Samstag, 1. Oktober 2011

Rampische Straße

Ein paar spätsommerliche Bilder der Rampischen Straße. Auch nochmal mit dem Fokus auf die zuletzt fertiggestellten Häuser mit der Nummer 23-27.



Kommentare:

Dresdner hat gesagt…

Eine Perle...
Und selbst das unpassende Hotel fügt sich einigermaßen ein, da es in der Straßenmitte sich befindet.
Der fehlende Kopfbau, eine reizvolle andere Straßenseite, und es wird sehr schön werden.

Wer hätte das vor 10 Jahren erwartet....

Petersburg hat gesagt…

Meine Güte, sind das schöne Häuser! Kompliment an alle, die beim Wiederaufbau mitwirkten.

Wenn jemand Experte in Stadtplanung ist, dann die GHND. Ginge es nach dem Stadtplanungsamt, stünde nichts davon hier, sondern mit ziemlicher Sicherheit eine ECE-Shoppingmall.

Mit Strichcode-Fenstern....

Aber dies hier ist eine wunderschöne Strasse! Vielen Dank an den Webmaster für die schönen Bilder.

beste Grüße

P.

DresdnerBürger2012 hat gesagt…

Was für ein Albtraum. In jedes Fenster noch einen Schwibbogen - es ist ja bald so weit, dann sind die Stadtbildreaktionäre m Ziel ihrer Wünsche. Und es ist dreimal gut, dass sich die Stadt eben nicht am Nasenring führen lässt. Ein mordernes zeitgemäßes Bauen - auch am Neumarkt. Es ist wichtiger als je. Diese Bilder zeigen es in aller Deutlichkeit. Und zeigen, was es auf der Neustädter Seite zu verhindern gilt. Der Anfang dazu läuft erfreulicherweise gut an.

Peter Megan Fox hat gesagt…

oh oh, ich glaube hier will jemand stänkern! werter bundesbürger 2012: ich bitte sie, einen blick auf die gestaltungskommission zu werfen, denn dort sehen sehen sie ein lebendes beispiel von inkompetenz und überholten schaffens! neudeutsch auch genannt: "out"...dieser straßenzug, den wir hier sehen ist das zeitgemäße bauen unserer zeit! das und nix anderes...tut mir sehr leid, wenn sie noch in den 70ern hängen.

Anonym hat gesagt…

DresdnerBürger 2012 ist sicher wieder einer dieser Architekturstudenten oder politisch Ewiggestrigen. Auf solch einen Nonsens braucht man gar nicht einzugehen.
Das sind wunderbare Bilder, was eine barocke Pracht! Wer angesichts solcher Herrlichkeiten im Quartier V diesen häßlichen, modernen Unrat fordert ist nicht ganz richtig im Kopf! Gut daß die GHND jetzt aktiv dagegen vorgeht. Auch dort müssen die Leitbauten (siehe Seiten GHND) wieder aufgebaut werden. Man sollte endlich auch mal die kleine Gruppe im Stadtplanungsamt identifizieren, die hier so vehement gegen Ihre Bürger arbeiten. An den Pranger mit dieser Brut!

Petersburg hat gesagt…

Ist der erfolgose Erstsemester-Praktikant des Knerer-Lang Büros wieder mal auf dem Aggressions-Trip? Heute mal unter dem neuen Namen "Dresdner Bürger 2012"? Schöner "Dresdner", der seine eigene Stadt beleidigt.

Perücke, ihre Namen werden immer naiver. Sie sind genau so viel "Dresdner", wie Bauleiter Marx Chinese ist. Wenn Sie schon lügen, sollten Sie es geschickter anstellen - ein echter Dresdner Bürger würde niemals Dresdner Baukunst beleidigen. Es sei denn, er war Stasi-Spitzel oder Altstalinist, diese Leute leben noch immer mit dem Kopf in den 1960ern, so wie Sie.

Von daher: Nennen Sie sich doch bitte "LeCorbusier-Greis" oder "Monsterkubus-Fan". Damit wirken Sie um einiges ehrlicher.

