Dienstag, 31. Mai 2011

Quartier VIII | Aktuell

Die Fassaden werden nun mittels Planen an der zukünftigen Sporergasse visualisiert:



Kommentare:

Hans-Hubert hat gesagt…

Mmh irgendwie wirkt das Ganze auf mich etwas befremdlich. Es sieht seltsam aus, ich hoffe mal, dass es nach Fertigstellung anders wirkt als jetzt. Mit den Planen sieht es scheußlich aus :(

the woerth hat gesagt…

Vom Grau kann man nicht genug bekommen. Der Beginn der Schloßstraße und das Bosesche sollen wohl auch rattenfarben werden. Und die meisten Füllbauten sowieso. Die Frauenkirche ergraut ja dank Sandsteinoxidation von alleine - in diesem Sinne sehr weitsichtig, den Neumarkt farblich anzupassen. ;)

TourDresden hat gesagt…

Man kann im Detail sicher immer wieder Verbesserungswürdiges entdecken. Insgesamt ist das, was hier entsteht, einfach nur fantastisch. Wo einst eine deprimierende Mondlandschaft brachlag, entsteht auf altem Stadtgrundriss ein Alstadtquartier neu, das dem historischen Vorbild weitestgehend Recht gibt. Ich kann mit den Zugeständnissen an den Modernismus gut leben, auch wenn sie mir persönlich - mit Ausnahme des sehr eleganten Eckgebäudes mit farbig akzentuierten Fenstern - nicht sonderlich gefallen. Das Gute überwiegt bei weitem!

the woerth hat gesagt…

"Zugeständnissen an den Modernismus"

Wenn es das wäre...

Im Grunde ist es doch aber nur ein (weiteres) Zugeständnis an ein paar lustige Leute in der Gestaltungskommission. :)

Arwed hat gesagt…

Ich kann mich mit dem Quartier nur schwer anfreunden. Die Tatsache, daß es bebaut wird und die alten Straßen wiederentstehen, finde ich auch wunderbar. Die Tatsache, dass hier ein Betonbau mit billigstem Wärmedämmverbundsystem entsteht, der dann auf Barock oder wahlweise Renaissance getrimmt wird, stört mich gewaltig. Wenn man es macht (das Rekonstruieren) dann richtig, d.h. wenigstens in Ziegelmauerwerk. Von der das ganze Quartier übergreifenden Hotelnutzung ganz zu schweigen.
Noch ein kleiner Punkt: Irgendwie hatte ich gehofft, daß am Ort der berühmten Kunstgalerie Arnold eine adäquate Nutzung entsteht. Aber das hier nun Emil Reimann seine x-te Filiale einrichtet - dafür fehlen mir etwas die Worte.

Anonym hat gesagt…

Neumarktbebauung = Wiederaufbau nach historischem Vorbild
Frauenkirche = Rekonstruktion.
Ich wusste nicht, dass jemals jemand von einer kompletten Rekonstruktion des Neumarktes gesprochen hat?!
Super was hier geschieht, die Einöde verschwindet.
Vielen Dank an den Blogger für seine Arbeit!!!! Muchas Gracias!
Saludos Nicky...

Dresdner hat gesagt…

Hat der Herr "the woerth" wohl auch einmal positive Gedanken?
Ich lese hier schon eine ganze Weile, aber von Ihm hab bisher nur negative Beiträge gelesen.

Vielleicht sollte er sich mal darin üben, auch im nicht ganz so Optimalem das Positive zu sehen...

Ich bin auch ganz sicher nicht mit Allem was in der Stadt passiert einverstanden.
Aber man sollte auch nicht alles prinzipiell niedermachen.

Ich bin froh das uns überhaupt ein Teil der Stadt zurückgegeben wird.
Ja, sicher ginge es besser. Aber ganz sicher noch viel schlechter.

the woerth hat gesagt…

"Hat der Herr "the woerth" wohl auch einmal positive Gedanken?
Ich lese hier schon eine ganze Weile, aber von Ihm hab bisher nur negative Beiträge gelesen."

Ist es wirklich nötig, dass hier immer wieder irgendjemand damit anfangen muss, persönlich zu werden? Es soll hier um die Sache gehen, und nicht um uninteressante Mutmaßungen über Kommentatoren! Völlig unwichtig, ob ich persönlich irgendwas positiv oder negativ sehe - setzen Sie Sich doch bitte mit den angesprochenen Sachthemen auseinander!!

