Dienstag, 13. März 2012

Postplatz

Verschiedene Perspektiven des Postplatzes mit Schwerpunkt auf Thomas Knerers Zwingerforum am westlichen Postplatz.




Kommentare:

Kölner hat gesagt…

Die Trostlosigkeit hat einen Namen "Postplatz".

Anonym hat gesagt…

Traurig,wie es jetzt die DDR-Archtektur manifestiert wird.
Der alte DDR-Postbau wird mit neuen Betonklötzern erweitert,schlimm was heute alles zugelassen wird!

Mfg R.Helbig

Petersburg hat gesagt…

Manchmal denke ich, der "Kubus" ist von einigen Seiten betrachtet nicht unbedingt schlecht im Bezug auf die Fassaden. Es gibt sogar einige Perspektiven da sieht er fast "gut" aus - es sind aber fast immer Perspektiven in denen ein Teil des Gebäude weggeschnitten ist. Daraus lässt sich schließen, dass es nicht die Fassaden, sondern vielmehr die klobige und sich völlig dem Platz widersetzende Form ist, die das Gebäude so plump und grob unpassend erscheinen lässt. Das Gebäude wirkt, als hätten die Planer gar nicht gewusst dass es sich an einem Platz befindet anstatt einer simplen 90°-winkligen Kreuzung. Abtörnend ist auch bereits der reichlich unelegante Name..."Kubus", immerhin kann man den Erbauern hier keinen Euphemismus vorwerfen.

Zum Postplatz allgemein: Es ist sehr schade, dass man einfach ein Konzept verweigert um diesen Platz endlich wieder zu einem Platz zu machen. Dass muss nicht einmal unbedingt mit Reko's sein, obwohl einige Reko's auch am Postplatz kein Fehler wären, ich denke da an das berühmte Telegraphenamt und natürlich meine geliebte Sophienkirche. Man könnte aber bereits mit gut proportionierter Europäischer Architektur viel erreichen, sie muss nicht einmal besonders viel historische Elemente aufweisen. Das neue Knerer-Gebäude z.b. hat sicher wenig das man als "historisch" bezeichnen könnte, und dennoch wird das ja beinah das beste Gebäude am Platz. Was aber auch auf einem völlig verwahrlosten Autobahnknotenpunkt wie dem Post"Platz", der keiner ist, auch keine Kunst ist.....

Wäre das Knerer-Gebäude nicht in zwei Blöcke zerbrochen, sondern eine einheitliche, dem Platz zugewandte Seite, würde ich sogar sagen, das Gebäude ist recht gut.
Ich verstehe nicht, warum Knerer das Gebäude in zwei gespalten hat, gerade zum Platz hin wäre eine geschlossene Seite notwendig gewesen. Der Platz zerfließt völlig in Strukturlosigkeit. Sehr schade!!!


PS: Hoffentlich kommt Ilse Bähnert noch mal vorbei, und klopft Teppiche auf der Metallstange...

Anonym hat gesagt…

Abwarten! Der Postplatz und das gesamte DResden sind ja noch lange nicht fertig. Man kann den Platz erst dann beurteilen wenn der Rest steht.

Kölner hat gesagt…

Ihre Hoffnung in allen Ehren. Es ist aber leider nicht zu erwarten, dass der Rest-Postplatz mit ansprechender Architektur bebaut werden wird. Dresden ist für seine Verschlimm-besserungen inzwischen bundesweit bekannt.Leider!!!

Petersburg hat gesagt…

@Anonym
(bitte höflichkeitshalber Namen wählen, danke - Sie erleichtern damit Ihren Mitmenschen die Kommunikation erheblich).

Keine Zustimmung! Warum soll man den Platz nicht kritisieren dürfen - so wie er ist? Wenn er in 20 Jahren tatsächlich besser sein sollte, wird er schon noch genug kritisiert bzw. gelobt werden. Wobei ich letzteres, und hier schliess ich mich Kölners Beitrag an, für eher unwahrscheinlich halte.

