Donnerstag, 1. September 2016

Kulturpalast



Umbau Kulturpalast/Ansichten Außenfassade

Kommentare:

Micha hat gesagt…

Einfach traumhaft, wie sensibel sich die Kiste ins Stadtbild einfügt...
Die Sanierung dieses architekonischen Fehlgriffs mit Steuermitteln ist die größte politische Fehlentscheidung in dieser Stadt seit der Wende.
Zum Vergleich hier noch einmal die Entwürfe für eine stadtbildverträgliche Umgestaltung von Kollhof für die Sachsenbau aus dem Jahre 2002.

--> http://archiv.neumarkt-dresden.de/Kulturpalastareal/Kollhof-Sachsenbau-Chemnitz.html

Klaus hat gesagt…

Architektonisch Verbessert hat sich der Kulturpalast durch seine Sanierung nicht.Er wurde lediglich aufgefrischt,doch am Ende bleibt er an dieser Stelle dauerhaft ein Städtebaulicher Misstand.Er bildet kein Schanier zwischen Neu und Altmarkt.Der Kulturpalast wurde in einer Zeit gebaut,in der man überhaupt nicht an eine Wiederherstellung des Neumarktes dachte.Den Kulturpalast jetzt im Istzustand zu belassen und zu sanieren ,ist wahrscheinlich die einfachste und billigste Variante für die Stadt gewesen,im Gegensatz zu Kollhoff dessen Entwurf mir natürlich auch viel besser gefiel,Wohl aber der Stadt zu teuer war.

Micha hat gesagt…

"Den Kulturpalast jetzt im Istzustand zu belassen und zu sanieren ,ist wahrscheinlich die einfachste und billigste Variante für die Stadt gewesen,im Gegensatz zu Kollhoff dessen Entwurf mir natürlich auch viel besser gefiel,Wohl aber der Stadt zu teuer war."

Nein, es war eben NICHT die einfachste und erst recht nicht die billigste Variante! Es war ein hochkompliziertes Sanierungs-Verfahren, weil der Kasten u.a. asbestverseucht war. Und er hat die Stadt (sprich die öffentlichkeit)eine Summe gekostet, wie sie im Hinblick auf den ästhetischen Aspekt schlichtweg nicht zu rechtfertgen ist!
Das Beste an der Sache aber ist folgender Umstand: Die Sachsenbau als Investor hätte eine Investitionssumme von rund 150 Mio in die Hand genommen, um diesen sozialistischen Fehlgriff gemäß den neuen städtebaulichen Anforderungen des 21. Jahrhudnerts erträglich zu gestalten. Die GESAMTE Summe hätte ALLEIN der Investor getragen (entsprechende Garantien gab es von Seiten verschiedener Kreditinstitute), die Stadt hätte dieses Projekt KEINEN Cent gekostet!
Es folgte ein jahrelanges Hin und Her, zwischen Politik und Verwaltung, bis man das Thema Umbau nach Dresdentypischer Manier erfolgreich zerredet hatte. Dem ganzen wurde dann die Krone aufgesetzt, als man den Kasten unter Denkmalschutz stellte! Als klar war, daß er der Öffentlichkeit so erhalten bleiben würde, wurden nicht einmal minimale Korrekturen - wie von Seiten der GHND gefordert - zugelassen!

Der Fremdkörper "Kulturpalast" ist daher auf dreifache Weise ein Denkmal: Einmal für eine reaktionäre DDR-Städtebau-Politik, die an dieser Stelle bewußt mit jede Maßstäblichkeit brach, den historischen Bezug brachial ignorierend.
Zum anderen ist dieser Bau ein Mahnmal dafür, wie asozial ideologische Restbestände aus sozialistischer Zeit gegen JEDEN rationellen Einwand bis heute wirken, und... wie effektiv man in dieser Stadt Steuergeld aus dem Fenster wirft.

Der böse Dresdner hat gesagt…

Ich kann nur immer wieder sagen, wir sind hier in Dresden, der Stadt mit der unfähigsten Stadtführung Deutschlands. Also können wir auch weiterhin fest mit derartigen Fehlgriffen, bzw. Stadtverschandelungen rechnen. Das garantiert allein schon die absolute Pfeife von Baubürgermeister, die derzeit am Ruder ist.