Anonym hat gesagt…

Hier mal eine Meinung zum Projekt Hotel Stadt Rom:
Schaut mal auf die Seite GHND.
Nur Variante 1 kann es werden, einfach, genial und ohne Polemik sicher auch kompromißfähig.
Dieser Vorschlag sollte ehrlich diskutiert und umgesetzt werden.ovesonge

ji hat gesagt…

Ich finde den Eckbau wirklich misslungen. Gerade an dieser prominenteren Stelle wäre ein weniger modern ausschauender Bau die ästhetisch bessere Variante gewesen.
Komplett als Hotel hätte man das auch nicht planen müssen. Naja, erstmal seht da was, was äusserlich unterm Strich schon besser kommt als Willsdruffkubus, Advanta und Florana.

der Wolf hat gesagt…

"Ich kann mich mit dem Quartier nur schwer anfreunden."

Das geht mir genauso:
so wies aussieht bekommt dieses Eckhaus (Schloßstraße) in "postmoderner Formsprache" auch so einen grellweißen Anstrich wie das Haus "an der Frauenkirche". Es ginge ja auch anders... aber nein...

Entweder Mausgrau, oder Alpina-Weiß, hauptsache KONTRAST und SPANNUNG, Hauptsache "aufbrechen", hauptsache "weh tun!"

Ist DAS Architektur für den MENSCHEN des 21.Jhtds? Nein! Der Gegenwartsdeutsche sehnt sich nach Harmonie und Geborgenheit, nach dem Anknüpfen an identitätsstiftender Formsprache!

Die Postmodernisten in der Gestaltungskommission wollen diese Bedürfnisse ganz BEWUSST ignorieren, wie mir scheint, wohl auch aus "moralischer Verantwortung" als "Strafe" für vergangenes "Unrecht"...das ist der Grund, warum den Postmodernisten zu viel histor. Formsprache ein Graus ist: hier gibt es nichts "aufzuarbeiten",das riecht nach "Revangismus" hier kann man nicht den "Moralisten" spielen, hier kann man sich als Profilneurotiker nicht maßregelnd profilieren...
Mag sein daß ich mit meiner Analyse daneben liege, mag sein daß ich mit meiner Vermutung aber auch verdammt recht habe, denn: einen anderen Grund für derlei (Fehl-)Verhalten gibt es m.M.n. nicht.

peter s. burg hat gesagt…

Dieser Eckbau ist eine Unverschämtheit.

Ich sagte das bereits letztes Jahr:

Diese absurd verschobenen Fenster breiten sich inzwischen aus wie eine Epidemie, Friedrichstadt gleich zwei mal, dann ECE, und FLORANA Schandbauten kommen erst noch. Diese "strichcode" Fenster sind eine neue Marotte der Architekten, sie können nichts ausser Kuben und Klötzchen, und da sie das ansdcheinend inzwischen selber langweilt, fangen sie nun an , komische Sachen zu machen: Auffallen um jeden Preis, muss nicht Baukunst sein, Hauptsache irgendwie auffallen. Also baut man unpassende Fenster in den absurdesten Anordnungen, die keinerlei Bezug zur Realität haben. (die Realität in diesem Falle wäre z.b. formensprachlicher Dialog mit dem Residenzschloss, aber man hat sich wieder mal zum Autistischen Selbstdarstellung.

Peter S. Burg hat gesagt…

Korrektur letzer Satz:

Aber man hat sich wieder mal entschieden zur Autistischen Selbstdarstellung.

Anonym hat gesagt…

@ Peter S.Burg

Sie haben vergessen zu erwähnen, dass ALLE Architekten (aus der Modernistenlobby) in schönen, stuckverziehrten Altbauwohnungen leben!

Anonym hat gesagt…

@der Wolf

So sehe ich es auch und besser kann man es auch einfach nicht auf den Punkt bringen (letzter Teil deines Post. Danke.

XFlipX

Dresdner hat gesagt…

@"the woerth": wenn prinzipiell alles schlecht geredet wird, hat es schon was mit der Sache zu tun.

...aber genug davon.

Luik hat gesagt…

@der Wolf
"so wies aussieht bekommt dieses Eckhaus (Schloßstraße) in "postmoderner Formsprache" auch so einen grellweißen Anstrich..."

"...Postmodernisten zu viel histor. Formsprache ein Graus ist..."

Man, wenn du schon über die Architektur schimpfst, dann verwende wenigsten die richtigen Fachbegriffe! Gerade die Postmoderne hat sich auf die Tradition zurückbesinnt (im Gegensatz zur Moderne) und die Stile wiederentdeckt, insbesondere die klassizistische Architektur...

"Die Postmodernisten in der Gestaltungskommission wollen diese Bedürfnisse ganz BEWUSST ignorieren..."