Für diesen Platz liegt keinerlei urban-adäquate Konzeption vor, der Schürmann-Plan ist Hochstapelei und als schlechter Witz ohnehin vom Tisch. Der berühmte Kunsthistoriker Dr. Stefan Hertzig nannte die steingewordene Scheusslichkeit Schürmanns eine "Makulatur", mit anderen Worten: Müll. Wobei ich eher noch die amüsante Seite darin zu sehen versuche, und es grotesk finde dass die Architekten-Elite (Schürmann, Knerer etc. sind Professoren) nicht in der Lage ist, einfache Plätze oder Strassen wiederaufzubauen. Das ist beinah eine Komödie! Beinah, denn eigentlich müsste man weinen.

Der jetzige Postplatz ist, und in absehbarer Zeit sehe ich hier wenig Chance auf Änderung, wunderbares Beispiel für die anti-dresdnerische Haltung und vor allem die völlige Konzeptlosigkeit des Stadtplanungsamtes. Dass man Misstände nicht kritisieren darf, weil sie ja irgendwann mal irgendwie "besser" werden könnten (Konjunktiv), ist kein Argument. Die Dinge werden m.E. erst dann eine Wendung erfahren, wenn die Dresdner endlich lernen, dass die Politiker dazu sind IHRE Interessen, die Interessen der Bürger zu vertreten. Die Dresdner erinnern mich immer an Gäste im Restaurant, die eine verfaulte Speise nach der anderen serviert bekommen und brav und stumm alles herunterschlingen, anstatt sich sofort beim Geschäftsführer zu beschweren und damit drohen, für miserablen Service auch nicht zu zahlen. Genau diesen miserablen Service erbringen die Dienstleister des Stadtplanungsamtes, und zwar nicht nur am Postplatz sondern dresdenweit. Es ist also nicht nur legitim, den Postplatz in der derzeitigen Situation zu kritisieren, sondern sogar notwendig. Solange die Dresdner stumm alles hinnehmen, wird sich kaum etwas ändern.

Anonym 16. Mearz hat gesagt…

Kritik finde ich ja auch gut aber was den Postplatz anbelangt finde es heaufig ungerecht viel. Sobald der PLatz hier auftaucht kann man sich denken was es zu lesen geben wird. Es gibt nicht viele die versuchen auch die positiven Punkte anzusprechen. Und erzeahlt mit nicht dass es da keine gibt. Mir gefeallt der letzte Beitrag von Petersburg gut denn sowas liest man nicht haeufig von ihm. Fuer mich persoenlich macht es ihn auch gleich glaubwuerdiger. Normalerweise ueberlese ich seine Beitreage da ich seine Einstellung zu "krass" finde.
Der Postplatz soll nun mal modern bebaut werden und da wird keiner was aendern koennen. Allerdings koennte deutlich besseres endstehen. Leider sind die meisten Berichte zu extrem und die Schreiber werde schon allein dafuer nicht ernst genommen.

Anonym hat gesagt…

Der Postplatz soll nun mal modern bebaut werden und da wird keiner was aendern koennen.
Was soll das den heissen,wir müßen uns mit (Nicht)architektur abgeben.
Also wir müßen uns wehren gegen die Verschandelung der Stadt,man kann nicht nur alles hinhehmen,einfach eine Gesellschaft Bsp."Historischer Postplatz" gründen.
Jedenfalls nicht wie in DDR-Zeiten alles hinnehmen!!

ji hat gesagt…

Erstmal ist es völlig korrekt, den Schürrmanplan als Müll zu bezeichnen. Und der Knererbau ist ein Kind des Schürmannplans. Das Haus kann einfach nicht an dieser Stelle funktionieren. Mag sein, dass es durchaus qualitätsvoll geplant wurde, dennoch passt so ein Bau an dieser Stelle nicht ins Bild. Von mir aus dieser Bau in einer Strasse etwas weiter Abseits der Innenstadt. Nicht aber unmittelbar in Nachbarschaft zu solchen Dingen wie dem Zwinger. Der Postplatz hätte nach historischem Vorbild wieder aufgebaut werden müssen, vor allem die Leitbauten (auch das Waldschloss anstatt dem Mordskubus dort). Warum muss da eigentlich alles ein Flachdach haben? Ich dachte, Dachzimmer sind sexy …

