Freitag, 16. Dezember 2011

Neumarkt | Quartier VIII

Quartier VIII/1 + 2






Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Super! Es fehlen zwar noch ein paar Attraktionen wie Achterbahn aber das wird noch! Hoffe mich mit Donald Duck und Goofy fotografieren lassen zu können wie in Paris. Wieviel Eintritt eigentlich für den Park?

Anonym hat gesagt…

@anonym: Du bringst alles durcheinander. Das hier ist doch soooo historisch. Du kannst dich hier mit Snow White und Cinderella fotografieren lassen. Naja - vielleicht auch mit der Gummibärenbande. :-))

Anonym hat gesagt…

Super finde ich die "Fassadenrückgewinnung". Man kann sich nur mehr davon wünschen. Die geschundene Stadt schreit geradezu danach. Wo Originalrekonstruktionen nicht möglich oder nicht durchsetzbar sind, ist dies nunmal der einzige Weg, der Altstadt wenigstens einen Teil ihres zerstörten und mit Narben übersäten Gesichtes zurückzugeben.

Anonym hat gesagt…

an Anonymus 1 : Alle Achtung, für ihren Kommentar. Lassen Sie mich raten: an irgendeinem Stammtisch zu fortgeschrittener Stunde, streifte man ganz oberflächlich mal das Thema Rekonstruktionen. Jemand in der Runde, der lieber weiter trinken wollte, als über soo ein doofes Thema zu reden, griff ganz tief in die in die Kiste mit den ideologischen Standard- Rhetorik- und Totschlagsargumenten. Das muss aber eine ganz alte Kiste gewesen sein (ich tipppe mal auf die 60er Jahre). Jedenfalls verglich Derjenige Rekonstruktionen mit Freizeitparks.. Wobei das Wort Freizeitparks nicht fiel- Nein- natürlich kann beim Vergleich mit Rekonstruktionen NUR von Disneyland die Rede sein... Sie jedenfalls hörten davon das erste Mal., und fanden den Vergleich sicher sehr originell und irre witzig.. Sie dachten, wenn man bei einer Diskussion mit nem Rekofreund diesen Vergleich anbringt, dann kann der Andere nicht mehr kontern- Disneyland schien Ihnen als DAS Totschlagsargument gegen Rekos im Allgemeinem zu taugen. Sie konnten ja nicht ahnen, daß der Disneylandvergleich sowas wie der Heilige Gral aller Glaubenskrieger (sprich Modernismusextremisten) im Kampf gegen das böse Reko- Unwesen war. Das Argument ist so alt, wie Disney oder zumindest wie die Moderne selbst. Und dabei doch soo ausgelutscht, soo schrecklich nichtssagend und an den Haaren herbeigezogen und schlicht dämlich!! Das wissen mittlerweile auch die Modernisten selbst. Kein halbwegs ernstzunehmender RekoGegner (solls wirklich geben- dabei kann man doch garnet ernsthaft gegen Rekos sein...) wird es wagen, sich mit dieser ollen Kamelle selbst lächrlich zu machen... Aber egal, ich fand ihren Kommentar toll- hab gelächelt und mich an die frühen 90er Jahre zurückerinnert. Denn solang ists her, seit mir das letzte Mal Jemand die Mär von den bösen Rekos in Entenhausen auftischen wollte... :-)

Wünsch euch allen und besonders unserem verehrtem BlogMeister (!!) besinnliche Festtage.

Steffen

Anonym hat gesagt…

Ich reise übrigens auch gern mal in die Innenstädte von Warschau und Danzig. Die haben es dort wirklich geschafft, ihre Freizeitparks noch eher als ihr großes Vorbild in Amerika zu eröffnen.

Anonym hat gesagt…

Nicht mit Goofy und Cinderella. August der Starke, die Gräfin Cosel und Hofnarr Fröhlich sollten vor Ort sein! Die laufen ja in ihren hübschen Kostümchen auch jetzt schon immer durch die Stadt und erfreuen mit ihren lustigen Geschichten über 'früher' die Touristen.

