Donnerstag, 18. August 2011

Leserbilder

Bilder von unserem Leser Eric aus Lyon/Frankreich


Kommentare:

B:S: hat gesagt…

Mit dieser Brücke könnten wir uns den Welterbetitel doch sicher zurückholen. Sieht nicht danach aus, als ob damit die Flußlandschaft wirklich zerstört worden wäre.
Wer ist meiner Meinung ?

Anonym hat gesagt…

Also das finde ich auch !!! Endlich mal ein Bild der Realität, welches nichtsubjektiv retuschiert ist (siehe manche Darstellung zum Aussehen aus dem Computer. Diese Brücke passt sich ein, verbindet Stadtteile und entlastet die Innenstadtbrücken. Wenn die Farbgebung dezent gewählt wird, bin ich für dieses Bauwerk dankbar. Besonders im dritten Bild (mit Pavillon...) sieht man die richtig dargestellten Proportionen). Für mich ist die Schönheit und Einzigartigkeit in keiner Weise negativ beeinflust oder zerstört.

Anonym hat gesagt…

"Wer ist meiner Meinung?"

Das wenigste, was wir jetzt brauchen können, ist die fünfzigtausendste Brückendiskussion.

Es ist alles gesagt.

Luik hat gesagt…

"Das wenigste, was wir jetzt brauchen können, ist die fünfzigtausendste Brückendiskussion. Es ist alles gesagt."

Netter Versuch eine Diskussion abzuwürgen...
Hätten die beiden Kommentatoren ihr Missfallen über die Brücke ausgedrückt, wäre diese Bemerkung mit großer Wahrscheinlichkeit unterblieben!

B.S. hat gesagt…

Das sollte nicht die fünfzigtausendste Brückendiskussion sein, sondern einen ehrlich gemeinten Eindruck wiedergeben. Man sieht doch jetzt, daß die übertriebene und zuweilen hysterische Debatte um die Brücke eigentlich völlig überflüssig war. Man sollte tatsächlich nach der Fertigstellung die UNESCO erneut zu einer Besichtigung einladen. Vielleicht ändern sie ihre Meinung.

Anonym hat gesagt…

"Man sieht doch jetzt, daß die übertriebene und zuweilen hysterische Debatte um die Brücke eigentlich völlig überflüssig war."

Siehst Du, das sehe ich z.Bsp. komplett konträr. Beste Voraussetzungen für die fünfzigtausendste Brückendiskussion.

Aber nicht mit mir...

Anonym hat gesagt…

"Hätten die beiden Kommentatoren ihr Missfallen über die Brücke ausgedrückt, wäre diese Bemerkung mit großer Wahrscheinlichkeit unterblieben!"

Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. ;)

Anonym hat gesagt…

"Endlich mal ein Bild der Realität"

Glaube mir, ich könnte mit meinem Fotoapparat ganz andere Realitäten wiedergeben. Das ist nicht die Realität, sondern EINE Realität. Man sieht die Brücke so, wie der Einsender des Fotos sie sieht.

Charlotte hat gesagt…

Ich habe heute wieder eine halbe Stunde am Blauen Wunder gestanden. Wird Zeit,das im Frühjahr 2012 die Verkehrsübergabe der Waldschlösschenbrücke erfolgt. Die braucht Dresden unbedingt. Ausserdem fügt die sich ganz gut in die Flusslandschaft ein. Von Verschandelung kann keine Rede sein. Die Brückengegner sind sowieso die ersten,die dann die Brücke überqueren (siehe A17). Übrigens ist der Anblick vom Frauenkirchenturm auf das Umfeld einfach traumhaft schön. Muss auch mal wieder den Turm besteigen und die Aussicht geniessen. Ist schon beachtlich,was hier in den letzten Jahren alles so entstanden ist.

Peter hat gesagt…

ich glaube nicht dass diese brücke eine entlastung für die stausituation am blauen wunder sein wird...

Stephan hat gesagt…

Danke Charlotte!

Anonym hat gesagt…

Ich denke schon, dass durch die Brücke verkehrliche Entlastungen realisiert werden. Zumal keiner aus DD-Ost, der nach DD Nord will durch die Innenstadt fahren muss....Die Stadtteile Blasewitz, Striesen und Tolkewitz - bis hin nach Laubegast sind ja nun nicht gerade die einwohnerschwächsten Stadtteile.... Und raten Sie mal, wo die großen Industriezentren der Stadt heute liegen....Also mal die Emotionen rausnehmen. Es ist festzuhalten, dass es ab April 2011für alle die , die aus den benannten Stadtteilen kommen, leichter und schneller geht nach DD-Nord auf Arbeit zukommen. Auch das Blaue Wunder und die Schevenstrasse/ Grundstrasse wird entlastet.
Ist eigentlich schon ein Farbgebungskonzept bekannt ?

Markus hat gesagt…

Man könnte ein paar barocke Putzspiegel anbringen und obendrauf als Bekrönung eine Nachbildung des Kronentors. Die Architektur des Barock ist ja eine Architektur des "schönen Scheins", wie wir in diesem Forum schon mehrmals lesen mussten. Warum nicht auch eine Brücke damit verschwinden lassen?

Spaß beiseite, ich denke, die Brücke fügt sich angemessen in eine seit dem zweiten Weltkrieg völlig veränderte Umgebung ein und wird der Verkehrssituation einer Großstadt gerecht.

Anonym hat gesagt…

Die fünfzigtausendste Brückendiskussion (mit den immergleichen Floskeln) ist voll im Gange! Lustig.

Anonym hat gesagt…

Die Gesellschaft lernt nicht aus Fehlern, sondern wiederholt sie voller Stolz. Das finde ich traurig.

Anonym hat gesagt…

Dresden ist und bleibt die deutsche Hauptstadt der Autonarren. Das schaut man sich befremdet aus der Ferne an und freut sich, dass man in einer Region leben darf, die geistig ein paar Jährchen weiter zu sein scheint. Während hier allerorten vierspurige Straßen rückgebaut und überdimensionierte Verkehrsflächen renaturiert und auf ein menschliches Maß zurückgeschraubt werden, wird Dresden voller Stolz und Überzeugung weiter versiegelt. Bekannte Realitäten (mehr Verkehrsfläche schafft mehr Verkehr) werden ignoriert und das einzigartige Erbe der Menschheit für eine lange überholte Städtebaupolitik verschleudert. Man wähnt sich geradezu im Jahre 1973. Ich kann wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln - und das schon lange...

Petersburg hat gesagt…

In der ganzen Welt versucht man, den Verkehr aus der Stadt zu bringen um die verstopften Innenstädte zu befreien. Da in der "modernen" Dresdner Stadtplanung der Irrsinn Tradition hat, machen machen unfähige Politiker das genaue Gegentil (unter Leitung von ADAC-Großkonzern, BMW, Daimler-Chrysler und Volkswagen AG)), und bringen noch mehr Verkehr, Abgase, tödliche Unfälle und verstopfte Straßen in die Stadt hinein. Aber es ist nicht die einzige von Verrückten und Unfähigen (selbsernannten "Experten") initiierte Zerstörung, die wir in Dresden dieser Tage erleben.

Begleitet wird das Zerstörungswerk nach wie vor von einer aggressiven Medienkampagne, finanziert von den o.g. Konzernen, um die Bevölkerung zur Akzeptanz des Monstrums zu missionieren. Da auch die Großkonzerne wissen dass die Massenmedien an Einfluss verlieren, schickt man einige abgebrochene Studenden und erfolglose Architektur-Praktikanten ins Internet, die dann unter 10 verschiedenen Namen den selben Unsinn schreiben. Man liest dann den üblichen Blödsinn auf "Disneyland"- Niveau wie z.B. " böse Barocke Architektur des schönen Scheins", um statt dessen der hässliche Schein und dümmliche Burgerking-Shoppingmalls anzupreisen. Besonders gut finde ich ja den Hinweis auf das "Kronentor" (!), also ob das etwas mit der Elbtalzerstörung zu tun hätte.

Ich finde, wir sollten das Zerstörungswerk umbenennen in "Herbert-Fessenmayr-Brücke", um einem herausragenden Dresdenzerstörer und einem der unfähigsten Stadtplaner den Dresden je hatte, ein gebührendes Denkmal zu setzen.

