Montag, 26. September 2011

Denkmal der Kurfürstin Anna | Annenkirche

Bilder des im Mai aufgestellten Denkmals der Kurfürstin Anna am neugestalteten Umfeld der Annenkirche. Weitere Infos rund um das Denkmal kann man auf Bild6 nachlesen.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das letzte Bild schaut man sich besser nicht an...

Anonym hat gesagt…

Dies wäre doch auch ein Platz, der nach Wiederaufbau schreit...
Ach, wie arm ist doch die heutige Architektur. Das schlimme ist, obwohl dies jeder weiß, wird weiter so gebaut. Wie lange müssen wir dies Elend noch ertragen?

Anonym hat gesagt…

..das schmerzt zu sehr...

Pit hat gesagt…

Leute! Erfreut Euch doch des Denkmals! Was denkt Ihr denn? Wer soll das ganze Umfeld rekonstruieren??? 1945 ist passiert und auch ich finde die Zerstörung der Stadt extrem doof, nur kommen wir mit meckern auch nicht weiter. Auch wenn es oftmals gesagt wurde, in den 60er Jahren hätte man sich über so ne Wohnung (im Hintergrund) bestimmt gefreut wie sonstwas..

Anonym hat gesagt…

Wir sennen aber nimmer in die 60-erJahr, sodass es müsset zulässig seyn, zu verfolgen ästhetisierende Überlegungen. Und dies Denkmal ist ohne seyne natürliche Umgebung nur die Hälft seyner werth.

ji hat gesagt…

Heute freut man sich nicht mehr für so eine Wohnung. Mit etwas Willenskraft geht es selbst heute so, wie es auf dem alten Bild aussieht. Es sind auch nur Wände und Dächer, das bekommt jeder private Häuslebauer hin, wenn er sich Mühe gibt. So wies auf den alten Bildern aussieht ists am besten für Dresden. Aber wenn man schon mit " Naa, hab kein Bock drauf, lieber n Kasten hinsetzen, das strengt nicht so an." an die Sache "bauen und reparieren in Dresden" rangeht, kanns ja nichts werden. Denkmal ist schön, ich hätts aber rigoros an den Orginalplatz aufgestellt und somit das mögliche, einst normal urban gewachsene Umfeld forciert.

Petersburg hat gesagt…

Auf dem 3. Bild (bzw. 2. Reihe linkes Bild) sieht man: Aus diesem Platz könnte man etwas machen.

Aber leider zieht ja die Dresdner Stadtplanung die unmoderne Ekel-Schizophrenie-Architektur einer konsequenten Stadtreparatur vor.

Dieser kleine Blechkasten auf dem o.g. Bild, gleich im Hintergrund, sieht ja besonders absurd aus. Was ist das? Modernistische Nachkriegs-Barracke? Und im Hintergrund rechts, wie immer: Glas-Stahl-Beton, so schön uneuropäisch - weil's ja angeblich hochmodern sein soll.

Frage an Webmaster: Ist das Denkmal denn neu aufgestellt worden?

Anonym hat gesagt…

Pit was schreibst du für Mist,man hätte sich gefreut,ja klar wegen der Mangelwirtschaft war man froh überhaupt was zu bekommen.
Aber das die Roten,die Innenstadt nur leergeräumt haben,egal ob was zu Retten war....
Das letzte Bild sagt alles,so ählich müßte es wieder aussehen und das gänge auch!

Mfg R.Helbig

Nemo hat gesagt…

Das ewige Beklagen der alten Bilder ermüdet irgendwann und hilft nicht weiter. Das Problem in Dresden ist einfach die Dimension der Aufgabe.

Es gibt zu viel erreichbare Fläche für zu wenig Nutzung. Den Grund dafür sieht man auf den Bildern 2, 3, 6 sehr schön: die Verfügbarkeit des Autos macht es leicht, alle Ansprüche dezentral und billig am Stadtrand oder sonstwo wahrzunehmen. 1906 (wie auf dem Foto) musste man dicht und urban bauen, weil die meisten Leute nur zu Fuß unterwegs waren. Die Nutzungsintensität (und Flächennachfrage) auf relativ kleinem Raum war hoch, d.h der Raum war "kostbar" und wurde entsprechend - auch bzgl. seiner optischen Wirkung - behandelt. Heute besteht offenbar der Investitionsdruck gerade auf relativ teuren Innenstadtflächen nicht mehr und man wird froh sein, wenn sich überhaupt jemand findet, der mal eine der vielen Brachen zubaut und wird potentielle Investoren nicht durch Reko-Forderungen verschrecken. (Ich unterstelle dabei, dass nicht alle Stadtplaner in Dresden modernistische Überzeugungstäter sind.)