Anonym vom 16. Mearz hat gesagt…

Ich habe nicht gesagt dass man alles hinnehmen soll. Aber jeder mit Verstand kann doch sehen dass alles in diese Richtung deutet und man wenig daran eandern kann. Die Buerger heatten eher die Moeglichkeit positiven Einfluss auf die Stadtentwicklung zu nehmen wenn sie nicht dafuer bekannt wearen alles Moderne in Grund und Boden zu reden. Vieleicht wearen an manchen Stellen mehr als nur austauschbare Wuerfel entstanden wenn sich die Leute fuer mehr als nur das Dresden von '45 begeistern koennten. Obwohl mir klar ist dass Dresdner mit der Einstellung schon viel Schlimmes verhindert haben. Siehe Neumarkt. Aber man sollte jedesmal neu Mass nehmen.

Ausserdem: Ich scheatze es sehr dass einige hier offensichtlich sehr gute Kenntnisse ueber Architektur vefuegen. Ich finde es aber unfair dass jeder "Normalo" der mal etwas Positives ueber seine Stadt sagen moechte sofort schlecht geredet wird.
Architektur ist das eine, einen Platz mit Leben zu erfuellen das Andere. Der Postplatz hat bei sehr vielen ein schlechtes Image. Unteranderem dafuer dass er steandig leblos wirkt. Kein Wunder bei all der Kritik. Ich habe schon haeufig "heassliche PLaetze" gesehen die einen CHarme haben weil Leute sich dort offensichtlich gerne aufhalten. Und der POstplatz ist vieles aber aus meiner Sicht nicht heasslich.

Petersburg hat gesagt…

Zitat:

"Aber jeder mit Verstand kann doch sehen dass alles in diese Richtung deutet und man wenig daran eandern kann. Die Buerger heatten eher die Moeglichkeit positiven Einfluss auf die Stadtentwicklung zu nehmen wenn sie nicht dafuer bekannt wearen alles Moderne in Grund und Boden zu reden".

Ach so, jetzt sind die Kritiker der "Moderne" schuld an dem "modern" entstellten hässlichen Platz? Entschuldigung?

Erstens mal wird nicht "alles Moderne in Grund und Boden geredet", der Neumarkt ist so ziemlich das Modernste was es in Dresden gibt. Ich weigere mich einfach, den von Professoren wie Schürman oder Knerer gepredigten üblichen euphemistischen Unfug zu akzeptieren, dass ein Gebäude alleine dadurch "modern" wird, dass man Betonplatten in Kubusform möglichst unpassend in ein Ensemble setzt und die Bevölkerung verärgert.

Und zweiter Denkfehler: Doch, daran kann man eine Menge ändern. Die Dresdner Stadtbevölkerung bekam genau die Politiker, die sie gewählt hat. Ich bin kein Freund dieser pseudo-Demokratie, denn Wahlen ändern nichts solange Hochfinanz (Banken und Konzernlobby) die Fäden in der Hand hat. Die angeblich so verschiedene CDU, Grüne und alt-Stalinisten vertragen sich doch wunderbar, wenn es darum geht eine Stadt aus Geldgier zu verhunzen, daher spielt es auch kaum eine Rolle welche Partei gerade an der Macht ist. Die Dresdner sind hier einfach nicht wachsam genug und glauben, so etwas wie der Neumarkt entstünde von alleine. Tut er nicht - der Neumarkt ist ja gerade GEGEN den heftigen Widerstand von Politikern und Baulobby-Elite entstanden. Würden die Dresdner ihren Politikern mehr Druck machen und sie häufiger und deutlicher kritisieren, gäbe es die Probleme gar nicht.

Noch mal allgemein zu einem User weiter oben, der meinen Beitrag wegen positiver Punkte lobte: Mir geht es tatsächlich um die Wahrheit, um sonst nichts. Selbstverständlich sage ich auch positive Punkte, es ist Fakt dass der "Kubus" aus einigen Perspektiven akzeptabel aussieht. Das sind aber, wie bereits erwähnt, fast immer Aufnahmen in denen der Großteil des Gebäudes weggeschnitten wurde. Der "Kubus" von Rohdecan, ich glaube es war der 2. Preis, wäre ein richtig gutes Gebäude gewesen, trotz gleichem Grundriss. Mir geht es also hier nicht ums "Kubus"-Bashing, sondern um eine sinnvolle Stadtplanung.

