Mittwoch, 2. Mai 2012

Hauptbahnhof



Derzeit laufen wieder Arbeiten zur Denkmalgerechten Aufwertung der Ostfassade des Dresdner Hauptbahnhofs

Kommentare:

Stefan hat gesagt…

Hallo und erneut Danke! für die Fotos,

schön zu sehen, wie durch Bürgerbeteiligungen Baudenkmälern eine Aufwertung widerfährt. Schade nur, dass diese gruseligen Monoglasscheiben im Erdgeschoss die erneuten Details so abschmettern.

Es bleibt die Hoffnung, dass die Fenster im Erdgeschoß später auch noch eine Aufwertung durch Umgestaltung erfahren. Aber das Engagement stimmt hier durchaus hoffnungsvoll.

Beste Grüße aus München,
Stefan

Marco hat gesagt…

Also daran hätte ich ja nicht mehr geglaubt! Tolle Sache, die die Fassade so viel mehr aufwertet! :)
Sollte in Deutschland die Runde machen. Da steht noch eine vielzahl Gebäude, die mit ein klein wenig Mühe wieder so viel schöner sein könnten.

Petersburg hat gesagt…

Der Hauptbahnhof ist ein sehr gutes Gebäude, die Dresdner können froh sein dass er den Krieg überlebte. Er atmet noch alte Würde und "Grandeur".

Wichtig: Die Bebauung seines Umfelds. Ich bin, wie bekannt kein Freund der (un-)modernen StahlGlasBeton-Architektur, da sie meist zerstören will, statt zu integrieren. Aber einige der den Hbf umgebenden "modernen" Gebäude sind (zwar nicht modern, dafür aber) akzeptabel bis gut. (Wiener Platz).

Auf dem Bild 4. Reihe links sehen wir im Hintergrund ein weisses "modernes" Gebäude, Richtung Süden. Auch dieses ist zwar nicht modern, dafür aber meiner Ansicht nach gut, da adaptiv und urban. Gut proportionierte Fenster, ein Gesims, gute Fassung - hier hat der Architekt begriffen, wie ein Kopfbau aussehen muss. Das Gebäude erinnert mich ein bischen an die 1950er-Bauten im Bahnhofsviertel in Frankfurt M. (Richtung Düsseldorfer Str.), und die sind sehr urban. Solche Modernität - selbst banale 1950er-Nachkriegsbauten West(die übrigens denen in Ost gar nicht so unähnlich sind, siehe Wilsdruffer Nord) würde Dresden nicht schaden! Wäre jedenfalls sehr viel besser als Strichcodefenster und ECE-Leichenhallen-Architektur.

Moderne Architektur ist m.E. immer dann akzeptabel bis sogar "gut", wenn der Herr Baumeister nicht zwanghaft verbissen etwas ultramodernes nie dagewesenes megacool spektakuläres zu machen, sondern sich sagte: ich baue ein anständiges Großstadtgebäude zum täglichen Gebrauch. Voilà.

ji hat gesagt…

Petersburg, meiner Meinung nach ist dieses weisse Gebäude eine totale Katastrophe. Mag sein, dass die Fenster nett sind, aber der Rest ist einfach total unpassend. Dach eine Katastrophe, Erdgeschoss total nichtssagend (ist da immernoch der Eelektronikladen drin?) und irgendwo ist ein Eingang zu einer kleinen Passage, die ins nichts führt … Zumal die Position des Gebäudes einem gelungenen Bahnhofsvorplatz irgendwie im Weg steht. Im Bild gehts links hinter der Unterführung zu einem kleinen Park unmittelbar vor dem FH-Gebäude. Warum hätte man das nicht auch auf der Position des weissen Gebäudes machen können mit einer schönen Platzrandgestaltung, die Cafes (für die FH-Studenten) und sichtbare Geschäfte zulässt (nicht so versteckt wie in der momentanen Passage)? Echt ätzend dieses Gebäude, da finde ich die Wiener Platz Villen deutlichst besser!

Anonym hat gesagt…

Der Hauptbahnhof hat ja weniger den Krieg als vielmehr die Abrissbirne überlebt. Die Sanierung nach dem Krieg war natürlich von Geldmangel geprägt, die Sanierung nach der Wende muss m.E. leider auch als Billigsanierung angesehen werden (vgl. im Gegensatz HBF Leipzig). Deshalb bessert ja der Verein nach (!). Sehr lobenswert. Mit der "Entstuckung" wurde ja schon in den 30er Jahren begonnen, hoffentlich kann der Verein das Geld für die geflügelten Fassadenfiguren aufbringen, die rechts und links des grossen Glassfensters hingen.

(DD-STA)