SingerZ hat gesagt…

Der Kulturpalast steht für die Moderne der 60iger Jahre und war das Hauptwerk Wolfgang Hänschs.Wer hier von sozialistischer,reaktionärer Städtebau-Politik schwadroniert,hat von der Architekturgeschichte Gesamtdeutschlands nicht den leisesten Schimmer.Das Gebäude entstand in einer völligen Brache und war zur Zeit seiner Erbauung ästhetisch und hochmodern.Dieses Haus könnte ebenso stehen in zerbombten Städten wie Frankfurt/Main oder Köln.
Das es mit der Wiedererrichtung der historischen Bebauung am Neumarkt zu Brüchen kommen muß,ist evident.Im Gegensatz zu wiederhergestellter barocker Bebauung ist der Kulturpalast ein Original,der zur Geschichte Dresdens gehört.
Die Kollhoff-Umbaupläne waren eine Beleidigung des Architekten Wolfgang Hänschs und wurden zurecht abgelehnt.Sie waren nur ein weiterer Beweis,daß Kollhoff mit der Moderne überfordert ist und lieber im Zuckerbäckerstil baut,wie die Galerie "Roter Turm"in Chemnitz zeigt.
Um Träumen einer Entsorgung der gelebten Geschichte der alteingesessenen Dredner vorzubeugen wurde der Palast unter Denkmalschutz gestellt.

Harry hat gesagt…

Die Sätze von Micha 3.9.16 sind in jeglicher Form zutreffend, dem stimme ich voll und ganz zu. Warum muss nur ein Niedersachse Baubürgermeister sein, konnte nicht im eigenen Stall gesucht werden (Loeser). Wenn schon Umbau, warum nicht der Kleinabriß am Kulti/Galeriestr.um historisch die Strasse abzuschließen usw...(Hier gäbe es noch sehr,sehr viel zu kritisieren, aber Micha & der böse Dresdner haben es ja schon getan !)
Gruß Harry

Klaus hat gesagt…

Singer,dem ersten Absatz Ihres Kommentars gebe ich Ihnen Recht.Der Kulturpalst ist in einer Zeit gebaut worden,in der niemand die Zukunft für den Neumarkt vorraussah.Man hat den KP vom damals gegenwärtigen Städtebaulichen Zustand der Umgebung aus gebaut.Der neue KP war zur damaligen Zeit etwas ganz besonderes für viele Dresdener in der Tristesse des Neumarkts und der Mitte DD. Aber man muss sagen,die Zeiten haben sich für die DD Mitte nun mal stark geändert(Positiv).Städtebaulich richtet sich mittlerweile die unmittelbare seitliche und hintere Umgebung des Kulturpalastes historisch strukturiert aus.Der KP ist aber als ein freistehendes Gebäude errichtet worden.Kollhoff wollte die Hülle des KP so verändern,das er nahtlos in die neue kleiteilige Struktur harmonisch einfließt,unter Beibehaltung des großen Saals.Optisch gesehen wäre der Kollhofsche Entwurf die architektonisch wesentlich bessere Lösung zwischen ALt und Neumarkt gewesen.Singer,wenn mann ständig auf die Befindlichkeiten einzelner ,,alteingessener Dresdener" und Architekten von DDR Bauten rücksicht nehmen müsste,dann würde man in der Mitte DD nur mäßig voran kommen. Viele Alteingesessene sträuben sich viel zu sehr vor baulichen Veränderungen in der Innenstadt und sind ihnen nicht aufgeschlossen genug.Alte Türen fallen zu,dafür öffnen sich neue-und das Leben geht immer weiter.

Klaus hat gesagt…

Harry,es ist doch völlig wurscht von wo der Baubürgermeister kommt.Auf den Menschen kommt es letztendlich an.Sicherlich gefallen mir viele Ansichten und Entscheidungen des Baubürgermeister nicht,aber ist der,der aus dem eigenen Stall kommt für Sie automatisch dann immer der bessere Baubürgermeister?
Singer,Kollhoff ist nicht überfordert mit der Moderne.Kollhoff ist ein Architekt der Traditionellen Formen.Genauso wie die Patschke Brüder.
Es gibt auch in der heutigen Zeit Architekten die Traditionell bauen.Und das ist eben ihre persönliche Überzeugung.Die passen sich eben nicht dem modernen Zeitgeist an.Sie haben ihren ganz persönlichen Stiel.Und das ist auch gut so.Wenn alle Architekten gleich wären ,gäbe es eine architektonische Langeweile und Gleichheit von Städten.(Ist teilweise schon so)Aber gerade diese Architekten wie Kollhoff und die Patscke Brüder haben es mit traditioneller Architektur nicht einfach in Deutschland und bauen daher lieber im Ausland weil man dort ihren Bauformen viel Aufgeschlossener gegenüber steht.
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Micha hat gesagt…