Denkbar wäre auch "Brücke der Korruption" oder besonders schön auch "Spekulantenbrücke". Man sollte schon so ehrlich sein und das Betonmonstrum nach denjenigen benennen, die sie eigentlich gewollt hatten. Der Name "Waldschlösschenbrücke" suggeriert ja ein romantisches kleines Brück-chen. Oder wie war das noch gleich mit dem "schönen Schein".... ?

Nemo hat gesagt…

"wird der Verkehrssituation einer Großstadt gerecht"

Man mag durchaus nachvollziehbare Argumente für diese Brücke finden, man mag sie landschaftlich als gar nicht so störend beurteilen, dass Problem ist jedoch, dass sie nicht nur für sich gesehen werden kann.

Denn sie steht vor allem als Symbol für eine dogmatisch-engstirnige, unzeitgemäße und einseitige Verkehrspolitik in Dresden, die eben alles andere ist, als dem modernen Lebensraum Großstadt angemessen, die sich (in der "Dynamik- und Innovationshauptstadt" Dresden!) der Rezepte der 70er Jahre bedient und anstelle stadtverträglicher und städtebaulich besser integrierbarer Lösungen nur breite, stinkende, laute Schneisen hinterlässt, die den Siedlungsraum zerschneiden, die Pkw-Nutzung verstärken und dadurch mittelfristig die Verkehrsprobleme nur weiter verschärfen werden.

Verursacher ist allerdings weniger die Stadtverwaltung (hier hat offenbar selbst der FDP-OB erkannt, dass vernünftige, vor Ort tragbare Kompromisse wichtiger als plumpe Parteibuchideologie sind), sondern der Freistaat, der nicht nur die WSB durchdrückte, vehement 4spurigen Ausbau in dicht bebauten Vierteln erzwingt, Jobtickets (für seine Angestellten) ablehnt und sinnvolle Stadtbahnprojekte verhindert.
Es ist grotesk, wie eine Riege drittklassiger Provinzpolitiker über den finanziellen Faktor defacto die kommunale Planungshoheit aushebelt und mit
ihrer Betonmanie Dresden ein stadtfeindliches Verkehrssysterm aufzwingt.

Anonym hat gesagt…

@ Petersburger
In der ganzen Welt versucht man, den Verkehr aus der Stadt zu bringen um die verstopften Innenstädte zu befreien. Da in der "modernen" Dresdner Stadtplanung der Irrsinn Tradition hat, machen machen unfähige Politiker das genaue Gegenteil

Klasse vorschlag. Stelle mir gerade eine Innnerstadtumgehung von DD Ost nach DD Nord vor.
Vermutlich eine Brücke neben dem Pillnitzer Schloss, quer durch die Elbhänge und durch die Dresdner Heide.
Oder Alternativvorschläge, Herr Petersburger?

Holger

Oldi hat gesagt…

Petersburg hat recht!
Darüber hinaus: Hier sieht man eine Wiese mit einer Brücke. Einer 08/15 Brücke wie sie überall in Deutschland zwischen 1960 und heute gebaut wird. Das Bild zeigt einen (nicht greifbaren) Ausschnitt aus einer einmaligen Naturlandschaft, die dadurch zerschnitten wird.
Betrachte ich ein singuläres (ggf. schön gearbeitetes Messer) in einem Stück Fleisch, mag es anmutig und ästhetisch wirken. Zeige ich das ganze Bild mit der Sau, tut mir diese unsagbar leid.
Wie wäre es mit Namensvorschlägen für das Bauwerk? Ich präferiere "Schlachtmesser".

Micha hat gesagt…

Mit der Eröffnung der Waldschlösschenbrücke erhoffe ich mir endlich eine Entlastung der Innenstadtnahen Verkehrsschneisen, die nach meinem Empfinden noch viel schlimmere Schandflecken sind. Die St. Petersburger Schneise z.B. könnte dann endlich für eine dichtere urbane Bebauung zurückgebaut werden.

Anonym hat gesagt…

"schickt man einige abgebrochene Studenden und erfolglose Architektur-Praktikanten ins Internet, die dann unter 10 verschiedenen Namen den selben Unsinn schreiben."

Schön wäre es. Leider gibt es zu viele verblendete Menschen in unserer Gesellschaft, als dass es naheliegend wäre, von einer multiplen Person auszugehen.

Namensvorschläge?

Selbstherrlichkeitsbrücke.

Peter hat gesagt…

mein vorschlag:

walter-ulbricht-brücke

irgendwo lassen sich bestimmt noch ein paar trümmer der sophienkirche auftreiben, aus denen man eine schöne namenstafel fertigen kann, die dann in der nähe der brücke platziert wird.

Anonym hat gesagt…

... Brücken gegner bleiben Gegner, Brückerbefürworter und Sympathisanten bleiben es auch. Warum kann in diesem Forum eigentlich nur in Schwarz-Weiß diskutiert werden? Fakt ist aber nun mal,d ass die Brücke, mit welchem Namen und in welcher Form auch immer, ab April Verkehr aufnimmt. Da zu erwarten ist... dass sich die PKW - Dicht in DD in den nächsten 50 Jahren nicht quasi verdreifachen wird, bedeutet eine weitere Elbquerung, egal an welchem Ort, eine Veringerung des verkehrs pro Brücke bzw. die Verringerung des Verkehrs auf den Innenstadtbrücken. Unter certerus paribus Gesichtspunkten wird die Innenstadt entlastet. Da in den nächsten Jahren mindestens 2 neue, bzw sanierte dresdner Brücken wirksam werden, wird dieser Effekt sochmals unterstützt.
Nun zum "Autonarrenargument": Warumwar die Diskussion in DD niemals eine WSB mit Strassenbahn ??? Sondern immer nur Brücke oder nicht....? Die Gegner hätten doch mal darauf ihre Aktionen ausrichten sollen. Oder hätten da die Fahrkleitungsmasten das Flugfeld von Hufi und Ulrike gestört ? Die Elbwiesen sind zweifelsohne schützenswert und einmalig, aber sag mir einer eine andere Stelle in DD die Elbe zu queren und keinen Tunnel zu bauen (ohne Radfahrer, Fussgänger und ev. ÖPNV)? Dresden ist einmalig, aber wir sind nicht der nabel der Welt, der sich an den Gegebenheiten des einundzwanzigsten Jahrhunderts anpassen brauch. Nun bitte alle Hasstriaden an diesen Post... Danke schon um vorraus für die Darstellung als dumm, ignorrant, inkompetent und umweltzerstörend. Ich freue mich als Tolkewitzer ganz persönlich auf die Brücke, weil ich 40 Minuten Arbeitsweg und täglich ca. 40 km weniger fahren muss. Bei 225 AT's im Jahr macht dies ca. 1275 Euro ( 9000 km, 15 Tankfüllungen zu 85 Euro). Mit diesem Geld kann ich endlich 3 neue Fahrräder für meine Familie kaufen, die uns dann die Möglichkeit geben, das Auto in der Freizeit noch mehr stehen zu lassen, als wir dies jetzt schon tun.
PS: Den Arbeitsweg kann ich leider nicht abschaffen....

und jetzt alle auf mich und anfangen mit zerfleischen.... vor allen Dingen Petersburger.....ich freue mich auf eine sachliche Dis.

Anonym hat gesagt…

"Fakt ist aber nun mal, dass die Brücke, mit welchem Namen und in welcher Form auch immer, ab April Verkehr aufnimmt."

...und genau dadurch neuen Verkehr produziert. Menschen, die bislang aufs Auto verzichtet haben, werden durch die schnelle Verbindung gen Norden künftig inspiriert, vom öffentlichen Nahverkehr oder anderen Fortbewegungsmitteln aufs Auto umzusteigen. Erst kürzlich war wieder ein Artikel dazu in der SZ (zu Zeiten des Bürgerentscheids hat man dergleichen natürlich nicht abgedruckt, interessant.). Mein Vorredner liegt also (wie die meisten anderen Brückenbefürworter) in der Sache komplett daneben. Liegt es vielleicht daran, dass statistisch gesehen der Bildungsgrad mit der Zustimmung zur Brücke abnimmt (und zwar ziemlich eindeutig)?! Nun zum zigtausendsten Mal unüberlegt die Fledermaus ins Spiel zu bringen, spricht ebenfalls Bände.

