Freitag, 7. Oktober 2011

Quartier VIII | Aktuell

Stand der Arbeiten am Quartier VIII:




Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Toll zu sehen, wie alles wieder aufgebaut wird. Gerade das kleine Quartier neben dem Schloß ist eine Augenweide. Mit dem modernen Innenhof bei barocken Außenfassaden ist in meinen Augen das einzige Mal eine Integration der Moderne gelungen. Die restlichen Versuche am Neumarkt sind Lückenfüller, Brüche und destruktive Elemente einer einfallslosen Architektenschaft. Die Moderne sollte sich nach innen austoben, nach außen hin gibt es keine Alternative zur Rekonstruktion. Danke für die schönen Bilder und mal ein dickes Lob für den Blockbetreiber hier!

Califax hat gesagt…

Nur oberflächlich betrachtet, ist dieses Quartier schön anzusehen. Die Einzelgebäude, sowohl die Rekonstruktionen, als auch die modernen Gebäude gefallen auch mir gut.
Ich kann mich aber trotzdem mit dem ganzen Bau nicht anfreunden. Grund dafür ist auf der einen Seite die blockfüllende Nutzung beim Hotel. Das größte Minus ist für mich aber die Bauweise. Wenn ich Gesimse sehe, die zu 99 Prozent aus Styropor bestehen, dreht sich mir der Magen um. Dieses Quartier erfüllt in reinster Form jeden Kritikpunkt bezüglich Kulissenarchitektur.
Scheinbar Bürgerhäuser aus Barock und Renaissance, in Wahrheit ein riesiger Hotelkomplex mit Fassaden aus Beton mit Wärmedämmverbundsystem und dünnen Applikationen aus Stuck.
Man beachte nur einmal die Fenster der rekonstruierten Fassaden: Die hier eingebauten Jalousiekästen lassen von den Fensterstürzen vielleicht noch ein Scheibchen von ca. 5cm übrig. Das sieht vor allem bei den stark profilierten Renaissancegewänden übel aus.
Ich finde, wenn man rekonstruiert, dann richtig (siehe Schloss und Frauenkirche, aber auch Schützresidenz, Haus der GHND und einige wenige andere.) Das Team Baywobau und Ipro verheißt bisher am Neumarkt leider nichts gutes.

Habe fertig!

Anonym hat gesagt…

geht mal mit der zeit bitte... ökologisch gesehen... mir gefällt es...

MfG

Anonym hat gesagt…

Natürlich hat Califax Recht. Man sieht auch deutlich den qualitativen Unterschied zu den anderen Quartieren, wo die BayWoBau erfreulicherweise NICHT am Werk war, vor allem beim Hofmannseggschen Haus, das für die Rekogegner ein Vorzeigeobjekt werden könnte.
Auf der anderen Seite: immerhin die Giebel und der Erker sind ordentlich ausgeführt. Und wo steht, dass überhaupt etwas rekonstruiert werden musste?
Die maßgeblichen Behörden samt dieser Kommission hätten ein völlig nichtssagend-"modernes" Quartier sicher bejubelt. Davon, was hier geschehen ist, kann man anderswo noch immer nur träumen. Besser den Spatz in der Hand ...

Franz Lechner, Wien