"Die Kollhoff-Umbaupläne waren eine Beleidigung des Architekten Wolfgang Hänschs und wurden zurecht abgelehnt."

Das ist wieder mal so eine Äußerung die mustergültig zeigt, wie schwer es manchen doch fällt, den geistigen Horizont über den eigenen Tellerrand hinaus zu erweitern.

Die gleiche Ignoranz, die in den 60gern zu diesem städtebaulichen Mißgriff führte, übt sich heute in kleinlicher Genugtuung im bewußt verengten Blick auf die letzten 60 Jahre Dresdener Stadtgeschichte. Man fordert Achtung ein, war aber nicht gewillt diese zuvor selbst zu gewähren.
Der Bezug zu über 800 Jahren dynamischer Stadtentwicklung wird dabei ebenso beflissentlich ausgeblendet, wie eben auch die veränderten Bedingungen , die einen neuen städtebaulichen Ansatz im 21. Jahrhundert fordern.
> Wolfgang Hänschs < - der Säulenheilige der Zukunftsverweigerer steht eben haushoch-erhaben über Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen - man braucht schon eine Menge Gelassenheit um so viel Ignoranz und ideologisch bedingte Beschränktheit mit Humor fassen zu können!

Königsbrücker hat gesagt…

Geschichte bedeutet Veränderung, begrüßt von den einen, gefürchtet von den anderen. Ich bin mir sicher, daß der "Kultur-Balast" im zuge eines gesamtgesellschaftlichen Paradigmenwechsels in den nächsten 20- 30 Jahren einen Umbau erfahren wird. Ich rate den Vertretern einer zeitgemäßen Architektur-Sprache daher zur Gelassenheit.
Für Herrn Singer habe ich auch eine Nachricht: legen Sie sich schon mal genügend Beta-Blocker bereit, die Zukunft wird hart^^

SingerZ hat gesagt…

Dresden hat genug andere Baustellen und Brachen,die nach Diskussion und Mitbestimmung,nach Urbanisierung und Stadtneubau gieren.Man denke nur an das Robotron-Gelände und das Areal südlich des Rathauses.
Für die Neubebauung der Freiflächen am Neumarkt besteht weitgehender Konsens.
Für Entsorgung der Geschichte und Umbau eines Hauses der Moderne im Puppenstubenstil á la Kollhoff wird es keine Mehrheit geben,versprochen.

Der böse Dresdner hat gesagt…

Ja, die Zukunft wird garantiert hart. Da werden Beta-Blocker wohl nicht reichen.
Und auf den Baubürgermeister kommt es doch schon erheblich an, ob er einen Bezug zu Dresden hat, oder aus der westdeutschen Taiga, z.B. dem Ruhrgebiet o.ä.kommt. Die letzten Baubürgermeister hatten jedenfalls keinerlei Bezug zu Dresden und das Ergebnis kann man ja sehen.
Die Zukunft wird uns weiterhin massenhafte nichts sagende Betonwürfel mit Schießscharten als Fenstern bescheren. Da helfen Beta-Blocker nicht mehr. Da darf es dann doch schon Speed o.ä. sein.

