Sonntag, 19. Januar 2014

Stadtpalais | Am Rosengarten



Stadtpalais "Am Rosengarten" Weintraubenstraße

Kommentare:

Armin Günther hat gesagt…

Es ist immer wieder erstaunlich, was heute den Namen "Palais" erhält und die historische Nachbarbebauung beleidigen darf. Grütze!!!

Peter S. Burg hat gesagt…

Es ist doch wirklich bemerkenswert, wie sich jeder Dreck als "Palais" bezeichnet. Dieses Ding hat den Charme eines sozialistischen Plattenbaus und hat doch glatt die Dreistigkeit, sich frech als "Palast" anzupreisen, unglaublich!

Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum die Dresdner nicht Sturm laufen gegen die Verschandelung ihrer einst schönen Stadt. Bald haben wir einen wunderschönen Neumarkt, mit Glaskasten-Verblödungsshopping und ein ganzes Meer solcher "Paläste", in Wahrheit primitiver Retro-Plattenbau irgendwelcher Ewig Gestrigen. Ich schlage vor, wir schreiben noch gross drauf: Dor Sodsialismus siecht....

Holm hat gesagt…

Die liebe Güte, Herr Günther, wird es nicht langsam langweilig immer wieder auf die ach so historische Bebauung zu verweisen?

Auch dieses Haus wird wohl zu 100% vermietet werden. Ein wenig bestimmt dann wohl auch die Nachfrage das Angebot. Also muss hier doch die Frage sein: hat Dresden nix besseres verdient? Will man vielleicht auch einfach nix besseres?

Wenn ich mir die ganzen Multifunktionsjackenträger so anschaue, wenn die durch die Stadt spaziere, wundert es mich nicht im geringsten. Die Bebauung ist auch ein Spiegel der Menschen die hier leben. Ein Trauerspiel. Wo wir Dresdner uns doch für so toll halten.

Die Wahrheit ist allerdings: Borniertheit, Roland Kaiser Konzerte, das Ewiggestrige und Multifunktionsjacken. Und so sieht dann eben auch die Architektur aus. Für eben diese Menschen gemacht.

Ich verstehe die ganzen Beschwerden gar nicht!? Aber ich freue mich schon jetzt auf die Kommentare der sich unverstanden Fühlenden. ;)

Beste Grüße,
Holm

Samuel hat gesagt…

...und trotzdem bleibt Dresden die attraktivste und schönste Stadt Deutschlands. Da können noch so viele kastenförmige "Palais" gebaut werden.

Peter S. Burg hat gesagt…

Lieber Herr Holm,

dass das Haus zu 100 Prozent vermietet werden wird, zweifele ich wenig an. Es hat erstens eine 1A zentrale Lage, dann sehen die Käufer auch gerne über das qualitätsfreie Erscheinungsbild dieses Objektes hinweg :)

Und zweitens, selbst wenn es einige aufgeweckte Fluorid-freie Eigentumswohnungskäufer gäbe die merken, was für ein hässlicher Klumpen das ist, warum sollte es sie stören? Im hässlichsten Haus der ganzen Gegend zu wohnen, ist doch immer die beste Absicherung es fast nie sehen zu müssen. ;)

Von daher wird dieser Betonzombie (ich schlage statt "palais" vor"Ulbricht's Rache") natürlich sehr begehrt sein, ich sehe das genau so wie Sie.

Was ich allerdings nicht so wie Sie sehe, ist, dass ich es von Herrn Günther sehr gut finde , auf das Umfeld zu achten. Sie mögen das "böse, böse Historische Bauten" nennen, ich nenne es den "formensprachlichen Kontext beachten" und somit formensprachlichen Autismus zu vermeiden. Sie können in Dresden nicht bauen wie in Hinter-Posemuckel.

