Montag, 12. September 2011

Schloßstraße

...weiter gehts mit der Schloßstraße. Diese ist nun (fast) komplett abgerüstet. In den letzten Tagen wurden somit auch das Hoffmannseggsche Haus (Schloßstraße 34) und das Fraumutterhaus
(Schloßstraße 32) enthüllt. Außerdem sehen wir auf den Bildern vorbereitende Baumaßnahmen für die Pöppelmannfigur am Fraumutterhaus.



Kommentare:

James Mudrizki hat gesagt…

Thank you Dude - tolle Bilder!

petersburg hat gesagt…

MANN ist das toll !!!!!! Welch ein phantastisches Projekt!

Das ist ja ein Traum, vor allem die Bilder erste, zweite und vierte Reihe. Dieses wunderschöne creme/gelbfarbene Haus kommt besonders gut mit dieser Farbe.

Achtung, gleich kommt wieder unsere berühmter Störenfried-Autor mit den zwei Katzen und beschimpft die pro-Reko Bewegung.....mir total egal, sollen diese hasserfüllten Menschen auch weiterhin gegen schöne Architektur hetzen. Ich denke, das ist der Neid, weil jeder Architekturstudent heute weiss, dass er zu einer solchen Baukunst wie unsere Vorfahren sie hatten, niemals fähig sein wird.

Die Schlossstrasse wird phantastisch - bravo GHND! Weiter so !!!

Mirko P. hat gesagt…

Einfach wunderbar! Warum kann nicht das gesamte Neumarktareal in dieser Art wiederentstehen? Die Touristen kommen wegen solcher Häuser und nicht wegen irgendwelcher nichts sagenden Betonklötzer. Die haben sie zu Hause selbst in Hülle und Fülle.
Leider begreift die Stadtführung dies nicht.

Anonym hat gesagt…

"Warum kann nicht das gesamte Neumarktareal in dieser Art wiederentstehen?"

Frag das doch mal den da: http://www.dresden.de/de/02/020/c_06.php

ex oriente lux hat gesagt…

"Leider begreift die Stadtführung dies nicht"

Sie wird es begreifen... wir helfen mit daß es klappt...

www.stadtbildd.de

Rian hat gesagt…

@ petersburg: Ich finde, dass sie wie so oft zu ungestüm und vorschnell andere Menschen verurteilen, die sie im Prinzip gar nicht kennen. In jedem ihrer Beiträge fällt mindestens ein Kommentar über hasserfüllte Modernisten, die Rekos verabscheuen und ihre Sichtweisen durchsetzen wollen. Oder sie ziehen über die Architekturstudenten her, die ihrer Meinung nach in ihrem Studium einer Hirnwäsche unterzogen werden und neidisch auf damalige Architekten sind.

Warum können Sie nicht einfach schreiben:" Ich freue mich über die wiederentstandenen Bauten und würde mich freuen, wenn sich heutige Architekten ein Beispiel daran nehmen. " Ich meine, natürlich können Sie schreiben, was sie für richtig halten, aber wenn sie ständig über andere Menschen herziehen, dann fühle ich mich auch angesprochen und habe ein Bedürfnis mich hier zu positionieren.

Wissen sie, ich bin Architekturstudent, aber keinesfalls neidisch auf damalige Architekten. Warum auch? Höchstens, dass sie die Freiheiten besaßen, Gebäude dieser Art auch zu bauen, weil die Menschen damals das Bedürfnis nach Repräsentation hatten. Ich denke, heutige Architekten sind sehr wohl in der Lage, solche Gebäude zu entwerfen.
Ich finde, es ist eher Bewunderung den damaligen Architekten gegenüber. Aber Bewunderung und Neid sind zwei verschiedene Sachen. Ich vertrete eine Riege, die sie scheinbar verabscheuen. Ich verstehe nicht, warum. Sie teilen mit jedem Architekten doch eine ganz wichtige Leidenschaft: sie lieben Architektur. Nur im Unterschied zu Ihnen haben Architekten ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht.
Ich persönlich liebe den Neumarkt. Und für mich sind diese Bilder ein Schock, aber im absolut positiven Sinne! Ich habe immer noch diese riesige Baugrube vor Augen und finde es unglaublich, was hier entstanden ist. Die Schlossstraße ist eine Augenweide! Die entstandenen Bauten sind einfach ein Traum. Das zweite Bild erinnert mich ein bisschen an Wien, muss ich sagen (das ist natürlich auch ein Kompliment) ;p
Es ist wirklich wunderbar, was hier entsteht.
Ich würde mich auch freuen, wenn diese Rekonstruktionsbemühungen auch auf andere Bereiche der Innenstadt übergreifen würde.