Der Tolkewitzer hätte seine Kilometer ebenso in einem Tunnel gespart - aber noch viel besser wäre es gewesen, man hätte einen reinen Straßenbahn- und Fahrradtunnel gebaut. Ich hätte es den gedanklich in den 70ern zurückgebliebenen Autonarren so richtig gegönnt. ;)

Es ist wirklich tragisch, dass nur durch solch kurzsichtig und engstirnig denkende Menschen die grandiose landschaftliche Situation an dieser Stelle für immer Vergangenheit ist. Und alle anderen müssen drunter leiden, aber was interessiert das schon den egoistischen Dresdner Autonarren?

Nemo hat gesagt…

Warum kann in diesem Forum eigentlich nur in Schwarz-Weiß diskutiert werden?

Das stimmt nicht, ich sagte ja, dass man auch Argumente pro WSB finden kann und obwohl ich seinerzeit dagegen gestimmt habe, werde ich sie nutzen und finde ihre Wirkung im Stadtbild gar nicht so verheerend, wie oft prophezeit.

Verheerend finde ich hingegen die Verkehrspolitik in Stadt (und Freistaat), deren Teil die WSB nunmal ist.

bedeutet eine weitere Elbquerung, egal an welchem Ort, eine Veringerung des verkehrs pro Brücke bzw. die Verringerung des Verkehrs auf den Innenstadtbrücken

Dieses Argument kommt einer Milchmädchenrechnung gleich und ist viel zu statisch gedacht. Es sollte bekannt sein, dass jede Investition in Infrastruktur einer bestimmten Verkehrsart das Verkehrsmittelwahlverhalten beeinflusst, also z.B. durch mehr Brücken oder breitere Straßen Autonutzung attraktiver wird (Reisezeitgewinne, räumliche Verdrängung anderer Verkehrsarten) und der Anteil der Pkw-Nutzung am Gesamtverkehrsaufkommen steigt. Dadurch werden Entlastungseffekte langfristig wieder kompensiert, d.h. das übrige Straßennetz läuft allmählich auf einem insgesamt höheren Niveau wieder voll.

Besonders zynisch finde ich, dass man versucht, die WSB mit dem Argument zu verkaufen, sie sei für Fußgänger und Radverkehr da. (Viele Fußgänger wird man auf dieser langen, breiten, lauten Verkehrsmaschine sicher nicht zählen, ein paar Radler vielleicht, aber vor allem ist es eine Autobrücke.)

Der Punkt ist: Die gleichen Politiker und Planer, die in der ganzen Stadt Fuß- und Radverkehr auf viel zu schmalen Borden sowie an Aufstellflächen von Querungen und Haltestellen zusammenpferchen, wo sie sich gegenseitig gefährden, anstatt wie es Fahrradclubs fordern Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen zu markieren oder Tempo-30-Zonen auszuweiten, in denen auch Radler mitschwimmen können, besitzen die bodenlose Unverschämtheit, diese in Dresden chronisch vernachlässigten Verkehrsteilnehmer plötzlich zu entdecken, wenn es um die WSB geht.

Die gleichen Politiker, die sich in Sonntagsreden allgemein zu zeitgemäßen, stadtverträglichen und umweltfreundlichen Lösungen bekennen - man hört niemals dass sie sich zur autogerechten Stadt bekennen - lassen im Rahmen ihrer Entscheidungen im einzelnen vor allem Projekte realisieren, die dem Auto nutzen (und die innerhalb eines beschränkten Denk- und Argumentationsmodells zunächst schlüssig scheinen, wie vielleicht auch die WSB) aber im größeren Zusammenhang (den man bewusst ausblendet) dazu führen, dass man sich von den in Sonntagsreden angepriesenen Zielen immer weiter entfernt.

Erstaunlich, wie sehr ausgerechnet die ach so innovative "Dynamikhauptstadt" hier eine längst überholte, stadt- und lebensraumfeindliche, langfristig überteuerte Verkehrspolitik verfolgt - und noch nicht mal den Mut hat, sich dazu zu bekennen. Viele andere Städte ohne diese
Betonmacke haben lange umgesteuert und nutzen den heutigen Kenntnisstand dazu (und nicht den der 70er Jahre). In dieser Hinsicht ist Dresden in der Tat noch immer das Tal der Ahnungslosen.

Anonym hat gesagt…

"In dieser Hinsicht ist Dresden in der Tat noch immer das Tal der Ahnungslosen."

Ich möchte ergänzen: das Tal der arroganten Ahnungslosen. Ahnungslos wäre gar nicht mal so tragisch, aber dass man auf die eigene Dummheit so unwahrscheinlich stolz ist, macht die Sache erst richtig unsympathisch.

Zur Relativierung sei allerdings angemerkt: Wenn die eine Hälfte der Dresdner für die Brücke gestimmt hat, dann muss es auch noch eine andere geben. ;)

Anonym hat gesagt…

Ich bin nicht-dresdner (sondern berliner) und war eigentlich erklärter gegner der Brücke und Befürworter der Neumarkt-Reko.

Mit annähernder Fertigstellung der Brücke muss ich aber sagen: sie ist wirklich nicht so schlecht.
Dies ist keine 0815-Brücke, sondern eine überaus elegante Konstruktion. Deutlich eleganter als das blaue wunder. hoffentlich bringt sie tatsächlich die erwünschte entlastung und erzeugt nicht noch mehr verkehr..

stefanius hat gesagt…

@ Anonymer Tolkewitzer

"Danke schon um vorraus für die Darstellung als dumm, ignorrant, inkompetent und umweltzerstörend. Ich freue mich als Tolkewitzer ganz persönlich auf die Brücke, weil ich 40 Minuten Arbeitsweg und täglich ca. 40 km weniger fahren muss. Bei 225 AT's im Jahr macht dies ca. 1275 Euro ( 9000 km, 15 Tankfüllungen zu 85 Euro). "


wären Sie so freundlich zu erläutern wie Sie auf die 40 Kilometer und die 40 Minuten kommen?

Anonym hat gesagt…

So habe ich mir das vorgestellt....;-))) nur polemisierende Erwiderungen auf meine Aussage.... es macht immer wieder Spaß, zusehen wie die Gegner anspringen....im Übrigen haben sich ca. 68% der Dresdner für die Brücke an diesem Ort ausgesprochen....sind rein rechnerisch 18% mehr als die oben genannte Hälfte....bei ca. 300.000 Wahlberechtigten sind das zu vernachlässigende 54.000 Bürger.
Strassenbahn und Fahrradtunnel...?! für das Geld, was der Citytunnel in Le mehr gekostet hat, vielleicht.....Kleiner Scherz am Rande.... wenn die 32 % der Dresdner , die gegen die Brücke gestimmt haben nicht über die WSB fahren hätte sich das Thema gesteigertes Verkehrsaufkommen durch die WSB ja erledigt (wären übrigens 96.000 Dresdner, die die WSB dauerhaft nicht nutzen...)...jeder kann selbst entscheiden, ob er seinen Worten Taten folgen lässt...ich bin da mal gespannt. ;-))))

ich freu mich schon wieder auf die, die nun hyperventilieren und rumflippern...

Anonym hat gesagt…

"es macht immer wieder Spaß, zusehen wie die Gegner anspringen / ich freu mich schon wieder auf die, die nun hyperventilieren und rumflippern"

Genau das meine ich mit Arroganz. Diese Art von Überheblichkeit ist wirklich unerträglich.
Nur polemisierende Erwiderungen? Das glatte Gegenteil ist der Fall: IHR Beitrag ist polemisch und dazu noch weitgehend argumentfrei. Die Erwiderungen dagegen waren oftmals sehr sachlich und hatten überzeugende Argumente zu bieten. Aber das hat in dieser Debatte ja Tradition. Ich verweise gerne nochmal auf die "Bildungs-Statistik".

Ich würde die WSB selbstverständlich boykottieren, wenn ich noch in DD wohnen würde und hoffe, viele berechtigte Gegner vor Ort werden dies ebenfalls tun. Diese Misere darf niemals in Vergessenheit geraten und ich hoffe darauf, dass man eines Tages in den Geschichtsbüchern reflektiert auf diese traurige Zeit zurückblicken wird.

Anonym hat gesagt…

"ca. 68% der Dresdner"

Von denen, die abgestimmt haben, versteht sich. Waren ja längst nicht alle.