PS:
Witzig, dass ausgerechnet diese verlogenen Leute "ehrliche" Architektur fordern....Das ist mehr als amüsant:-)

Stefanius hat gesagt…

Ich kann Bürger1970 nur Recht geben.
Es ist furchtbar diese verschnörkelten, unautentischen Repliken einer vergangenen Epoche zu betrachten. Ich verstehe auch nicht, wieso der Neumarkt ein Touristenmagnet ist....

Dabei hätte es so schön sein können..


http://www.gealan.de/media/news/Prager-Zeile-Dresden.jpg

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:2003-06-07.Ihmeplatz.jpg&filetimestamp=20060501220640

Daher kann die devise nur lauten..Barockviertel abreissen und wie oben gezeigt aufbauen!!!!

Anonym hat gesagt…

"Und es ist dreimal gut, dass sich die Stadt eben nicht am Nasenring führen lässt. Ein MORDERNES zeitgemäßes Bauen - auch am Neumarkt."

Wie selbstentlarvend so manch Freudscher Verschreiber sein kann. ;-) Ja, wenn es nach Ihnen geht, Mord an Ästhetik, Regionaltypik, Stadtraumgestaltung und -reparatur

Danke, das hatten wir 65 Jahre zur Genüge. Die 60er und 70er sind übrigens vorbei. Wachen sie auf, DresdnerBürger1970...äh DresdnerBürger2012!!!

Die Wiederbesinnung zur Regionaltypik, im Übergang auch über behutsame Rekonstruktion zur Weitentwicklung des Genius loci - DAS ist zeitgenmäß und modern und kein x-ter grauer austauschbarer Einfachkubus oder -riegel aus dem CAD-Progrämmchen.

IPAD Nutzer hat gesagt…

Lieber Dresdner Bürger anno 1970!
Bei ihrer standardisierenden Floskel kann man eigentlich nur von einem "Abgesang" sprechen. Wachen Sie auf! Ihre Vorbilder sind Greise mit falschen Zähnen; der Gestaltungskommission gebe ich maximal noch 1 Jahr, dann wird sie der frische Wind weggeweht haben. Genauso wird Marx nichtmal eine Fußnote in der Dresdner Stadtgeschichte sein. Guck mal aufs Korrektiv, guck in die Führungsspitze der GHND - der Widerstand kommt von jungen Leuten, die diese austauschbare Kistenarchitektur satt haben! Altbauten boomen in allen Städten, junge Leute wollen Stuck & hohe Decken!!! Wachen Sie auf Bürger 1970 - Nicht den Pensionär Hähnsch vergöttern, sondern Trux und Hummel, die wahren Vertreter unserer Zeit!

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für diese wunderschönen Impressionen. Insbesondere der Blick vom Neumarkt in Richtung Kurländer Palais ist einfach traumhaft. Da würde der olle Bellotto sicher zustimmen... ;-)
Gruß & einen schönen Feiertag.
Bert.

Andre Otto hat gesagt…

Hallo,
ich schaue mir diesen blog regelmäßig an. Geborener Dresdner, jetzt im Schwarzwald lebend kann so teilhaben an allen Veränderungen dieser Stadt.
Ein Dankeschön für die wirklich gelungenen und photografisch sehr guten Eindrücke!

Viele Grüße aus Bad Wildbad
Andre Otto

Anonym hat gesagt…

Nur ein Gedanke: Warum schauen sich die Leute, welche die Rekonstruktionen so abscheulich finden, eine Webpage wie diese eigentlich immer wieder an? Eine gesunde Diskussion ist etwas tolles, aber mir fehlen die überzeugenden Argumente und es erscheint, als möchten manche einfach nur Gemüter erhitzen.

LeCorbusier-Greis hat gesagt…

..es schien kaum möglich, aber das Niveau der Diskussion in diesem Blog erreichte mit den letzen Beiträgen einen neuen Tiefpunkt.
Ein Ipad Nutzer hält sich für fortschrittlich, weil er ein Gerät ohne Tasten bedienen kann und trotzdem auf nachgebaute Häuser steht und Petersburg ergeht sich in Unterstellungen mit beleidigendem Unterton..
Naja.. bessere Argumente haben Sie halt nicht (und bevor Sie jetzt einen ätzenden Kommentar aufsetzen: Bedenken Sie dabei, dass es einen Unterschied gibt zwischen Behauptung und Argument..ok?)

