Donnerstag, 7. März 2013

Freiberger Straße



Neubau von Stadthäusern Freiberger Straße/Hertha-Lindner-Straße

Kommentare:

Jan hat gesagt…

Die Freiberger Straße zu Dresden, hach was für ein Kleinod. Spannende Architektur, egal ob alt oder neu, wohin man nur schaut. Vielen Dank an die USD. Echt toll, dass Ihr dieses Kleinod rettet und sogar noch mit solch tollen Neubauten ergänzt. Ich weiß gar nicht, wie ich mich bei Euch erkenntlich zeigen kann?? Vielleicht sollte ich mir bei Euch eine Wohnung kaufen? Wollte schon immer in der Platte leben!

Anonym hat gesagt…

Das Stadtplanungsamt der Stadt Dresden ist schuld an dieser Baupolitik,sie fördern diese Projekte und verhindern am Neumarkt hochwertige Rekonstruktionen z. B. die Sempersche Ladenfront. Anspruchsvolle Architektur ist in dieser Stadt nicht gern gesehen. Diese Leute sind der böse Geist der Stadt.

Anonym hat gesagt…

Den Neumarkt und die Freiberger Straße in einem Zug zu nennen ist schon etwas zweifelhaft. Der Neumarkt ist ein Prestigeobjekt aber sowas wie das Projekt an der Freiberger Straße wird genauso gebraucht, nämlich um bezahlbaren Wohnraum zu erhalten bzw zu kreieren. Und bezahlbar sind originalgetreue Wiederaufbauten auf zentrumsnahen Grundstücken nunmal nicht.
Klar, aus rein optischen Gesichtspunkten hat Dresden zu viele Plattenbauten. Aber sie werden halt benötigt. Und ich finde die Idee mit den kleineren Häusern zwischen den großen Blöcken erstmal interessanter als die Blöcke einfach nur standardmäßig zu sanieren.

Anonym hat gesagt…

Das stimmt,am Neumarkt wollen die nicht die Semperische Ladenfront rekonstruieren,ich finde das so was gebaut werden soll.
Zur Freibergerstrasse viel schlimmer kanns nicht werden,dafür hat die ehemalige DDR schon gesorgt.

Mfg R.Helbig

ji hat gesagt…

Fantastisch! Diese Touristenmassen, wie sie diesen fantastischen Stadtteil bestaunen und ablichten! Und Wahnsinn diese Passantenströme, die das üppige Gewerbeangebot nutzen! Und Wahnsinn, diese Wohnqualität abseits von Stadtautobahnen und Wohnungen, wo man nicht das Essen in den zigsten Stock schleppen muss! Und super diese abwechslungsreiche Verweilqualität, zwischen den Gebäuden passiert so dermassen viel, dass einem garantiert nicht langweilig wird.

Anonym hat gesagt…

Jaja... Dresden hat nur aus perfekt sanierten Gründerzeithäudern für die Bewohner und rekonstruierten Barockbauten für die Touristen zu bestehen...
Manche verschließen hier die Augen vor der Realität, dass nicht alles super schön sein kann, einfach weil man es sich nicht leisten kann. BEZAHLBARE Wohnungen, um nicht allzu viel mehr geht es hier nicht. Da ist klar, dass nicht abgerissen und neu gebaut wird. Klar ist das Ergebnis kein architektonisches Kleinod, aber sowas darf man bei so einem Projekt auch nicht erwarten.
Dresden braucht die Platten, nicht weil sie schön sind sondern wegen dem Wohnraum. Platten abreißen kann man sich erst dann wieder leisten, wenn genügend anderer Wohnraum geschaffen wurde oder der Bedarf an Wohnraum sinkt.

Anonym hat gesagt…

@ Anonym

"Und bezahlbar sind originalgetreue Wiederaufbauten auf zentrumsnahen Grundstücken nunmal nicht"

können Sie das bitte mal mit Zahlen unterlagen ? Ich habe das schon oft gehört, habe aber bisher noch keinen Nachweis für diese These erhalten..

Vielen Dank

Anonym hat gesagt…

das alles moderne in die schublade "plattenbau" gesteckt wird scheint irgendwie ein ostdeutsches psycho denken zu sein. schrecklich, wenn man über monate hinweg sich hier in diesem blog diese kommentare durchliest und immer wieder werden moderne gebäude den plattenbauten gleichgesetzt. so gesehen werden ja auch im rest der republik nur noch "plattenbauten" nach ostdeutschem vorbild gebaut. liebe diskussionsteilnehmer, denkt bitte vorher nach was hier geschrieben wird. plattenbau ist ein umgangswort für fertigteilkonstruktionen und hat nichts mit architekturstil etc. zu tun. kritik ist ja sicher willkommen aber nicht mit diesen hohlen begriffen bzw vergleichen. danke schön!

