Sonntag, 27. November 2011

Lingnerschloss

Ein kleiner Rundgang durchs Lingnerschloss. Das Schloss wurde zwischen 1850-1853 durch Adolph Lohse im Stil des Klassizismus errichtet. Bekannt wurde der Bau vor-
allem durch die Nutzung von Karl August Lingner, der das Schloss 1906 erwarb. In seinem Testament verfügte Lingner, dass das Schloss mit den bestimmten Auflagen in
den Besitz der Stadt Dresden ging. So bestimmte er u.a. eine öffentliche Parknutzung, und auch ein Restaurant mit den niedrigsten Preisen der Umgebung sollte im Haupthaus
entstehen. Die Bombenangriffe 1945 überstand der Bau unversehrt, jedoch ging 1956/57 ein Großteil der historischen Innenaustattung verloren. Auf den Bildern sieht man
u.a. auch den Kinosaal im Stil der 50-Jahre. Zu DDR Zeiten war das Lingnerschloss vorallem bekannt als Sitz für den "Klub der Intelligenz" mit Manfred von Ardenne als
Mitinitiator. Ab 1993 stand das Lingnerschloss leer, in der Zeit kam es dann auch zu größeren Vandalismusschäden. Seit 2002 gibt es den Förderverein Lingnerschloss e.V.,
welcher sich die Sanierung des Lingnerschlosses zum Ziel gemacht hat und dieses auch zukünftig im Sinne von Lingner betreiben will.









Kommentare:

Bananensorbet hat gesagt…

Ein Prachtstück! Aber "Schloß" ist wohl zu viel des guten, was wäre denn dann die Villa Hügel?

Reinhard Jentsch hat gesagt…

Wirklich ein schönes Gebäude.

ex oriente lux hat gesagt…

ok...Banana... einigen wir uns auf "Schlösschen" - das ist doch ein tragbarer Kompromiss, oder??^^

@Bausituation DD: die Aufnahmen sind (mal wieder) große Klasse!
Ein Fest für die Augen, diese spätherbstlichen Impressionen.

Vielen Dank!

43% Eiweiß hat gesagt…

Lingners Verfügungen in allen Ehren aber so ein Schatz wäre doch in wohlhabender Privathand besser aufgehoben. Hätte er gewusst, dass Stadt und Land so einen Niedergang erleben und sein Haus vor die Hunde geht hätte er es sicher eher verkauft. Elbhang, Traumblick, Traumanwesen, allen Beteiligten wäre gedient wenn das Objekt für ein paar Millionen den Besitzer wechselt. Leerstand, anschließender Vandalismus und jetzt gemeinnütziger Förderverein? Das ist würdelos.

Anonym hat gesagt…

Ein solches Prachstück muß wiederaufgebaut werden! Der Initiative viel Erfolg! Was hatten die Architekten von Gestern noch alles auf dem Kasten, unsagbar schön!
Heute dominiert die Bauhauslehre, gepaart mit EDV-Halbwissen und Kuben-Statik-Programmen. Und ein paar Semester Marketing-Deutsch mit dem Schwerpunkt im Verschleiern und Schönreden von Widerlichem!

Anonym hat gesagt…

@ 43% Eiweiß
Da darf ich doch mal ausdrücklich widersprechen. Die Restaurierung dauert natürlich ihre Zeit, aber sie wird sehr sorgfältig ausgeführt und allein das Restaurant ist jetzt schon einen Besuch wert. Wäre das Schloss in Privathand, würde bald niemand mehr dort flanieren außer dem Besitzer. So zu erleben in mittlerweile einigen sächsischen Landsitzen. DAS ist würdelos.
Und was heißt bitte "vor die Hunde geht"???
Gruß

Bert

Anonym hat gesagt…

"Und ein paar Semester Marketing-Deutsch mit dem Schwerpunkt im Verschleiern und Schönreden von Widerlichem!"

Gut getroffen.