Dienstag, 3. Juni 2014

Weißeritzstraße 50



Weißeritzstraße 50/Wohnhaus Peter Kulka. Aktuell wird die Dämmung/Verkleidung durchgeführt/vorbereitet.
(Bilder@Stefan)

Kommentare:

Dresdner hat gesagt…

So etwas Unpassendes kann nur Kulka einfallen..
(Auch ohne die fertige Fassade zu kennen)

Frank hat gesagt…

@ Dresdner: da schlagen die Meckerossis wieder zu, oder? Immer dieselbe Leier. Hier fehlt es an Mansardendächern, dort an der passenden Rekonstruktionen - und da hat sich der geschätzte PSB noch nicht mal zu Wort gemeldet. ;)

Ich find es super, Brüche schaffen Abwechslung.

Gruß, Frank

Marcus hat gesagt…

Wenn einem keine Argumente einfallen, dann wird man beleidigend wie Frank. Unterstes Schubladendenken.

Ich finde das Haus auch nicht schön, aber setzt die jahrzehntelange Verschandelung der Friedrichstadt fort und "passt" daher hier rein.

Anonym hat gesagt…


Wenn ich das Wort Brüche höre,ziehe ich meinen Revolver.

Ralph hat gesagt…

Für mich ein mutiges und schönes Gebäude. Angesichts der immergleichen Wohlfühl-Würfel-Architektur die überall in Dresden entsteht (siehe insbesondere die sogenannte "Gartenstadt Striesen" der USD) eine sehr wohltuende Ausnahme. Ich freue mich über jedes Stück Blockrandbebauung und Innovation in dieser Stadt.

Frieder hat gesagt…

Also mir gefällt es auch ganz gut! Bei vorhandener Altbausubstanz wirken solche modernen Bauten auch.

Außerdem ist Kulka hoch anzurechnen, dass er genau dort baut. Ist meiner Meinung nach nicht die schönste Ecke Dresdens. So gibt es vielleicht eine Initialzündung für die Friedrichstadt!

Anonym hat gesagt…

Gerade noch an der sinnvollen ('modern' gehaltenen) Schließung der Lücke auf der Kesselsdorfer erfreut und nun bekommt so einen Graus zu Gesicht.
Einfach nur schlecht, richtig schlecht. "Initialzündung für die Friedrichstadt" -> also wenn das die Initialzündung für dieses Gebiet sein soll, dann kann man gleich die vielen schönen alten Gebäude (ja, auch das gibt in der Friedrichstadt) abreißen und weiter lieblose Glasfassaden hochziehen.

Abartig hässlich und völlig unpassend! Kulka soll nach Pforzheim übersiedeln und dort seine Träume verwirklichen.

Anonym hat gesagt…

Stimmt, es ist kein Würfel, dafür aber ein aufrecht stehender Fast-Quader, dem sie oben ein Stückchen weggeschnitten haben. Echt innovativ, wirklich.

Anonym hat gesagt…


Kulka baut unmittelbar neben zwei wunderschönen Jugendstilhäusern, er sonnt sich da im Glanze dieser Nachbarschaft, man könnte auch sagen, er schmarotzert.

Als Solitär ist diese Betonkiste selbst für Ihn nicht zu ertragen.

ChriSGD hat gesagt…

@ Anonym: ich gebe Ihnen Feuerschutz ;)
@ Ralph: Mut definiere ich anders. Was ist gegen Wohlfühlarchitektur einzuwenden? Steht etwa nicht das Empfinden der Menschen im Vordergrund sondern die exklusive Meinung eines Teils einer Berufsgruppe? Dass in Striesen kein Blockrand entsteht ist genauso logisch wie, dass an dieser Stelle Blockrand entsteht, oder? Daraum geht es Ihnen doch auch gar nicht, wenn Sie ehrlich sind. Ich habe ja nicht einmal ein Problem mit der Fassade, die wahrscheinlich tatsächlich etwas Spezielles aufweisen kann, sondern mit dem Ingnorieren der Traufhöhe, die schlichtweg störend wirkt. Wäre das Gebäude noch drei Etagen höher, könnte es sogar als gewolltes Setzen eines Merkzeichens durchgehen, so ist es einfach nur gewollte Unordnung.
@ Frieder: "Bei vorhandener Altbausubstanz wirken solche modernen Bauten auch." Nein, sie wirken nur inmitten von Altbausubstanz, denn ein ganzer Straßenzug aus solchen Bauten hätte kaum die erwünschte Wirkung. Sie sind Parasiten, die nur darauf abzielen Ensembles zu zerstören und zu spalten. Wie ein Death-Metaller im Kreuzchor, obwohl ich das schon wieder lustig fände. Hoch anzurechnen brauchen sie ihm das nicht, als wäre es geradezu ein Akt der Nächstenliebe. Wenn Sie seine Einstellung zur bösen Schönheit kennen, dann ist es nur logisch, dass er sich gerade die Straßenbahnkurve und den POCO-Domäne-Parkplatz als Nachbarn ausgesucht hat. Eine Initialzündung zu erhoffen, ist ziemlich abwegig, dafür ist das Projekt sowohl architektonisch aber vor allem bezüglich seiner Stadtteilwirksamkeit doch eher unbedeutend. Da sind zunächste andere Dinge relevanter: der Markt an sich und das Preis-Leistungs-Verhältnis, soziale Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten, Wohnumfeldverbesserungen. Solange Flächen in der Wilsdruffer Vorstadt zur Verfügung stehen, schätze ich die Chancen auf einen Boom der Friedrichstadt in den nächsten drei Jahren eher gering ein. Das Potenzial ist da ein urbaner Stadtteil zu werden, jedoch müsste die stadtweite Entwicklung noch einige Jahre anhalten.