Dass Sie Angebot und Nachfrage bemühen, finde ich problematisch - genau das ist nämlich die Argumentation des Stadtzerstörungsamtes (ich verweigere den Begriff "Stadtplanung" für eine unfähige Clique die nichts plant sondern Chaos produziert). Dieses angenbliche "Planungs"-Amt ist inzwischen zur Alibi-Stelle mutiert, nur noch Baugenehmigungen an jeden Proleten im Unterhemd abnickt (hauptsache die Kasse stimmt), und offenbar wenig kreatives beisteuert. Woher wollen Sie denn wissen, Herr Holm, dass ein wunderschönes echtes "Palais" wie z.b. das geniale Gebäude der Patzschkes in der Charlottenburger Pestalozzistrasse, oder auch ein echtes palais-artiges Gebäude in Dresden-Striesen, nicht noch mehr Nachfrage hervorgerufen hätte? Das ist doch kein Argument, zu sagen "wir haben das hässliche Ding zu 100 Prozentg verkauft", vielleicht wäre ein echtes Palais genau so verkauft worden, aber hätte zusätzlich die Nachfrage nach Stadtbildschönheit befriedigt - einen Parameter den sie vernachlässigen? Das finde ihc sehr schade, dass Sie über Stadtplanung reden, aber ihnen Stadtplanung gleichzeitig völlig egal zu sein scheint? Sorry, aber das finde ich unlogisch.

Die Menschen wollen entweder schöne Architektur, oder sie ist ihnen egal - gezielt nach hässlicher Architektur suchende sind mir nicht bekannt. In beiden Fällen, Schönheitsuchenden oder gleichgültigen Personengruppen, ist alleine die schöne Architektur geeignet zur Befriedigung der Nachfrage aller Gruppen, die hässliche ist es nicht - falls sie es wirklich genau so unkünstlerlisch und Markt-obsessionistisch sehen wollen wie das Stadtzerstörungsamt. Insofern ist ihr Hinweis auf Nachfrage und Angebot total unökonomisch. Wobei Städteplanung eben weitaus mehr ist als nur Profit-Interessen - wie ich oben bereits darlegte. Ich freue mich, Ihnen die Gelegenheit gegeben zu haben Ihre Sichtweisen etwas zu erweitern.

Mit besten Grüßen

Anonym hat gesagt…

Multifunktionsjacken. Sehr schön. Schön gelacht! Und leider auch so wahr.

Man liest hier dann doch immer wieder nur destruktive Kommentare und Meinungen. Und wenn mal einem die "neue" Architektur gefällt, dann wird er doch sogleich mit Intoleranz abgestraft. Gern unterlegt mit hochtrabend klingenden Sätzen aus irgendwelchen Architekturblogs hinterlegt.

Es hat einfach was von Meckerossis.

Es würde mich mal interessieren, was denn der werte Herr Petersburg für die Schönheit dieser Stadt macht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er wirklich nur meckert!? Bestimmt pflanzt er irgendwo ein paar tolle Blumen, um unsere Stadt noch schöner zu machen und fragt sich, warum keiner mitzieht!?

Das er auf der Budapester Strasse wohnt, mit Blick aufs Arbeitsamt und sich hier nix sehnlicher wünscht, als originalgetreue Rekonstruktionen, kann ich mir gar nicht vorstellen, würde aber seinen Frust erklären.

Macht was für die Stadt, meckert nicht immer. Werdet Architekt, tut Euch zusammen, gründet Initiativen. Aber beschwert Euch nicht immer. Es haftet einfach immer der Meckerossi an. Den mag keiner!

Und einfach einen Tick mehr Toleranz gegenüber anderen Meinungen würde ich mir wünschen.

Im Übrigen ist das Palais auch nicht nach meinem Geschmack. Aber deswegen gleich den Architekten erschiessen? Ob der wohl ne Multifunktionsjacke besitzt? ;)

Gruss, Tom

Peter S. Burg hat gesagt…

Lieber Herr Tom, Sie schreiben hier viele Ihrer Fantasien über meine Person und wo mein privater Wohnort sein könnte. Sie versuchen, anstatt sich zum Thema Architektur zu äussern, andere Diskussionsteilnehmer persönlich anzugreifen und deren Meinung niederzumachen (und fordern gleichzeitig "Toleranz" für andere Meinungen),anstatt mit Ihre eigenen Meinung zu überzeugen.

Eine solche Meinung ist aber Ihrem Beitrag überhaupt nicht zu entnehmen.

Ihr einziger Satz zum Thema lautet, dass "Palais" sei nicht nach Ihrem Geschmack und man solle den Architekten deswegen nicht töten. Abgesehen davon dass der geplante Mord wohl nur in Ihrer Fantasie stattfindet und wenig zum Thema beiträgt , würde ich gerne von Ihnen wissen:

Sie sagten doch, das Gebäude sei nicht nach Ihrem Geschmack. Wie begründen Sie das denn bitte? Meine Begründung habe ich gegeben, und wenn Sie hier nicht als Störer oder Propagandist erscheinen möchten der Streit sucht, dann bitte ich Sie ihre Äusserungen zu begründen?