Allerdings frage ich mich, wie Sie auf diese Zahl stolz sein können. Mich würde sie als Dresdner beschämen.

Anonym hat gesagt…

"es macht immer wieder Spaß, zusehen wie die Gegner anspringen"

Ach so. Und die Befürworter springen nicht an, nu? Einfaches Denken eines einfachen Bürgers, wie mir scheint. Und weiterhin viel Spaß bei der fünfzigtausendsten Brückendiskussion.

Anonym hat gesagt…

zur Wahlbeteiligung.... 300.000 hätten gehen können, hamse aber nicht.
zum Bildungsniveau der Befürworter: kann ich mich wahrscheinlich nicht zur statistischen Grundgesamtheit zählen, weil ein ingenieurwissenschaftliches Diplom und einen internationalen Masterabschluss auf der Habenseite stehen.
Somit ist die Argumentation für mich hinfällig.
Meine subjektive Meinung: Brücke gefällt mir , auch an dieser Stell und ich spare Geld, was ich anderweitig verwenden kann. Alle anderen Argumente für oder gegen zählen hier sowieso nicht...Von daher...
PS: Wahlbeteiligung beeinflusst jeder selbst - zumindest in Deutschland...also statistisch betrachtet ist eine Hochrechnung zulässig...

Anonym hat gesagt…

"Alle anderen Argumente für oder gegen zählen hier sowieso nicht"

Ach so. Gut, dass wir das jetzt wissen.

Anonym hat gesagt…

...ich kann mit allen Argumenten leben, aber Andere anscheinend nicht mit den meinigen... oder haben Sie den Eindruck, dass die Einsparung von Geld, oder die Verkürzung von Fahrzeiten und somit Kraftstoffeinsparung, oder auch die im Raum stehende Entlastung anderer Elbbrücken, oder die ganz subjektive Meinung von Schönheit oder Hässlichkeit zählen??? Ich kann damit leben, dass andere Diskussionsteilnehmer eine andere Meinung haben, die anderen allerdings nicht. So hat es zumindest den Anschein.... das meinte ich damit, dass andere Argumente nicht zählen.
Und für das Nichthingehen zu einem Bürgerentscheid können ja die Sieger nun wirklich nichts. Von daher muss jeder Gegner (.... oder ganz allgemein, die Unterlegenen.....) mit dem Ergebnis leben. Das ist das Prinzip der Demokratie.
Verbale Angriffe auf Intellekt, und Geschmack, bis hin zu Hetzjagden, weil man ein Öko- und Kulturbanause ist,verbaler Art sind ja hier deutlich geworden.
Ich sage jedem, der sich in diesem Forum über igendetwas aufregt. Selber mitmachen. Also wählen gehen, Stadt mitgestalten , investieren, ringen um einen Kompromis, den die Mehrheit trägt. Und Kompromisbereitschaft ist bei vielen hier nicht wirklich erkennbar.....

Anonym hat gesagt…

...warum soll ich auf 68% Befürworter nicht stolz sein? Ich bin ja ein Teil der 68%.
mal ne inhaltliche Frage: Losgelöst von Meinungen. Gibt es schon Aussagen zum farbkonzept der Brücke ?

Stefanius hat gesagt…

@ Anonymer Tolkewitzer

also nochmal, da Sie argumentative Tiefgründigkeit einfordern, wären Sie dann so freundlich zu erläutern wie Sie auf die 40 km Streckenersparnis sowie die 40 Minuten Zeitersparnis ermittelt haben ?

Oder vermuten Sie das nur ?

Anonym hat gesagt…

"Gibt es schon Aussagen zum farbkonzept der Brücke?"

Farbkonzept? Die Brücke präsentiert sich momentan im besten und trendigsten Modernistengrau - warum sollte das geändert werden?

ji hat gesagt…

Die Brücke wird Entlastung bringen. Mal gesehen, was sich so alles aus dem Norden durch die Innenstadt zwängt? Das ist alles, was aus Berlin und der Lausitz kommt. Was am Elbeepark nicht abfahren will, fährt hinterm Dreieck ab und rollt dann runter in die Neustadt rein, um über die Carola zu fahren. Vor allem all das, was mit dem Klinikum zu tun hat, wird zukünftig die Neustadt auf der Stauffenbergalle umfahren und den Zufluss zur Altstadt entlasten, ganz zu schweigen von den Leuten, die in Striesen und der Johannstadt wohne und Beziehungen nach Norden haben.

Was mich aber stört ist die fehlende Strassenbahn …

@Welterbe
Hat man nicht das Welterbe dahingehend erhalten, dass die Gegend hinsichtlich Bauaktivitäten in der Vergangenheit mit dem Fluss nicht zu einschneidend verlaufen ist und deswegen dennoch so viel Naturraum erhalten bleiben konnte? Hat man bei der Planung der Brücke nicht auch darauf Rücksicht genommen (es hätte ja auch so ein Hängebrückenmonstrum wie hier in Düsseldorf sein können) und ebenso Rücksich auf die Mobilität der Stadt? Das Messegelände hat ja die Elbwiesen ja auf einem weit grösseren Areal versiegelt und das ohne wirklichen Nutzen. Eine Messe hätte man durchaus auch woanders installieren können.

@Aussehen: Die Brücke würde mit Sandsteinsockeln und anderen Elementen wie mehr künstlerisch anmutende Geländer oder Treppen deutlich besser ins Dresdner Staadtantlitz passen. Auch Kandelaber würden der Brücke ihren zu sterilen, industriellen look mehr nehmen. Ich glaube, das würde die Akzeptanz der Architektur etwas heben.

Anonym hat gesagt…

an Stefanius... zu den 40 km am Tag: fahren Sie mal über die Autobahn zur Grenzstrasse, bzw. versuchen Sie diese Strecke Tolkewitz - Waldschlösschenbrücke - Staufenbergallee zur Königsbrücker zu fahren. Frage beantwortet? Eigentlich müssten das sogar noch mehr km sein....

Danke für Ihre Rückfrage - hier hätte ich präziser sein müssen.
Somit ist aber auch das finanzielle, das Argument der Umweltschonung ( weniger co2), und das Zeitargument belegt. Oder fahren Sie in der rush hour über Albert und Carolabrücke jeden Tag zwei mal ?

Bitte bei der nächsten Reaktion die ceterus paribus Bedingung nicht vernachlässigen.....

Anonym hat gesagt…

Zur Antwort auf die Frage nach dem farbkonzept: Wenn man keines kennt, sollte man Nichts antworten. Zu werten "trendigsten Modernistengrau" ist auf eine objektive Frage die denkbar ungünstigste Antwort. Wenn Sie mal an der Brücke waren, würde Ihnen aufgefallen sein, dass das bisherige Grau eine Korrosionsschutzfarbe zu sein scheint.

Anonym hat gesagt…

"Die Brücke wird Entlastung bringen."

Basta, oder wie? Diese Aussage widerspricht wissenschaftlich fundierten Analysen - und ganz einfach auch den gängigsten Prinzipien. Ergo: Exakt das Gegenteil wird der Fall sein.

"Wenn man keines kennt, sollte man Nichts antworten."

Ich erlaube mir, zu antworten, wann ich es für richtig halte. Das mit dem aktuellen "Anstrich" war selbstverständlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Ich rechne allerdings nicht damit, dass es einen großartig anderen Farbton geben wird - sämtliche Visualisierungen kamen im gräulich-silbernen Flair daher.

Anonym hat gesagt…

@ anonymer Autofan:

Sehen Sie, gäbe es nur einen Straßenbahntunnel, dann hätten Sie einen driftigen Grund, auf's Auto zu verzichten - und würden nochmal deutlich weniger CO2 in die Umwelt pusten. Aber sowas ist in Dresden natürlich undenkbar. Zum Glück bin ich im grünen Ländle zu Hause, wir denken hier ein wenig fortschrittlicher.