Löwe hat gesagt…

Ich finde so einiges schlimm, was in der Dresdner Innenstadt an Bausünden verzapft wurde, aber für mich gehört der Kulti als einer der wenigen sozialistischen Leitbauten zu dieser Stadt. Als Dresdner Jung ernsthaft einen Abriss oder Komplettumbau in Erwägung zu ziehen, empfinde ich als Beleidigung. Es gibt wahrlich viele DDR-Schandflecke in unserer Stadt (St.Petersburger Straße, Prager Straße, neue Johannstadt, Prohlis, Gorbitz usw. usf.), aber der Kulti hat für mich einen Sonderstatus und mehr Geschichte, als so manch harmonischer Neubau in Dresden. Legt euren Fokus lieber auf die nicht gerade wenigen Bausünden bei den Neumarkt-Quartieren (Kimmerle-Areal oder Palais Riesch), das Areal rundum die Neustädter Hauptstraße oder die neuerdings aufkommende Begeisterung seitens einiger Politikheinze, (architektonisch) abrisswürdige DDR-Bauten unter Denkmalschutz zu stellen. Diesem Wahnsinn sollte viel eher Einhalt geboten werden, damit sich diese Stadt endlich mal in eine sinnvolle Richtung entwickelt.

Micha hat gesagt…

@Löwe: Diese Stadt kann sich erst dann in die richtige Richtung entwickeln, wenn nicht nach ideologischen, sondern nach rationellen Kriterien im Sinne zeitgemäßer Stadreparatur entschieden wird.
Wie bereits treffend gesagt wurde: Den Kulturpalast - unter den geänderten Rahmenbedingungen (!) zu renovieren - ist und bleibt die größte baupolitische Fehlentscheidung seit der Wende, sentimentales Befinden hin oder her.
Warum? Ganz einfach: Weil der wiederbebaute Alstadtbereich kein Platz für Solitärbauten dieser Art (mehr) ist, die Zeiten, das Umfeld haben sich gewandelt und mit ihr die Definition des Notwendigen (dieser entscheidende Punkt wird interessanter weise immer gerne ausgeklammert). Wenn diese Erkenntnis aber einmal angekommen sein wird, wenn begriffen wurde, das ein Gebäude -gerade an dieser sensiblen Stelle - in erster Linie aus seinem KONTEXT heraus beurteilt werden muß, dann werden wir auch nicht mehr über solch sinnfreie Themen wie den Denkmalschutz-Status von Plattenbauten diskutieren müssen.
Die DDR-Altlast was sie ist: Eine visuelle Zumutung für jeden Feingeist!

Löwe hat gesagt…

Dann sei so konsequent und reiße direkt die umgebenden Bauten der Willsdruffer ab. Sind schließlich auch DDR-Altlasten.

SingerZ hat gesagt…

Größte Fehlentscheidung in Dresden seit der Wende ?Hier gibt es wohl leichte Wahrnehmungsschwierigkeiten .Sie haben wohl die Waldschlößchenbrücke vergessen.Außerdem hängt niemand-ich auch nicht-an der Bebauung Nordseite der Wilsdruffer Strasse,die die Öffnung der Moritzstrasse im Wege steht.
Da sollte ihr Klagelied ansetzen.

Micha hat gesagt…

"Dann sei so konsequent und reiße direkt die umgebenden Bauten der Willsdruffer ab. Sind schließlich auch DDR-Altlasten."

Warum fällt es so schwer zu differenzieren? Ich habe klar und deutlich gesagt, daß jeder Solitär in erster Linie danach beurteilt werden muß, wie er sich zu seinem Umfeld verhält, gerade im kleinteiligen Altstadtbereich.
Die Plattenbauten am Altmarkt, und auch entlang der Wilsdrufer Straße sind Bauten der 50ger Jahre, sie sind keine Fremdkörper, im Gegenteil: Sie führen -zumindest in Ansätzen - die Dresdner Bautradition noch fort (Satteldach, klassische Fensterordnung, Putzfassade in handwerklich-traditioneller Ausführung) - sie erzeugen deshalb kein Spannungsfeld, bilden MIT ihrem Umfeld eine eigenwillige, aber dennoch harmonische Einheit; sie stehen in einem Dialog, der von Respekt getragen wird.
Diese wichtige städtebauliche Aufgabe leistet der Kulturpalast nicht, da man sich in den 60gern schon zu weit von jeder Maßstäblichkeit und der damit verbundenen Sensibilität verabschiedet hatte. Der viel bemühte Hinweis, daß es sich hier um Architektur von Weltniveau handele, ändert nichts an dieser Tatsache, er unterstreicht diese vielmehr auf ungewollt tragische weise.