Eins möchte ich trotzdem noch loswerden: Ich persönlich verstehe die Kritik an dem modernen Eckgebäude nicht. Es ist nicht grau, was the Worth des Öfteren kritisiert. Es hat keine Strichcode-Fenster, die Petersburg sonst kritisiert. Und es besitzt auch ein passendes rotes Satteldach. Die Fassadengestaltung ist sehr zurückgenommen, vielleicht auch aus dem Grund, um seine Nachbarn dadurch noch zu betonen. Dass es so eine breite Front hat, liegt doch wohl am historischen Grundriss, der hier glücklicherweise übernommen wurde. Mich haben die Fenster selbst anfangs etwas verwundert, ich finde dieses Gebäude aber alles andere als misslungen!
Ich freue mich auf die Fertigstellung der anderen Gebäude dieses Quartiers und möchte mich auch nochmal für diesen Blog beim Betreiber bedanken.

Liebe Grüße an alle aus Paris!

Anonym hat gesagt…

"Es ist nicht grau, was the Worth des Öfteren kritisiert."

Der Woerth findet den Eckbau auch gar nicht so schlecht. Er fragt sich nur, was der Anröchter Grünsandstein in Dresden zu suchen hat. Eine regionaltypische Materialwahl fand der Architekt wohl zu langweilig? Ansonsten (abgesehen vom unvermeidlichen Fensterwirrwar) einer der besseren Füllbauten bislang.

Petersburg hat gesagt…

Lieber Herr Rian: Sie sagen, ich ziehe über Architekten her, die Rekos verabscheuen.

Glauben Sie, das ist meine Fantasie,oder ist das Realität?

Sie sagen, Sie studieren Architektur, und wollen gleichzeitig nicht wissen dass die herrschende Meinung und die Machthaber im Städtebau (Denkmalpflege, Stadtplanungsamt etc.) Rekonstruktion völlig ablehnt. Das finde ich etwas seltsam.

Ich finde es sehr schön, dass Sie sich hier positionieren, wie Sie mit eigenen Worten sagten. Aber dann wäre es auch sinnvoll sich klarzumachen dass ich nicht sinnlos und aus Spass über Modernisten "schimpfe" und mich nicht nur freuen kann so wie Sie das wünschen, sondern dass ich z.B. mit grosser Sorge die geplanten Zerstörungswerke der KIB und der FLORANA sehe. Die Schlosstrasse ist sehr schön, in der Tat, übrigens nicht wegen, sondern trotz ihrer Architektenkollegen im Stadtplanungsamt. Der Neumarkt ist nicht das Ergebnis der Architekten-Diktatur, sondern das Ergebnis zäher und harter Kämpfe der GHND mit Politikern. Ihre Freude über die Schlosstrasse in allen Ehren, aber bitte schreiben Sie doch anderen nicht vor, dass wir uns nur ein paar Ecken weiter, nämlich in der Frauenstrasse, leider gar nicht freuen. Dort entsteht nämlich durch ihre kollegen, die wir ihrer Meinung nach nicht kritisieren dürfen, ein unglaublich gewalttätiges Aggressions-Monstrum. Dieses Ungetüm ist ein brutaler Faustschlag ins Gesicht jedes Menschen, und wir werden dieses Zerstörungwerk verhindern. Bitte sehen Sie sich den Fehlentwurf der KIB doch erst einmal an, bevor Sie mich kritisieren.

Herzliche Grüße

PS: Dass Architekturstudenten einer Gehirnwäsche unterzogen werden ist nicht meine subjektive Behauptung, sondern eine Beobachtung von Wissenschaftlern. Ich empfehle Professor Salingaros.

Rian hat gesagt…

@ petersburg und the worth: Danke für ihre Antworten. Und Entschuldigung, dass ich jetzt erst schreibe, aber ich habe hier nur zeitweise Internet.