Anonym hat gesagt…

Danke für den Titel "anonymer Autofan....
1. Strassenbahntunnel: Frage: Gibt es einen ca. 3 km langen Auto- und Strassenbahntunnel. Beispiele interessieren mich wirklich ehrlich. Was haben diese Projekte gekostet ? ich vermute wenn, dass hier Dimensionen des Leipziger Citytunnel nicht ausreichen....
2.Zum ÖPNV: Ich würde dann ca. 15 Minuten mit meinem vierjährigen Sohn zur Bushaltestelle in Seidnitz laufen, um dort in die Strassenbahn zusteigen, die uns dann nach Dobritz/ Reick in den Kindergarten bringt. Danach würde ich zur S Bahn oder zur Stassenbahn laufen, bis HBF fahren oder mit der Strassenbahn zum Pirnaischen Platz fahren, dort in die Strassenbahn nach Weixdorf einsteigen bis ich dann endlich auf arbeit bin. Bei diesen Strecken müsste ich meine Kinder ungefähr gegen 5:00 aus dem Haus befördern, um gegen 7:30/ 8:00 auf Arbeit zu sein. Von daher ist dieses Argument ein nicht zu praktizierendes Gedankenkonstrukt.Die Zusatzkosten und die Zeitverluste an Freizeit möchte ich hier nicht darlegen. Ganz abgesehen davon, möchte ich dieses Horrorszenario meinen Kindern nicht zumuten... Ich hoffe ich habe emotionsfrei darlegen können, dass sowohl Strassenbahntunnel, als auch die Verwendung des ÖPNV nicht immer funktioniert. Im Übrigen nicht nur bei mir.
Frage: Autofan ist bei Ihnen schon ein Stereotyp, oder ?

Anonym hat gesagt…

....deswegen baut Ihr auch nen unterirdischen Bahnhof.....Ihr Fortschrittlichen... Arroganz aus 700 km südwestlicher Richtung ist das Letzte was wir hier brauchen...
Ich vergaß natürlich, dass das Frauen und Menschenbild in BW ein wenig fortschrittlicher ist hinsichtlich Ganztageskinderbetreuung und Berufstätigkeit von Frauen. Kindergarten und Grippen gibts ja von der Infrastruktur her noch nicht so , wie hier in DD, sodass man sich auch keine Gedanken machen muss, dass man Beruf, Familie und Zeit unter einen Hut bringen kann. Bei Ihnen bleiben die Frauen ja einfach zu Hause. Da könnt Ihr ja richtig sparen (... wegen keine Krippen- und Kitaplätze aufbauen) und anderen erklären, wo der Frosch die Locken hat....Ich dachte eigentlich die Zeit von Besserwessis sei 21 Jahre nach der politischen Wende vorbei.... habe ich mich eben geirrt. Ist eigentlich Schade - und ich dachte der Graben ist endlich zu....Aber nichts für ungut, kann ja mal passieren...ist vielleicht das erste mal, dass Jemand einfache und rein praktische Argumente bringt. Sollten Sie Probleme haben, weil zu viele geografische Details bestehen, schlage ich vor, dass Sie mal bei den dresdner Verkehrsbetrieben auf die Homepage gehen...nur so ein Tipp...bei uns gibts nämlich schon Unternehmen, die Internet - seiten betreiben....

Anonym hat gesagt…

@ "Strassenbahntunnel": Keine Ahnung, ob's den gibt. Dresden hätte durchaus eine Vorreiterrolle spielen können, aber man wiederholt lieber in blindem Fortschrittsglauben alte westdeutsche Fehler. Hier werden inzwischen jedenfalls an allen Ecken Verkehrsflächen zurückgebaut, teilrenaturiert oder gleich ganz untertunnelt (B31), während man in DD den vierspurigen Ausbau innerstädtischer Verkehrsachsen (Königsbrücker, Bautzner, ...) forciert. Freiburg ist in dieser Hinsicht wohl tatsächlich das exakte Gegenteil von Dresden.

@ "Zum ÖPNV": Tja, dann muss wohl der Dresdner Nahverkehr ein bißchen besser ausgebaut werden, hätte man mit dem Geld für die Waldschlösschenbrücke wohl einigermaßen hinbekommen. Wo ein Wille ist, ist auch immer ein Weg - da hilft alles Rausreden nichts, Herr Autofan.

Anonym hat gesagt…

"Arroganz aus 700 km südwestlicher Richtung ist das Letzte was wir hier brauchen..."

Wie die Dresdner in dieser Hinsicht ticken, brauchen Sie mir nicht zu verdeutlichen, das ist mir bestens bekannt. Alles, was Euch nicht in den Kram passt, darf die Stadt verlassen, Blobel raus, Wessis raus, jegliche Kritik von Auswärtigen ist unerwünscht. Das können Sie bei mir aber völlig vergessen, ich werde mich weiterhin so einmischen, wie es mir passt. Dresden gehört nicht nur den Dresdnern, Ihr habt in egoistischer Manier ein WELTerbe zerstört und das darf und wird niemals in Vergessenheit geraten!!!

Anonym hat gesagt…

"deswegen baut Ihr auch nen unterirdischen Bahnhof.....Ihr Fortschrittlichen..."

Mal davon abgesehen, dass "wir" mit diesem unterirdischen Bahnhof kein Welterbe zerstören, sind Ihnen die beispiellosen Proteste der Stuttgarter Bürgerschaft wohl auf mysteriöse Weise entgangen. So etwas wäre im tendenziell obrigkeitshörigen Dresden wohl niemals möglich!

Anonym hat gesagt…

Ich habe ganz alleine von fortschrittlichem Denken in Sachen Autowahn und 70er-Jahre-Zersiedelung gesprochen, Ihr ganzes Kita-Gesülze können Sie Sich also getrost sparen, zumal es in Freiburg in dieser Hinsicht keinerlei Probleme gibt.

"Besserwessie" - das sagt mal wieder alles. Klischee bedient, Gratulation! Das ist nämlich der eigentliche Punkt, der Sie aufregt: Dass ich aus dem Westen komme und es wage, Kritik an Dresden und seiner Einwohnerschaft zu äußern. Unerhört! Keine weiteren Fragen.

Anonym hat gesagt…

... was mich stört, dass Sie hier 68% der Bevölkerung, die gewählt haben, absprechen, dass dies aus Ihrer Sicht eine sinnvolle Entscheidung ist. Gleichzeitig aber die Proteste zu Stuttgart 21 als Beispiel bringen. Meines Wissens ist das Planfeststellungsverfahren für S21 schon sehr lange her... warum gabs keinen Bürgerentscheid dazu ???? Oder hatte es lange Zeit nicht wirklich auf der persönlichen AGENDA gestanden? Wie in DD...das ist Demokratie - wir hatten einen Entscheid mit allen notwendigen Fakten.
Zum Nahverkehr: Ein Argument zu widerlegen mit "...tja müsste mal das Streckennetz der DVB erneuert werden..." ist ja wirklich eine ziemlich dünne Variante, finden Sie nicht?
Im Übrigen hat Freiburg ca. 320.000Einwohner weniger....da gibts ganz andere Verkehrsthemen und Entfernungsrelationen als in Freiburg.

...gebaut wird S21 aber... Oder?

... es ist wissenschaftlich belegt, dass das KITAnetz in Sachsen signifikant dichter ist , als in den ABL.
...nur weil Sie die Brücke nicht gut heißen, müssen Sie mich allerdings nicht beleidigen. Sie sind auf keines meiner Argumente sachlich eingegangen und haben uns hier in DD Dummheit und Obrigkeitshörigkeit unterstellt. Zweiteres haben wir allerdings wohl schon 1989 widerlegt.
Demokratie ist auch die in Abstimmungen errungenen Ergebnisse zu akzeptieren, auch wenn man mal unterlegen ist...können Sie mir da folgen??
Das Welterbe haben wir nicht zerstört, sondern der Titel wurde uns aufgrund einen auf einer privaten Freundschaft zwischen Herrn Blobel und Herrn Bandarin getroffenen subjektiven Empfindung aberkannt.
Die wenigsten Abstimmenden waren jemals in DD und haben sich die Lage objektiv angeschaut.
... Vorreiter bei strassenbahntunnel - technisch und finanziell völliger Blödsinn. Das wäre ein Citytunnel II inklusive 2 - bis 4 spurige Strasse. Wie breit, lang und wie teuer soll dieser Tunnel sein ?? Wissenschaftlich durchdacht haben Sie diesen Vorschlag nicht, oder?
Ich würde sagen wir beenden diese Diskussion, da ganz praktische Argumente nicht ernsthaft ausgetauscht werden und tendenziell der Oberlehrerstil ihrerseits nicht nicht wirklich konstruktiv ist. Sie haben keines der praktischen Argumente nachvollziehen wollen und nur mit Allgemeinplätzen geantwortet. Schade, dass es so gekommen ist...leider bestätigt es nicht gerade Ihre Bereitschaft andere Argumente konstruktiv zu betrachten, was ja eigentlich der Sinn eines Bloggs ist...für mich ist hier Schluss. Da mir zu viele Auswärtige erklären wollen, wie ich unter geografischen Gesichtspunkten meine Zeit und meine Familie zu organisieren habe, ohne dass sie selbige Situation kennen. "...ich dachte man kann sich mit Ihnen intellektuell duellieren, allerdings wusste ich nicht, dass Sie unbewaffnet sind." Zitat Ende...

