Freitag, 22. November 2013

Gerokstraße | Johannstadt



Der Rückbau der 11-Geschosser Gerokstraße 05-13 wurde inzwischen abgeschlossen.
Archiv August

Kommentare:

Tom hat gesagt…

Sehr schön, ein Schandfleck weniger. Und was kommt jetzt hierhin? Hoffentlich kein neuer Schandfleck... Alles außer Schuhkartons und Billig(an)bauten à Café Prag ist willkommen.

Anonym hat gesagt…

Man hätte das Haus vernünftig sanieren oder umbauen sollen. Großflächige innerstädtische Brachen hat Dresden mehr als genug.

Ralph hat gesagt…

Wie blöd muss man sein, bei dem zunehmenden Wohnungsmangel hunderte zentrumsnaher Wohnungen abzureißen. Auch für Stadtbild und Stadtstruktur kann ich nur Nachteile erkennen. Hier wird ein Stück Blockrandbebauung geopfert und weiter entdichtet, wo genau das Gegenteil gebraucht wird: mehr geschlossene Strukturen und mehr Dichte.

Anonym hat gesagt…

Es ist eine große Freude,dass diese Legebatterie,dieses menschenunwürdige Wohnsilo endlich verschwand.
Dresden - bitte weiter so, jetzt hat man die Chance,etwas besseres
dort hinzustellen.

Diese Architektur ist aus der Not gebohren und ein Beweis für die Unfähigkeit des Sozialismus, den
Genossen eine adäquate Heimstatt zu ermöglichen.
Jetzt könnten wir es besser machen, wenn die Bauherren nicht nur raffgierig auf schnellen Profit aus wären.
Wie lange darf denn die Abschreibung dauern? 20 Jahre,30 Jahre,35 Jahre.
Hier muß ein Gesinnungswandel eintreten.
Auch die Stadt Dresden sollte sich mit ihrer Preisgestaltung von städtischen Grundstücken zurückhalten. Die meisten Grundstücke in städtischem Besitzt
sind nach dem Krieg enteignet worden, man könnte auch sagen: gestohlen, das ist nun mal Fakt und muß gesagt werden.

Habgier und Raffsucht sind eines der Sieben Todsünden.

Alternativpüppi hat gesagt…

@Ralph

Wo genau hat denn besagter Riegel den Blockrand fortgeführt?

Man kann nur hoffen, dass der Trend zum Plattenrückbau in weiten Teilen der Johannstadt fortgesetzt wird. Außer den Studentenwohnheimen an der Wundtstraße gibt es kaum positive Beispiele, wie man diese Dinger ansprechend saniert.

Anonym hat gesagt…

Wunderbar wie die Gegend jetzt durchatmet ohne diesen an dieser Stelle völlig unmaßstäblichen Klotz.
Es werden sicher dort bald neue Wohnungen entstehen und der Blockrand wieder geschlossen und sogar noch um die Ecke herum. Da bietet sich wirklich eine Chance mit maßstäblichen Neubauten (möglichst mit Satteldach) wirkliche Stadtreparatur zu betreiben und die industriell hergestellten Provisorien ästhetisch ansprechender zu ersetzen.

Robby DD hat gesagt…

Sehr schön, dass dieser Kasten endlich verschwunden ist. Dieser war ja völlig idiotisch auf das Grundstück gesetzt worden und war (glücklicherweise) nicht mehr sanierbar. Dies war ja ursprünglich vom Besitzer vorgesehen. Es kann jetzt nur besser werden. Ich freue mich drauf.

SingerZ hat gesagt…

Wenn ich lese von "menschenunwürdigen Wohnsilos" dann kann ich mir nur an den Kopf greifen.In den 70ern war es ein Glücksfall,so eine Wohnung bekommen zu können.Heutige Maßstäbe anzulegen ist da völlig abwegig.Plattenbauten z.B. im Westberliner Hansaviertel sind warscheinlich dagegen humanistischer sozialer Wohnungsbau.

Anonym hat gesagt…

Liebe Leute,
musste da drin mal gut ein Jahr bei einer Freundin leben.
Aber "schön" war die Zeit halt nicht in den anonymen Haus, sicher am Anfang als noch Mangel an Wohnraum herrschte. Laut war es, daran kann ich mich gut erinnern. Ich wohnte in einem Haus in Leuben um 1928 gebaut, war ohne Bad, aber mit Garten und nur 6 Wohnungen. Ich fand es da wesentlich angenehmer.
Und ehrlich es passt auch nicht mehr in die Zeit. Nur was dann kommt? Da haben wir ja schon die größten Blamagen an gestalteten(verunstalteten) Gebäuden erlebt.
Dennoch gut das es weg ist.

Peter S. Burg hat gesagt…

SingerZ AKA Perücke plus seine 27 Fake-accounts:

An den Kopf greifen, wie Sie so schön sagen, tue ich mir auch regelmäßig wenn ich Ihren Unsinn lese.

Sie behaupten "in den 70er Jahren war es ein Glücksfall eine solche Wohnung zu bekommen", erstens mal ist das die Unwahrheit denn es grassierte in den von Ihnen lobgepriesenen anti-menschlichen Betonsilos in den USA oder Westdeutschland längst Kriminalität, Verwahrlosung, Isolation und psychische Verelendung und Anomyität. Vermutlich haben Sie den berühmtem Architekturkritiker Charles Yencks nie gelesen, der bereits ca. 1970 das Ende der Moderne eingeleitet hatte, und dies am Beispiel der Versager-Architektur Pruitt-Igoe nachwies. Pruitt-Igoe (St. Louis/USA) war eine Siedlung aus Betonsilos in der die Kriminalität so schlimm grassierte dass die Betonkasten-Siedlung gesprengt werden musste. Und nun kommen Sie an, und lobpreisen ausgerechnet eine Betonkastensiedlung der 70er Jahre. Zum totlachen! Sie haben von Architektur überhaupt keine Ahnung. Erzählen Sie uns doch bitte nicht so einen Unsinn, als ob die damaligen DDR-Bürger den Beton lobpreisen wollten. Die Leute waren damals froh, eine Wohnung zu bekommen mit Badezimmer und warmen Wasser, anscheinend haben Sie den Trick der damaligen Roten Diktatur noch immer nicht begriffen, die mit Absicht die wertvolle historische Bausubstanz verfallen ließ - und dort absichtlich eben KEINE Bäder oder Zentralheizungen einbaute, um die "böse alte" historische Architektur dann quasi "legitimiert" abzureissen und die Brachen anschliessend mit Ihrer "heldenhaft sozialistischen" Betonsilo-Schundarchitektur zu ersetzen. Toller Trick, raten Sie doch mal, welche Wohnungen die Leute bevorzugt hätten, wenn man in die "bösen bösen" Gründerzeitbauten schicke Badezimmer und Zentralheizungen gebaut hätte, und in die Betonsilos nur Aussenklos? Hat also wenig mit dem Baustil zu tun, sondern mit innenarchitektonischem Komfort den Sie problemlos in jedes Gebäude gleich welcher Epoche einbauen können (und der auch so eingebaut *wird*. Oder glauben Sie, im Buckingham Palace oder in der Staatsoper unter den Linden gibt es noch Plumpsklos?). Seien Sie doch also bitte so freundich und probieren ihre lächerliche pro-DDR Propaganda woanders, Sie sind rückwärtsgewand. Die 1970er Jahre sind vorbei, werden Sie bitte ein bischen modern.