Sonntag, 18. März 2012

Hauptstraße | Florana Neubau

Hauptstraße/Florana - Entwurf Knerer & Lang. Außerdem das eingerüstete "Hotel Stadt Leipzig". Hier soll es sich aber erstmal nur um Sicherungsmaßnahmen handeln.



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das Ergebnis überrascht augenscheinlich! Auch wenn mir persönlich eine historisch angepasste Bebauung besser gefallen hätte, kann ich mit dem aktuellen Zustand leben. Gerade die für Dresden typischen Sandsteinfarben gefallen mir hier sehr gut, mit den roten Fensterrahmen wird zudem ein optischer Hingucker gesetzt.

Auch für das "Hotel Stadt Leipzig" freuts mich. Hoffentlich klappt die Sanierung!

Gibt es momentan eigentlich Bestrebungen die Plattenbauten auf der Großen Meißner Straße / Köpckestraße endlich einmal abzureißen? Die monströsen Bauten waren mir schon immer ein Dorn im Auge. Wie stehen die Chancen?

Kölner hat gesagt…

Eine weitere Kiste (Entwurf Knerer&Lang) ist in Dresden gelandet! Herzlichen Glückwunsch zu diesem Einfallsreichtum. Derartiges steht übrigens in Köln dutzenfach herum.

Anonym hat gesagt…

Sorry soll der Florana Bau ein Dach bekommen,bestimmt wieder ein billiges Flachdach!

Sandro hat gesagt…

...sieht doch echt ansehnlich aus...der hauptstraße tut das sehr gut! auch wenn vielen eine reko lieber gewesen wäre, so kann man mit dem ergebnis sehr leben..

was mich nur interessieren würde, was knerer nach der hitzigen debatte noch alles verändert hat?

Anonym hat gesagt…

"Gibt es momentan eigentlich Bestrebungen die Plattenbauten auf der Großen Meißner Straße / Köpckestraße endlich einmal abzureißen? Die monströsen Bauten waren mir schon immer ein Dorn im Auge. Wie stehen die Chancen?"

Wieso denn, das weitere Existenzrecht der Platte wurde doch mit diesem Neubau in Plattenbau-Optik nur noch stärker legitimiert. Verstehe also ihre Frage nicht, wenn sie mit dem Neubau so gut leben können, warum nicht mit den Plattenbauten?

Ich sag es ganz offen heraus, städtebaulich ist die Öffnung der Heinrichstraße zu begrüßen. Das war es aber dann schon mit dem Positiven. Dieser Bau strahlt eine Beliebigkeit und Banalität aus, dass es weh tut. Und dass man den Beton sandsteinfarben getüncht hat, ändert nichts an den vollkommen plumpen Proportionen, der langweilig nüchternen Fassade und dem schrecklichen Flachdach. Die 60er sind zurück. Kein Grund zur Freude.

Anonym hat gesagt…

Wen die blauen Folien erst mal ab sind, wird das doch ganz gut? Ich bin schon gespannt, wie sich das in Kombination mit dem zweiten Haus darstellt!!

Anonym hat gesagt…

"Wieso denn, das weitere Existenzrecht der Platte wurde doch mit diesem Neubau in Plattenbau-Optik nur noch stärker legitimiert. Verstehe also ihre Frage nicht, wenn sie mit dem Neubau so gut leben können, warum nicht mit den Plattenbauten?" -

insgeheim dachte ich mir schon, dass ich hier wieder einen wunden Punkt berühre. Aber ich vertrete meine Meinung sehr gern. Erst einmal hab ich mich ebenfalls geäußert, dass mir eine komplette historische Bebauung oder zumindest eine angepasstere Bebauung (wie es sie
ja auch in den verschiedenen Visualisierungen gegeben hat) besser gefallen hätte. Aber die Gebäude stehen jetzt und sind gebaut.

Ich finde diese Gebäude ahnsehlicher, wie die weiter vorn vorhandenen Plattenbauten. Sie sind kleinteiliger, nicht über die gesamte Straßenlänge gezogen. Im Gegensatz zu den grauen Platten unterscheiden sie sich in Farbe, Form und Gestaltung.