Anonym hat gesagt…

"was mich stört, dass Sie hier 68% der Bevölkerung, die gewählt haben, absprechen, dass dies aus Ihrer Sicht eine sinnvolle Entscheidung ist."

Das tue ich überhaupt nicht! Selbstverständlich ist das aus deren Sicht eine sinnvolle Entscheidung (wenn sie es auch zumeist nicht überzeugend begründen können, weil die Argumente in der Tendenz nunmal eindeutig gegen dieses Bauwerk sprechen).

"Zum Nahverkehr: Ein Argument zu widerlegen mit "...tja müsste mal das Streckennetz der DVB erneuert werden..." ist ja wirklich eine ziemlich dünne Variante, finden Sie nicht?"

Nein, finde ich nicht. Ihre Argumentation dagegen finde ich tatsächlich dünn. ;)

"Im Übrigen hat Freiburg ca. 320.000Einwohner weniger"

Bitte nochmal nachlesen auf: Wikipedia.de und anschließend richtig rechnen.

"Demokratie ist auch die in Abstimmungen errungenen Ergebnisse zu akzeptieren, auch wenn man mal unterlegen ist."

Nicht, wenn die Abstimmung in ihrem Verlauf undemokratisch war und mit einer breit angelegten Verdummungskampagne von Politik und Medien einhergegangen ist. Davon abgesehen halte ich es sowieso nicht für sinnvoll, nur die Dresdner über etwas entscheiden zu lassen, was die ganze Welt angeht (WELTerbe). Zumindest eine deutschlandweite Abstimmung hätte es geben müssen und dann hätte das Ergebnis auch ganz anders ausgesehen.

"aufgrund einen auf einer privaten Freundschaft zwischen Herrn Blobel und Herrn Bandarin getroffenen subjektiven Empfindung aberkannt."

Soviel zum Thema. Typische Dresdner Sichtweise! Die Schuld bei anderen (bevorzugt: AUSWÄRTIGEN) suchen. Selbst hat man wie üblich alles richtig gemacht. Erbärmlich!

"technisch und finanziell völliger Blödsinn."

Wo ein Wille ist, ist auch immer ein Weg.

"Sie sind auf keines meiner Argumente sachlich eingegangen / Sie haben keines der praktischen Argumente nachvollziehen wollen und nur mit Allgemeinplätzen geantwortet."

Und damit verabschiede ich mich aus dieser Diskussion. Meine sachlichen Gegenargumente sind alle hier im Strang nachzulesen. Ihnen scheint es aber nicht um Argumente, sondern um's Recht haben zu gehen, also bitteschön: Sie haben Recht! :)

"da ganz praktische Argumente nicht ernsthaft ausgetauscht werden und tendenziell der Oberlehrerstil ihrerseits nicht nicht wirklich konstruktiv ist."

Sie finden Sich gut, gell? Ich mich auch. :) Boah, bin ich froh, nicht mehr in dieser Stadt leben zu müssen. Bei der Mentalität bekomme ich echt die Krise.

Und Tschüssi!

Anonym hat gesagt…

"...ich dachte man kann sich mit Ihnen intellektuell duellieren, allerdings wusste ich nicht, dass Sie unbewaffnet sind."

*blök*

Anonym hat gesagt…

Immer diese unpassende Polemik Herr Woerth, ich kann gar nicht verstehen, warum Sie in bekannten moderierten Foren so angefeindet werden.

Nemo hat gesagt…

Es ist völlig unbestritten, dass einzelne Personen zunächst unmittelbar von der WSB profitieren werden (hab ich oben geschrieben: Reisezeitgewinne) Das muss man gar nicht widerlegen wollen.

Man kann aber aus der persönlichen Perspektive von X oder Y nicht die Sinnhaftigkeit eines Projekts begründen wollen nach dem Motto: Ich profitiere davon, also ist es richtig.

Im Prinzip gibt es 2 Alternativen:

Man kann versuchen, (langfristig und tendenziell) eine Stadt zu schaffen, die möglichst kompakt und durchmischt ist, wo die Siedlungsdichte im ÖV-Einzugsbereich am größten ist, die kurze Wege bietet und in der man auch ohne Auto relativ schnell seine Ziele erreicht. Wer möchte, kann das Auto dennoch nutzen, aber es verringert sich die Erfordernis, dies zu tun - man hat eine (Verkehrsmittel-)Wahl. Den Menschen eine (vernünftige) Wahl zu lassen, ist übrigens m. E. überaus demokratisch.

Man kann aber auch (langfristig und tendenziell) eine Stadt schaffen, die dispers und zersiedelt ist und wo die Wege für den einzelnen entsprechend weit sind. Diese Stadt wird viele breite Straßen und Pkw-Verkehr haben, weil die geringere Dichte eine Erschließung durch ÖPNV schwierig macht und zusätzlich der starke Straßenverkehr Fußgänger und Radler abschreckt. In einer solchen Stadt wird man kaum eine andere Wahl als das Auto haben und es entsteht eine sich diesbezüglich selbst verstärkende, autolastige Siedlungs- und Verkehrsstruktur, weil der Motorisierungsgrad hoch und die durch Straßen erschlossene Fläche groß ist. Der Autoverkehr wird weiter wachsen, der Ruf nach der nächsten Brücke oder Entlastungsstraße wird folgen.

Wenn eine Mehrheit in einer Demokratie eine solche Stadt möchte, muss man dies akzeptieren. (Dazu gehören dann aber auch geringe Aufenthaltsqualität, unattraktives Stadtbild, Lärm und Gestank, Unfälle, höhere Lebenshaltungskosten etc.) Das mehrheitlich zu wollen, ist legitim - auch wenn es in der Sache selbst dadurch nicht vernünftig oder richtig wird. Ich bezweifle aber, dass diese Mehrheit bestünde, wenn man den Leuten sachlich, ehrlich und in Ruhe vor allem die Zusammenhänge und die Folgen aufzeigt, die (Parteibuch-)Ideologie weglässt und nicht nur Propagandakampagnen im Stile der Boulevardpresse entfacht.

Man kann es nicht jedem Recht machen: Wer nun z.B. ohne WSB meint, einen zu weiten Arbeitsweg zu haben, muss ggf. umziehen. Ungerecht? Nicht ungerechter, als z.B. andere zu nötigen, wegen einer 4spurig ausgebauten, lauten und gefährlichen Straße wegzuziehen und nicht ungerechter, als andere zu nötigen, sich ein Kfz anzuschaffen, weil die Siedlungsstruktur immer autoorientierter wird.

All diese Zusammenhänge bestehen übrigens unabhängig davon ob man Ossi, Wessi, Dresdner oder Nichtdresdner ist, schreibt Nemo, der Ossi ist, in Dresden lebt und ein Auto hat.

Anonym hat gesagt…

Gegenwärtig hat das am Fluss Dreisam liegende Freiburg über 221.000 Einwohner und nimmt damit auf der Liste der größten Städte Baden-Württembergs nach Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe die vierte Stelle ein.
Neben der amtlichen Wohnbevölkerungszahl des Statistischen Landesamtes gibt es mit der Einwohnerfortschreibung des städtischen Einwohnermeldeamtes eine weitere amtliche Bevölkerungszahl, die mit 203.240 Einwohnern zum 1. Januar 2010 deutlich unter der von der Landesbehörde fortgeschriebenen Zahl liegt.[12] Je beim Statistischen Landesamt gemeldeten Einwohner erhält die Stadt derzeit 750 Euro pro Jahr als Mittelzuweisung des Landes. Eine Übernahme der Zahlen des städtischen Einwohnermelderegisters durch das Statistische Landesamt würde daher einen Einnahmeverlust von etwa 15 Millionen Euro pro Jahr bedeuten, was nicht im Interesse der Stadt liegt. Das Einwohnermeldeamt erwartet jedoch bei der für den 9. Mai 2011 angesetzten Volkszählung eine Einwohnerzahl, die deutlich näher an der des Einwohnermeldeamtes liegt, möglicherweise sogar unter 200.000.