Die bunte Kiste auf Bild 3 ist eine erst jüngst eröffnete (städtische?) Kita. Danach besteht derzeit eine große Nachfrage und es wäre kaum zu erwarten, dass die Stadt für diese Nutzung einen Gründerzeitler rekonstruiert. Verfügbare Wohnungen und Büros gibt es genug über die ganze Stadt verteilt.

Für die Dresdner Stadtverwaltung ist es schon ein geistiger Quantensprung, solche Plätze wie den vor der Annenkirche oder auch den Wettiner Platz zu rekultivieren und alte Denkmäler draufzustellen. Üblicherweise endet die Fähigkeit dieser Leute, bauliche Probleme im Straßenraum wahrzunehmen an der Bordsteinkante (von der Straßenmitte aus betrachtet). Zu erwarten gewesen wäre eigentlich, dass man über solche Brachen Kies schüttet und Parkplätze ausweist.

Anonym hat gesagt…

"Wie lange müssen wir dies Elend noch ertragen?"

Bis sich die Mehrheit der Bürger endlich aktiv dagegen wehrt, anstatt nur im Stillen vor sich hin zu jammern.

Thomas und Knerer und Lang Fan hat gesagt…

@nemo: sign!

Anonym hat gesagt…

Zitat: "@nemo: sign!"

Der Knerer-und-Lang-Fan ist wohl nur dazu da, um die Ausführungen anderer abzulehnen oder zu bestätigen? Fundierte Argumentationen habe ich von Dir bislang nicht wahrgenommen. Wäre aber mal schön, zur Abwechslung...

Anonym hat gesagt…

"und wird potentielle Investoren nicht durch Reko-Forderungen verschrecken."

Ich wüsste nicht, dass hier am Postplatz jemand Rekos fordert. Gestaltungsauflagen (z.Bsp. ein DACH) wären problemlos machbar und wenn die Investoren keine andere Wahl hätten, würden sie auch drauf eingehen. Falls dies wider Erwarten nicht der Fall wäre: Lieber Brache mit der Hoffnung auf Besserung im nächsten Jahrzehnt als weitere austauschbare Kuben, die Dresden immer austauschbarer machen. Und, doch: Das Stadtplanungsamt trägt die modernistische Ideologie im Herzen. ;)

ji hat gesagt…

Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, die Kita(?) war früher mal n oller DDR-Zweietager, wie er überall als ua Kita zu finden war (selbst in meiner kleinen Heimatkreisstadt gabs gefühlt dutzend von den Dingern allein als Kindergarten) und ist renoviert worden. Nur die Frage: Warum renoviert man sowas und keinen Gründerzeitler, wo man auch Menschen und somit auch Kinder unterbekommt? Gross teurer ist das nicht, wenn überhaupt und im nachhinein sieht es einfach besser aus, auch für Nachnutzungszwecke.

@ Parkplatzsache
Man kann Tiefgaragen in den Hinterhöfen ganzer Blocks realisieren. Da darf dann eine Hofeinfahrt hinter der Holztür mal ruhig in die Unterwelt führen. Vorteil: Die Karre ist nicht in Reichweite des Strassenpöbels und das öffentliche Stadtbild würde mal wieder sauberer, stimmiger werden und die ganze Gegend aufwerten, auch mit mehr Platz für Radfahrer zB. Heute versteckt sich das Stadtgeschehen meist hinter parkenden Blechmassen: Was für ein Anblick …

Sowas geht, nur die meisten Köpfe ticken noch so: "Früher, als ich klein war [oder gelernt hab] hat man das so gemacht, punktaus." Leider waren das die 60/70er … Oder halt die modernen Hipster …

Petersburg hat gesagt…

Zitat: "Die bunte Kiste auf Bild 3 ist eine erst jüngst eröffnete (städtische?) Kita. Danach besteht derzeit eine große Nachfrage und es wäre kaum zu erwarten, dass die Stadt für diese Nutzung einen Gründerzeitler rekonstruiert".