Anonym hat gesagt…

@DresdnerBürger1970:

Heißen Sie mit Nachnamen Engel? Oder Feßenmayr? Oder Hänsch? Oder Marx? Oder Glaser?

Leute wie Sie sitzen im Dresdner Stadtplanungsamt - es ist tragisch.

Scooby hat gesagt…

nun LeCorbusier-Greis: Wir warten alle gespannt auf ihre Argumente, es kamen nämlich keine. Ihr Kommentar hat nichts, aber auch gar nichts beigetragen. Vielen Dank also für nichts. ;)

Anonym hat gesagt…

@anonym: Solche Leute schauen sich die Seite an, um der reaktionären Puppenstubenfrktion auf die Finger zu schauen. Und um weitere Spitzweg-Quartiere zu verhindern. Und Sie werden sich wundern, was das Stadtplaungsamt für Sie so an Überraschungen bereithält in Zukunft und Kürze. Die GHND kann sich dann auf Lichtbildervorträge für Senioren beschränken. Freue mich schon.

Demokratie_wagen! hat gesagt…

Manch anonymen Schreibling hier würde man wünschen, sie/er würde an ihrer/seiner unglaublichen Arroganz und ihrer/seiner antidemokratischen Denkweise ersticken. Es ist unfassbar.

Der Kommentar von 10:45 schlägt dem Fass den Boden aus! Schämen sie sich für solche dreisten Sprüche an diesem Tag!

Anonym hat gesagt…

So was,wie der feige Anonym-Schreiber 10.45,ist nur eine Provokation,mehr nicht. Nicht beachten!!

Mfg Müller

Stadtbeschauer hat gesagt…

Antidemokratisch sind die Leute, die mit ihrem altbackenen Großvatergeschmack sich anmaßen, für die Dresdner Bevölkerung zu sprechen. Und genau das tun sie nicht. Die Mehrheit der Bürger mag diese spießigen Attrappen und den Neumarkt eben genau nicht. Und die Mehrheit trägt die moderate, moderne und weitsichtigere Linie des Stadtplanungsamtes, die das Zentrum verdicht hat und zeitgemäße Akzente setzt und kompetent agiert, durchaus.

Anonym hat gesagt…

"reaktionären Puppenstubenfrktion"

"Spitzweg-Quartiere"

"Lichtbildervorträge für Senioren"

Außer dümmlicher Polemik mal wieder nichts gewesen. Mit solchen Leuten kann man nicht diskutieren, weil sie keine Argumente haben, stattdessen aber ihre Selbstherrlichkeit feiern. Das Dumme ist nur, genau solche Charaktere belegen seit Jahren die verantwortlichen Positionen für den Städtebau in Dresden. Man braucht sich also über nichts zu wundern...

Florian Berlin hat gesagt…

Hallo an alle Geifernden und Eifernden. Entspannt euch mal! Es ist Feiertag. Schaut euch lieber den Neumarkt oder die Prager Straße an. Sie sind es beide wert und sie sind beides echt Dresden.
Beste Grüße aus Berlin
Florian

Gailhofener hat gesagt…

Wie kann man sich nur provozieren lassen!

Dresden ist ein riesiger Erfolg, überall wo sich die Rekofraktion nicht durchgesetzt hat, da bedauert man es von Herzen.

Micha hat gesagt…

Vielen Dank an den Blog-Betreiber für diese wunderschönen Bilder!
Hat man den Neumarkt erst einmal vor Ort in Natura gesehen, klingen solche völlig inhaltslosen Troll-Posts a la DresdnerBürger2012/1970, LeCorbusier-Greis, Anonym 10:45 (oder was auch immer) wie nerviges Gekläffe welches aber schnell wieder verhallt und vergessen ist. Also, am Besten Bilder genießen und Gekläffe ignorieren (ist mir aber gerade leider auch irgendwie nicht gelungen).
Gruß, Micha