In der Gestaltungskommission sitzen bestimmt keine Postmodernisten, da die Mitglieder ja deiner Meinung nach jedes Ornament am Neumarkt verbieten!

Und XFlipX stimmt dem ganzen auch noch zu! Zum Totlachen...

Matthias hat gesagt…

Die Fenster des Eckgebäudes erinnern mich auch an die Fenster des Innside-Hotels in der Rampischen Straße.

Man kann sich gewiss darüber streiten ob diese grauen Farben, schmalen Fenster, und diese strenge Schnörkellosigkeit einem gefallen oder nicht. Mittlerweile darf man allerdings auch einmal darüber nachdenken ob man in Anbetracht dieser wiederkehrenden Erscheinungen am Neumarkt nicht schon von Stilelementen einer zeitgenössischen Architekturströmung sprechen kann (hier wird ja offensichtlich der lobenswerte Versuch unternommen ein homogenes, den historisierenden Gebäuden nicht zu stark entgegengesetztes, in sich harmonisches Gesamtbild an modernen Bauwerken zu erschaffen).

Ich finde die modernen Gebäude auf dem Neumarkt deshalb so spannend, weil sie immerhin wieder einen Bezug zu ihren historischen Wurzeln herstellen. Das ist doch zweifelsfrei eine gute Entwicklung.

Noch haben die Architekten und die Leute in der Gestaltungskommission vielleicht Angst vor modernen Gesimsen, Lisenen, Risaliten, Pilastern und Ornamenten aber sie hatten sicherlich auch Angst vor Mansarddächern. Diese Furcht konnten sie ja zum Glück teilweise besiegen. Wenn sie jetzt auch noch ihre anderen Ängste (wie die vor roten Ziegeln, angenehmen Farben im Allgemeinen und vorallem die Angst vor dem vernichtenden Urteil ihrer Kollegen) bekämpfen könnten, dann gäbe es eine realistische Chance, dass wir schon bald noch sehr viel schönere moderne, freiwillig und formenreich gestaltete Gebäude mit einem Bezug zur reichen, wiederentdeckten Deutschen Bautradition, an anderen Stellen als am Neumarkt in Dresden oder auf dem Römer in Frankfurt bewundern können.

So eine Gestaltungssatzung ist schon eine wunderbare Sache um die verschiedenen Geschmäcker der Architekten zum Wohle des Gesamtbildes ein wenig aufeinander abzustimmen. Gäbe es eine für die gesamte restliche Innenstadt, wir könnten nur gewinnen.

the woerth hat gesagt…

"wenn prinzipiell alles schlecht geredet wird"

Was ich nicht mache. Ich versuche, differenziert und konkret zu argumentieren. Man muss bei kritischen Anmerkungen nicht im selben Atemzug auch noch zwanghaft positive Aspekte nennen - was nichts daran ändert, dass es diese (auch in diesem Quartier) womöglich gibt. Wenn Du lieber lobst als kritisierst, dann mache das doch einfach so, anstatt Dich um andere Kommentatoren zu kümmern.

the woerth hat gesagt…

@Matthias: Die Gestaltungssatzung am Neumarkt interessiert in Stadtplanungsamt und Verunstaltungskommission niemanden. Im Gegenteil, die haben in den letzten Jahren alles dafür getan, dass diese Satzung nicht rechtsverbindlich wird und somit nicht eingehalten werden muss!! In der Gestaltungssatzung steht was von roten Biberschwanzziegeln, ortsüblicher Verputzung und vieles, vieles mehr, was in unserm Sinne wär. Zum Totlachen, wenn man sich die grauschwarzen Tumore ansieht. Mit Angst dürfte das alles nicht viel zu tun haben, eher schon mit betonierter Ideologie und Dogmatik. Die scheuen sich nicht vor Regionaltypik und Historisierung, sondern arbeiten dieser ganz bewusst und überzeugt entgegen.

ji hat gesagt…

@Matthias

Modern und angehaucht zur Historie kann man aber in den Dresdner Randbereichen bauen. In der kriegszerstörten Innenstadt, die sich nach Reparatur sehnt, funktioniert das einfach nicht. So ein mieser, kalter, technisch anmutender Bau funktioniert einfach nicht neben Schloss oder Frauenkirche usw. Auch Touristen wollen sowas nicht sehen. Die einzigen, die sowas haben wollen sind die Bauherren, die billigbilligbillig bauen wollen, hauptsache schnelle Renditen. Und mittelprächtige Architekten haben dann keine Wahl, sowas zu entwerfen bzw gibts dann Architekten, die selbst nur "Modernismus" kennen, nicht aber regionaltypisches. Das darf aber nicht das Konzept für Dresden sein!