Anonym hat gesagt…

Sehr geehrter Blog-Betreiber,
ich sehe mir gerade ihre sehr interessante Seite an und finde es wunderbar, dass Sie so viele Bilder stets aktuell einstellen. Mich wundert indes die Kommentarfunktion: Sie weisen selbst darauf hin, dass Beleidigungen und Extremismus nicht geduldet werden. Beiträger wie 'peter s burg' sind aber ganz offen beleidigend und extremistisch. Warum dulden Sie das?
Mit besten Grüßen

Dresdenfreund hat gesagt…

Boah, seid ihr gemein! Das ist Saxonian Baroque Disney Style - hier lässt man sich mit Gräfin Cosel fotografieren. So zauberhaft!

Darki hat gesagt…

@Anonym 1 und 2 (17. Dezember 2011 19:56 und 17. Dezember 2011 23:18)

Willkommen im Kindergarten. Argumente? Fehlanzeige - nur ausgelutschte Polemik. Ihr tut mir leid.

Angelina hat gesagt…

Anonym 1 und 2: Man merkt, Ihr seid noch nicht lange den Kinderschuhen entwachsen und kennt
nichts als Disney und Entenhausen.
Ihr wißt auch nicht, wer Gräfin Cosel und August der Starke waren, denn das würde ja eine gewisse Bildung voraussetzen. Euer Vorbild ist Comic und Amerika - auf Nimmer- Wiedersehen!

Haarteil hat gesagt…

Es fehlen leider die putzigen Butzenscheiben noch. Aber man kann ja ganzjährig die Schwibbögen stehen lassen. Dann ist es doch richtig schön. Und Läden, wo Weihnachtsbaumkugeln verkauft werden, unten rein, so schön ...

Anonym hat gesagt…

@Steffen: Auch wenn man es oft genug wiederholt, behält der Vergleich mit Disneyland und Billigfreizeitpark Gültigkeit. Es ist leider nicht von der Hand zu weisen. Der Vorortbesuch zeigt's deutlich. Frohe Weihnachten gleichfalls.

Anonym hat gesagt…

August der Starke war so eine Art Massenvergewaltiger aus Dresden, König der Polen und Sachsen. Man nennt sein Standbild auch den Goldenen Reiter, in dessen Umfeld ihr die architektonischen Hochgenüsse des Sozialismus erleben könnt.

Ich fände es gut, wenn man tatsächlich ein Disneylands bauen würde, ich finde Disneyland in den USA nämlich richtig schön und kinderfreundlich. Alle Platten platt machen und kleine Märchenschlösser und Altstadtwinkelhäuschen bauen.

Aber die SED Schulungslektion Antiamerikanismus muss man natürlich als Altmodernist noch auspacken, wenn es um die Beseitung der architektonischen Bausünden der Nachkriegszeit geht.

Martin Drechsel hat gesagt…

Ich finde nur das eine Eckgebäude gut denn es ist ehrlich. Die anderen sind nicht ehrlich und das finde ich doof! :(

Anonym hat gesagt…

Im Grunde freue ich mich über ein Stadtviertel, das für das Auge keine Langeweile und für den Freund klassischer Architektur Interessantes bietet. Ach das Baumaterial ist mir eigentlich egal. Man sollte das Beste, Zweckmäßigste und Langlebigste wählen. Aber erfüllt das die gewählte Konstruktion? Wenn man diesen Artikel liest, bekommt man Angst um die viele gutgemeinte Arbeit:
http://www.abendblatt.de/hamburg/article575165/Hamburgs-Spechte-zerstoeren-neue-Fassaden-Daemmung.html

Viele Grüße, Sebastian

Anonym hat gesagt…

Anonym 1 und 2 bzw. an deren Erziehungsberechtigte: Passen Sie bitte auf Ihren PC auf, wer weiß welche Seiten Ihr Nachwuchs sonst noch besucht.
Das ist übrigens nicht Disney, sondern bis auf die schmucklosen Strichcode-Füllbauten eine Replik der Vorkriegsbebauung, zumindest soweit dies heute auch nach neuem Nutzungskonzept möglich ist.
Aber sonst: Richtig erkannt, ähnlich historisierende Gebäude findet man sonst im Disney-Land. Und warum? Weil sie so schön sind! Weil Kinderaugen sie lieben, weil man die angeborene Ästhetik von Kindern nicht täuschen kann.
Wem das bißchen Rekonstruktion nicht gefällt, der findet die "ehrliche" Brache um die Ecke z.B. in der Prager Straße.
Ein Tipp: Da kann man so richtig echt gefährlich und Gangsta-mäßig upchillen und cooles Gestikulieren üben. Da regt sich dann auch niemand über vorpubertierendes Geschwafel auf. Geht da man (voll) up, Kinder!

