Freitag, 29. November 2013

Grabungen Landhausstraße/Friesengasse | Quartier IV/3



Archäologische Grabungen Landhausstraße/Friesengasse | Quartier IV/3

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

So soll es mal aussehen

http://www.frieseneck-neumarkt.de/

und so könnte es aussehen

http://www.neumarkt-dresden.de/image1/quartier4/Landhausstrasse_Friesengasse.jpg

Was erfreut das Herz mehr?

Ich glaube, den meisten hier gefällt die Rekonstruktion besser.




Nummer 13 hat gesagt…

Danke für die Links!
Wo sie nur kann ROTZT die sogenannte "Moderne" ihren minderwertigen Rotz hin!

GHND bitte übernehmen Sie!!!

Anonym hat gesagt…

Die sog. Moderne der 20er bis frühen 60er ist schon vorbei, fürchte ich.
Der Stil der zeitgenössischen Architektur wird erst noch seinen Namen erhalten. Im Rückblick.

So viel zu dem "Hingerotzten", was mir persönlich recht angebracht erscheint an jener Stelle des Neumarkts.

Wirkt es doch als Kontrast zum w i e d e r a u f g e b a u t e n Landhaus (d.h. auf Grundlage originaler Bausubstanz wieder hergestellt) und zur R e k o n s t r u k t i o n des überwiegenden Teils des Neumarktgeländes.

Im Übrigen wird es einen glimpflichen Übergang vom Frieseneck zum British Hotel (?) geben: Das Gebäude in unmittelbarer Nähe zu jenem wird aller Voraussicht nach eine rekonstruierte Fassade erhalten.

Nummer 13 hat gesagt…

"Wirkt es doch als Kontrast zum w i e d e r a u f g e b a u t e n Landhaus"

Und genau DARIN liegt der entscheidene Denkfehler. Kontrast, Kontrast...

Dresden braucht keinen weiteren KONTRAST, schon gar nicht an DIESER Stelle. Was es hingegen braucht ist Sensibilität und Harmonie!

Mal gespannt wann die Kontrastheimer-Fraktion das kapiert.

Anonym hat gesagt…

Ich kann eigentlich keinen Kotrast entdecken.. wovon redet der Mann?

Anonym hat gesagt…

Es sollte eine Rekonstruktion geben,wie der 2 Vorschlag ist.
Ich finde zum Neumarkt,soll eigentlich alles,wie vor der Zerstörung 1945,gebaut werden.
Es reicht schon,wenn der hässliche Hilton Hotel und andere "moderne" Gebäude den Neumarkt verschandeln!

Mfg R.Helbig

Anonym hat gesagt…


Wenn man diesen Kontrast nicht "entdeckt" muß man sofort zum Augenarzt gehen.

Kontrastheimer hat gesagt…

Wenn Ihnen der Ausdruck "Kontrast" nicht passt, wie wär's dann mit "Übergang"?

Zunächst: Ich bin ganz bei Ihnen!

Das Neumarktareal wird sich niemals (!) vernünftig und "harmonisch" in die Stadt einfügen, wenn nicht Übergänge geschaffen werden. Denken Sie nur an die Moritz"straße"... Ohne Straßendurchbrüche und "sensible" Übergänge werden die rekonstruierten Gebäude immer wie aufgesetzt wirken.

Ich will mich bekennen, ich bin ein großer Verfechter der Wiederaufbaukultur in Dresden! Tatsächlich ist der architektonische Wandel in dieser Stadt der erste Grund gewesen, warum ich vor zwei Jahren entschied hier her zu ziehen.

Gerade vor dem Hintergrund meiner Heimatstadt Hildesheim, die es - meiner bescheidenen Meinung nach - geschafft hat, ein mehr oder weniger historisches, rekonstruiertes Zentrum in die Nachkriegsbauten der Innenstadt zu integrieren. Und ich bin mir sicher, dass, wenn der Neumarkt vollendet ist und über 30 Jahre Patina angesetzt hat, er in die Stadt passen wird. Auch (!) dank harmonischer (kontrastreicher, haha) Übergänge zum Rest der Stadt.