Anonym hat gesagt…

Im 10min-Laufumfeld um die Häuser gibt es : den Zwinger, ein großes Theater, eine Schwimmhalle, einen Supermarkt, eine große Bibliothek, 1 Kabaret, Nahverkehrshaltestellen, Parkplätze, Bäume, Spielplätze. Ist doch gar nicht sooo schlimm. Und ja, die Häuser sehen Scheiße aus. Aber einzelne Menschen haben einzelne Gründe, warum sie in solche Häuser ziehen. Zu ddr-zeiten zB. um seiner schimmligen Altbauwohnung zu entkommen. Heute, weil man sich keine sanierte Altbauwohnung mehr leisten kann. Oder einfach nur, weil einem egal ist, wie das Haus aussieht, in dem man wohnt. Das wird momentan eh immer egaler, ich schlage vor, ihr sucht mal online nach ner 3-Raum-Wohnung in Dresden. Und weder ist die Freiberger Straße eine Stadtautobahn, noch muss man da seinen Fraß die Treppe raufschleppen. Da gabs schon zu Ostzeiten Fahrstühle. Bissl diferenzierteres Denken hier im Blog wäre echt schön !

Frank
(ausm Altbau, unsaniert)

Bodo Boeck hat gesagt…

...ganz ehrlich. da zu wohnen dürfte tausendmal besser sein,als in einer westdeutschen großstadt mit ihren üblichen bgeleiterscheinungen.

Anonym hat gesagt…

Jetzt muss ich was schreiben,hier wird behauptet das nur "Plattenbauten" bezahlbar sind.
In den Zeiten wo keine Plattenwohnungen gab,konnte man trotzdem wohnen,
in Steinbauten mit einen Ziegeldach und Steinsimsen zum Beispiel.
Egal,es kann einfach nicht sein das man der DDR "gut gibt",das sie Plattenneubaugebiete geschaffen hat.
Sie hätte auch die vorhandene Bausubstanz erhalten können und nicht den Verfall preisgegeben.

Gruss R.Helbig

Stefanius hat gesagt…

Also ich finde es nicht Hohl wenn jemand ohne Rücksicht auf Fachterminie beschreibende Begrifflichkeiten wie Plattenbau oder Plattenbaustil verwendet. Grundsätzlich geht es doch um die Kritik am Stadtbild, und die ist bei dieser Lösung berechtigt. Das neuer Wohnraum zu begrüßen ist, steht dabei ausser Frage.

Anonym hat gesagt…

Bodo Boeck, ich lade Sie herzlich nach Freiburg ein, wo ich seit ein paar Jahren die üblichen Begleiterscheinungen genieße. Ich finde es in dieser westdeutschen Großstadt ähnlich angenehm zu leben wie in Dresden, wo ich auch schon ein Jahr verbracht habe.

LG The Woerth

Anonym hat gesagt…

@Anonym von 12:27 Uhr:

Der Nachweis ist ziemlich einfach, man geht dafür auf eine beliebige Immobilienseite und sucht nach Wohnungen am Neumarkt. Dann findet man Angebote wie zum Beispiel dieses hier:

http://www.immobilienscout24.de/expose/68713696?navigationServiceUrl=/search/resultList/exposeNavigation/navigate.go?searchUrl%3D/Suche/S-T/Wohnung-Miete/Umkreissuche/Dresden/01067/258228/2352413/Neumarkt/-/5%26exposeId%3D68713696&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST

Nicht unbedingt die Preisklasse für den Durchschnittsverdiener. Oder auch diese hier:

http://www.immobilienscout24.de/expose/68145126?navigationServiceUrl=/search/resultList/exposeNavigation/navigate.go?searchUrl%3D/Suche/S-T/Wohnung-Miete/Umkreissuche/Dresden/01067/258228/2352413/Neumarkt/-/5%26exposeId%3D68145126&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST

Quadratmeterpreis von über 15 € warm. Das ist für Dresden schlichtweg extrem teuer.

Robbydd hat gesagt…

Ich finde es gut, dass in dieser wirklich herunter gekommenen Ecke etwas passiert. Aus den Plattenbauten werden moderne Appartements, die nur wenige Meter von der Innenstadt entfernt sind. Natürlich ist es kein Barock, aber der passt zum Rest der Freiberger Strasse eh nicht. Ich glaube, das die Wohnungen dort sehr begehrt sind, denn wenn alles fertig ist, wird es dort recht Schick sein. Der Bauherr USD ist für ordentliches bauen bekannt und die Hauptsache ist doch, dass sich die Menschen dort wohl fühlen. Ich könnte mir ein schönes Appartement mit Blick auf die Innenstadt jedenfalls gut vorstellen, obwohl ich derzeit in einem schönen barocken Haus auf der Königstrasse von 1740 lebe.