Seltsam - immer wenn man pseudo-moderne Architektur kritisiert, wird einem als (selbstverständlich angeblich völlig utopischer) Gegenpol "Gründerzeit" serviert. Ähnlich wie bei meiner Kritk am Parkhaus beim Yenidze damals, dann hiess es gleich ob man es denn lieber in Barock gehabt hätte. Als ob es man ein Parkhaus nur in 60er Jahre Retro oder Barock bauen könnte!

Allein diese eingeschränkte Sichtweise, dass es ausser der 60er Uralt-moderne und Barock nichts gibt, beweist doch wie engstirnig und festgefahren die Vertreter der Altmoderne im Kopf sind. Mein Herr: Ausser Gründerzeit und diesem Big-Brother Container am Annenplatz gibt es tausende von möglichen Stilformen. Das gilt ebenso für den Intelligenzkünstler der meinte es gäbe auch für Parkhäuser nur zwei mögliche Stilformen. Die Tatsache, dass einem bei Kritik an der Katastrophalen pseudo-Moderne sofort der Wunsch nach Gründerzeitbauten unterstellt wird - obwohl man dies nie geäussert hat - beweist ja mit welcher Unehrlichkeit diese Diskussionen geführt werden.

Übrigens, niemand beklagt ausschließlich die "alten Bilder", mein Herr. Die meisten Leute kennen diese alten Bilder ja gar nicht. Ich kann nur für mich selber sprechen, und was ich beklage sind keine alten Bilder sondern die Unfähigkeit derjenigen, deren Aufgabe es wäre, neue bilder zu schaffen. Sie wollen uns nicht im Ernst erzählen, dieser Platz (mit Ausnahme der Kirche) habe irgendetwas mit "neu" zu tun? Oder gar mit "Verbesserung"? Genau das sind aber zwei der Hauptpunkte die "moderne" Architektur erfüllen muss: sie muss neu sein und eine Verbesserung des vorherigen Zustandes. Ich kenne, wie erwähnt, die Bilder des alten Platzes gar nicht, Sie dürfen aber versichert sein er verdiente das Wort "Platz".

Meine Lösung für Dresden wäre endlich das Aufgeben des hartnäckigen Widerstandes der Architektenschaft gegen eine längst überfällige Reformierung. Das Ornament ist kein Verbrechen, entgegen dieser abenteuerlichen und zum Teil menschenverachtenten Uralt-Doktrinen. Und für schöne moderne Gebäude braucht man nicht mal ein Ornament. Ich weise immer wieder auf die Nachwende-Bauten um den Altmarkt herum hin, es sind definitiv keine Altbauten, auch nicht unbedingt architektonische Meisterwerke. Aber sie haben eine gewisse Urbanität und Kontext. Das liegt daran, dass der Herr Baumeister sich hier nicht austoben konnte wie ein wildes Kind auf dem Spielplatz, sondern sich in einigen Punkten wie ein zivilisierter Erwachsener an gewisse Vorgaben halten musste. Was in Dresden fehlt, ist nicht unbedingt Rekonstruktion (obwohl dies auch bei einigen Gebieten wie z.b. Postplatz oder Prager Strasse kein Fehler gewesen wäre), aber dsa muss gar nicht mal sein. Was Dresden fehlt, ist eine rein konventionelle Architektur. Es macht keinen Sinn,Konventionen sprengen zu wollen, wenn a priori gar keine mehr vorhanden sind.

Übriggens, ihr Argument "die Verfügbarkeit des Autos macht es leicht, alle Ansprüche dezentral und billig am Stadtrand oder sonstwo wahrzunehmen" zieht nicht. Autos und Billig-discounter am Stadtrand gibt es in Frankfurt am Main , Prag oder Budapest genau so. Hat mit Dresden speziell nichts zu tun.

Was Dresden bräuchte, wäre ein Konsequenter Wiederaufbauplan. Die Stadtplanung jedoch hat überhaupt kein Konzept. Und genau so sieht die Stadt auch aus.

Bausituation Dresden hat gesagt…

Frage an Webmaster: Ist das Denkmal denn neu aufgestellt worden? - Das Denkmal wurde neu aufgestellt. An diesem Platz stand es nie. Die Skulptur der Anna stand jahrelang auf dem Annenfriedhof. Auf dem letzten Bild steht nochmal was zur Geschichte des Denkmals (letzter Absatz). Ich hoffe, man kann es lesen..