Bitte seien Sie so freundlich und legen Sie Ihre Meinung zum Thema dar, so wie ich es auch tat - ansonsten muss man Sie leider für einen Störer halten, der, anstatt selbstkrisch und ehrlich die Fehler in der eigenen Architektur zu suchen, Bausünden aggressiv verteidigt und statt dessen Kritiker durch Diffamierung mundtot machen möchte. Bei mir klappt das nicht.

Solange Sie die Meinungen anderer niedermachen, ohne eine eigene Meinung klar zu artikulieren und zu begründen, sind Sie unglaubwürdig. Also bitte Ihre Meinung zum Thema?

mit freundlichen Grüssen

Bianca hat gesagt…

ich finde es toll, dass diese Ecke endlich auch bebaut wird. So wird es dann doch wieder ein "richtiger" Strassenzug.

@ Holm, so ganz liegen Sie hier nicht falsch. Es ist leider auch in der Neustadt ein Hang zu Multifunktionsjacken zu erkennen. ;)

@ Petersburg, das ist Satire! So, wie in all Ihren "tollen" Artikeln bisher. Oder sollte das von Ihnen tatsächlich Ernst gewesen sein, was Sie hier unentwegt schreiben?

MfG, Bianca

Anonym hat gesagt…

Lieber Herr Petersburg,

ich wollte Sie natürlich in keiner Weise angreifen, habe lediglich gemutmasst. Bitte entschuldigen Sie meinen Hang zur Ironie.

Ich dachte ein Mann Ihrer literarischen Größe mit all dem Zitatenreichtum in Ihren tollen Kommentaren würde da zwischen den Zeilen lesen können. ;)

Ich verzichte auf Ausführen, warum Architektur gefällt oder nicht. Egal, wie viele Architkturblogs und -weisheiten man auch zitiert, es liegt im Auge des Betrachters.

Best, Tom

Dr.Esden hat gesagt…

Dresden ist Mittelmaß. Und das spiegelt sich nicht nur in den unzählig gleichen Multifunktionsjacken wieder, sondern eben auch in der Architektur.

Dresden war mal Vorreiter in Sachen Kunst, Kultur und Architektur. Aber diese Zeiten sind lange vorbei.

Aber irgendwie zehrt nicht nur die Stadt noch immer vom Ruhm vergangener Tage, sondern vor allem auch seine Bewohner. Die immer noch meinen, diese Stadt verdiene eine "besondere" Behandlung. Aber warum? Wo sind die Innovationen? Wo die Kunst und die Kultur, die diese Stadt mal ausgemacht haben? Irgendetwas, was nicht aus Epochen weit vor unserer Zeit stammt. Wo ist denn das "Besondere" an dieser Stadt, was die Bewohner - auch hier im Blog - immer wieder für sich in Anspruch nehmen, ohne es selbst zu erfüllen?

Dresden wird noch lange Mittelmaß bleiben.

Anonym hat gesagt…

Mittelmaß sind hier auch die Kommentare der Blogger,die sich für besonders erhellt halten und eine vermeintliche willfahrige Volksmasse der Multifunktionsjacken-Träger erkennen.Und der Wladimir Klitschko der Klötzchen-Gegner Petersburg darf natürlich nicht fehlen. Gruß SingerZ

Anonym hat gesagt…

ÄÄh...ich meine natürlich Vitali Klitschko. SingerZ

StadtbilDD hat gesagt…

Bitte unterstützt unsere Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/forderung-der-rekonstruktion-der-orangerie-dresden-nach-historischem-vorbild

Vielen Dank!

Anonym hat gesagt…

An alle die hier so abflamen, nehmt Geld in die Hand, kauft ein Grundstück, baut ein Haus was besser ausieht! Ich kann beim besten Willen nicht verstehen das hergezogen wird über solche Projekte.

mfg

Anonym hat gesagt…

Das Fassadendesign vom Innenhof ist ganz gut geworden. Ich verstehe aber auch nicht, warum das Außendesign so anders geworden ist. Fast so, also wollte der Architekt damit die Neustädter provozieren. Ich hoffe trotzdem, dass hier die Fassade nicht gleich wieder beschmiert wird. Das Gebäude ist jetzt übrigens außen so weit fertig.