Mittwoch, 4. Januar 2012

Kaufhaus Günther

Kaufhaus Günther/Pirnaer Landstraße. Die Florana wollte an dieser Stelle schon 2010 das "Forum Großzschachwitz" errichten. Dafür soll u.a. das abgebildete Kaufhaus
Günther abgerissen werden. Erst im Dezember hat der Stadtrat eine Entscheidung zur Thematik vertagt.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Was gebaut werden soll wird dieser Ecke Dresdens recht gut tun. Da kann die Moderne mal wirklich etwas aufwerten.

Nemo hat gesagt…

Der Stadtrat vertagt viel in letzter Zeit und wenn er mal nicht vertagt, dann verzögert die Verwaltung. Überall herrscht Stillstand: Mehrere Florana-Projekte (Friedrichstadt, Straßburger Platz, Zwinglistraße), die schon längst im Bau oder fertig sein sollten, kommen nicht voran, Wiener Loch noch immer unklar, Verwaltungsrathaus (Robotrongelände) wieder und wieder vertagt, QV und QVI am Neumarkt verzögert oder ausgebremst, Schulnetzplanung total umstritten, Kulturkraftwerk nicht geklärt usw.

Offenbar hat man keinen Plan oder kein zu verfolgendes Konzept, auf dessen Basis Entscheidungen getroffen werden könnten, sondern diese Entschlüsse kommen - wenn überhaupt - zufällig und zusammenhanglos zustande.

Insgesamt entsteht der Eindruck, Verwaltung und Stadtrat sind nicht Initiatoren der stürmischen Dynamik in Dresden (z.B. der Kindersegen, vom dem jede andere Stadt begeistert wäre und dem man jetzt mürrisch mit Containern begegnen möchte), sondern sie sind von dieser Entwicklung überfordert und würden am liebsten alles so lassen wie es ist. Anstatt die wirtschaftlichen und demografischen Impulse für eine gezielte Stadtentwicklung zu nutzen, sind Verwaltung und Stadtrat Getriebene, die widerwillig und hinhaltend Widerstand leistend lieber Brachen bewahren wollen als entschlossen und visionär - ob nun "modern" oder "regionaltypisch" - zu gestalten.

Diese Stadt ist extrem ambivalent: Für viele (gerade Nichtdresdner) scheint sie so attraktiv und anziehend, dass sie seit der Wende eine (für Ostverhältnisse) erstaunlich positive Entwicklung genommen hat und das, obwohl maßgebliche lokale Akteure in ihrem Denken und Handeln immer noch provinziell, einfältig - eben "ahnungslos" - zu sein scheinen.

Anonym hat gesagt…

Aus dem Haus ließe sich mit ein paar kleineren Griffen ein echtes Kleinod machen: Vernünftige Scheiben für den Mittelbau, ein ordentliches Spitzdach mit Gauben für das mittige Gebäude,dann ordentlich renovieren und streichen: Schon hat man ein wirkliches Schmuckstück!
Stattdessen wird dort sicher wieder eine Rendite-orientiertes Halle im Baumarkt-Stil oder ähnlicher Modernisten-Schrott hingesetzt! Ein Trauerspiel! Aber was will man schon von Politikern und Baudezernenten erwarten...

Wurst hat gesagt…

Da könnten ein paar mutige Brüche und ironische Zitate nicht schaden!!

wulke katastrofa hat gesagt…

Am bsten das Gebäude in seinem barocken Urzustand zurückversetzen. Eine lohnende Aufgabe für alle Dresdner.

Anonym hat gesagt…

"ob nun modern oder regionaltypisch"

Wie wäre es denn mal mit modern UND regionaltypisch?

Daniel hat gesagt…

Ohje, was man im Beitrag 1 lesen kann ist doch der absolute Müll. Man hat vor circa 5 Jahren an der Kreuzung schon einen 3-Seitenhof abgerissen. Wenn man jetzt noch das älteste Dresdner Kaufhaus abreißt, dann ist die Ecke einfach nur noch Tod.

