Sonntag, 20. März 2011

Schweizer Viertel

Auf Wunsch eine Bilderreihe aus dem Schweizer Viertel, südwestlich des Dresdner Hauptbahnhofs. Ab Mitte des 19. Jahr-
hunderts entstanden dort, an neu angelegten Straßen ein mondänes und elitäres Viertel, welches bald zu den damals teuer-
sten Wohnadressen Dresdens gehören sollte. Die Architektur ist anfänglich vor allem durch die Semper-Nicolai Schule
geprägt, später kamen dann auch Jugendstil und Reformstil Villen dazu. Im zweiten Weltkrieg wurde auch dieses Viertel
stark zerstört. Trotzdem kann man teilweise noch die alte Pracht erahnen. Einige Villen wurden nicht abgerissen und später,
nach Wende vorbildlich rekonstruiert. Heute sieht man die vielen Zeitspuren des Viertels: Villen, Brachflächen, provisor-
ische Bauten und den DDR Wohnungsbau.

Wegstrecke: Rugestraße - Altenzeller Straße - Liebigstraße - Bergstraße - Bayrische Straße














1 Kommentar:

petersburg hat gesagt…

Unglaublich, wie viele schöne Gebäude in diesem Gebiet die Zerstörung überlebt haben. Aber was ich noch viel bemerkenswerter finde, dass es es sich hier ja um ein Viertel handelt das nicht nur extrem innenstadtnah ist, sondern das eigentlich selber noch als Innenstadt definiert werden kann, die Prager Strasse und der Hbf sind ja schliesslich um die Ecke.

Besonders schön aber ist nicht nur dass hier viele Villen erhalten sind, sondern dass die Lücken ergänzt wurden mit Nachkriegsbauten die zwar keine Meisterwerke sind, sich aber halbwegs harmonisch einfügen, so dass man das sagen kann: Dieses Viertel hat etwas das man in vielen anderen Innenstadtnahen Gebieten Dresdens leider nicht immer hat, nämlich so eine angenehme "urbane Normalität".

Danke an den Webmaster für die phantastischen Fotos!