Letzendlich kann man sagen was man will. Die Architektur und ihr Empfinden ist nun einmal Geschmackssache. Aber wenn man auf einer normalen Ebene seine Meinung vertritt, nehme ich gerne andere Meinungen war und äußere mich dazu.


P.S. und die absure Version, alle komplett wichtigen und historischen Bauten des alten Dresdens erneut aus dem Erdboden zu stampfen ist nun einmal Wunschdenken!

Ich finde jedoch, dass die neuen Gebäude wesentlich besser, als der Vorzustand sind. Und vorallem bei weitem besser, wie das Parkhausmonstrum, das der selbe Bauherr aktuell in der Bautzner hochzieht!!

Micha hat gesagt…

Gestern stand ich "in Natura" vor diesem Machwerk: Der Anblick tut förmlich weh. Da hilft weder Anstrich in Sandsteinfarbe noch Kratzbeton. Ob die blauen Planen nun bald verschwinden oder dran bleiben, es wird den Anblick nicht wirklich erträglicher machen. Sorry, hier ist nun nichts mehr zu retten. Wie konnte die Stadt nur so etwas zulassen?
Micha

Petersburg hat gesagt…

Meine Architekturkritik:

Dieses Gebäude ist einen Affront für jeden modernen Menschen. Ich z.B. finde, so wie viele Dresdner und Dresdenfreunde weltweit, die Rückkehr des phantastischen Neumarkts hochmodern. Nackte Betonkisten empfinde ich als unmodern. Daran ändern auch wirre Fenster nichts, die angeblich Ausdruck eines "Zeitgeistes" sein sollen.

Lieber Herr Knerer: Ich bitte zu beachten, ein Gebäude wird nicht alleine dadurch "modern" dass man die Fenster strukturlos und wild durcheinander wirft. Meine Frage an Herrn Knerer wäre, wieso das "modern" sein soll? Der Gesamteindruck, den dieses Objekt vermittelt, ist eigentlich nicht modern sondern eher der eines 60er Jahre Plattenbau mit bunten Fenstern. Definitiv die Sehnsucht Einiger zurück in die 60er Jahre - eine aus Angst entstandene Retroarchitktur; Angst, sich der Realität zu stellen, Angst davor, den Wunsch der Bevölkerung nach Rückkehr zu Urbanität wahrzunehmen. Der Architekt verdrängt seine Angst, und baut unbeirrt, als seien wir in seinen geliebten 60er Jahren. Ich finde, der Architekt sollte beginnen seine Sehnsucht nach den 60er Jahren zu hinterfragen. War in den 60er Jahren wirklich alles besser?

Speziell zu den m.E. völlig falsch und kontextos konzipierten Fenstern: Wären die Fenster konventionell und gut proportioniert - sind sie nicht - selbst dann wäre das Gebäude zu klotzig und grob, und somit unpassend.

Schlussbemerkung: Es ist sehr bedauerlich, dass Architekten ausgerechnet in Dresden, einer Stadt die so viel verloren hat, versuchen unbedingt "modern" sein zu wollen und dabei aber einen zweifelhaften Begriff von "Modernität" anwenden. "Modernität" in einer zerstörten Stadt kann nur bedeuten, statt nur den Zeitgeist auch den Ortsgeist (genius loci) zu berücksichtigen.

Kölner hat gesagt…

Ich habe mir auf TourDresden die besagten Gebäude noch einmal angesehen. Da kommen diese hell, freundlich und man muss kein Freund dieser Architektur sein, mehr oder weniger ansprechend rüber. Tatsächlich ist aber eine relativ dunkle Kratzbetonkiste entstanden. Weiter so Dresden ??? Ich hoffe nein !!!

Anonym hat gesagt…

Petersburgs Probleme mit dem Haus sind nicht zu verstehen. Die Fenster sind doch gar nicht wirr? Ich kann da auch keinen 60 Jahre Plattenbau entdecken (gabs die damals überhaupt schon??)

Anonym hat gesagt…

@Kölner
Was ist denn Kratzbeton eigentlich? Hab ich noch nie gehört?