Also, wie fange ich am besten an......welche die überwiegende Meinung der "Machthaber" in Dresden ist, das kann ich mir schon denken. Vor allem, wenn man sieht, wie ja fast regelmäßig neue Projekte vorgestellt werden, die dem Gesamtkonzept des Neumarktes wiedersprechen. Aktuelles Thema: KIB
Und da kann ich Ihnen sagen, dass ich hierbei die gleiche Meinung vertrete wie sie. Das geplante Gebäude ist eine Zumutung an dieser zentralen Stelle in der Stadt. Und ich muss ehrlich gestehen, ich weiß nicht, was die Verantwortlichen in dieser Sache geritten hat, dass jetzt dieses Gebäude entstehen soll. Ich habe mal eine Frage, weil ich in dieser Hinsicht nicht genau Bescheid weiß. Wurde in diesem Areal eigentlich einmal über Rekonstruktion nachgedacht? Hat ein Wettbewerbsteilnehmer eine Rekonstruktion vorgeschlagen?
Ich muss immer den Kopf schütteln, wenn ich höre, dass man mit dem Neubau einen "Übergang" schaffen will zwischen historischem Neumarkt und Kulturpalast. Und wenn der Baubürgermeister meint, dass Gebäude sei gelungen, kann ich auch nur den Kopf schütteln. Gelungen ist was anderes. Es liegt ja nicht am Entwurf selbst. Es fehlt einfach die Kleinteiligkeit, die den Neumarkt kennzeichnet und die kann der Entwurf nicht bieten. Also darf der Entwurf so an dieser Stelle nicht verwirklicht werden.
Petersburg, ich schreibe niemandem etwas vor. Ich finde es beachtenswert, dass Sie sich so engagieren und für den Neumarkt einsetzen. Und natürlich können Sie Architekten und Politiker so viel kritisieren wie sie wollen. Nur wenn Sie immer so pauschalisieren, fühle ich mich etwas gekränkt, weil ich eigentlich die gleichen Ansichten habe wie Sie. Was jetzt nicht heißt, dass Sie auf meine Gefühle Rücksicht nehmen müssen. Aber ich hatte das Bedürfnis, mich zu verteidigen.

Warum stoßen die Rekonstruktionsabsichten in Dresden eigentlich immer auf so viel Gegenwind bzw. hält man sich nicht an sein eigenes Gestaltungskonzept? Im Potsdam und Frankfurt läuft das alles doch auch etwas gemeinschaftlicher und reibungsloser ab, oder irre ich mich da?

Und vielen Dank für den Tipp von dem Professor Nikos Salingaros. Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass wir nicht einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Baugeschichte und Baustile werden sehr intensiv unterrichtet. Jeder Student kann historisierend entwerfen oder historische Elemente aufgreifen. Schauen Sie sich mal Präsentationen von Entwurfsarbeiten in der Uni an. Die Ergebnisse sind wirklich immer sehr interessant.
Meine Meinung ist, dass die Ökonomie Schuld hat an der aktuellen Baumisere. Es gibt auch gelungene moderne Architektur. Aber wenn man nicht gewillt ist, sein Geld für ansprechende Architektur auszugeben, dann kann dabei auch nichts Gutes rauskommen.

Entschuldigung für den langen Text, aber ich schreibe immer gerne etwas ausführlicher.

Grüße zurück
Rian

Anonym hat gesagt…

"Wurde in diesem Areal eigentlich einmal über Rekonstruktion nachgedacht?"

Nein.

"Hat ein Wettbewerbsteilnehmer eine Rekonstruktion vorgeschlagen?"

Nein.

"Und wenn der Baubürgermeister meint, dass Gebäude sei gelungen, kann ich auch nur den Kopf schütteln."

Er kann es ja auch nicht begründen. Es gibt wohl kaum eine unkonkretere Reaktion als "gelungen".

"Also darf der Entwurf so an dieser Stelle nicht verwirklicht werden."

Dann schauen Sie Sich doch mal auf den Seiten von www.stadtbildd.de um!

"Warum stoßen die Rekonstruktionsabsichten in Dresden eigentlich immer auf so viel Gegenwind bzw. hält man sich nicht an sein eigenes Gestaltungskonzept?"

Weil man andere Interessen verfolgt. Schauen Sie Sich doch z.Bsp. einmal an, welche Personen in der Gestaltungskommission sitzen, die am Neumarkt "für Qualität sorgen" soll. Wundern muss einen da überhaupt nichts mehr.

"Meine Meinung ist, dass die Ökonomie Schuld hat an der aktuellen Baumisere."

Nein, es ist ganz klar auch die Ideologie, die nicht aus den Köpfen zu bekommen ist und der neuen Generation im Architektur- oder Städteplanerstudium für gewöhnlich fleißig vermittelt wird. Und wenn sie es dort nicht lernen, dann spätestens in der Praxis. Wenn man weiß, welche Art von Architektur von den verantwortlichen Planern und Wettbewerbsjurys gewünscht wird, wird man sich irgendwann anpassen, damit man nicht konstant leer ausgeht. Schauen Sie Sich doch mal beim BDA / Baunetz um, sollte Ihnen eigentlich ein Begriff sein. Sie sind wohl tatsächlich (noch) die Ausnahme von der Regel, Glückwunsch!