Und danke, dass Sie mir einen Spitznamen verpasst haben. Ich nehme ihn gerne an! =)

Nummer 13 hat gesagt…

@Kontrastheimer:
"Das Neumarktareal wird sich niemals (!) vernünftig und "harmonisch" in die Stadt einfügen, wenn nicht Übergänge geschaffen werden"

Da bin ich auch ganz bei Ihnen, allerdings muß folgende Frage erlaubt sein:
warum muß der "Übergang" von dem Sie sprechen auf dem räumlich eh schon sehr begrenzten Neumarktbereich umgesetzt werden?
Warum immer zu Lasten von Rekonstruktionen?
Warum nicht mal den Spieß umdrehen und sagen: so, wenns in der Rampischen Straße ein Hotel mit "Übergangsfassade" gibt, warum dann nicht z.B. das alte Kaufhaus Renner rekonstruieren, oder die Häuserfront an der Wilsdruffer Str. zur Moritzstraße?!? Würde doch in beiden Fällen einen wunderbaren Übergang abgeben, ganz im Sinne Ihrer Argumentationsweise. ;)
Wenn es um Zugeständnisse geht, warum dann immer nur in diese EINE Richtung?
Ich freue mich auf Ihre Antwort. :)

Kontrastheimer hat gesagt…

@Nummer 13:

Tja… Ich fürchte die erste und logische Antwort ist pragmatischer Art: Ganz einfach weil es einfacher ist, Übergänge innerhalb von Neubauten zu realisieren, als sie durch Destruktion bestehender (und teilweise - leider - sanierter) Bausubstanz zu erreichen. Ich will dennoch betonen, dass ich nicht zu 100 Prozent hinter dieser Art und Weise stehe. Zum Beispiel würde ich mich mit Nachdruck für einen Durchbruch an der Moritzstraße einsetzten. Und dieser wäre mit Sicherheit auch mit dem Umbau bestehender Bauten verbunden.

Aber ganz generell gesprochen: Was der Neumarkt braucht ist Anschluss an die restliche Innenstadt, die ihn umgibt. Aber wie sich das ganze gestalten soll, lässt sich wunderbar kontrovers debattieren - en Detail. Meiner Meinung nach wird sich das ganze sowieso über kurz oder lang ergeben. Der Neumarkt hat 20 Jahre für die Bebauung von 40 % der Fläche gebraucht. 40 Jahre werden wir dem ganzen Areal wohl oder übel noch geben müssen, bis es vollständig integriert ist. Vielleicht ist die Bebauung schneller beendet, aber „in der Mitte Dresdens“ wird der Platz dann noch nicht angekommen sein.

Und zum Altmarkt respektive Kaufhaus Renner: Ja, auch mir blutet regelmäßig das Herz, wenn ich alte Ansichten Dresdens sehe und sie mit der aktuellen Situation vergleiche. Aber gerade der Altmarkt ist, finde ich, ein gelungenes Ensemble. Sicher, der Platz lässt sich nicht mit der Vorkriegssituation gleichsetzen, aber dennoch strahlt er für mich einen gewissen Charme aus. Denn auch der Altmarkt ist in seiner Gestalt einzigartig gewachsen, vergleichbar dazu, wie es dort vor '45 war: Im Eck die alte, barocke (Hurra, Dresdner Barock!) Kreuzkirche, dann die beiden Flügel im Westen und Osten, vollkommen zu recht unter Denkmalschutz stehend, geprägt durch den den Barock zitierenden Stalinismus der 50er. Im Norden der ultimative Kontrast (!!) in Form des modernen Kulturpalasts, dem in den letzten 10 Jahren zeitgenössische Architektur gegenübergestellt wurde. So viele Stile auf einem Platz vereint, dennoch harmonisch und spannend zusammengefügt, das gibt’s nur in Dresden.

In diesem Sinne: Für den Wiederaufbau des Neumarkts und seine vernünftige, mäßige und (Achtung, Modewort!) nachhaltige Integration! :)