOERTH hat gesagt…

1. Mutiger und selbstbewusster Kontrast zu Bestand und Regionaltypik

2. Form follows function

3. Hauptgebäude in Alpinaweiß / Grau / Signalrot

4. Assymetrisch angeordnete Rechteckfenster

5. Flachdach

Fazit: Mal was anderes!

Anonym hat gesagt…

Zitat "THE WOERTH": "2. . Form follows function" - Nein. Flachdächer sind nicht funktional - technisch nicht, weil für unser regenreiches Klima schlechter geeignet als z.B. Satteldächer. Und eine der Hauptfunktionen von Gebäuden, nähmlich ein Umfeld zu schaffen in dem sich Menschen wohlfühlen, wird von "moderner" Architektur i.d.R. nicht erfüllt. Insofern ist sie auch nicht funktional.

Oliver hat gesagt…

Naja so kann man das nicht sagen. Ich hatte die Gelegenheit in meiner Schulzeit einen modernen Bau, einen sanierten Altbau, einen unsanierten Altbau und einen Plattenschulbau über mehrere Jahre zu erleben.

So erhaltenswert und schön ich die Altbau fand und finde, eine Schule ist kein Museum und muss kein architektonisches Highlight sein, es muss Spaß machen darin zu lernen. Das heißt viel Licht, genügend Gemeinschaftsräume, Toiletten, moderne Klassenräume mit intelligenten Verwahrmöglichkeiten für alle Unterrichtsmaterialen. Gute Kabinette mit zeitgemäßer Technik. Das war selbst im Sanierten Altbau nicht möglich, weil die Raumaufteilung einfach unzeitgemäß ist. Getroffen wurde sich im Winter auf dem eiskalten Flur. Es gab keine ausreichend großen Aufenthaltsräume.

Ich beobachte diesen Blog ja jetzt schon über ein Jahr und muss bei den meisten kritischen Kommentaren zustimmen, aber am Ende darf die Ästhetik nicht über die Nützlichkeit und lebenswerten Atmosphäre im INNEREN der Gebäude siegen. Nur auf die Fassade zu achten ist, oh Wunder, zu oberflächlich.

THE WOERTH hat gesagt…

Zitat Oliver "aber am Ende darf die Ästhetik nicht über die Nützlichkeit und lebenswerten Atmosphäre im INNEREN der Gebäude siegen."

Zwischen Schwarz und Weiß gäbe es ja auch noch die Möglichkeit, Ästhetik und Funktion im Verbund zu einer ganzheitlichen Lösung zu führen. Wer hier einseitige Schwerpunkte setzt, wird der Sache nicht gerecht werden, so sehr er sich auch bemüht...

Weitere Probleme unserer Bauepoche: Ideologie, Trends, Geschichtsvergessenheit, Abstraktion, fehlende Sensibilität, Egoismus, Selbstüberschätzung, falsch verstandener Mut, Komplexe, Gruppendynamik, Desinteresse an regionalen/lokalen Eigenheiten, Polemik, uvm...

ji hat gesagt…

@Oliver

Zeitgemässe Technik passt locker in sanierte Altbauten (und deren Kabel meterdicke Wände). Es gibt keinen Grund, ein neues Haus zu simplizieren, damit die Technik da schön rein passt. Ausserdem passten Reagenzgläser auch schon früher in Schränke, die in Altbauten standen.

Zum Thema Gemeinschaftsräume: Eine Aula? Oder wie? Die Schüler sammeln sich eh nur Grüppchenweise, die benötigen kein riesen Saal. Gemeinschaftsräume sind auch in Zweckbauten nicht grösser als einzelne Klassenräume. Und obendrein werden die Klassen eh immer kleiner, so dass riesen Räume nicht mehr notwendig sind.

Licht: Auch alte Bauten können grosse Fenster haben. Es gibt keinen Grund, um ein grosses Fenster einen quaderförmigen Kasten zu bauen.

Wärme im Flur: Glaube ich nicht. Da hat enntweder die Schule an der Heizung gespart oder die Leute ziehen sich falsch an. Heute bei den ganzen Miniröcken und Dekoltees auch kein Wunder … Warum müssen überhaupt alle verweichlichen? Es ist nur von Vorteil, auch mal Kälte erleben zu müssen. Ich trage just jetzt sogar noch kurze Hosen bei angekippten Fenster.

So. =D