Dresdner hat gesagt…

...und das Kulka an den Ansprüchen der Menschen vorbei baut, ist beispielhaft an der Centrum-Galerie zu verfolgen,
... was sagte da der werte Herr: die Menschen verstehen einfach nicht was schön ist..

Ja richtig, auf diese Form von Schönheit kann ich gerne verzichten.

Und zum obigen Bauvorhaben, ich möchte nicht in dem gemütlichen Hinterhaus wohnen, was jetzt durch diesen Klotz eingemauert wird.

Es gibt wahrlich genug Platz woanders.

Es wirft sich nur immer wieder die Frage auf, wie so etwas genehmigt wird.
Und das hat nichts mit würdiger Stadtentwicklung zu tun, und schon gar nichts mit so genannten "Mecker-Ossis"

Warum hat er nicht die alte Ölmühle instand gesetzt?
Stimmt , das ist viel zu primitiv für einen sogenannten Star-Architekten..

Anonym hat gesagt…

Dieses Haus, besser gesagt diese Schachtel kann nach jahrelanger Beobachtung der Bausituation in Dresden zu recht als ganz heißer Anwärter auf die "scheußlichste, deplazierteste und grobklotzigste Baupfuscherei" (von Architektur kann man hier nicht sprechen) gesehen werden.
Würde die Gilde der Architekten ihren Job ernst nehmen, würden sie solche Pfuscher aus ihren Reihen verbannen!
Hier schlage auch ich Mut zum Bruch vor: Ganz schnell mit der Abrißbirne, lieber Brache als solch eine Vergewaltigung des Sehnervs!

Anonym hat gesagt…

@dresdner: Ja soll die Baulücke für alle Zeit offen stehen, weil der Hinterhof zu eng ist bzw.der Straßenabstand zwischen Weißeritzstr. und Adlergasse zu eng ist? Desweiteren ist das kein Hinterhaus sondern steht in eben genannter Adlergasse. Ich wohne in Löbtau. Da sind die Abstände zwischen den Häusern teilweise auch nicht größer als 4-5m.

Desweiteren finde ich diesen Neubau ganz gut gelungen; im Gegensatz zu manch andem was man in DD vorgesetzt bekommt.

Anonym hat gesagt…

Der Bauherr selbst hat zu dem Projekt gemeint: "Man sollte es uns nicht verübeln, dass wir in einem Haus wohnen wollen, wie es uns gefällt. "

Anonym hat gesagt…


Kulka: " Man sollte es uns nicht verübeln, dass wir in einem Haus wohnen wollen, wie es uns gefällt. "

Gegen den Satz kann man nichts sagen.

Wenn aber ein anderer Bürger, eine historische Fassade neben vorhandene zeitgenössische Architektur stellen will, weil es ihm gefällt, bekommt er das nicht genehmigt, dann muß er sich seinem Umfeld anpassen.

Das ist eine bodenlose Frechheit.

Das ist die Arroganz der herrschenden Architektenschaft und
des Stadtplanungsamtes, dann ist plötzlich der berühmte Bruch nicht
mehr gewollt.

Das Stadtplanungsamt der Stadt Dresden ist das Reich des Bösen.





PSB (Verein "schickt Kulka in Rente" e.V. hat gesagt…

Ich hab mir's schlimmer vorgestellt. Begeistert bin ich dennoch leider nicht.

Ich gebe zu, Kulka hat gute Ansätze. Eines hat er: Er hat Sinn für Proportion. Aber das reicht nicht. Ich finde das Gebäude im Ganzen NICHT gut, weil zwar die Proportionen stimmen aber der urbane Character absolut fehlt. Ich sage das alles unter Vorbehalt, weil noch alles unter Gerüsten ist und man es wohl erst nach Abrüstung beurteilen kann. Generell würde ich mir wünschen, dass man in Dresden endlich aus dem Bauhaus-Dornröschenschlaf erwacht und dass man endlich beginnt, zeitgenössisch und modern zu bauen . Dieses Gebäude ist nicht modern, sondern total unmodern, da es dem realen Zeitgeist, d.h. der tatsächlichen in der Bevölkerung vorherrschenden geistig-gesellschaftlichen Strömung nicht Rechnung trägt. Das Gebäude trägt nur veralteten, totalitären Dogmen Rechnung. Das hat mit Stadtplanung im 21. Jahrhundert nichts zu tun.

Patrick hat gesagt…

Du sprichst mir so sehr aus der Seele.