Dienstag, 11. Februar 2014

Herzogin Garten



Herzogin Garten - Gelände der Saal GmbH, sowie die Bautafel zum  Bauprojekt der Baywobau/CTR
Im unteren Teil: Neubau eines Toilettenpavillons an der Ostraallee (Link)

Kommentare:

StadtbilDD hat gesagt…


https://www.openpetition.de/petition/online/forderung-der-rekonstruktion-der-orangerie-dresden-nach-historischem-vorbild

Nochmals unsere Petition für alle, die noch nicht unterschrieben haben!
Vielen Dank!

Peter S. B. hat gesagt…

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht von diesem Entwurf. Ich hatte mir etwas schöneres vorgestellt, zumal ja ein sehr schöne Entwurf vor vielen Jahren veröffentlich wurde. Es ist nicht nachvollziehbar, warum man nun diesen , weitaus weniger guten Entwurf wählte.
Der gesamte Komplex wirkt extrem plump, es ist keine Philigranie, keine Eleganz, nichts, was eine gute Architektur ausmacht. Mit nur wenigen Veränderungen könnte man hieraus ein wirklich modernes Objekt machen, aber offensichtlich stecken die Architekten wieder mal in ihrer rückwärtsgewandten 60er-Jahre Romantik. Der Entwurf hat den Charme eines Plattenbaus. Die Werbebrochüre wirbt übrigens, wie sollte es auch anders sein, in excessiver Weise mit Bildern vom historischen Dresden - weil man sich insgeheim der eigenen schlechten Archiktektur bewusst ist.

Dass der gesamte Park, ein ÖFFENTLICHER DRESDENER RAUM, nun auch noch für die Menschen gesperrt werden soll, damit die edlen reichen Betonbunkerbewohner den Blick auf den Zwinger alleine geniessen können, zeigt, wes Geistes Kind die Planer dieses Objekts sind. Dresden soll also nun aufgeteilt werden in Zonen die für bestimmte Menschen verboten sind, so sie nicht genügend Einkommen erhalten.

So, und nun freue ich mich schon auf die hasserfüllten Kommentare von SingerZ & Co die mich als "Vladimir Klitschko" beschimpfen, nur weil ich als Bürger von meinem Recht auf FREIE MEINUNSGSÄUSSERUNG Gebrauch mache. Die Investorenlobby hat Angst vor Bürgern die ihre Meinung sagen, daher wünscht man sich die Kritik zum verstummen zu bringen. Probieren Sie weiter, bei mir klappt es nicht :-)

Anonym hat gesagt…

Warum um alles in der Welt hat man den schönen Baumbestand in diesem Karee völlig abgeholzt? Ich fasse es nicht.Allen Umweltschutz-Geschwafel zum Trotz. SingerZ

Anonym hat gesagt…

Und wer soll zahlen?

Anonym hat gesagt…

Residenz.
Diese Platte nennt sich Residenz. Das ist mein Haus ein Kaiserpalast, der Kiosk um die Ecke die "rauchende Orangerie" und die Tankstelle das "Palais de Sprit".
Wenn man schon Murks baut und nicht mehr kann oder will, dann sollte man dem Kind wenigstens einen ehrlichen Namen geben: Mehr als "Wohnpark" oder "Wohnblock" halte ich nicht für angemessen angesichts solch architektonischer Minimalismen.
Gruß von Heiner

Peter S. Burg hat gesagt…

Ich habe mal eine Frage: Die geplante primitive Plattenbauanlage mit dem anmaßenden Namen steht ja nur auf einem Teil des Geländes.

Was ist denn mit DIESEM Entwurf hier? Der steht m.E. genau so, dass er die Platte ergänzt, dann wäre es ja halb so schlimm, denn DIESER Entwurf hier ist ziemlich gut!

http://www.sz-online.de/nachrichten/bau-an-herzogin-garten-kann-beginnen-2429472.html


Ist das noch aktuell? Also, kommen beide Projekte zusammen oder wie?

Auf der website von Hilmer, Sattler & Albrecht Architekten jedenfalls ist das Projekt noch so ausgewiesen. Wäre wunderschön, wenn es noch käme!! Wenigstens EIN Lichtblick! Bitte um Antwort falls es jemand weiss!

Jan hat gesagt…

@Peter S.Burg, nein das von dir gezeigte Projekt wird nicht umgesetzt. Das zweite Baufeld wird von der Saal GmbH bebaut, Entwürfe sind von woerner und partner. Hier mal ein link:

http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/wirtschaft/detail/-/specific/Millionaer-aus-Siegen-bebaut-auch-Herzogin-Garten-in-Dresden-261166198

Und die Seite der Saal GmbH:

http://www.saal.de/projekte/projekt/wohnprojekt-herzogin-garten/

PSB hat gesagt…

Der Entwurf von hilmer sattler und Albrecht war ein so gelungener Entwurf! Es kann wirklich nicht wahr seinm, das erste Mal das moderne Architekten etwas wirklich qualitativ hochwertig-adaptives entwerfen, wird der Entwurf wieder verbannt! Ich glaube das wirklich nicht mehr, es scheint, das Stadtzerstörungsamt (Stadt-"Planung" kann man das ja wohl kaum noch nennen) versucht sämtliche Hebel zu ziehen, um gute Architektur zu verhindern! Die katastrophalen Ergebnisse sehen wir ja regelmäßig.

