Sonntag, 27. April 2014

Lahmann Sanatorium | Weißer Hirsch III



Lahmann Sanatorium, 3. Teil. Aufnahmen von der Bautzner Landstraße aus. 

Kommentare:

Stephan hat gesagt…

Glückliches Dresden, in 20 Jahren wirst Du eine leuchtende Metropole sein. Eine Melange aus historischer , restaurierter, wiedererschaffener Bausubstanz .

peter s.b. hat gesagt…

Na ja, ich bin da etwas skeptisch. Diese wunderschöne Architektur auf dem Bild ist doch, wie so vieles, weit draussen vor der eigenlichen Innenstadt. Im eigentlichen Dreden, im Zentrum, wurden bisher nur der Neumarkt und der Theaterplatz konsequent stadtplanerisch aufgebaut. Sogar die Prager Strasse hat eine gewisse Urbanität wieder erlangt, ich finde sie zwar nicht schön aber sie ergibt einen Sinn, hier ist Planung erkennbar. Der Rest vom Dresdner Baugeschehen ist totales Chaos, Kraut und Rüben, ein heilloses Durcheinander ohne jegliches Konzept.

Und ich meine mit "stadtplanerisch sinnvoll" auch nicht nur Rekonstruktionen und möglichst viele Mansarddächer. Nein, es gibt sehr gute, sogar hervorragende moderne Architektur, aber "modern" in einer zerstörten Stadt muss auch bedeuten: cohärent, und contextual. Wobei ich das erste nur auf das städtische Gefüge beziehe, das zweite aber zusätzlich auf den Ursprung, die Geschichte der Stadt. Man muss nicht überall Barockbauten wiedererstehen lassen, das würde ich gar nicht wollen und ich kenne auch niemanden der das will. Aber es muss eine dem Ort angemessene moderne Architektur sein, erst dann wenn sie die Partikularität des Ortes berücksichtigt, des berühmten "Genius Loci", erst dann ist sie modern.

Das gehört jetzt nur bedingt hierher, das Lahmann-Sanatorium ist traumhaft schön. Aber ich sah gerade eben welch grausame Verunstaltung man nun am Wiener Platz bauen will, und wenn die Dresdner sich nicht endlich laut zu Wort melden, werden sie bald eine hochgradig scheussliche Innenstadt haben, umgeben mit wunderschönen alten Villen. Das wäre eine Wahrheit entsetzliche und hochgradig absurde Mischung.