Anonym hat gesagt…

Ein Erfolg bei kaffefahrenden Senioren, ja. Und bei Russen, die eh keinen Geschmack haben. Bei den Dresdnern ist er kein Erfolg.

halimash hat gesagt…

Ich freue mich über die wunderbaren Rekos, ebenso amüsiere ich mich über die unsachlichen Geiferer - sie spüren daß ihre Zeit nun abläuft und ersticken fast in ihrer eigenen Galle...Klar, was ihnen bleibt, ist die sinnentleerte Provokation.
Sowas nenn ich mal echt armselig.^^

TourDresden hat gesagt…

Architektur bildet bekanntlich den Geist der Epoche ab, in der sie entsteht. Wenn man liest, wie die Leute hier aufeinander einhacken, ist es m.E. schon fast ein Wunder, dass modernistische und barocke bzw. historisierende Baustile am Neumarkt so vorzüglich harmonieren, wie sie es bisher tun. Schaut man sich die Wucht an, mit der sich die jeweiligen Feindseligkeiten hier begegnen, müssten die Architekturen eigentlich mindestens ebenso heftig aufeinander prallen. Dass sie das nicht tun, stimmt mich weiter zuversichtlich, dass Dresden auf einem guten Weg ist, auch wenn mein persönlicher Geschmack nicht immer zu 100% getroffen wird...

gotländer hat gesagt…

die wenigen teilnehmer und zaungäste am 15.8. beim "korrektiv-auflauf" sprechen eine deutliche sprache über das unbändige interesse der dresdner bürger. ironisch ja, aber ich kann nicht anders.

Anonym hat gesagt…

@gotländer, nun, 65.000 Unterschriften für eine Wiederherstellung des Neumarktes nach den Vorstellungen der GHND (obwohl sie damals sogar relativ radikal waren) sprechen auch eine deutliche Sprache. Klingt auch ironisch, ich kann aber auch nicht anders. ;-)
Wie Tourdresden gesagt hat, die Mischung macht es. Wenn der "genius loci" erhalten bleibt, ist gegen angepasste (und trotzdem individuelle) Neubauten zwischen den Rekonstruktionen überhaupt nichts einzuwenden (z.B. am Q IV oder QII in der Salzgasse). Warum Herr/Frau Anonym vom 04.10. 01:22 für alle Dresdner spricht, ist mir ein Rätsel, denn ich bin Dresdner (und keineswegs Rentner, im Gegenteil) und ich kenne eine Menge Leute aus dem hiesigen Bekanntenkreis, die gern am Neumarkt sind, einfach zum Gucken, Eis essen oder spazieren. Weil es immer wieder Neues und Schönes zu entdecken gibt.
Gruß
Bert

Danilo hat gesagt…

@ Anonym vom 4. Oktober 2011 09:35

Sie sprechen mir aus der Seele. Besser kann man es nicht formulieren.

Desweiteren ist es eine Frechheit zu behaupten bzw. zu denken die Stimme aller Dresdner zu sein. Ich bin Dresdner und ich bin noch keine 30 Jahre und trotzdem liebe ich meine Heimatstadt und bin ein großer Fan von Reko`s.
Also unterlassen Sie (Herr/Frau Anonym vom 04.10. 01:22) solche Behauptungen in Zukunft. Ich denke eher Sie sind in den 60iger und 70iger Jahren hängengeblieben. Wie "Out" doch diese Zeit ist. Back to the Roots und dazu stehen, dass ist zeitgemäß und "In"!

Danilo

Anonym hat gesagt…

"Back to the Roots" ist schon OK, aber deshalb wird Historismus und Reko_Architektur nicht modern, sondern bleibt einfach begrifflich schon mal das ganz einfache Gegenteil dazu.
Sicher können Rekonstruktionen dazu dienen, dem Betrachter eine vergangene Epoche nahezubringen und Geschichte erklären. Ich glaube aber, dass das nur zum Teil gelingt, wenn die Fassaden mit Styropor und Glasfaser nach Fotos nachempfunden werden und sich dahinter z.B. (hinter 5 Bürgerhausfassaden) ein eher mittelmäßig gestalteter Hotelkomplex verbirgt.
Was spricht denn dagegen, Gebäude aus Ihrer Zeit und aus Ihrem Kontext heraus zu entwickeln und sich für hohe gestalterische Qualität an Fassade und im Gebäudeinneren einzusetzen? Ich glaube das wäre besser, als sich an vertrauten Bildern festzuklammern und anderen zu verbieten, sich etwas Neues auszudenken.