Stefanius hat gesagt…

@ Anonym,

die Exposes sagen leider nichts über die Baukosten aus. Ich glaube auch nicht das "moderne" Gebäude am Neumarkt wesentlich Günstiger wären.

Petersburg hat gesagt…

Hm, hier ist offensichtlich einer meiner Kommentare verschwunden, muss einer der ersten gewesen sein (Klar - wenn ich politisch gewollte Hässlichkeit und Kulturverblödung sehe, gehen bei mir sofort sämtliche Warnlampen an, wehret den Anfängen....)

Gut, daher noch mal die Essenz:

Eine tote Betonwüste aus steriler Schuhkarton-Architektur mit neuer sterile Schuhkarton-Architektur "heilen" zu wollen, ist genau so intelligent wie ein Politiker der 2 Billionen Schulden durch das Aufnehmen neuer Schulden "bekämpfen" will. Mehr gibt's zu dieser abartig-pervertierten Fehlplanung nicht sagen.

Ach doch, eine Frage noch bitte:

Wird es nicht Zeit ein Gesetz zu schaffen, dass die politisch gewollte und mutwillige Zerstörung von Kulturstädten - Dummheit alleine kann es ja nicht sein - unter Strafe stellt?

Anonym hat gesagt…

Mir gefaellt das neue Projekt da sehr gut, und es sorgt sehr charmant und auf einem relativ grossen Areal fuer die an der Freiberger Strasse dringenst benoetigte Stadtraumverdichtung. Dresden braucht vor allem in der Innenstadt wieder sollche Projekte um wieder eine normale-verdichtete Innenstadt mit Stadtgefuehl zu bekommen. Bin da jahrelang im Annengymnasium (jetzt Interntionale Schule) zur Schule gegangen und konnte der Einoede der Freiraueme dort nie was abgewinnen. Stadtgefuehl ist da nie aufgekommen.
Die USD Qualitaet ist in der Tat bekanntermassen sehr ordentlich! Und dannach sehen auch die Plaene aus(wenn fertig, bitte verurteilt nie Beton-rohbauten zu frueh, die sehen NIE gut aus...)

Anonym hat gesagt…

Wutwillige Zerstörung von Kulturstätten?Will unser Freund Petersburg
die Verantwortlichen der Bomberflotte vor Gericht stellen?Das geht wohl zu weit...

SingerZ

Petersburg hat gesagt…

Herr Perücke, oh Entschuldigung, ich meinte natürlich SingerZ (wissen Sie, bei dem ständigen Wechsel ihrer Fake-Accounts komme ich einfach nicht mehr hinterher).

Was Ihren Kommentar betrifft: Billige Ablenkung. Wir sprechen hier von der mutwilligen Zerstörung einer völlig unfähigen Baulobby im Stadtplanungsamt, nicht von Arthur Harris, und das wissen Sie auch sehr gut.

So ganz nebenbei hat der "moderne" Diktator Ulbricht ganze Stadtviertel, Paläste, Schlösser, Gothische Kirchen und andere Kulturgüter sprengen lassen, aber diese Kulturbarbarei verschweigen sie offensichtlich gerne? Die Dresdner, und das sollten Sie eigentlich wissen wenn Sie hier mitdiskutieren wollen, sprechen von "drei Zerstörungen Dresdens":

Harris war die erste, die erwähnte Modernisten-Barbarei des Diktators Ulbricht (gelernter Hilfsarbeiter, entsprechender "Wiederaufbau" Dresdens) war die zweite, und die dritte Zerstörung ist die, die gerade stattfindet und von der Sie behaupten, es gäbe sie nicht. Seltsam - für die meisten Dresdner gibt es sie aber, und das Resultat dieser Kulturbarbarei sehen wir ziemlich deutlich dort oben.

Mit freundlichen Grüßen

PS - "wutwillig" klingt auch gut, merke ich mir, danke für die Wortkreation :-)

Erdnuss hat gesagt…

Von einer dritten Zerstörung habe ich noch niemanden reden hören und ich bin seit über 5 Jahren Dresdner. Ich bin wirklich froh über die endlich erfolgende Verdichtung der Innenstadt.