Matthias hat gesagt…

@ ji

Ich habe ebenfalls meine Zweifel ob dieses Eckgebäude letztendlich neben das Schloß und in die Schloßstraße passen wird.

Mit meinem Kommentar wollte ich nur darauf hinweisen, daß das Neumarkt-Projekt schon jetzt ein großer Erfolg für die Freunde schöner, traditionsreicher Architektur ist, weil unsere Architekten nun endlich wieder mit der Historie in Berührung gebracht werden und sie dadurch in einem realen Gemeinschaftsprojekt fast vergessene Bauelemente (Manssarddächer, Gesimse) wiederentdecken können, auf welche sie Dank ihrer am Neumarkt gesammelten Erfahrung hoffentlich schon bald in Projekten außerhalb des Neumarktes zurückgreifen werden.

Sicherlich geht vieles noch besser, noch schöner, noch formenreicher, noch eleganter, noch farbenprächtiger und noch harmonischer aber der Trend zeigt doch, durch den Erfolg des Neumarktes, in eine hoffnungsvolle Richtung. :)

the woerth hat gesagt…

@Matthias: Stadtplanungsamt und Verunstaltungskommission haben kein Interesse an einer verbindlichen Gestaltungssatzung am Neumarkt. In den letzten Jahren wurde alles dafür getan, dass die bestehende Satzung nicht rechtsverbindlich wird und somit auch nicht eingehalten werden muss!! In besagter Gestaltungssatzung steht was von roten Biberschwanzziegeln, ortsüblicher Verputzung und vieles, vieles mehr, was in unserm Sinne wär. Grotesk, wenn man sich die Füllbauten am Neumarkt anschaut. Mit Angst dürfte das alles eher wenig zu tun haben, betonierte Ideologie und Dogmatik beherrschen das System. Man scheut sich nicht vor Regionaltypik und Historisierung, sondern arbeitet einer solchen ganz bewusst und überzeugt entgegen.

Matthias hat gesagt…

@ the woerth

Ich glaube, dass es schon einige Architekten gibt, die gerne häufiger die Gelegenheit bekommen würden, regionaltypisch zu bauen und es gibt sicherlich auch solche, die das schon in der Vergangenheit getan hätten, gäbe es eben nicht diese „betonierte Ideologie und Dogmatik“ und die Angst davor mit der mittlerweile gut vertrauten „Sachlichkeit“ zu brechen und damit dann in Archtiekturwettbewerben unterzugehen. Am Neumarkt werden nun zumindest teilweise diese festgefahrenen Architekturvorstellungen gelockert, was ich als durchaus positiv empfinde. Es sind natürlich nur Vermutungen meinerseits, mag sein, dass es an der Realität vorbeigeht und nach dem Neumarkt gleich vor dem Neumarkt sein wird.

Dagegen spricht allerdings der Erfolg des Neumarktes, die Beachtung die man ihm zuwendet und die Tatsache, dass er kein Gedankenkonstrukt mehr ist, sondern Stein gewordene Realität. Jetzt können alle mit ihren eigenen Sinnen erfassen, dass es besser geht, als am Postplatz, am Dr.-Külz-Ring, der Wilsdruffer Straße, der Hauptstraße, und so weiter und so fort. Sie können auch sehen, dass diese grauen Farben der modernen Beiträge kalt und abweisend sind, im Vergleich zu den warmen, einladenden Farben der historisierenden Fassaden, und sie können sehen, während sie von der Frauenkirche hinunter auf den Neumarkt blicken, wie viel schöner das rote Ziegeldach eines British Hotels gegenüber den benachbarten, grauen Flachdächern ist.

Anonym hat gesagt…

"Und XFlipX stimmt dem ganzen auch noch zu! Zum Totlachen..."

Dann setze halt Modernisten für Postmodernisten ein, wenn es dir danach besser geht. Die Grundaussage seines Beitrages hast du ja verstanden und ich auch und der stimme ich zu.

XFlipX

Peter S. Burg hat gesagt…

Anonym hat gesagt…

@ Peter S.Burg

Sie haben vergessen zu erwähnen, dass ALLE Architekten (aus der Modernistenlobby) in schönen, stuckverziehrten Altbauwohnungen leben!



Sie werden lachen, genau DAS hab ich vor zwei Stunden in netter Runde als Argument gegen hässliche , ekelhafte Betonkuben angeführt - und verglichen mit Ärzten, die sich weigern ein bestimmtes Medikament zu nehmen, dies ihren Patienten aber fleißig verschreiben. Ich freue mich, dass Sie es endlich eingesehen haben.