Ausserdem: Kann man wirklich ernsthaft wollen, dass Dresden nach den Vorlieben von 65000 BILD-Lesern gestaltet wird? Ganz sicher nicht!

Anonym hat gesagt…

Zitat TourDresden:

"Dass sie das nicht tun"

...ist alleine dem jahrelangen engagierten Kampf der GHND zu verdanken!!!

Schauen Sie doch mal über den Neumarktrand hinaus: Der Postplatz ist der exakte Antipol und was Knerer & Lang in der Hauptstraße baut, könnte die modernistische Gegenposition kaum besser repräsentieren. Nein, die Fronten sind extrem verhärtet und das zeigt sich auch und gerade live im Dresdner Städtebau!

Übrigens sind es mal wieder die Modernisten, die hier provoziert haben - und nicht die Anhänger einer dresdentypischen Architektursprache, die sich hier nur berechtigterweise gegen provokante und argumentfreie Anfeindungen zur Wehr setzen.

Anonym hat gesagt…

@gotländer:

Diese Gruppe ist in Dresden bislang kaum bekannt, so sollte die überschaubare Zuhörerschaft nicht weiter verwundern. Dass so eine Gruppe neben einem bereits etablierten Verein wie der GHND in Dresden überhaupt entsteht, finde ich viel aussagekräftiger.

Anonym hat gesagt…

Ich kann mich der (unbekannten) Gruppe der Modernisten (was ist das?) nicht anschließen. Ganz Dresden ist entstellt von Versuchen, das Hier und Heute auch baulich auszudrücken. Optisch ist das ein Totalversagen. Warum also weiter die bekannten Versager in Architektur an den Patienten heranlassen?
Übrigens vermute ich die "Bildleser", ließt man sich die Kommentare hier im Block sorgfältig durch, eher im Lager der destruktiven Modernisten. Dort reichen sich Unwissen, Polemik und Ideologie von Vorgestern die Hand zu einem erbärmlichen Ringelreih...
Bin übrigens 34 und habe die Schnauze voll von der Gegenwartsarchitektur (meine die 60iger bis heute). Weiter so werte Damen und Herren hier im Block und bei der GHND!

Nemo hat gesagt…

Also ich muss den Neumarkt gegen die Behauptung verteidigen, er wäre nur für Bild-Leser und Touris da, auch wenn ich nicht glaube, dass mit diesem Rezept Dresdens Brachenproblem auf absehbare Zeit gelöst werden könnte.

Hinter dem Trend zum Historismus versteckt sich weniger der Wunsch nach Vergangenem oder die Reaktion, die einige "progressive" Mitmenschen meinen bekämpfen zu müssen, sondern er repräsentiert die offensichtliche Unfähigkeit der zeitgenössischen Architektur, den Mehrheitsgeschmack ansprechende und gefällige Bauten zu errichten. Es gibt nämlich kein Dogma, mangels neuer Ideen hässlich bauen zu müssen. Solange dieses geistige Vakuum besteht, darf man eben auch auf die Leistungen unserer Vorfahren zurückgreifen. Einfallslose Kisten (wie z.B. das HolidayInn am Külzring), die den Charme eines Lehrlingswohnheims im Gewerbegebiet besitzen, verkörpern gerade nicht diese neuen Ideen, sondern nur deren Fehlen.

Mir sind "Fassaden mit Styropor und Glasfaser [die] nach Fotos nachempfunden werden" im Zweifelsfall lieber als hässliche und einfallslose Brutalobunker, die irgendwelche Experten nach Errichtung erst schönreden müssen, weil ihre Fassaden den Betrachter nicht wertschätzen, sondern nur signalisieren, dass er sie mal ... kann.

