Montag, 31. März 2014

Liebigstraße 10



Neubauprojekt der WGS Süd, Liebigstraße 10 

Kommentare:

Thordal Odinson hat gesagt…

Das kann doch nicht deren Ernst sein? Jetzt wird auch noch dieses wunderschöne Viertel mit barbarischer Pseudoarchitektur verunstaltet. Dieses Villenviertel wurde '45 zu ca. 90% ausradiert und die wenigen noch erhaltenen Villen sind die letzten Zeugen des alten Glanzes. Und nun wird genau dort hinein dieser hässliche Kasten gesetzt! Ich bin fassungslos! Das ist doch pure Boshaftigkeit und Hass auf alles Schöne! Wie kann man so was überhaupt genehmigen? Gibt es nicht Vorschriften das Neubauten zum Bestand passen müssen?

Thordal Odinson hat gesagt…

Nachtrag:
Vielleicht sollten sich die Entscheider der WGS im Vorfeld mal mit dem Thema Architektur auseinandersetzen. Es gibt nämlich deutlich Besseres als Bauhaus und Betonbrutalismus ala Atlantikwallbunker. Wie wäre es mit dem „New Urbanism“? Einfach mal über den Talkesselrand hinausschauen – z.B. nach Berlin. Da darf ab und an Modern UND Schön gebaut werden. Zu empfehlen wären da folgende Architekten:
- Die Brüder Patzschke
- Kollhoff
- Tobias Nöfer
- Marc Kocher
Einfach mal nach deren Werke googeln. So geht richtige Architektur in einem historischen Villenviertel! Und bei Mietpreisen von inzwischen bis zu 9,-€ kalt in der Gegend dürfte es auch kein Problem sein so was zu bauen.
Bevor es wieder heißt man könne ja nur meckern und keine Alternativen benennen.

Peter S. Burg - Bürgerinitiative für echte moderne Architektur e.V. hat gesagt…

Eine hochgradig unmoderne, veraltete Architektur. Der Herr "Baukünstler", der geistig noch in den 1920er Jahren verharrt, versucht seine veralteten Baustil durch ad-Libitum Fenster zu kaschieren, d.h. sie wahllos durcheinanderwirft und dann lächelnt behauptet: "hochmodern".

In Wahrheit ist dieser Baustil nicht modern sondern total unmodern, rein wissenschatlich wurde noch nie eine Beweisführung erbracht dass Schuhkartons "modern" seien. Es ist veraltet, und ich nenne dies eine Anti-Zeitgeist Architektur. Dass sie darüberhinaus noch dieses wunderschöne Villenviertel verschandelt, ist mehr als traurig.

Echte moderne Architektur gibt es an zahlreichen Stellen in Dresden, Maxstrasse, Könneritzstrasse, Külz-Ring, Pfotenhauerstrasse und unzählige mehr. Ich bin für mehr moderne Architektur, dies hier ist allerdings obsolete Bunker-Archiktetur.

@Webmaster: Ich danke Ihnen für die Bilder dieser Fantastischen Villen, sie sind wunderschön und sind eine Wohltat für das Auge.

Darki hat gesagt…

Bis ein Marc Kocher, Tobias Nöfer oder Stephan Höhne in Dresdem bauen dürfen, fließt bei den hiesigen Privinznulpen noch viel Wasser die Elbe runter....leider. Dresden ist halt geistig noch in den 70ern.

Dirk hat gesagt…

Ich wohne unweit der Liebigstraße und genieße es in der Umgebung an den noch vorhandenen alten Villen entlang zu spazieren. Warum muss diese Lebensqualität im Wohnumfeld derartig mit den Füßen getreten werden? Wie kann man solch hässliche Klötze, einen nach dem anderen, auf wertvolle Brachflächen hinspucken? Gerade von der in Dresden verwurzelten WGS habe ich anderes erhofft. Dabei gibt es doch moderne Alternativen, wie sie auch Thordal Odinson bereits beschrieben hat. Wie auch immer, es ist kein Problem der Südvorstadt, sondern von ganz Dresden und die bereits zahlreichen Beispiele der Verschandelung der Stadt nehmen weiter zu und verhöhnen den sonst gepriesenen hohen Anspruch an Kultur und Ästhetik. Dagegen sollte man sich nicht mehr nur in Foren aussprechen. Kennt jemand eine entsprechende Bürgerinitiative?

Thordal Odinson hat gesagt…

@Dirk
Ja, da gibt es eine Bürgerinitiative - StadtbilDD- Das Korrektiv. Schau mal auf deren Seite: http://stadtbildd.de/cms/