Anonym hat gesagt…

Liebe Freunde,

leider sprechen aber doch einige Begabte und Gebildete von der Dritten Zerstörung.
Ob wir es nicht sehen wollen?, mein Gott es schreit doch zum Himmel!
R.Dietze

Mathias Müller hat gesagt…

Der Begriff "Die dritte Zerstörung" Dresdens kommt von Reinhard Seiss.
Er meint damit, im Gegensatz zu Petersburg und den anderen, den zwanghaften Rückbau der DDR-Architektur und den gleichzeitigen Aufbau der pseudobarocken Gebäude in Dresden.

Diesen Begriff finde ich ich daneben aber spannend zu sehen wie unterschiedliche Lager den ein und denselben Begriff für sich verwenden wollen.

Mathias Müller hat gesagt…

Der Begriff "Die dritte Zerstörung" Dresdens kommt von Reinhard Seiss.
Er meint damit, im Gegensatz zu Petersburg und den anderen, den zwanghaften Rückbau der DDR-Architektur und den gleichzeitigen Aufbau der pseudobarocken Gebäude in Dresden.

Diesen Begriff finde ich ich daneben aber spannend zu sehen wie unterschiedliche Lager den ein und denselben Begriff für sich verwenden wollen.

Anonym hat gesagt…

Da ich glücklicherweise noch volles Haar habe,bin ich auf keine Perücke angewiesen.
Ulbricht forcierte den Abriss der Sophienkirchen-Ruine.Die Sprengung der Großen Meissner Gasse war vor seiner Zeit als Staatsratsvorsitzender.Also nicht zu viel der Ehre.Übrigens wurden einst in Hamburg massiv Innenstadt-Quartiere,die der Krieg verschont hatte ,abgerissen.Und das ausserhalb der bösen DDR.
Der Wiederaufbau der vollständig zerstörten Freiberger Straße erfolgte in den 70iger Jahren zeitgemäss.Heutige Maßstäbe anzulegen ist da sehr einfach.
Also alles abreissen! Bezahlbarer Wohnraum kann warten....

SingerZ

Anonym hat gesagt…

Es war schon schlimm genug, dass man gleich nach der Wende, wahrscheinlich von ehemaligen SEDlern, den Platz, wo unsere schöne Sophinekirche einst stand, für ein ach so modernes und heute halb leerstehendes Bürohaus in Anspruch nahm. Aber dieser Beton-Wahn scheint ja kein Ende zu nehmen.
Ich hoffe, dass wir eines Tages am Pirnaischen Platz keine 100 Meter Breite Stadtautobahn sehen. Sondern den Kaiserpalast. Keine Robotrongebäude. Sondern prächtige Altbauten, die Dresden einst zu dem Weltruf verhalfen, den es heute hat! Aber dem wahren kulturellen Erbe unsere Stadt tritt das Bauamt natürlich geeeerne in dem Arsch.
WIESO zur Hölle bauen die Architekten heute nur noch mit Beton und glatten, schmucklosen Fassaden? Es würden ja schon kleine Schnörkel an den Fassaden reichen.
Ach über stadtfremde Architekten, die meinen den Geist unserer Stadt erkannt zu haben und ihn in einem ihrer Betonklötze verkörpern zu wollen, obwohl sie nur mal kurz die öffentliche Ausschreibung in einer 400km entfernten Stadt im Internet gelesen haben, könnte ich mich noch stuuuundenlang aufregen... Genauso wie über unser Bauamt. Es ist doch zum heulen...

Erich Kästner würde sich beim Anblick des heutigen Dresdens im Grabe umdrehen.

Anonym hat gesagt…

"stadtfremde Architekten, die meinen den Geist unserer Stadt erkannt zu haben"

Leider erkennen auch einige Dresdner Architekten den Geist ihrer Stadt nicht.

Anonym hat gesagt…

Auf der Homepage von "Unser schönes Dresden", die die hier diskutierten Entwürfe entwickelt haben, lässt sich Folgendes lesen:

"Die Liebe zu Dresden war der Anfang."

"Zufriedene Kunden und unser immer schöner werdendes Dresden sind unser ganzer Stolz."

Nicht immer sind Auswärtige (oder gar die bösen Wessis) Schuld. Auswärtigen hat Dresden seine Frauenkirche zu verdanken, Auswärtige wollten das Dresdner Elbtal schützen, Auswärtige haben am Neumarkt rekonstruiert, usw. Ich finde es unschön, die Schuld pauschal bei Nicht-Dresdnern abzuladen.

Anonym hat gesagt…

Ja Erich Kästner würde sich mehrmals im Grab umdrehen,wenn er sehen würde,wie Dresden immer wieder hässliche,"moderne" Betonkuben errichtet.
Also seelenlose Gebäude ohne Ausstrahlung.

Stefanius hat gesagt…

@ Anonym

was für eine Polemik,

der Advanta Riegel wurde 1999 gebaut, bestimmt waren daran SED Schergen Schuld