Montag, 4. Juni 2012

Neumarkt



Neumarkt und Umgebung. Beim berühmten Kopfbau Rampische Straße 33 sollen übrigens die Bauarbeiten in gut drei Wochen beginnen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wenn auch nur zu 60 Prozent fertig,stellt sich das Neumarktgebiet jetzt schon als einziger (!) Stadtraum im Innenstadtgebiet dar, welches die Bezeichnung Stadtraum verdient.

Anonym hat gesagt…

Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Daß der Neumarkt erst zu 60 Prozent fertiggestellt ist, verdanken wir der Unfähigkeit der Dresdner Stadtführung.
Nach dem Löwenhof wird der Kopfbau an der Rampischen Straße wohl für lange Zeit der letzte Neubau am Neumarkt sein. Auf das Hotel "Stadt Rom" und die Dinglingerhäuser werden wir noch lange warten müssen. Garnicht zu reden vom gewaltigen Komplex des Palais Hoym. Solche Projekte sind nur mir einer engagierten und an Dresdner Geschichte interessierten Stadtführung möglich. Leider wird Dresden von dilletantischen und ignoranten "Nichtdresdnern" regiert. Das ist das gegenwärtige "Drama" dieser Stadt. In dieser Hinsicht müßte man sich an Leipzig orientieren. Dort läuft es wesentlich besser.

GermanMusic1 hat gesagt…

Würde mal gerne wissen, ob es einen Wiederaufbau von Danzig/Breslau/Krakau/Stettin gegeben hat, diese Städte sehen einfach fantastisch aus, und wenn ich im Vergleich zu denen sehe was es hier für Diskussionen gibt, einfach schrecklich. Ich befürworte jeden Wiederaufbau historischer Gebäude, wie jetzt auch in Frankfurt aber warum denn immer diese Kompromisse? Die gab es in Polen auch nicht.

Anonym hat gesagt…

Im Prinzip können wir froh sein das Danzig und Co. an die Polen gegangen ist. Die deutschen Kommunisten hätten genauso Tabula Rasa gemacht wie in Dresden und alles abgerissen. Dagegen hat man in Danzig bereits in den 1950iger Jahren (wie auch in Warschau) mit dem Wiederaufbau begonnen und rekonstruiert. Heute baut man frei von jeglicher Ideologie einfach im klassischen Architekturstil in Betonbauweise weiter, so dass ein harmonisches Gesamtbild im Altstadtbereich Danzigs erhalten bleibt. Vorbildlich.

Manja hat gesagt…

GermanMusic1

also in Breslau wurde auch kaum Altbausubstanz erhalten bzw aufgebaut. In Krakau war das gar nicht nötig, den Krakau war weitestgehend unbeschädigt. Darüber hinaus gebe ich Ihnen recht.

Phoenix hat gesagt…

Diese Einfacht für eine Tiefgarage ist babarisch. Wenn sowas schon in eine Altstadt hin muss, kann man da nicht höchste Subtilität bekommen?

Petersburg hat gesagt…

Die einzigen Projekte wie das der BAYWOBAU, die ich als gelungenen und wegweisenden Wiederaufbau bezeichnen würde, sind diejenigen die nicht vom Stadtplanungsamt kommen. Sondern von den Dresdner Bürger/Innen.

Der Neumarkt wird phantastisch, die kleinen hässlichen Zerstörungsversuche rückwärtsgewandter Architektenlobby (die sich für "modern" halten) können meine Freude ob des Wiederaufbaus der zerstörten Stadt nicht trüben.

Musterbürger hat gesagt…

@Petersburg

Wie kommen sie zu dem verwegenen Schluss, dass die Projekte der BAYWOBAU von Dresdner BürgerInnen kommen?
Der Neumarkt ist, allen Verklärungsversuchen zum Trotz, mitnichten ein Tummelplatz eines in Dresden aussergewöhnlich lauteren Bürgertums, sondern genau wie in jeder anderen Deutschen Stadt ein Ort der Immobilienspekulation. Gebaut wird, was nachgefragt wird und das sind in Dresden Bauten, die den gewöhnlichen Touristen nicht verschrecken.
Ist das sinnvoll? Vielleicht, wirtschaftlich allemal.
Ist das kulturell hochstehend? Wohl eher weniger.

Sie reden von einer "Architektenlobby", die zerstören will. Verlieren Sie mal bitte die Lobby der Immobilienspekulanten nicht aus dem Auge, die spekulieren mit u.a. mit Ihrem blinden Eifer.

Singer aus Z hat gesagt…

Das es mit dem Dinglinger-Haus nicht voran geht ,finde ich auch sehr ernüchternd.Habe mal gelesen ,dass es Bauwillige gab für die Einzelparzelle,die Stadt aber nur das Quartier VII als Ganzes veräussern will.
Wer soll das bezahlen?

Petersburg hat gesagt…

Wie kommen sie zu dem verwegenen Schluss, dass die Projekte der BAYWOBAU von Dresdner BürgerInnen kommen?

Weil ich mich, im Gegensatz zu Ihnen, mit der Thematik beschäftigt habe.

Hätten Sie das auch getan, wüssten Sie, dass die BAYWOBAU eng mit der GHND zusammenarbeitet und sämtliche Rekonstruktionen nach dem von der GHND vertretenen "Leitbautenprinzip" errichtet hat. Da Sie offensichtlich auch nicht wissen wer die GHND ist: Die GHND ist zufällig eine Initiative der Dresdner Bürger/Innen.

Wenn Sie an einer öffentlichen Diskussion teilnehmen möchten, aber nicht einmal das Basiswissen haben, wäre es möglicherweise besser sie beschäftigen sich erst mit der Materien.

mit freundlichen Grüßen

ji hat gesagt…

Das Dinglinger Haus hätte schon mehr als 5 Jahre stehen können:

http://www.neumarkt-dresden.de/Kulturpalastareal/Kollhof-Sachsenbau-Chemnitz.html

Und es hätte EIN Investor das ganze Areal bebaut, der Stadt hätte es NIX gekostet. Und nun? Immernoch Gewerbe- und Imageausfälle wegen der Wüste dort und zudem der sinnlose Hickhack um den obsoleten Kulturballast.