Löwe hat gesagt…

Diese Bauten verhindern die Umgestaltung des Neumarktes massiv oder wie beurteilst du die Wichtigkeit eines zentralen Leitbaus wie das 'Hotel Stadt Rom'? Mal ganz zu schweigen davon, dass sich ein Großteil der Hinterhöfe überhaupt nicht harmonisch ins Gesamtbild einfügen. Es wirkt vielmehr wie ein komplett erstückeltes Ensemble, welches so gar nicht zu einem 'British Hotel' oder einer 'Heinrich Schütz Residenz' passen will.

Klaus hat gesagt…

Micha Ja,ich finde die Gebäude aus den frühen 60er Jahren an der Wilsdruffer Straße knüpfen in Ansätzen an die Dresdener Bautradition, aber nur an die Bautradition,wie ich finde nicht aber an die historische Stadtstrucktur.Löwe kann ich auch recht geben.Ich finde die neuen barocken Gebäude hinter den 60er Jahre Bauten laufen irgendwie auf sie auf.-Haben zur Zeit noch eine Art Hinterhof Stellung.Die Neumarktbebauung endet abrupt wie an einer großen Mauer hinter den Wohnblöcken der Wilsdruffer.Ich denke auf lange Sicht wird zumindest ein Teil der Wohnblöcke zurück gebaut,um das einige Straßen vom Neumarkt an die Wildruffer Str.angebunden werden können,und sich die Neumarktbebauung bis an die Wilsdruffer heran Entwickelt.

Micha hat gesagt…

@Löwe. Natürlich kann man sich darüber Gedanken machen, inwiefern es sinnvoll ist, die Bauten entlang der Wilsdrufer Straße partiell zu modifizieren. Dies wäre gerade dann von Nöten, wenn es darum geht, die bereits genannten Hinterhof-Situationen zu vermeiden. Dazu wurden bereits diverse Planverfahren in Auftrag gegeben, mit durchaus beachtlichen Visionen: Man erhält einerseits den Charakter der bestehenden Bausubstanz, trägt aber auch dem VERÄNDERTEN UMFELD Rechnung, in dem man durch die Wiederaufnahme der alten Straßenführung die Ensemble-Wirkung betont und nicht den Solitär, der sich -wie der "Kulti"- zu Lasten des Umfeldes selbstgefällig profiliert.
Respekt fordern und Respekt -Geben müssen in einem ausgeglichenen Verhältnis zu einander stehen; alles andere ist schlichtweg assozial.

Löwe hat gesagt…

Ich schätze wir kommen bei dem Thema nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner, was jedoch nicht schlimm ist. Gehört eben auch dazu. Während du dich am Kulti störst, rege ich mich bspw. extrem über die Rückseite des Kimmerle-Areals oder das künftige 'Palais' Riesch auf. Jeder hat seinen Favorit in Sachen Fehlplanungen, an denen es in dieser Stadt leider nicht mangelt.

SingerZ hat gesagt…

Während die Altmarktbebauung (Ziegelbauten!!)von Herbert Schneider und die Südseite der Wilstruffer Str.mit das Beste sind,was es an Nachkriegsbauten in der Altstadt gibt,bleiben die beiden Blöcke an der Nordseite ein Ärgernis.Sie verhindern die Rückführung der Strasse auf eine maßstabliche Größe und verriegeln die Anbindung des Neumarktes.
Der Kulturpalast profiliert sich nicht selbstgefällig auf Kosten des Umfeldes.
Man kann auch Geschichte tilgen,nachbauen und damit ein zwiespältiges Verhältnis zu Original und einer Kopie,die aus der Zeit gefallen scheint, erzeugen.

Micha hat gesagt…

"Ich schätze wir kommen bei dem Thema nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner, was jedoch nicht schlimm ist. Gehört eben auch dazu."

So ist es! Man muß nicht immer einer Meinung sein, jeder setzt andere Prioritäten. Niemand sollte meinen den anderen überzeugen zu MÜSSEN.
Willensbildung lebt von der freien Meinungsäußerung; und es ist ein Ausdruck geistiger Souveränität wenn man auch eine gegenteilige Aussage "stehen lassen" kann ohne jemanden abzuwerten oder als "Feind" zu betrachten.
Hat Spaß gemacht mit Ihnen zu diskutieren!
In diesem Sinne: auf weitere interessante Diskussionen getreu dem Motto: Alles kann, nichts muß.