Und wer meint, zeitgenössische Architektur sei überlegen, weil sie sich auf das rein Funktionale beschränkt, der übersieht, dass insbesondere in Innenstädten Häuser auch eine stadtbildprägende Funktion haben, die ihre innere Funktion überlagert. Aber in unserer egoistischen, eigenwohl- und renditeorientierten Rette-sich-wer-kann-Gesellschaft werden gemeinwohlorientierte Funktionen (hier: schöne Fassaden für alle) tendenziell vernachlässigt und ignoriert. Aus Marketinggründen investiert man einen Teil des (bei Planung und Bau) gesparten Geldes dann in Sichtbetonrhetorik und pseudophilosophische Belehrungen darüber, weshalb Hässliches und Langweiliges schick sein soll. Ob die "progressiven" Vertreter zeitgenössischer Architektur um diese Zusammenhänge wissen?

Thomas hat gesagt…

Ich bin 26 Jahre alt/jung, finde diesen Blog hier mit all seinen Bildern großartig! Ich lese keine Bildzeitung, würde aber gern emal Russland kennenlernen! Ich mag moderne Architektur, doch gerade in Dresden (gerade wegen seiner Geschichte) passen fast nur Rekonstruktionen an den Neumarkt. Ich muss hier TourDresden recht geben, er hat es wunderbar auf den Punkt gebracht. Wir sollten uns hier nicht gegenseitig fertig machen und eher versuchen auf einen Nenner zu kommen. Niemand ist doch geholfen, wenn hier auf diesem schönen Blog so häßliche Kommentare abgegeben werden.

Darki hat gesagt…

Danke Nemo, vielen Dank für ihren Beitrag. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Anonym hat gesagt…

Ich meine auch, dass "Leben und leben lassen" eine gute Devise sein kann, um eine konstruktive Diskussion zu erzielen. Schließlich geht es hier ja doch zumeist um den schon recht abstrakten Ansatz, andere Leute durch vermeintlichen politischen Druck soweit zu bringen ihr Geld anders zu investieren, als sie es ursprünglich vorhatten. Sicher kann jeder von uns als Investor die Architektur verwirklichen, die er am Besten findet.

Ich würde mich in so einem Fall allerdings auch für einen zeitgemäßen Entwurf in konsequent moderner Formensprache (nein, nicht Bauhaus) entscheiden, weil ich das einfach wesentlich überzeugender finde und die verwendeten modernen Baustoffe so konstruktiv am sinnvollsten eingesetzt werden können.

Anonym hat gesagt…

Moderne Archtektur ist wie modernes Essen! Einheitsbrei für alle und zwar weltweit .. Mc Donalds lässt grüssen

hennewald hat gesagt…

@Stadtbeschauer
,,die das Zentrum verdicht hat und zeitgemäße Akzente setzt und kompetent agiert,"
Wo ist denn da bitte schön irgendetwas verdichtet, außer am Neumarkt? Mit dem "tollen" Advantariegel vielleicht? Wenn man nur mal dies Ding als Beispiel anführt, sieht man, daß diese Stadtplanung überhaupt nicht funktioniert! Da werden sinnlos ganze Stadträume überbaut und abgeriegelt,wie in diesem Fall die kleine Brüdergasse. So verdichtet, daß die keiner mehr findet, super weitsichtig! So kann man einen Anflug von Urbanität gleich im Keim ersticken. Deswegen steht diese weitsichtig geplante Bausünde auch leer. Der Fehler ist doch schon, immer nur so riesige Parzellen zu verkaufen und keine kleinteilige Bebauung zuzulassen. Da brauch ich jetzt noch nicht einmal die Ästhetik bemühen, um aufzuzeigen, daß diese Art der Stadtplanung einfach schlecht ist.