Anonym hat gesagt…

Ich finde nur die historischen Gebäude gut denn die sind ehrlich. Die anderen sind nicht ehrlich und das finde ich doof! :(

Anonym hat gesagt…

Hey Anonym 1 + 2: Der "Park" kostet gar nichts, cool was? Mickey und Goofy gibts da aber nicht, die lest man weiter in Euren Heften. Oder Ihr fahrt mal nach Paris, da könnt Ihr die Photos dann machen.
So sah übrigens früher mal ganz Dresden aus, auch ohne Disney-Bewohner. Wußtet Ihr z.B., daß viele der heute noch stehenden historischen Gebäude schon mehrfach wiederaufgebaut worden sind? Überall in der Welt? Ist das auch alles Disney? Und ist dann die x-te Wiederholung von Plattenbauten nicht auch schon Disney? Und wenn das so ist - seid Ihr nicht eigentlich auch schon Goofy, Mickey und Donald? Auch wenn Ihr wohl noch Kevin, Marcel und Michel heißt?
Dann feiert man schön Merry Christmas und laßt Euch vom ehrlichen Santa Claus beschenken.

Karsten hat gesagt…

Ich finde, die Beiträge mit "anonym" gekennzeichnet, deuten
auf Duckmäuser und Feiglinge hin.
Lieber Blog-Betreiber - mein Weihnachtswunsch = alle "Anonymen" raus, denn es ist gibt ja schon die
anonymen Alkoholiker usw.
Frohes Fest!

Anonym hat gesagt…

Mal wieder Polemikparty hier?

"Auch wenn man es oft genug wiederholt, behält der Vergleich mit Disneyland und Billigfreizeitpark Gültigkeit."

Der hatte noch nie Gültigkeit. Nur bei unreflektierten, undifferenzierten, kulturell-geschichtlich ungebildeten Polemikern.

Nemo hat gesagt…

Ich finde den Disney-Vergleich gar nicht so schlimm und wundere mich eher, dass einige Rekofans immer wieder über dieses Stöckchen springen. Mir ist (um in diesem Bild zu bleiben) ein halbwegs gut gemachtes Disneyland - also das (partielle) Erzeugen von Illusion - lieber als angeblich ehrliche, aber potthässliche und abweisende Architektur.

Der entscheidende Punkt ist, dass selbst ein zweit- oder drittklassiges Disneyland noch immer mehr zu bieten hat als die austauschbaren, ideen- oder geschmacklosen Allerweltskuben zeitgenössischer Abkunft mit ihrer billigen Belanglosigkeit oder ihren in Beton gegossenen Missionierungsversuchen.

Wenn "zeitgenössische" Architekten es irgendwann wieder schaffen sollten, Häuser zu entwerfen, die für Menschen gemacht sind, die sich beim Anblick des Stadtbildes wohlfühlen wollen und nicht für elitäre Pseudointellektuelle und "Experten", die genau dies offensichtlich zu verhindern trachten, dann wird man nicht mehr auf Disneylands zurückgreifen müssen, um der Stadt ein Gesicht zu geben.

Was das Geschehen um den Neumarkt betrifft: Eigentlich kann man zufrieden sein - dem Touristen und Gast gefällt's, der Geschäftsmann macht seinen Schnitt, der Dresdner bekommt 'nen Job und die Stadt gewinnt sowieso hinzu. Nur der "moderne" Architekt kann das alles nicht verstehen und schmollt. Er wird wohl damit leben müssen.

Anonym hat gesagt…

@Nemo: Die originalgetreue und kunstgeschichtlich fundierte Rekonstruktion von Fassaden an ihrem Originalstandort hat mit der Fantasyworld Disneyland aber nicht das Geringste zu tun. So einfach ist das - und exakt darum "stolpern" Rekofans immer wieder über dieses verschimmelte Stöckchen.