Bei allem Respekt: ca. 200.000 plus 320.000 = ca. 520.000 (Größe von Dresden)

... wollen Sie unterstellen, dass der Brückenentscheid undemokratisch und getürkt war ????
wir haben schließlich auf Basis der geltenden Gesetze einen Entscheid durchgeführt - sie in BW nicht....das lässt tief blicken.
ich freue mich aufrichtig für Sie, dass Sie nicht mehr im tiefsten Randpolen leben müssen. was Freiheit so alles möglich macht...

...Beleidigungen und Verunglimpfungen von Andersdenkenden ist undemokratisch und verstößt hiermit gegen die Grundfesten dieses Bloggs.

ich habe Wikipedia für Sie kopiert...

Anonym hat gesagt…

"Nicht, wenn die Abstimmung in ihrem Verlauf undemokratisch war..."

WIR stehen über dem Bundesverfassungsgericht!

"...und mit einer breit angelegten Verdummungskampagne von Politik und Medien einhergegangen ist."

WIR haben das natürlich durchschaut, nur die Dresdener waren zu blöd dazu!

"Davon abgesehen halte ich es sowieso nicht für sinnvoll, nur die Dresdner über etwas entscheiden zu lassen, was die ganze Welt angeht (WELTerbe)."

WIR sollten gleich den UNO-Sicherheitsrat befragen!

"Zumindest eine deutschlandweite Abstimmung hätte es geben müssen und dann hätte das Ergebnis auch ganz anders ausgesehen."

WIR wissen was Deutschland will, denn WIR repräsentieren es ja!

Anonym hat gesagt…

"warum Sie in bekannten moderierten Foren so angefeindet werden."

Hören Sie mit Ihren unerträglichen Lügen auf. Weitere Diffamierungen werde ich vom Blogbetreiber entfernen lassen.

Gruß, Woerth

Anonym hat gesagt…

Anonym schrieb heute um 8:22 Uhr:

"Ich würde sagen wir beenden diese Diskussion / für mich ist hier Schluss."

War wohl nix, denn der Herr Anonym will Recht - und vor allem das letzte Wort haben (und was für eins! ;) ). In diesem Sinne: Genießen Sie es!

Der Klügere gibt nach. :)

Anonym hat gesagt…

Das eigentlich Traurige ist doch, welchen Unfrieden diese Brücke nach Dresden gebracht hat. Bis heute feindet man sich aggressiv an. War es das wert? Dieses Bauwerk ist geradezu teuflisch.

Anonym hat gesagt…

Ich möchte abschließend nochmal betonen: Meine Worte über die Dresdner Mentalität beruhen selbstverständlich auf subjektiven Erfahrungen. Es ist meine persönliche Einschätzung, ICH komme mit diversen Leuten (gilt natürlich nie für alle!) dort einfach nicht zurecht und fühle mich hier im Südwesten unter den Menschen deutlich wohler. Es sind Tendenzen, die ICH PERSÖNLICH so empfinde - das können andere ganz anders sehen! Und damit bin ich endgültig draußen.

Anonym hat gesagt…

"Gott sei Dank" würde ich ja sagen wenn ich wüßte, daß Sie Wahr sprechen. Aber es ist ja mit Ihnen wie mit einer Grippe, sie tauchen immer wieder auf.

Anonym hat gesagt…

@Anonym 19:45

"Was ist denn das für ne Logik, habe ich ja noch nie gehört? Selbstverständlich wollen subjektive Meinungen begründet werden. Wenn man einfach so seine Meinung in den Raum schmeißt, muss man damit rechnen, dass nachgehakt wird."

Petersburg hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Architektenlobbyist (sorry ich mache mir nicht die Mühe Ihren Namen nach oben herauszusuchen, steht vermutlich eh nur "Anonym" oder "Perücke" oder "Knerer und Lang Fan" etc da),

Ich kann Ihnen sagen warum Herr Woerth von einigen (nicht von allen, wie Sie zu unterstellen versuchen) angefeindet wird:

Kennen Sie den Spruch "wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd"? Er sagt schlicht die Wahrheit. Ich denke er ist einfach nicht so unehrlich wie Sie, das ist alles. Übrigens, wohnen Sie im Altbau?

mit freundlichen Grüßen

Anonym hat gesagt…

Unfrieden wird immer nur durch Intoleranz geschafft. Das Nichtbeachten örtlicher Gegebenheiten und verschiedenster Notwendigkeiten bringt manchmal Ergebnisse, die nicht jeder gut finden mag. Wie hier leicht zu lesen war. Trotzdem sollten Fakten in Diskussionen überwiegen. Wenn, wie hier von Anonym geschrieben, praktische Aspekte für Zustimmung sorgen, sollten diese nicht verteufelt werden. Jemanden deshalb Ignoranz zu unterstellen ist nicht wirklich zielführend.
Somit stelle ich fest, dass nicht die Brücke den Unfrieden schafft, sondern Intoleranz.
Vielleicht warten alle mal, bis die Brücke fertig ist und ein Jhar steht und benutzt wird. Ich komme jedes jahr nach Dresden und kann nicht wirklich feststellen, dass es eine von Autobahnen zerschnittene Stadt ist. Vielleicht bin ich da als Berliner auch anderes gewohnt. Ich komme gern wieder, auch wenn die Brücke steht.

Grüße aus Berlin

Stephan hat gesagt…

Eine Brücke verbindet.
Stadtteile, Städte,Länder und sogar Kontinente wie in Istanbul.

Verwendet Eure Zeit lieber für andere Sachen, die Dresden weiterbringen.

Kultiviert Euer Essverhalten, Euer Gefühl für Mode.
Aussen Elbflorenz sein wollen aber Innen Bitterfeld.
Flaniert auf der Königstrasse, auf dem Neumarkt, geht Kaffee trinken, aber nicht mit Pappbecher in der Hand.

Viel trauriger als ein Brückenneubau ist die Tatsache dass an einem sonnigen Samstagnachmittag im Oktober um 17Uhr 4 (!!!) (vier!!!!) Passanten auf der gesamten Königstrasse zu sehen waren!
Wo seid ihr Dresdener??? Wo??
Ihr müsst nichts kaufen ! Ihr dürft bummeln , die tolle Architektur geniessen!
Das Leben in so einer tollen Stadt geniessen!

Die Brücke ist da und wird bleiben und wird noch stehen wenn alle Kritiker verstorben sind.
Punkt. Ende. Schluss.

the woerth hat gesagt…

"Aber es ist ja mit Ihnen wie mit einer Grippe, sie tauchen immer wieder auf."

Selbstverständlich tauche ich wieder auf (ich habe mich aus der armseligen Diskussion verabschiedet und nicht aus dem Leben). Ich diskutiere aber nicht gerne mit Menschen, die mir in boshafter Absicht Unwahrheiten unterstellen: "Ich kann gar nicht verstehen, warum Sie in bekannten moderierten Foren so angefeindet werden." Da frage ich mich, was für ein Charakter steckt hinter solchen Einwürfen. Jeder kann sich meine Beiträge der letzten 12 Monate im APH- oder Skyscraperforum anschauen - und er wird dort keine "Anfeindungen" finden. Ganz im Gegenteil sogar unzählige konstruktive Diskussionen. Und, man glaubt es kaum, ich habe ne ganze Menge Befürworter in diesen Foren und sogar freundschaftliche Verhältnisse zu anderen Mitgliedern. Nicht zu fassen, gell? Der böse, böse Woerth...

Ich kann es blendend verstehen, wenn man meine Art nicht mag, mir gehen auch viele Beiträge hier auf den Sack. Und ich verstehe auch, dass es den Dresdnern nicht gefällt, wenn ich ihnen direkt ins Gesicht sage, dass mir ihre Art von Mentalität nicht liegt. Ich habe kein Problem damit, kritisiert zu werden - aber wenn es unehrlich und boshaft wird, dann steige ich lieber aus der Diskussion aus. "Es ist ja mit Ihnen wie mit einer Grippe" oder "Ich bin ja schon lange für einen Ausschluß aus dem Blog" - finden Sie so etwas nicht respektlos?

