Donnerstag, 24. April 2014

Wiener Platz | MK5



Wiener Platz, Baufeld MK5
Infos hier

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Infotafel wird wohl für die nächsten Jahre das einzige sein, was am Wiener Loch neu errichtet wurde.

Anonym hat gesagt…

wieso sollte das so sein...?

Peter S.B. hat gesagt…

Sag mal, das ist ein Scherz, oder?

Ich denke immer, wenn ich Bauschilder in Dresden sehe die neue Schandbauten ankündigen, ich bin in einem schlechten Surrealistischen Film, einer SF-Komödie von Luis Buñuel, ehrlich.

Ich frage mich, wie krank die Verantwortlichen im Stadtplanungsamt sein müssen, um solch einen Unrat als "Baukunst" anpreisen zu wollen. Ich habe es aber aufgegeben, hiergegen etwsa tun zu wollen, die Dresdner selber sind gefordert, ich bin weit weg von Dresden und sehe nur aus der Ferne entsetzt zu, wie die Dresdner zulassen dass ihre Stadt immer mehr brutal entstellt und verhässlicht wird. Nein, sie wird sogar entmenschlicht.

Dieser Abfall dort oben ist nicht nur formensprachlich inadäquat, er ist de-humanisiert. Es ist eine inhumane, menschenfeindliche Architektur. Ich jedenfalls habe es satt, mich über diese ganzen Fehlplanungen in Dresden aufzuregen, nirgendwo baut man so schlimm wie in Dresden. Der Protest muss von den Dresdnern selber ausgehen!

Brutalismen wie diese sind vermutlich die "Strafe" von Kulka & Co, dafür, dass die Dresdner den Neumarkt und die Frauenkirche durchgesetzt haben. Nun werden sie bestraft indem man den Rest möglichst hässlich und unmenschlich baut, und dann behauptet, Hässlichkeit sei "modern". lol

Anonym hat gesagt…

Auch wenn ich nicht die immer gleichen Metapher von PSB wähle,kann ich auch nur sagen,daß dieser Bauplan für den Wiener platz gräßlich ist.Eine Shopping-Mail auf Mallorca sehe nicht anders aus.Und das am Entree,am Empfang in die Altstadt!Neuankömmlingen vom Bahnhof wird so gleich die Neugier auf Dresden geraubt.

LG SingerZ

Anonym hat gesagt…

Was habt ihr an der Stelle erwartet? Dort sollte es sich doch halbwegs in die Architektur der Prager Straße eingliedern. Und ich finde, zwischen Prager Spitze und Kugelhaus ist so etwas ganz annehmbar, wenn auch kein Meisterwerk. Wichtiger ist, dass dort endlich überhaupt etwas passiert.

Peter S.B. hat gesagt…

Für immer wieder die gleichen Attacken auf die Stadt gibt es logischerweise auch immer wieder die gleichen Reaktionen, lieber SingerZ. Kennen sie dieses Zitat? "Immer wieder das Gleiche zu tun, und andere Ergebnisse zu erwarten, nennt man "Wahnsinn". (Albert Einstein).

Übrigens, niemand will Barock oder Mansarddächer in der Prager Strasse errichten. Aber dass ein solcher Unsinn wie auf dem Bild einer Kulturstadt unangemessen ist, haben Sie ja anscheinend selbst eingesehen.

Es gibt sehr viel gute moderne Architektur, das sage ich seit Jahren immer wieder. Dies hier ist allerdings nicht modern, sondern total unmodern und incohärent.

Wenn selbst Leute wie Sie dies mit einer Shoppingmall auf Mallorca vergleichen, will das etwas heissen. Wir sind uns einig, dass eine Neckermann-Billigflug Architektur für die Entrée einer Kulturstadt nicht adäquat ist.

mit freundlichen Grüßen

Kontrastheimer hat gesagt…

Klotzige Architektur. Wie immer. Man will originell, ja modern sein, und beruft sich doch nur leidlich auf die klassische Moderne ohne diese wirklich zu durchdringen. Billige Kopien, mehr nicht.

Nur was soll man zwischen anderen Klotzbauten wie „Kugel“-Haus und Prager Spitze schon erwarten. Das ganze wird später mehr oder weniger 0/8/15 aussehen und zumindest kein Hingucker sein. Nur es als Schandfleck zu bezeichnen geht doch ein wenig zu weit, denke ich.

Was mich jedoch eigentlich verleitete, etwas zu schreiben, ist eine Frage: Warum, Herr Peter S. B., ist dies "de-humanisierte, inhumane, menschenfeindliche Architektur"? Warum eine“ Fehlplanung"? Wieso „Brutalismus"?

Keine Frage, die Architektur ist nicht sonderlich originell. Aber dermaßen hässliche Adjektive zu bemühen ist doch etwas überzogen, meinen Sie nicht? Und, dass nirgendwo hässlicher als in Dresden gebaut wird, halte ich für ein Gerücht. Kein Mensch, der hier am Hauptbahnhof ankommt, wird von der Architektur dort dermaßen angewidert sein, dass er darüber den Neumarkt und Co. bei seiner Abreise wieder vergisst. Viel mehr werden sich die meisten Touristen, Reisenden und auch die Dresdner darüber freuen, dass mitten in der Innenstadt nach fast 20 Jahren ein riesiges Loch, ein Schandfleck verschwindet..

Fahren Sie mal mit dem Zug in andere (westdeutsche) Städte. Hildesheim ist ein Beispiel für ein misslungenes (Bahnhofs-) Entrée. Betonwüsten - mit drei verkrüppelten Pflanzen dekoriert - vor unsanierten Nachkriegsbauten und einem überdimensionierten, leerstehenden, Shoppingcenter. Umrahmt von einem hässlichen Busbahnhof.

(Wobei ich meine Heimatstadt doch noch kurz in Schutz nehmen will: Bahnhof und ZOB werden gerade saniert …)

Beste Grüße

Patrick hat gesagt…

Kulturstadt? Was denn für eine Kulturstadt? Unheilig am Elbufer? Helene Fischer in der glücksgas Arena? Dresden hat den Status einer "Kulturstadt" doch längst nicht mehr verdient. Die wenigen Ausstellungen und Museen die das rechtfertigen, gibt es in jeder anderen mittelmässigen Stadt auch.

Man sollte aufhören in der Vergangenheit zu leben. Dresden liegt, was Kultur, Architektur und Innovation angeht, längst im Mittelmaß. Man erkläre doch mal einem Prager, warum er unbedingt nach Dresden kommen muss?? Sicher nicht wegen der Architektur! Der Kultur wegen auch nicht.

Der Anspruch nach hochwertiger Architektur, auch hier im Blog, ist beneidenswert, hat aber nix mit der Realität zu tun.

Dresden bekommt die Architektur, die es und seine Bewohner verdient. Mittelmaß.

Die Gebäude passen sich wunderbar in die Prager Strasse ein und schliessen endlich die große Lücke in dieser Geschäftsstrasse.

Und vielleicht haben wir Glück, und Helene Fischer singt zur Eröffnung. Das zieht mit Sicherheit auch mehr Dresdner an, als eine neue Georg Baselitz Ausstellung.

Gruß, Patrick

PS: Herr PSB, immer wieder erfreulich zu sehen, welch tolle Fremdworte Sie benutzen. Das hebt doch den Anspruch gewaltig. Danke dafür! ;)