Anonym hat gesagt…

Wieviel Architekturstudenten haben sich jetzt hier ausgetobt und welcher Dozent hat dazu aufgefordert?

Ihr seid auf dem Irrweg!
Laßt euch nicht indoktrinieren
von Hammerschmidt und Co.

Werdet kritisch und glaubt nicht alles. Das sind alte Männer, die können nicht mehr anders.

Zwei Katzen hat gesagt…

ich finde es trotzdem doof, SOO! :(

Nemo hat gesagt…

hat mit der Fantasyworld Disneyland aber nicht das Geringste zu tun

Das sehe ich anders, aber ich finde es nicht schlimm.

Um die Diskussion über "unehrliche" Architektur und die Nörgelei wegen baulicher oder materialtechnischer Kompromisse zu beenden, würde ich an jede Rekofassade eine Tafel anbringen, auf der in etwa stehen würde:

Dieses Haus ist ein Nachbau und soll nicht vorgeben, vollständig dem historischen Original zu entsprechen. Es wurde in dieser traditionellen Form gebaut, da die zeitgenössische Architektur den Wunsch der Bürger nach Schönheit und Harmonie in der Fassadengestaltung an diesem Ort nicht erfüllen kann oder will.

prof hat gesagt…

Auch als leidenschaftlicher Reko-Fan muss ich zugeben, dass manche Projekte auch zum Kitsch verfallen, und Disney-Vergleiche würdigen. Quartier 8 ist meistens gelungen, aber nicht hundertprozentig.

Es muss aber doch gesagt werden: selbst die Moderne ist keine Kitschfreie Zone. Erinnert euch daran: Tomorrowland ist auch in Disneyland.

Die nüchternsten Modernisten, die sich die Lippen spitzen wenn sie Rekonstruktion allgemein und unkritisch tadeln, gehören auch zu den romantischen Ideologen. Nichts peinlicheres gibt es als diejenigen, die naiv und fromm auf die "Ehrlichkeit" der Form-Follows-Funktion Kult deuten. Rekonstruktion funktioniert als eine Kritik solcher Dogmen, und ist nicht nur deswegen in der aktuellen Architekturdiskurs relevant.

Danke, B-D Blogger, für die wunderschönen Dresdener Einsichten. Und danke an die Teilnehmer, die eine respektvolle Diskussion führen.

Anonym hat gesagt…

Nemo: "Das sehe ich anders"

Bitte begründen. Wüsste nämlich nicht, was es da "anders zu sehen gibt". ;)

Anonym hat gesagt…

@prof: Inwiefern ist eine originalgetreue Fassadenrekonstruktion "Kitsch"?

Nemo hat gesagt…

Bitte begründen

Es ist zwar ermüdend, aber weil Sie es sind:

Ich dachte, das hätte ich oben in einem Halbsatz getan. Sie wissen natürlich selbst, dass ein Haus nicht nur aus der Fassade besteht (und sei sie noch so originalgetreu rekonstruiert). Sie wissen selbst viel besser, was die Rekobauten im Q8 von ihren Originalen unterscheidet und kennen die diesbezüglichen Diskussionen.

Wenn die äußere Gestalt (zumindest für den Laien) den Anschein erweckt, man hätte es mit einem jahrhundertealten Bau zu tun und tatsächlich ist es dahinter ein Betonbau, errichtet mit den Strukturen, Technologien, Materialen und nach Nutzungsanforderungen unserer Tage, dann nenne ich das Erzeugen von Illusion.

Der Punkt ist aber (zum drittem Mal): ich habe damit überhaupt kein Problem, finde allerdings den Versuch, den Sachverhalt als solchen bestreiten zu wollen, skurril und unnötig.

Frohes Fest!