Der andere 3-Seitenhof (Bild 4) soll übrigens in wenigen Jahren abgerissen werden und danach wieder Original aufgebaut werden. So muss es sein.

Bei Bild 5, sprich genau an der Kreuzung kann gerne ein Neubau, ählich wie weiter hinten entstehen.

Petersburg hat gesagt…

Ein graues und simples Kaufhaus "Günther" ist mir - selbst in halbverfallenem Zustand - tausendmal lieber als eine hässliche, sterile, kalte Schwachsinns-Shoppingmall e.g. ECE-Konzern mit unpassenden und kunstnegierenden "would-be-genius" Fenstern.

Denn hier beim Kaufhaus Günther ist noch der Atem der Zeit zu spüren, in dem pseudo-modernen Schrott von heute ist nur "Geiz ist geil" und ähnlicher Marketing-Quatsch zu spüren.

Wobei ich einschränkend sagen muss: Es gibt auch einige gute Shoppingmalls und generell einige gute "moderne" Architektur, die Zahl ihrer ist jedoch klein und speziell in Dresden sind sie gar selten anzutreffen. Daher: Lieber altes verfallenes Kaufhaus, als verblödete ECE-Beton-Sterilität.

Daniel hat gesagt…

Die Ecke möchte Florana bebauen. Allein der Name Florana löst bei mir Angstschweiß aus! Wenn jemand von euch das O.D.C kennt, kann man sich vorstellen was Florana hier etwas kleiner bauen möchte. Traurig auch, dass das Ortsamt Leuben das Projekt abgelehnt hat und der Stadt ist das dennoch egal.

Anonym hat gesagt…

Na laut Bericht der Sächsichen Zeitung am heutigen Tage, soll wohl das Kaufhaus verkauft worden sein und zwar nicht an die Florana KG.

Wird wohl dieses hässliche Gebäude stehen bleiben und vor allem leer!!! Echt schade, dass dort auf die Ecke so nach und nach alles geschlossen wird.

Anonym hat gesagt…

Ein Hallo an Alle
Ich bin gebürtiger Zschachwitzer und wurde 1956 in der Pirnaer Landstraße 219 geboren. Ich weiß, was es für eine lange Einkaufsstraße es damals war. Beginnen mit Kümmels an der Försterling Straße, Bürgers Milchladen, weiteren Eckgeschäften an der Kugelmannstraße. Weiter ging es zu einem Pelzladen, Hempels Malerservice, das Zschachwitzer Kino ( Holzoper )eben das Kaufhaus Günther,Tankstelle,Werkstatt Fasold, Fleischerei, Russig Elektro-(früher Fahrradgeschäft, Bäckerei Tronicke, Hutecke Rehak, Kolonialaden Gäbel, Goldschmied, Kurzwarenladen mit Wäschemangel im Hof und Friseur Grolms.
Natürlich muss man nicht alles aus den sozialistischen Zeiten wieder aufleben lassen. Aber das Kaufhaus Günther hat uns schon als Kinder angezogen. Dort waren nicht nur Sitzkissen in den Schaufenstern ausgestellt, wie im Centrumwarenhaus. Ich selbst habe zu den Weihnachtszeiten in der 1. Etage ausgeholfen Waren eingepackt. Und wenn ich an den großen Herrenhuter Stern im EG über der Kasse denke, Er brachte nicht nur Frau Hafenstein zum lächeln. Ich bin bestimmt auch für den Fortschritt, aber mit etwas Feingefühl und vor allen als Zschachwitzer kann man auch aus diesem Haus wieder das freundliche Ambiente erwecken. Seht Euch den Neumarkt an, wie schön er wieder geworden ist. Als Kind durften wir vor dem Kaufhaus spielen, als dort eine Fernsehserie gedreht wurde, mit alten Bus aus den 20 ziger Jahren, viele kleine Weihnachtsbäume über den Schaufenstern als Deco zu den immer schön gestalteten Fenstern.+
Baut es wieder so auf, wie es war, innen im modernen Stil, im Hof oder als Tiefgarage die Stellplätze usw.
Danke Frank Glaß