Ich bin eigentlich mit den beiden derzeitigen Entwürfen nicht einverstanden, der Wörner-Entwurf wäre zwar z.b. für die Wilsdruffer Strasse nicht schlecht, ist aber eher merkantile Architektur, und nicht geeignet für ein Kulturareal.

Den BAYWOBAU Entwurf finde ich ganz miserabel, dieses Treppenartige wirkt wie eine Besuchertribüne, kann mir regelrecht vorstellen wie dort residierenden hohen Herren dann von dort aus auf die Orangerie schauen möchten. Umgekehrt müssen die Besucher der Orangerie und des Herzogin-Gartens auf die plumpe Plattenbau-Retro schauen.

Man kann sich über Dresden und die dort entstehenden Baukatastrophen, die der Bevölkerung als "Modern" verkauft werden, wirklich nur noch ärgern.

hilmer sattler und Albrecht haben gezeigt, dass es anders geht! Der Entwurf war NICHT Historisierend, ich möchte nämlich nicht überall nur Gründerzeitbauten sondern auch etwsa zeitgemäßes, so etwsa wäre zeitgemäß und dennoch wäre es urban-adäquat.

Das jetzige ist nicht adäquat sondern sieht aus wie ein Betonmonstrum einer Mallorca-Billig-Urlaub Anlage. Und im Herzogin Garten. Schande!

Jan hat gesagt…

@PSB, der Hilmer-Sattler-Emtwurf wurde nicht umgesetzt, da der Investor das geplante Nutzungskonzeot flöten gegangen ist. Es war mal ein Hotel geplant, wofür sich aber kein Betreiber gefunden hat. Das SPA hat in diesem Fall einmal nichts damit zu tun. Der neue Grundstückskäufer und Investor Saal GmbH hat neue Entwürfe von einem anderen Architekturbüro (wörner&partner)in Auftrag gegeben, da jetzt Wohnungen gebaut werden. Bitte nicht immer nur mit der Keule austragen sondern sich mal über die Umstände informieren. Das Baywobau-Projekt finde ich im Übrigen gar nicht so schlimm. Nicht das gelbe vom ei aber soweit ganz ok.

Dresdner hat gesagt…

Warum sollte das SPA nicht dafür verantwortlich sein, schlussendlich müssen die doch ihren Haken drunter machen.
Sonst könnte ja jeder machen was er will. (Obwohl es mir manchmal schon so vorkommt)

Peter SB hat gesagt…

Jan: diese berühmte Version, dass das SPA mit allem nichts zu tun hat und total unschuldig ist, kenne ich schon. Und "bitte nicht mit der Keule austragen", genau, bloß niemals die Schund-Achitektur kritisieren die Dresden zerstört, und bloß verhindern dass sich innerhalb der Bevölkerung Wut ausbreiten könnte über die Unfähigkeit des SPA. Die Elite hat vor scharfer Kritik Angst, und ich kann das gut verstehen.

Das Stadtplanungsamt sollte, wie bereits der Name sagt, Stadtplanung betreiben und hat selbstverständlich nicht nur die Macht, sondern sogar die Pflicht, für eine sinnvolle Stadtplanung zu sorgen. Wie das SPA dieser Pflicht nachkommt, wissen wir alle und muss kaum diskutiert werden.