Califax hat gesagt…

Ich will jetzt keine weiteren aggressiven Kommentare provozieren und halte mich daher mit meiner Meinung zum Neumarkt und diesem Quartier zurück.
Mir stellt sich nach dem Lesen der Beiträge nur eine Frage, auf die ich gerne eine Antwort hätte: Wieso glauben hier so viele, dass es eine Rekonstruktionsbewegung gibt, die in breiten Teilen der Bevölkerung verankert ist. Manche scheinen hier zu glauben, dass eine neue Zeitrechnung im Bauen am Anbrechen ist. Ich denke, dass den meisten Leuten das Bauen am Neumarkt und anderswo schlicht egal ist!
Es gibt sicherlich gerade fast überall irgendwelche Rekoprojekte. Das ist gerade "In". Wieviel davon dann aber umgesetzt wird, steht in den Sternen (z.B. Ulrichkirche Magdeburg). Rekonstruktionen gab es außerdem auch früher schon (z.B. Römerberg). Wieviel Prozent des innerstädtischen Bauens machen Projekte im Sinne der Traditionalisten denn aus? Die richtig großen Projekte (z.B. Hafencity Hamburg) kommen, soweit ich weiß, ohne profilierte Gesimse und Säulen aus.

Anonym hat gesagt…

Califax: Was die Bürger wollen und die Stadtplaner, Architekten und Investoren wollen, sind zwei völlig unterschiedl. Paar Schuhe.
Ein paar Wenige dominieren die breite Masse, die für identitätsstiftende Rekonstruktionen sind. Das ist Fakt, alles andere ist schlicht in die Tasche gelogen. Wer bleibt denn vor Dresdens "moderner" Architektur stehen uns raunt "Ahh" und "Ohh", "dafür bin ich hergekommen"...?!
Gruß, Rekofan

Anonym hat gesagt…

Califax

In berlin ensteht gerade ein Viertel um die Friedrichswerdesche Kirche in einem sehr traditionellem Stil: Die Kronprinzengärten.

Ich denke, diese Architektur ist die Architektur der Zukunft. Stadtbildverträglich, kleinteilig, bewußt strukturiert und vermittelt eine positive Atmosphäre.

Anonym hat gesagt…

@anonym. Also ich kenne viele Architekturinteressierte, die gerne moderne Bauten besuchen und bestaunen. Auch in Dreden gibt's da einiges zu sehen! Leider noch zu wenig davon in der Innenstadt!

Anonym hat gesagt…

"Sicher kann jeder von uns als Investor die Architektur verwirklichen, die er am Besten findet."

Das halte ich für einen extrem egoistischen Ansatz. In einer kriegszerstörten Stadt soll nicht gebaut werden, was dem Bauherrn gefällt, sondern was dem Stadtbild dienlich ist. Da eine solch gemeinnützige Denkweise unserer Gesellschaft fremd ist, helfen leider nur rechtsverbindliche Gestaltungssatzungen und Bauvorschriften, wie sie im Vorkriegsdresden üblich waren.

Anonym hat gesagt…

..diese Vorschriften gibt es doch bereits. Hat sich irgendjemand in diesem Forum schon mal mit Bauvorschriften auseinandergesetzt? Es gab noch nie so viele Vorschiften zum Bauen wie heute!

Anonym hat gesagt…

@Anonym: Ich spreche von umfassenden RECHTSVERBINDLICHEN Gestaltungssatzungen. Was bringen Vorgaben am Neumarkt, wenn sie nicht eingehalten werden?

Petersburg hat gesagt…

Irgendwie bizarr, wie sich hier ganze Scharen von Leuten unterhalten, die alle "anonym" heissen....es wirkt einfach unübersichtlich und seltsam. Tragen denn in einer normalen Diskussion in Realalität alle Menschen eine Maske um identisch auszusehen - oder haben sie verschiedene Gesichter? Witzigerweise verstecken sich fast immer die totalitären Altmodernisten, die "ehrliches" Bauen fordern. Ausgerechnet diese Leute reden von "Ehrlichkeit"....zum Lachen!

Da das Gesicht hier zur identifikation fehlt, und man User alleine am Namen erkennt - am Schreibstil erkennt man zwar gelegentlich jemanden, aber nicht immer - würde ich noch einmal alle User bitten, sich einen Namen auszudenken und bei diesem zu BLEIBEN, bitte!

Und seien es solch glorreiche Wohlklänge wie "Perücke" oder "Bambi die Sau" (alles schon hier vertreten), aber bitte: Einfach einen Namen schreiben. Kann doch nicht so schwer sein, oder?