Anonym hat gesagt…

@Anonym
Studiert man den einschlägigen Wikipedia Eintrag wird ziemlich klar was unter Kitsch zu verstehen ist. Das Nachahmen einer anderen Zeit z.B. fällt unter diesen Begriff. Der annäherungsweise Nachbau der Neumarkt-Fassaden fällt definitiv in diese Kategorie, das ist gar keine Frage. Interessant wird es allerdings, wenn es um die Wertung von Kitsch geht. Zur Zeit ist Kitsch möglicherweise ja durchaus angesagt und gesellschaftsfähig.

alter Grieche hat gesagt…

Dann ist die gesamte äußere Neustadt und ähnliche Stadtteile ebenfalls Kitsch. Oder glaubt hier jemand Neoklassizistische Gebäude sind von den alten Griechen hochgemauert worden? Neogotik von mittelalterlichen Baumeistern? Was ist überhaupt euer Punkt bei diesem Begriff?

Anonym hat gesagt…

Anonym 17:11
Was lassen sich die Betonköpfe alles noch einfallen , um Rekonstruktionen historischer Fassaden am Neumarkt zu diskreditieren?

Kitsch
Disney
Fälschung
unehrlich
u.s.w.

Das müssen ausgerechnet Leute sagen, die selber nur Glas,Stahl und Beton zu ganz menschenfeindlichen langweiligen Allerweltsbauten formen können.

Stahlbeton hat eine Lebensdauer von 50 Jahren.
Flachdächer sind irgendwann nie dicht.
Jedes Fenster ist eine Kältebrücke.

Das sollten die Probleme der zeitgenössischen Architekten sein.

Da ist ein Wandel im Denken nötig.

Nicht die Rekonstruktionen am Neumarkt sind das Problem sondern diese seit Jahrzehnten gemachten Fehler der heutigen Architekten sind zu ändern.

Jeder kehre vor seiner eigenen Tür

Anonym hat gesagt…

"Sie wissen selbst viel besser, was die Rekobauten im Q8 von ihren Originalen unterscheidet und kennen die diesbezüglichen Diskussionen."

Da liegen Sie durchaus richtig. Aber was hat das nun mit Disneyland zu tun? Disneyland ist eine Fantasiewelt ohne jeden Bezug zu realen Gegebenheiten. Hätten die Bauten des Q8 den Krieg überdauert, wären sie in ihrem Inneren sicher auch heutigen Bedürfnissen angepasst worden. Wie heißt es so schön auf stadtbildd.de: "Der Wahrheits- oder Authentizitätsanspruch der selbsternannten architektonischen Sittenwächter entbehrt jeglicher historisch, philosophisch, logisch, ethisch oder sonst wie fundierten Grundlage." ;)

"dann nenne ich das Erzeugen von Illusion."

Das Erzeugen von Illusion war einer der prägendsten Merkmale des Barock. Und ist der Barock nun ein Disneystil?

Anonym hat gesagt…

@Kitsch-Anonym:

Danke für die Aufklärung. Nun weiß ich, dass zahlreiche Stilepochen unter dem Oberbegriff "Kitsch" zusammenzufassen sind.

Anonym hat gesagt…

@alter Grieche

Das mit der äußeren Neustadt haben Sie genau richtig erkannt. Die Kitschdefinition trifft natürlich auf historisierende Bauten generell zu. Wie gesagt, das kommt immer mal wieder in Mode..:-)

Ausserdem:
Beton gibt es schon sehr sehr lange.
Flachdächer auch.

Wenn Sie heutigen Architekten Fehler vorwerfen, wüsste ich nicht, welche Fehler heute gemacht werden, die nicht genauso schon vor 300 Jahren gemacht wurden? Oder glauben Sie, dass es in stuckverzierte Häuser weniger oft reinregnet??

Anonym hat gesagt…

Ob einem Betonbau nun eine kitschige Modernistenfassade (die macht ja schließlich nur die vermoderte Nachkriegsmoderne nach) vorgeblendet wird oder eine historisierende (die dann wenigstens in die Aura Dresdens passt), der unüberlegte Disneybegriff ist jeweils unpassend. Wenn es sich schon nicht vermeiden lässt, dann ist er Ersterem allerdings deutlich näher, denn modernistischer Trendarchitektur fehlt jeglicher Bezug zu Dresden = Beliebigkeit, Kitsch, Fantasie. Der stetige Versuch, historisierende regionaltypische Architektur ins Lächerliche, Kitschige zu verfrachten, verdeutlicht nur die traurige Verblendung und Unreflektiertheit gewisser Teile unserer Gesellschaft.

Frohe Weihnachten!