Anonym hat gesagt…

Ich finde die Bauten ebenfalls sehr gelungen - und vielleicht ist es einfach nur wieder "typisch deutsch" immer alles "kaputtzureden"! Eine Verbesserung zum Vorzustand ist es auf alle Fälle!(auch der oberere Bilderbeitrag zum neuen Schlossstraßenquartier - wir leben nicht mehr im 19. Jhrdt. und die modernen Gebäude bringen eine interessante Mischung in das Quartier. Es lässt sich nun mal nicht alls 1:1 rekonstruieren)

Marco hat gesagt…

Sieht doch gar nicht so schlecht aus. Setzt auf jeden Fall neue Akzente in die ohnehin durch den interessanten Architekturmix und der schicken Platanenmeile gestalteten Hauptstrasse. Durch die Öffnung der Heinrichstrasse ist die Erreichbarkeit des Barockviertels auch besser.

Petersburg hat gesagt…

Erstaunlich - es strömen wieder unzählte "anyonyms" ins Internet, um Bausünden zu loben.

Frage an den Architekten:

Dürfen wir dies als Marketingmaßnahme verstehen, um eine Fehlplanung schönzureden? So etwas finde ich bedenklich.

Ich fände es sinnvoller, der Architekt begönne damit, endlich die Realität zu konfrontieren und sich die Frage zu stellen warum die Bevölkerung seine inhumanen, kalten und seelenlosen Betonkisten ablehnt.

Zusätzlich sollte der Architekt sich fragen, warum er sein Büro in einem unzerstörten, reichverzierten Altbau hat - wenn das angeblich "Neue" doch grundsätzlich immer besser ist? Sehr überzeugt kann der Herr Baukünstler von seinen eigenen Werken jedenfalls nicht sein, wenn er sich weigert, in den Bauten zu wohnen die er der Bevölkerung zumutet.

Herr Knerer: Es wird Zeit, die Realität zu konfrontieren. Ihr Gebäude ist nicht modern, sondern total unmodern. Beginnen Sie endlich, Ihr doktrinäres Denken kritisch zu hinterfragen, die Bauhaus-Moderne war vor 100 Jahren modern, aber wir leben bitteschön im Jahre 2012.

Petersburg hat gesagt…

Korrektur:

Erste Zeile sollte "unzählige" heissen statt "unzählte".

mfG

Anonym hat gesagt…

@webmaster

Es ist doch befremdlich, wenn Petersburg hier ständig das letzte Wort behalten darf. Ich habe (und womöglich auch schon andere) schon versucht, seiner Kritik Argumente entgegenzusetzen, leider wurde mein Beitrag nicht veröffentlicht! Warum ist das so?

Micha hat gesagt…

Nicht nur der Architekt hat's verbockt. Die Dresdner Stadtväter haben letztendlich diesen, für einen so wertvollen Ort wirklich unpassenden Entwurf hastig durchgewunken.

Micha hat gesagt…

@Anonym vom 30.03.12, 13:02
Leider haben Argumente gegen Herrn Petersburgs Meinung in der Vergangenheit oft zu unerträglich langen Wortgefechten geführt, welche sich häufig am Rande der Sachlichkeit befanden. Glauben Sie mir, es ist besser die Kommentare von Hr. P. einfach unkommentiert im Raum stehen zu lassen.
Gruß, Micha

Micha hat gesagt…

@Anonym vom 30.03.12, 13:02
Leider haben Argumente gegen Meinungen von gewissen Personen hier in der Vergangenheit oft zu unerträglich langen Wortgefechten geführt, welche sich häufig am Rande der Sachlichkeit befanden. Glauben Sie mir, manchmal ist es besser mit gewissen Personen nicht zu diskutieren und einfach deren Beiträge unkommentiert im Raum stehen zu lassen.
Gruß, Micha

Anonym hat gesagt…

In diesem Fall finde ich die Fotodokumentation tatsächlich ziemlich unvorteilhaft und ungeeignet, den Entwurf im Zusammenhang zu beurteilen. Die Farbgebung ist offenbar noch im Stadium der Bemusterung und der zweite Teil des Projektes (Haus in Grau und Blau) ist noch eingerüstet. Inzwischen stellt sich das Ganze Ensemble deutlich positiver dar, als auf den Fotos zu sehen. Ich bin auch der Meinung, dass nicht alles kaputtgeredet werden sollte.