Der Grund, warum manch einer meine Beiträge "krass" findet, liegt vermutlich darin dass die Bausituation in Dresden "krass" ist und ich sie thematisiere.

Und noch ein Zitat:

Der Postplatz hat bei sehr vielen ein schlechtes Image. Unteranderem dafuer dass er steandig leblos wirkt. Kein Wunder bei all der Kritik.

Ähm....nicht böse sein, aber die logische Formel "Platz hat schlechtes Image da leblos, dies wiederum verursacht durch der Kritik (!) am Platz" ist eigentlich so kurios, dass ich sie gar nicht weiter kommentieren kann. Sie wissen aber, dass es unwahr ist, was sie gerade sagten, oder? Der Platz ist sicherlich nicht hässlich, weil die Hässlichkeit kritisert wird.... sorry, aber manchmal frage ihc mich, warum ich hier diskutiere. Personen, die mir erzählen die Sonne ginge im Westen auf, vom Gegenteil zu überzeugen, sehe ich irgendwie nicht als meine Aufgabe...

Petersburg hat gesagt…

Correctur: "Platz hat schlechtes Image da leblos, dies wiederum verursacht durch der Kritik (!) am Platz"

Sollte natürlich heissen "durch DIE Kritik am Platz".

Anonym vom 16.Mearz hat gesagt…

>>Ach so, jetzt sind die Kritiker der "Moderne" schuld an dem "modern" entstellten hässlichen Platz? Entschuldigung?<<

Glaubst du nicht auch dass vieles entstanden ist was schwer nach Kompromiss riecht? Etwas gewagteres als einen Wuerfel wurde doch kaum wo gebaut. Aber eben diese Form scheint doch den meisten hier aus dem Halse zu heangen. Dem Neuen deutlich mehr zugewandt und es koennte sich vieleicht was eandern.

>>Und zweiter Denkfehler: Doch, daran kann man eine Menge ändern. Die Dresdner Stadtbevölkerung bekam genau die Politiker, die sie gewählt hat.<<

Als ob die Politik daran was aendern koennte! Glaubst du der Postplatz wuerde mit einer anderen Regierung anders aussehen? Ohne die CDU wuerde er womoeglich wieder so bebaut wie '45 ;-)

>>Ähm....nicht böse sein, aber die logische Formel "Platz hat schlechtes Image da leblos, dies wiederum verursacht durch der Kritik (!) am Platz" ist eigentlich so kurios, dass ich sie gar nicht weiter kommentieren kann. Sie wissen aber, dass es unwahr ist, was sie gerade sagten, oder? Der Platz ist sicherlich nicht hässlich, weil die Hässlichkeit kritisert wird.... sorry, aber manchmal frage ihc mich, warum ich hier diskutiere. Personen, die mir erzählen die Sonne ginge im Westen auf, vom Gegenteil zu überzeugen, sehe ich irgendwie nicht als meine Aufgabe...<<

Dir hat bestimmt keiner hier eine Aufgabe gegeben. Warum du hier diskutierst weisst nur du.
Meine persoenliche Meinung (als Dresdner) nach ist er eben kein heasslicher Platz. Und ich habe eben stark den Eindruck dass Leute den Platz meiden weil sie steandig zugeredet bekommen dass er heasslich ist. Zumal sich die Healfte ja noch im Bau befindet. Dass nicht jeder von euch den Postplatz schoen findet ist mir klar.

Aber hier mal ein Statement zum festhalten:

"Es gibt mindestens einen Dresdner der den Postplatz schoen findet. Und hoechstwahrscheinlich ist er nicht der Einzige!"

Da kannst du schreiben was du willst! Aber mehr als deine persoenliche Meinung wird es eben nicht sein. Ich respektiere deine Sicht der Dinge, du solltest aber auch die Meinung der anderen respektieren. Es gibt hier keine Grundlage fuer dich andere Menschen steandig als bloed hinzustellen nur weil du nicht auf der selben Wellenleange bist.