Es steht nirgendwo geschrieben dass an der Orangerie unbedingt ein Hotel entstehen muss. Du selbst schriebst ja dass im neuen Projekt auch gar kein Hotel, sondern Wohnungen geplant sind. Das SPA hätte dem Investor klarmachen können, dass er hier in einer Kulturstadt baut und nicht auf einem Fabrikgelände in Wanne-Eickel neben Kohlengrube Olga, und seinen neuen Entwurf schlicht ablehnen können. Motto: Entweder Sie bauen hier vernünftig, oder das Areal bekommt ein anderer Investor. Wenn man den Investoren signalisiert, dass ihre "Baukünstler" sich hier keine Mühe geben müssen sondern Klumpen-Architektur wie in Berlin-Marzahn bauen können, dann geben sie sich natürlcih auch keine Mühe. Es ist lächerlich, zu behaupten das Stadtplanungsamt habe mit seiner konsequenten Unterlassung, den Investoren Vorgaben zu machen und mit seiner hochgradig unfähigen Bauplanung nichts zu tun. Man hätte z.b. Hilmer und Sattlers Entwurf modifizieren können, es gibt in der Berliner Innenstadt unzählige Hotels und Pensionen, die sind wo? In normalen Wohnhäusern, in London, Paris, Kopenhagen, die ganzen Europäischen Innenstädte sind voll davon.- Das heisst, man kann problemlos einen Entwurf für Wohnungen zum Hotel machen und umgekehrt (in Dresden werden ja sogar Speichergebäude zu Hotels), das SPA hätte erkennen müssen dass der Hilmer-Entwurf einzigartig und 100 Prozent passend für dieses Areal ist und als Auflage machen müssen, diesen Entwurf beizubehalten oder einen ähnlich hochwertigen zu liefern, will mir jemand erzählen dass der Bunker-Klotz mit Treppen-Silhouette "hochwertig" sei? Was ich nicht verstehe, ist dass die BAYWOBAU einen Teil des Klotzes baut, denn bisher haben die fast nur vorbildliches am Neumarkt geleistet. Nur weil etwas ausserhalb des Neumarktes ist, heisst es doch nicht dass historisch unbedeutend ist, der Herzogin Garten ist ein kleines Areal, aber m.E. sehr wichtig. Jetzt kommt hier eine Mallorca-Neckermann Anlage hin.

Das SPA wird geleitet von Architekten, wenn ein Architekt nicht in der Lage ist einen genialen Entwurf zu erkennen, sollte er lieber Buchhalter werden. Sorry, aber dieses Verteidigen dieses hochgradig unfähigen SPA und seiner katastrophalen Baupolitik geht mir auf den Nerv. Erinnert mich an die Kanzlerin, die jetzt auch nichts dafür kann wenn wir verseuchte Gen-Nahrung bekomme, seltsamerweise kann in Deutschland niemand etwas für seine Politik.

"nicht das Gelbe vom Ei" für einen rückwärtsgewandten Plattenbau direkt gegenüber dem Zwinger und wenige Meter neben der Orangerie ist eine sehr schöne Umschreibung für eine miserable Architektur in einem hochwertigen Kultur-Areal, lieber Jan. Aber natürlich hast du Dein Recht auf Deine Meinung. Fragt sich nur, inwieweit eine Meinung angemessen ist. "nicht das Gelbe vom Ei", ja schade, und niemand kann etwas dafür - genau wie Frau Merkel und ihr Politbüro überhaupt nichts für den Gen-Mais kann, den sie im Aufrage von MONSANTO nach Deutschland schleusen und du demnächst essen wirst. Wohl bekomm's.

Fazit:
Die jetzige Bunker-Architektur ist eine VERTANE CHANCE, und schuld ist das unfähige Stadtplanungsamt das überhaupt keine Stadtplanung betreibt sondern als reine Abnick-Stelle für Bauaufträge gleich welch hässlicher Art fungiert. Redet Euch heraus, wie immer ihr wollt.

Anonym hat gesagt…

@ Petersburg

Bevor Sie sich hier anmaßen selbstherrlich über Schuldfragen zu schwadronieren, wäre es angeraten, sich vorher mit den Grundprinzipien des öffentlichen Baurechts vertraut zu machen. Ein Stadtplanungsamt in einer Demokratie hat tatsächlich andere Aufgaben und Befugnisse als eine höfische Behörde in einem Feudalstaat. Generell ist es deshalb heute schwer, die Wünsche und Träume einzelner über öffentliche Interessen zu stellen. Ein wichtiges öffentliches Interesse ist beispielsweise die Rechtssicherheit in Planungsprozessen (warum muss man Ihnen als Anti-Lobbyist ja sicher nicht extra erklären..).

PeterSB hat gesagt…

Wie bitte? "Ein Stadtplanungsamt in einer Demokratie hat tatsächlich andere Aufgaben".

Wissen Sie überhaupt, was "demokratisch" bedeutet, wenn Sie dieses Wort schon so vollmundig anführen? Es bedeutet, das Volk hat Recht auf Mitbestimmung.

Und ich weiss zwar nicht, in welcher Märchenwelt Sie getrennt von der Realität leben Herr "anonym" (so ein TOLLER Name), aber dass das unfähige Stadtplanungsamt Dresden in keinster Weise den Bürgerwillen umsetzt weiss jeder 12-Jährige, und zwar bundesweit.

hahaha, einzigartig, spricht hier von einem "Stadtplanungsamt in einer "Demokratie", hahaha das ist genial!

Genau so "demokratisch" wie die Entscheidungen der Bundesregierung, die gegen ihr Volk regiert und aber seltsamerweise das tut, was Gen-Nahrungskonzerne sagen. Ja so ein Zufall, nicht wahr? Träumen Sie weiter vom "Demokratischen Stadtplanungsamt" und verbreiten Sie weiter ihre unwahre Propapganda einer angeblichen "Demokratie". lol