Anonym hat gesagt…

@Micha

Auch die Diskussionsweise und die Argumente "gewisser Personen" sind signifikant für die Diskussion die hier geführt wird. Wenn die Antworten darauf nicht gezeigt werden ist das ganz einfach Zensur. Wenn sich herausstellt, dass die Debatte am Ende gar nichts mit Architektur zu tun hat, ist das eben auch ein Ergebnis, mit dem man wohl leben muss.

Petersburg hat gesagt…

@Micha

Grade Sie sind ja bekannt für ihre unsachlichen Kommentare, das fiel bereits anderen Forumteilnehmern auf. Wenn ich eine Architektur kritisiere, begründe ich das auch. Ihre "anonymen" Freunde aber greifen zu handfesten Beleidigungen. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich das nicht nötig.

Auffällig ist, dass Sie versuchen sich als Kritiker der Stadtzerstörung darzustellen und den Knerer-Entwurf bedauern, gleichzeitig aber der Pro-Betonpropaganda nach dem Munde reden. Das wirkt nicht besonders glaubwürdig, sorry. Der Knerer-Fehlentwurf hat eine hochgradig destruktive Wirkung, ausgerechnet in einem Viertel das den Feuersturm von 1945 zu einem großen Teil überstand. Was ich von diesem Angriff der Modernistenlobby auf die Stadt Dresden halte, bitte einfach nach oben blättern.

Lieber Micha: Weder Sie, noch ihre "anonyme" Diffamierungsclique werden es schaffen die Kritiker hässlicher Architektur zum verstummen zu bringen.

henne hat gesagt…

Danke für den Blog und die stets aktuellen Bilder. Schneller ist da keiner. Zum Gebäude: Eigentlich kann ich Petersburg nur zustimmen, wenn ich auch keine Weltverschwörung vermute. Der Zeitgeist trifft hier auch nur selten meinen Geschmack und ist dazu noch ausgesprochen öde. Auch an diesen Häusern gibt es nicht viel zu beschönigen. Dabei hätte meiner Meinung nach gar nicht soviel gefehlt, um sie zumindest nicht als störend zu empfinden, was man ja in Dresden leider oft schon loben könnte. Die Erdgeschoßzone finde ich okay und den Kratzbeton nicht schlecht. Allerdings wirkt die Fensteranordnung zur Hauptstraße ziemlich wirr, auch wenn wie oben angemerkt, auf den zweiten Blick ein System erkennbar ist. Vorne wie an der Seite wäre besser gewesen. Dann noch ein mit roten Ziegeln gedecktes Mansard- oder Satteldach über alles. Die Zwischenzone in drei farblich leicht abgesetzte Bereiche unterteilt und schon wäre das halbwegs ansehnlich. Die Farbgebung beim zweiten, mittlerweile auch abgerüsteten und kleineren Teil finde ich noch kühler bzw. weniger ansprechend. Das verwendete Blau erinnert mich an die Schutzbeschichtung von Trockenbauplatten für den Nassbereich, schrecklich. Alles in allem: Schade!
Gruß - henne

henne hat gesagt…

.....ach so und ich vergass: Warum eigentlich kein Ornament!? Das könnte ja auch sehr einfach sein und kostet salopp gesagt auch fast nüscht. Z.B. hier in jeden (sich vorzustellenden)farblich abgesetzten Bereich eine schöne Spirale in den Putz gekratzt. Schließlich führt die Hauptstrasse in die äußere Neustedt, wo man das dann überbordender in der Kunsthofpassage bewundern kann. Wer behauptet Ornament sei sinnlos versteht, glaub ich, nicht zu leben. Selbst wenn man es nur unterbewusst wahrnimmt, erheitert es das Gemüt und ich meine das ganz unesoterisch.

Anonym hat gesagt…

Kurz im Telegrammstil:
sehr schön die neue Verbindung ins Barockviertel +++ sehr schön die Loggien +++ Loggien am Rand besser um die Ecke herumziehen +++ schade das Brombeerfarbe wieder weg soll +++ warum keine Arkaden oder wenigstens ein Vordach für die Erdgeschosszone? +++ oberstes Stockwerk als Staffelgeschoss wäre viel vorteilhafter

Anonym hat gesagt…

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Ein Schelm wer schlimmes denkt.