Ich bin nicht der Teufel in Person, sondern jemand, der sehr direkt ist und dabei vielleicht auch manchmal übers Ziel hinausschießt. Aber ich bin auch in der Lage, mich nachträglich zu revidieren und zu entschuldigen. Einsicht ist nicht das schlechteste Gut und - ja, wahrscheinlich habe ich in dieser Diskussion nicht immer die richtigen Worte gefunden, weil mich das Thema Waldschlösschenbrücke leider sehr emotional berührt. Wären Sie auch dazu in der Lage? Zu Selbstreflektion und Einsicht? Oder auch einfach mal in einer Diskussion aufzuhören, obwohl Sie noch unendlich viel entgegnen könnten? Um des lieben Friedens und der allgemeinen Nerven Willen?

Herzliche Grüße,
the woerth

Anonym hat gesagt…

"Wenn, wie hier von Anonym geschrieben, praktische Aspekte für Zustimmung sorgen, sollten diese nicht verteufelt werden."

Sie sollten nicht verteufelt, können aber relativiert oder widerlegt werden. Wurde hier auch gemacht (z.Bsp. "Mehr Verkehrsfläche produziert mehr Verkehr") - hat nur niemanden interessiert, weil es eben mal wieder viel mehr ums Recht haben ging als um Argumente. Als Sieger aus der Diskussion hervorzugehen - ich denke, das war das vorrangige Ziel und nicht die konstruktive Auseinandersetzung mit den hier dargelegten Thesen und die Hinterfragung eigener Ansichten.

Nemo hat gesagt…

@Stephan

Eine Brücke verbindet.

Mit Verlaub, aber das meine ich mit billigen Propagandaparolen. Denn verschwiegen wird:

Eine Brücke, jedenfalls eine wie die WSB, trennt eben auch. Und damit meine ich nicht den Streit, sondern die Anwohner und Anlieger der Zufahrtsstraßen, denn die Brücke wird und soll ja Verkehr auf sich ziehen und der kommt irgendwo her. Stauffenbergallee und Fetscherstraße wird man dann kaum noch überqueren können, deren Trennwirkung vestärkt sich massiv. Im Bereich Fetscherstraße kündigt die Stadt bereits deren Überlastung an, Staus, Schleichverkehr in Wohngebieten sind unvermeidlich, der Ausbau wird später folgen, die Wohnlage wird unattraktiv, öde usw. Der Teufelskreis geht weiter - s.o.

Viel trauriger als ein Brückenneubau ist die Tatsache dass an einem sonnigen Samstagnachmittag im Oktober um 17Uhr 4 (!!!) (vier!!!!) Passanten auf der gesamten Königstrasse zu sehen waren! Wo seid ihr Dresdener??? Wo??

Das kann ich Ihnen ganz genau sagen: wir kommen dort nicht hin (jedenfalls nicht von der Altstadtseite aus). Denn entweder muss man sich unter die Erde begeben, dorthin, wohin Fußgänger nach Ansicht der Stadtverwaltung gehören, in einen versifften, stinkenden Tunnel, in dem skateboardfahrende Kiddies Vorfahrt haben. Oder man versucht sich auf der linken Seite der Augustusbrücke, muss dann aber zunächst am Blockhaus vorbei um die Ecke auf einem höchstens 1,50 m breiten Gehweg, wo man regelmäßig mit entgegenkommenden Radlern kollidiert, die da auch lang wollen, weil es keinen Radfahrstreifen o.ä. gibt. Sollte man dies geschafft haben, sind noch drei Fußgängerampeln (für die beiden Fahrbahnseiten und die Strab) zu passieren. Da sollte man aber viel Zeit und was zu lesen dabei haben, denn der Verkehrsfluss auf der Straße ist natürlich wichtiger, aber vielleicht wird ja doch irgendwann grün.

Ursache ist die sehr breite, stark befahrene Große Meissner Straße, an der man schon mal wunderbar sieht, was mit Trennwirkung gemeint ist.

Wie ich oben schrieb: man kann - und es geht mir um die Tendenz - nicht beides haben, eine autolastige stadträumliche Siedlungsstruktur und gleichzeitig möglichst viele Fußgängerströme, die ungestört durch Geschäftsstraßen und Gassen bummeln, dabei das Stadtbild beleben und den kleinteiligen Händlern ihr Auskommen sichern. Man wird stattdessen nur Konsumenten erhalten, die mit ihrem Auto in das nächste Parkhaus ala Centrum- oder Altmarktgalerie (oder gleich in den Elbepark) donnern. .Das "städtische Leben" findet dann nicht mehr im öffentlichen Raum, sondern nur noch innerhalb des in Privatbesitz befindlichen Raums (und nach den Regeln) dieser Großcenter statt. Das hat auch etwas mit Bürgergesellschaft und Demokratie zu tun - oder eben mit deren Verschwinden. Aber wen interessierts - außer die, die damit prima Geld verdienen? Schöne neue Welt - auch und gerade in Dresden...

Darki hat gesagt…

Sehr treffender Beitrag Nemo...exakt!

Stephan hat gesagt…

@Nemo
Danke für Ihre Antwort. Als Nicht- Dresdener habe ich eine neue Ansicht erhalten.
Nichtsdestotrotz freue ich mich auf übernächstes Wochenende ... drei Tage Dresden mit Familie:-)

petersburg hat gesagt…

Auch ich kann Nemo hier nur zustimmen!

Vor allem gibt es einen Punkt, der fast nie erwähnt wird, Nemo traf ihn voll ins Schwarze: Nämlich den der Shoppingmallisierung der Stadt, die ich ja ebenso häufig kritisiere, wobei ich aber hauptsächlich die miserable und destruktive Architektur meine. Aber Nemo weist zu Recht auf einen weiteren Punkt hin:

Das "städtische Leben" findet dann nicht mehr im öffentlichen Raum, sondern nur noch innerhalb des in Privatbesitz befindlichen Raums (und nach den Regeln) dieser Großcenter statt. Das hat auch etwas mit Bürgergesellschaft und Demokratie zu tun - oder eben mit deren Verschwinden. Aber wen interessierts - außer die, die damit prima Geld verdienen?

Das ist 100 Prozent richtig. Unsere Plutokratie weiss ja, dass es immer mehr Obdachlose und Armut gibt. Das weiß sie deswegen so gut, weil sie derjenige ist der die derzeitige Zerstörung der Mittelschicht und die wachsende Verarmung der Bevölkerung verursacht. (Genau so wie übrigens die Banker die schuldigen der Finanzkrise sind - und natürlich "retten" unsere Politiker jetzt die Schuldigen und schenken ihnen Milliarden. Das sagt doch alles über unser korruptes System, das von vielen bereits als "Banken-und Konzerndiktatur" bezeichnet wird. Schaut man sich die Macht der Konzerne an, wird gerade am Beispiel ADAC-Volkswagen/BWM/Mercedes-Brücke deutlich,wer in unserem Lande das sagen hat. Es ist nicht mehr das Volk.)

Zurück zu den Obdachlosen:
Diese Leute in ihren Schlafsäcken stören vor den Nobel-Läden nur, im Öffentlichen Raum ist es allerdings schwer sie zu entfernen, da sich im Öffentlichen Raum jeder aufhalten darf. In den Shoppingmalls hingegen ist der Platz vor den Schaufenstern Privateigentum, daher kann die Security hier jeden rausschmeissen ohne Begründung. Das ist einer der Hauptgründe warum die Stadt die Shoppingmall-Verblödung immer weiter vorantreibt, anstatt normale Strassse und Plätze in Dresden zu bauen, wie in jeder europäischen Stadt. Das ist tatsächlich die Abschaffung des öffentlichen Raums, also die Abschaffung urbanen Lebens und damit die Abschaffung der Stadt.

Die jetzige Bauleitung in Dresden fügt der Stadt durch ihre Fehlplanungen erheblichen Schaden zu. Die Elbtalzerstörung durch die Konzerndiktatur-Brücke ist ein schweres Verbrechen, nämlich ein Gewaltverbrechen an Landschaft, Stadt und Natur, und die Verantwortlichen gehören für dieses Verbrechen schwer bestraft.