Montag, 23. Juli 2018

Postplatz



Bauprojekte am Postplatz

Kommentare:

Der böse Dresdner hat gesagt…

Auf den Bildern 10 und 11 kann man erahnen, was für ein prächtiges Gebäude die Oberpostdirektion einmal gewesen ist. Umso betroffener macht es, wenn man dann die beliebigen Betonbunker sieht, mit denen uns die unfähige Stadtführung hier mal wieder beglückt.
Das alte Fernmeldeamt aus DDR-Zeiten wird abgerissen, um danach die Stelle mit einer weiteren Grausamkeit aus der Gruselkiste des Baubürgermeisters zu bestücken.
Danke Dresden!

Anonym hat gesagt…

Sehr geehrter böser Dresdner,
beliebige Betonbunker sind die Gebäude nun nicht gerade. Die einen werden mit hellem Klinker verkleidet, die anderen mit rötlichen Keramikelementen. Beides ist nicht beliebig und auch nicht unbedingt günstig. Lediglich die einfachen Gebäudeformen und Fensteröffnungen lassen die Gebäude leider wieder profaner wirken.
Die Stadtführung hat damit aber nur bedingt zu tun, schließlich sind sie nicht Bauherr oder Investor. Natürlich sind sie für die Genehmigung zuständig, aber ich bin überzeugt, dass ohne die Stadtverwaltung die Gebäude noch einfacher, noch profaner und noch günstiger gebaut worden wären. Und auch einer Stadtverwaltung sind bei Gestaltungsfragen leider irgendwann die Hände gebunden, da sie sich auch nur an geltende Regeln und Gesetze halten kann.
Das Gebäude, welches anstelle des Fernmeldeamtes gebaut werden soll, stammt auch nicht aus irgendeiner Kiste des Baubürgermeisters. Er hat sich das nicht ausgedacht.
Kritik ist gut und wichtig. Aber sie sollte schon sachlich korrekt und an die richtigen Adressaten gerichtet sein.

Anonym hat gesagt…

mimimi

Der böse Dresdner hat gesagt…

Und ich bin der Meinung, dass dieser Baubürgermeister ein Haupthindernis für eine geschmackvolle Bebauung und vor allem für die Realisierung solcher Projekte, wie z.B. Narrenhäusel, Palais Oppenheim, Neustädter Rathaus, Königsufer usw. ist.
Er wirkt gezielt gegen solche Projekte und versucht sie mit allen Mitteln zu verhindern oder wenigstens extrem zu verzögern.
Ein weiteres Beispiel dafür ist die Verzögerung des Baues dieser lächerlichen "Lärmschutzwand" hinter dem Kulturpalast. So etwas würde man normalerweise in ein paar Wochen zustande bekommen. Dadurch kann die Bebauung an der Schloßstraße nicht begonnen werden. Das wird man noch soweit treiben, bis der Investor abspringt und man dann mal wieder eine schöne Brachfläche geschaffen hat.
Man muss sich nur Leipzig anschauen. Dort funktioniert geschmackvoller Neubau im Stadtzentrum.

Anonym hat gesagt…

Die Stadtverwaltung hätte auch einfach sagen können,dass die Postdirektion einfach als Leitbau zu rekonstruieren ist. Nebenan hätte der Investor ja seinen Keramikquader hinsetzen können, so schlecht sieht er ja nicht aus. Oder im Hinterhof einen Klinkeranbau. Hätte niemanden gestört. Das traurige ist, das so ein prägender, historisch wertvoller Platzbau wie das Postamt fast vollständig ausradiert wird und durch einen Karton ersetzt wird.

Sylvio Thiele hat gesagt…

Der Grund für die Hässlichkeit heutzutage ist, dass solche großen Projekte von Investoren gebaut werden, die zum einen nicht von hier sind, und zum anderen nur ihre Aktionäre glücklich machen müssen. Früher wurden Gebäude meistens von einheimischen gebaut, die einen Ruf zu verlieren hatten, bzw. die in gewisser Weise damit ihren gesellschaftlichen Status gezeigt haben, was auch etwas mit Tradition zu tun hatte. Leider gibt es diese betuchten einheimischen Menschen im Osten nicht mehr, nur noch Heuschrecken oder gut betuchte von weit her, auf die keiner mit dem Finger zeigen kann. Die sitzen in München oder Stuttgart in ihren schönen Nobelvillen. Das es auch anders geht, zeigen Beispiel an der Schweriner Straße, Wormser Straße oder der Fröbelstraße. Alle dieser Bauherren haben gut verdient und trotzdem eine ansehnliche Fassade hinbekommen.